„Selbstliebe“

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Seit nunmehr als fünf Jahren befinde ich mich im Dualseelen Prozess. Puhhhhhhh… . Wer das auch von euch bereits erfahren hat,  weiß sicher was das bedeuten kann. Offene Baustellen dürfen ordentlich geschlossen werden, doch es schreibt sich einfacher nieder, als es manchmal ist. Tief greifende Wunden, wo ich meinte sie längst verarbeitet zu haben, kamen zutage, wollten gesehen, angenommen und geheilt werden.

Gott sei Dank, war ich schon immer ein Mensch, der Veränderungen zwar auch gern herausgeschoben, aber wenn sie dann wirklich anstanden, auch angegangen ist. Dadurch konnte ich schon sehr viel im Vorfeld für mich, in meinem Leben klären. Es fing schon mit Anfang zwanzig an, als ich das erste Mal meine Kindheit gesund reflektierte. So etwas wie Heilung in einem kleinen Bereich meines Lebens erfolgte.

Anders ist der Dualseelen Prozess für mich. Wenn mich diese Gefühle immer wieder tangierten, sogar auch sehr berührten, ganz klar, aber auch irgendwie manipulierten, setzte ich mich später zur Wehr. Das allerdings war ein Prozess über Jahre und es begann ganz einfach durch mein Tun an Etwas, das mir Freude bereitete. Natürlich hatte ich dies auch schon davor getan, nur wurde mein Gefühl durch diese Begegnung sehr erschüttert. Diese tiefe Liebe und ich wundere mich, wie ich das einfach so schreiben kann, musste ich auch erst einmal irgendwie auf meiner Festplatte akzeptieren. Und zu Anfang des Dualseelen Prozesses hatte ich keinen Schimmer, ist es mein Gefühl das ich gerade fühlte oder war es das andere. Doch das lernte ich mit der Zeit zu unterscheiden, aber es brauchte eben Zeit, um wieder in die Selbstliebe zurückzukommen. Mancher wird sich fragen „Was?“ Aber wer in so einem Prozess steckt oder ihn bereits durchlaufen hat, wird darum wissen, wie schwer es sein kann, sich darin zu finden. Alte Wunden werden zutage gefördert, um heilen zu können. Aber ich glaube, bei jedem Menschen kann so eine Begegnung im Gefühl oder auch als wirkliche Begegnung der Menschen anders verlaufen. Je nachdem, was ein jeder eben noch lernen muss. Wenn manche es auch als romantische Begegnung bezeichnen und ja stellenweise kann dies so auch sein, sehe ich es eher als große Lernerfahrung. Und sie lässt alles fühlen. Verzweiflung, Stress, Kummer, Freude, Liebe, Sterben wollen und damit umzugehen mit jedem einzelnen Gefühl hoch dosiert meine ich, musste ich erste einmal lernen, und mit damals Ende vierzig, Anfang fünfzig meinte ich schon vieles gefühlt zu haben, doch ich wurde eines Besseren belehrt. Und wenn mich die Gefühle des anderen so schüttelten und ich im Stress versinken zu drohte oder im Kummer verloren zu gehen, begann ich mich mehr im Freien aufzuhalten und Steine zu sammeln. Es war, wie eine kleine Auszeit aus einer Arbeit die Kraft zu kosten schien. Es begann mir Freude zu bereiten, die frische Luft mir um die Nase wehen zu lassen und noch Ablenkung dabei zu haben.  Die gesammelten Steine säuberte ich und schlussendlich bemalte ich sie mit verschiedenen Motiven, ganz intuitiv. Das half mir unglaublich in dieser Zeit. Auf der anderen Seite fühlte ich ab und an Wut und Ärger, mich diesen Gefühlen widersetzt zuhaben, doch ich lernte meine Gefühle durchlässig zu machen. Es war und ist natürlich ein großer Lernprozess , in dem ich den Glauben an mich selbst erst verloren und dann wieder gefunden habe. Und allein das Wiederfinden ist ein wunderschönes Gefühl.

Dualseele Begegnung das ist LIEBE. Aber viel mehr ist es wohl auch Selbstliebe.  Und ja, natürlich gab es Zeiten, Tage, Stunden, Minuten, am Ende sogar nur noch Sekunden, wo ich dachte, „Oh man, der auf der anderen Seite ist doof und Punkt.“ Und ich war verletzt und ich war traurig und ich tat dumm mit dem anderen Gefühl und ich beschimpfte es auch so gut ich konnte, obwohl ich sonst ganz anders bin. Und ich lernte immer wieder zu vergeben, so oft ich mir auch vorgenommen hatte, dieses Mal aber, läuft es anders bei mir, so oft kam es anders. Irgendwie ging wie von allein. In der Liebe wohnt so viel Kraft, unsagbar stark dieses Gefühl.

Jeder Mensch macht Situationen im Leben durch, die ein anderer niemals beurteilen kann, einfach, weil der andere nie in genau so einer Situation wohl war. Was ich für mich allerdings noch mehr lernen muss, es gibt Menschen die jammern und jammern, aber möchten keine Veränderung haben und hier muss ich lernen, diese einfach wirklich loszulassen. Denn sie rauben nur die Zeit und Energie der anderen. Aber das wird mir auch noch gelingen! Selbstliebe. Selbstliebe lernen, der Dualseelen Prozess macht es möglich. Ein wenig machte mir das schon auch Angst, denn ich sagte schon immer, was ich dachte und fühlte, sollte das nun noch intensiver werden? Einigen Menschen stieß ich damit schon vor den Kopf, aber ich meine, glaube, fühle, ehrlich sprechen sollte erlaubt sein, auch wenn es unangenehm ist. Auch ich musste schon in meinem Leben einmal, zweimal schlucken, was man mir sagte, dachte darüber nach und befand es für richtig und wenn es sich für mich anders darstellte, suchte ich das Gespräch. Für mich ziemlich einfach, für andere wieder wohl weniger. Leben eben, für jeden anders für mich ehrlich, intuitiv, meistens gerade heraus. Selbstliebe dazu gehört auch „Ja“ und „Nein“ sagen zu können. „Ja“ zu sich selbst, zu dem eigenen Gefühl.  Ein „Nein“ gegenüber einem anderen Gefühl, ist immer ein „Ja“ zu sich selbst. Höre ich ein „Nein“ ist es für mich kein Untergang mehr. Es ist das „Ja“ des anderen zu seinem Gefühl, so wie mein  „Nein“ zum anderen Gefühl,  immer nur das „Ja“ zu mein Gefühl, zu mir selbst ist.  Selbstliebe eben.

Ich wünsche mir einfach nur Heilung. Heilung für die Seele, die Seelen. Vor Jahren hätte ich jetzt damit noch ein wenig wohl gehadert, heute just in diesem Moment kann ich es schreiben, weil ich es so fühle … Dankbar für diese tief greifende Begegnung, für diese tiefe Liebe zu sein.

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„Eine kleine Libelle“ aus dem Buch „Himmelblau und Sonnenreich“

       

Eine kleine Libelle

Eine kleine Libelle sitzt auf einem harten Stein und schaut auf das Wasser. Gern würde sie fliegen mit all den anderen,
welche um sie fröhlich tanzen. Sie müsste nur ihre Flügel breiten und sich erheben vom grauen Stein hinauf
in die Sommerluft. Doch so recht schafft sie es noch nicht. Obwohl sie voller Neugier so gern die Welt erkunden würde,
welche ihr sehr groß erscheint und ja, auch ein wenig Angst einflößt, bleibt sie jedoch noch auf dem grauen Stein
vorm Wasser. Gern schaut sie den anderen zu, doch noch lieber würde sie auch selbst fliegen und das Wasser, die Gräser, andere Insekten und die Lüfte erkunden, denn sie hat ja alles bei sich das sie braucht, um ihre Reise zu beginnen und zu einem wunderbaren Erlebnis werden zu lassen. Ihre Augen sind groß, ihr Flugapparat besonders und sie hat ihre Fühler, einen Mund und was kann schon geschehen, wenn sie die Angst besiegt und ins Vertrauen kommt. Viel! Denn ihre Reise wird beginnen! Eine Reise hinein ins bunte Leben und der graue Stein am Wasser wäre dann nur noch Erinnerung, vielleicht aber auch mal ein Stopp, wenn sie wieder hier her käme, um sich auf dem Stein, den die Sonne wärmt auszuruhen, um dann wieder in die Welt zu fliegen.

„Nun komm doch! Trau dich endlich!“ rufen ihre Artgenossen ihr zu und sehnsüchtig schaut sie auf ihre Flugkünste. Wie kleine bunte Propeller jagen sie über Wasser und über bunte Blumen.
„Wenn ich mich doch nur trauen würde.“ sagt sie zu sich und bewegt langsam einen ihrer Flügel. Dann den zweiten.
Danach breitet sie beide Flügel aus und sie fühlt sich besser. Sie erhebt sich in die Luft und auf einmal ist sie
mitten drin zwischen all den anderen bunten Propellern, welche sie noch vom Stein aus beobachtet hatte.
„Ich fliege! Ich fliege!“ ruft sie fröhlich den anderen zu und erfreut sich an ihrem Sein.
(aus dem Buch „Himmelblau und Sonnenreich“)

„Begegnung“

 

ISBN: 9-783-7460-9595-0

„Mancher Leute ihr Habitus zu posant,
gegeben falls von oben herab.
Warum nur diese Art der Umgangsform?
Was wird verborgen gehalten,
was übertüncht wird mit großen Farben?
Die für mich keine sind.
Mancher Leute ihr Habitus einfach genial.
Freundlich,ehrlich,aufgeschlossen.
Diese Farben klingen freudig an und lassen Großes vermuten,
einfach, weil sie es sind“

mehr Leseproben und weiteres zum Buch gern unter ..http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/65.html

„Stille“

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Wenn ich auf der Suche bin, suche ich die Stille. Hier begegne ich niemandem, nur mir Selbst. Hinein gespürt in die unendliche Tiefe meiner Selbst, das machte mir in frühen Jahren das eine oder andere Mal Angst, fühle ich hier besser, welcher Weg an einer Wegkreuzung der Meine ist. Dieser Ort in mir ist warm, kühl, durchgeknallt, leise, laut, still, derb, zart, frech, liebevoll, verspielt, sauber, auch schmutzig und alles was ich mir noch so vorstellen kann. Und doch zieht es mich in Zeiten des Suchens dorthin. Genau dorthin. Warum gerade dorthin? Mitten in dieses Gefühlschaos, denn begebe ich mich dorthin, fühle ich ein Chaos, sonst bräuchte ich mehr leben um mich, anstatt Stille zu dieser Zeit. Den roten Faden wieder aufnehmen und dort kann ich mir Zeit nehmen diesen zu finden, mich hineinfühlen in jedes einzelne Gefühl, das in mir wohnt, ob ich wirklich gerade so bin, wie ich mich gebe. Ja, wie ich mich gebe.

Kennst du das auch? Ich tue etwas und meine „Hey das ist toll, prima, das gefällt mir!“  und just im nächsten Augenblick kommt mein Inneres nach oben, und erzählt etwas ganz anderes. „Das bin ich?“ Diese Frage hörte ich schon in mir aufsteigen. Und wie ein Funkenflug rauscht es aus mir heraus in so einem Moment. „Nein, ich würde ja so und so … .“ Bleibt dann die Frage, wessen Gefühl ist das, das in solchen unwahren Momenten zutage kommt? „Unwahre Momente“, weil sie ja anscheinend Gefühle zum Ausdruck bringen, welche mir fehlen und die ich doch zum Ausdruck bringe.

Ich sage es ja immer mal wieder „In meinem Bauch sitzt ein Mann.“  Warum gerade ein Mann? Ganz einfach, weil ich ja schon „Frau“ bin und ein Mann, das entspricht meinem Naturell.  Und „natürlich sein“ liebe ich. Ich liebe es, wenn Menschen sich zeigen wie sie sind. Wie sie wirklich sind. Wenn Männer, Männer an ihrer Hand halten, Frauen ihre Frau, und Männer ihre Frau, einfach, weil sie alle so fühlen.Wenn Menschen das Sagen, was sie denken, weil sie so fühlen, das ist wundervoll!

Nun ja zugegeben, es kann auch schmerzhaft, verletzend, nervend,  aber eben auch durchaus liebenswürdig sein, ehrlich, wahrhaftig. Ja, das bin ich! Der Mann in meinem Bauch ist still. Suche ich nach Stille begegne ich mir Selbst. Suche ich nach Stille, suche ich auch oft im außen einen Ort der Stille auf, sofern es möglich ist. Und habe ich die Stille gefunden im Außen und innen, dann fühle ich einen unsagbaren Frieden in mir. Stille eben, die glücklich fühlen lässt und die ich mir in den Alltag mir herüberrette, solang es mir möglich ist. Ansonsten mache ich mich eben wieder auf die Suche.  Dankbar.

 

„Neumond“

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Einen erholsamen Abend wünsche ich uns allen und ein schönes Wochenende. Nun schon das Letzte im September. Morgen ist Neumond. Alte, undienliche, unbrauchbare Muster dürfen wir Loslassen,  damit Neues in uns Einzug halten darf, das was wir wirklich brauchen. Das Leben wird es uns ermöglichen, wenn es für uns richtig ist.

Vor vielen, vielen Jahren habe ich einmal ein Ritual gemacht zu Neumond. Ich arbeitete noch als Einkäuferin und mein Chef hatte damals die Idee, dass ich mit einer Mitarbeiterin mir eine Stelle teilen sollte. Um Gottes willen, dachte ich. Angst. Ich las zu dieser Zeit ein Buch, in dem dieses Ritual beschrieben stand.  Ich solle meinen Wunsch an den Neumond richten und ihn bitten mir zu erfüllen. Und sollte mein Wunsch in Erfüllung gehen, werde ich es bis zum Monatsende erfahren. Dazu muss ich aber auch sagen, ich bat den Mond aus tiefster Seele, mit allem ehrlichen Gefühl, das in mir wohnte, das ich meine Stelle behalten dürfte. Einen Tag vor Monatsende sprach mein Chef mich an, ich solle alles vergessen, was er mir vorgeschlagen hatte, unsere beider Stellen bleiben wie sie waren. Puhhhhhh. Danke Neumond.

 

 

„Energieschale“

Wir wissen es! Energie folgt unserer Aufmerksamkeit. Missfällt uns etwas und das immer wieder, haben wir wohl zu oft unser Augenmerk darauf gerichtet, was wir gerade abschaffen möchten. Ja, natürlich einmal sollten wir auf jeden Fall darauf schauen, wie sonst könnten wir es verändern? Doch halten wir zu oft, zu viel daran fest was uns missfällt, denken wir ununterbrochen darüber nach, vielleicht fühlen wir es sogar ständig, was geschieht dann?  Genau! Es bleibt, es kommt dann sicher auch noch mehr dazu. Also ist es doch besser, das, was wir verändern, anzusehen, wie es gerade wirklich ist, und eine Lösung zu suchen. In Lösungen denken, das ist immer gut. Und finden wir mal gleich keine Lösung, dann vertagen wir es. Aber, wie behalten wir unseren positiven Energielevel bei, ohne zu vergessen, dass wir noch eine Lösung brauchen und wie entlasten wir unsere Gedanken daran? Denn ständig daran denken, nein das wäre falsch. Eine Notiz darüber, das wir eine Lösung suchen wäre hilfreich. Diese Notiz können wir in einem Heftchen,  im Kalender oder in den Notizblock des Smartphones einschreiben, „Lösung finden für …. .“ Und wenn uns etwas wirklich auf der Seele brennt, weil wir dafür eine Lösung finden möchten, dann notieren wir uns auch einen neuen Termin, und erst wenn dieser Tag, zu jener Stunde angerückt ist, dann denken wir erneut darüber nach. Genau in diesem Zeitfenster.  Wie lange wir uns Zeit nehmen mögen, liegt an uns selbst. Je nachdem wie groß oder klein die Veränderung sein sollte. Nutzen wir diese Möglichkeit immer wieder bei einer Lösungssuche, werden wir fühlen, es geht uns wohl besser damit. Und manchmal geschieht womöglich ein kleines Wunder, dann wenn wir verstehen, dass das was uns missfällt,  mit uns zu tun hat. Sind wir die, die sich dem „Problem“ anders nähern, gehen wir schon in eine kleine Veränderung und somit verändert sich es auch im Außen. Und auf einmal, ohne darüber groß nachzudenken, hat sich etwas schon wie von selbst erledigt, unsere Seele fühlt sich freier.

 

 

 

 

„Im Land unter dem Regenbogen“

ISBN: 978-3-7392-0115-3

Inhalt

Begrüßung
Einleitung
Die arme Jolanda
Ein guter Burgherr
Der tapfere Grünzwerg und der mutige Michael
Die Gedankenanne
Der geheimnisvolle Bogen
Die habgierige Wennedetta
Die Geschichte vom Peter
Frederika und Fraderike
Ein junger Schwan
Der weiße Teddybär
Der grandlige Hubert
Der Wolkenhans
Ein Kater bringt die Post
Frau Torteneis
Eine uralte Bake
Jones und Corinna
Die einzige Tochter
Der Zwerg Abraham
Das geschenkte Kleid

Leseprobe:

Der geheimnisvolle Bogen

Pfeil und Bogen im Gepäck und laufen bis die Füße schmerzen. Burghardt war schon lange unterwegs und trug ein Geheimnis mit sich. Er stammte aus einer armen Familie. Sie besaßen nie viel, aber seine Eltern waren rechtschaffene Leute. Das machte Burghardt immer stolz auf sie. Denn, obwohl sich immer mal wieder eine Situation ergab, wo die Eltern hätten Geld machen können, auf unanständige Weise, blieben sie doch ehrlich. Als seine Eltern starben, machte sich Burghardt auf und ging auf Wanderschaft. Was sollte er noch in diesem alten Dorf? Niemand hielt ihn auf und so ging er seiner Wege. Er schnürte seinen Rucksack, tat etwas Brot und eine Flasche Wasser hinein, ein frisches Hemd und was er noch so brauchte.

Als er einige Meilen gelaufen war, kam er an einen alten Hof. Dieser war unbewohnt. Burghardt rief: „Hallo ist da wer?“ Doch es meldete sich niemand. So trat er ein. Er nahm nichts vom Hof und stahl auch nichts, er legte sich nur auf ein altes Bett und schlief ein. Als er wieder erwachte, war es bereits Morgen.
Er nahm ein Stück Brot und Wasser aus seinem Rucksack, aß und trank.
Es war sehr ruhig auf dem Hof.
Kurz überlegte er, ob er bleiben sollte und den Hof wieder auf Vordermann bringen, aber er entschloss sich, dann doch weiter zu gehen. So zog er wieder los.

„Von wo kommst du denn Wandersmann?“ fragte ein alter Mann ihn, der des Weges kam. „Ach von weit her, ich bin schon sehr lang unterwegs.“
„Bist du an einem Hof vorbei gekommen?“ fragte ihn der alte Mann wieder. „Ja, das bin ich. Ich war auch drinnen, habe auf dem Bett geschlafen und bin dann ich weiter gezogen.“ entgegnete Burghardt.
Der alte Mann machte eine Handbewegung und auf einmal, hatte er einen Bogen in der Hand. „Den schenke ich dir, für deine Ehrlichkeit. Gib gut auf ihn acht.“ …

Eine weitere Leseprobe und mehr zum Buch gern unter ..http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/23.html

„Anders“

ISBN:978-3-7448-3582-4

Ein Buch mit Kurzgeschichten

Inhalt

Die Wende in Sandras Leben
Ein grüner Bilderrahmen
Gustav Birkenfeld
Ein neues Leben
Der neue Weg
Dein Lachen 
Ein Mann für die Liebe
Der Irrgarten

Leseprobe:

„Gustav Birkenfeld“

… Ilse sprach ohne Wort und Komma und hatte Gustav, der sie schon etwas irritierend anschaute, nicht zu Wort kommen lassen. „Frau Wagenstern! Seid wann duzen sie mich? Für sie sollte ich Herr Birkenfeld sein. Wie kommen sie dazu mich bei meinem Vornamen zu nennen und dann auch noch, lieber Gustav? Was kümmert es sie, wo ich und wie lange ich sitze? Und nein, ich fahre ganz sicher nicht mit ihnen !“  Gustav war etwas außer sich. Wie konnte diese Dame ihn nur so überrumpeln?

„Ach her je Herr Birkenfeld! Das war doch gar nicht so gemeint, wie sie es verstanden hatten! Ich meine nur, sie sind mir immer schon sympathisch gewesen, da kommt mir eben das du so leicht über meine Lippen. Es tut mir leid und ich entschuldige mich hiermit. Natürlich sind sie für mich Herr Birkenfeld!? Aber mein Anliegen meinte ich sehr ernst. Sie würde mir einen großen Gefallen damit erweisen. Ich möchte nämlich wissen ob ich eine Hexe bin? Wissen sie?“

Herr Birkenfeld schaute seltsam drein. „Was ist denn das für ein Unfug? Sie sind natürlich keine Hexe! Das würde ich doch sehen!“ sagte er mürrisch. Ilse bewegte ihren Kopf leicht hin und her, als wollte sie ihm sagen „Das muss man ja auch nicht sehen müssen, eher fühlen.“ und erwiderte Herrn Birkenfeld „Nun Herr Birkenfeld, es geht nicht um die Kleidung. Es geht eher um die Kenntnisse und Gefühle. Das was in einem wohnt. Ob man sich für Kräuter und Heilkunde zum Beispiel interessiert. Verstehen sie?“
„Hm, na ja, aber was soll ich da? Mit so einem Kräuterzeugs habe ich nichts am Hut!“
„Ihre Aufgabe wäre mir nur während der Fahrt Gesellschaft zu leisten. Dort könnten sie ja dann tun und lassen, was ihnen beliebt.“

Weitere Leseproben und mehr zum Buch gern unter .. http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/54.html

„Himmelsstern“

ISBN: 978-3-7528-5012-3

Wenn du gelackt und geschmiert durch meine Welt deine Schritte führst,
erschreckst du mich.
Wenn du verwirrt, weil du zu lange in dich gekehrt deine Blicke schweifen lässt,
erschreckst du mich.
Wenn du nur hören willst, was du hören möchtest,
um deinen Platz nicht räumen zu müssen, weil der Regen deine Sorgen abwaschen möchte, halte ich dir nicht den Schirm, ganz bestimmt nicht.
Aber ich bereite dir danach einen wohlschmeckenden Tee.
Welchen magst du denn und du schläfst bei dir.“

Weitere Leseproben und mehr zum Buch gern unter .. http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/72.html

„Erblüht“

Meine Wurzeln, einst hingen sie an mir und suchten Halt im Außen. Ich brauchte Zeit um zu verstehen und dann bohrten sie sich in die Tiefe meines Seins. Jahr um Jahr durchdrangen sie Ebene für Ebene. Illusionen von trockengelegten Flusslandschaften , waren nun benetzt und auch gefüllt mit unzähligen Tränen, die sich Bahn brechend nach außen bewegten. Nichtsahnend was da noch alles kam, von dem was mich erfreute, aber auch ängstigte und mich doch zu dem Menschen werden ließ, der ich heute bin, hatte ich vieles in mir geschehen lassen. Wie sollte es auch anders gegangen sein? Doch was bin ich? Wer bin ich? Einst fütterten mich die Wurzeln in der alten Heimat,  mit dem was sie herausgezogen und manches Mal und später sogar immer mehr, widerte es mich an. So zog ich sie aus dem Grund an dem ich gewachsen, den man im außen Heimat nennt, und gab ihnen ein neues Zuhause. Dennoch Dankbar? Ich weiß es gerade nicht. Wissen, ja wissen tu ich es wohl, aber fühlen? Mit dem Fühlen tu ich mich gerade schwer. Nein, nein, ich bin schon mutig, sah viel in mir und an mir, was ich ändern durfte, aber sah auch viel an anderen, was in mir kein Vertrauen wachsen ließ. Muss es doch auch nicht, oder? Vertrauen in mich, in meine Gefühle, muss ich haben, damit ich meinen Weg weiter beschreiten darf. Doch klingt da etwa ein Zweifel heraus? Und wenn, wäre das so schlimm? Ist es nicht besser, ich zweifle, als einfach darauf loszugehen, wenn es sich irgendwie doch anders anfühlen sollte? Erblühen an einem Ort, den man zu Hause nennt, weil man es fühlt, heute weiß ich darum. Dafür bin ich dankbar. Einen Menschen an meiner Seite haben zu dürfen, der ähnlich tickt wie ich, dafür bin ich sehr dankbar. Und auch immer mehr meine Selbstliebe durch einen Seelenprozess in mir fühlen zu dürfen, macht mich doch zufriedener, als ich es schon war. Hey, da sitzt ein Mann in meinem Bauch.  Verrückt? Vielleicht. Vielleicht aber auch nur menschlich. Vielleicht sollte ich vieles einfach nur Loslassen. Vielleicht, ist es jetzt an der Zeit dies zu tun. Wirklich zu tun. Und vielleicht, sollte ich dieses „Vielleicht“ lassen, es ist furchtbar so unverbindlich zu sein. Es muss doch auch für mich wieder die Möglichkeit geben, JA oder NEIN. Das war zugegeben früher viel einfacher für mich zu sagen, ja oder nein. Heute muss ich ständig ausholen, um zu antworten, weil es kein eindeutiges Ja oder Nein mehr zu geben scheint, zumindest zur Zeit, und in meinem Leben. Da fällt mir doch das Video  zur Numerologie Zahl 27 ein, mein Geburtstagstag. Da wird erklärt, das ein Mensch mit diesem Datum nicht immer fähig sei, Fragen wirklich mit  „Ja oder Nein“ zu beantworten, weil er oft vieles dazu erklären müsse, oder so ähnlich. Oh wie schrecklich doch. Ich liebe es, ein einfaches „Ja oder Nein“ sagen zu können. Meine Wurzeln haben ein „Ja“ gefunden zu dem Ort, an dem ich jetzt bin. Sie haben ein „Ja“ gefunden, zu dem Menschen, der ich jetzt bin. Und sie haben „Ja“ gefunden zu dem Mann der mit mir lebt. Ein „Nein“ schenke ich dem Mann in meinem Bauch, besser gesagt seinem Gefühl in mir und es fühlt sich gut an. Also geht doch! Meine Wurzeln sind wieder gewachsen, haben sich ihren Weg gesucht, nach ihrer Entwurzelung durch mich, allerdings winden sie sich tief in mir und zeigen mir Situationen und Wege auf, die mich auf meinem ganz eigenen Weg gehen lassen. Nicht immer einfach, aber irgendwie auch schön. Und die Tränen von einst, nein sie habe ich nicht vergessen, wie könnte ich? Doch einige von ihnen wurden durch die geistige Welt und die himmlische Führung in schöne Perlen gewandelt und JA, dafür bin sehr dankbar und fühle, ich bin auf dem richtigen Weg. Für was so eine Seite gut sein kann und ein paar Minuten Zeit, um sich über die eigenen Gefühle klarzuwerden. Schön.