„Meine letzte Spur im Oktober“

 

 

Na Feiertagsstimmung da draußen? Schon früh machte ich mich heute mit meiner besseren Hälfte in die Spur. Sie führte wieder einmal über die Stadtgrenze hinaus, die Welt um uns herum zu erkunden. Die Scheiben vom Auto mussten wir schon freikratzen und Nebel lag über dem Land. Dennoch zog es mich in die Ferne. Gestern noch dachte ich, beim letzten Ausflug war die göttliche Führung so schön, und ich verließ mich heute auch darauf, zugegeben etwas anders, denn ich hatte einen Plan. Gestern kam mir noch der Ort Wechselburg ins Gefühl, aber ich tat dies ab, da wir ihn schon 2014  einmal besuchten, genauer die dortige Basilika und den angrenzenden Park, doch mein Gefühl damals war ein total anderes als heute.

Mein Plan für heute war, einfach kurz da anzuhalten und zu fotografieren, wo es gefällt. Das tat ich zur Genüge und als ich den letzten Ort anfahren wollte, kam eine Umleitung ins Spiel und diese führte, genau, über den Ort Wechselburg. So besuchten wir also heute die Basilika ein weiteres Mal, ebenso den Park und mein Gefühl war, ich glaube ich könnte dazu sagen, freundlicher gestimmt, als beim letzten Mal. Es gefiel mir außerordentlich gut. So verbrachten wir in Ruhe einige Minuten im Gotteshaus, dennoch fand ich heute keine Ruhe in mir, in einer der hölzernen Sitzreihen kurz innezuhalten. Ansonsten tat ich dies fast immer in jeder Kirche oder Dom, den ich besuchte und das waren bei Gott schon sehr viele.

Nun, der letzte Tag in diesem Monat und mir begegnete so viel Natur, Farbe, Gefühl. Eine kleine Auswahl meiner Fotos von heute möchte ich gern mit euch teilen. So wünsche ich euch einen angenehmen Tagesausklang und einen guten Start in den November.

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„Für mich war es Liebe“

Dieses Buch besteht aus 6 Teilabschnitten und enthält mehr als 350 Gedichte

Aus „Mondlicht“      Teilabschnitt 1

„Manchmal glauben wir, alles ist bereits erreicht.
Doch dann machen wir eine wundervolle Entdeckung,
vielleicht einfach nur, weil ein neuer Mensch in unser Leben gekommen ist,
der uns mag und uns besser kennt, als wir das tun.“

Aus „Wellentanz“      Teilabschnitt 2

„Deine Worte fließen hinaus in die Welt und halten sich bei den Menschen fest,
die sie verstehen.“
Aus „Traumbuch“      Teilabschnitt 3
„Ich schrie mich an, ich kritisierte mich, ich weinte sogar bitterlich.
Ich wehrte mich, ich ließ es geschehen, so konnte ich die Liebe sehen.“
Aus „Fallschirm“      Teilabschnitt 4
„Laute Sonne brennt die dunklen Tage nieder.
Sternenlichter wärmen die kalten Nächte auf.
Worte die schweigen auf Papier lassen fühlen, was noch kommen könnte und plötzlich, lese ich so viel.
An den warmen hellen Tagen, die durch die Nächte ziehen.“
Aus „Sternenflug“      Teilabschnitt 5
„Mond schwebt auf und ab, Erde lässt ihn gewähren

Ein Stück ihrer selbst ist ihr ganz nah.
Angst, nein Liebe.“

Aus „27“      Teilabschnitt 6
„Das Dunkel kann nur da sein, wo auch das Licht ist.
Sonst hätte ich es nicht gesehen.“
Mehr Leseproben und weiteres zum Buch gern unter .. http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/47.html

„Einen guten Wochenstart, im Zeichen des Neumondes“

 

Bereits gestern Abend hatte ich mir vorgenommen, heute irgendwo aufs Land zu fahren, allerdings war ich mir da noch unschlüssig wohin, auch meine Lieblingskirche hatte ich schon in den Gedanken. Und da sich so gar kein Ziel in meinem Gefühl einstellen wollte, bat ich um göttliche Führung, sie solle entscheiden, welche Richtung ich an der nächsten Kreuzung einschlagen sollte. Und auf einmal fühlte ich genau dorthin und kein anderes Ziel mehr.  So fuhr ich zum Wurzener Muldenwehr, um der Ruhe nachzuspüren. So waren einige andere auch dort unterwegs, jedoch ruhig war es allemal. Meine Kamera mit dabei und was mir so vor meine Nase kam, hielt ich fest und möchte es gern teilen. Wie farbenfroh der Oktober sich noch zeigen kann! Am Wehr blieb ich viele Augenblicke stehen und sah den Wassermassen zu, wie sie sich ergossen und durch diese Kraft tankte ich auf und begab mich langsam auf meinen Rückweg. Durch den Neumond, der heute im Skorpion schon sehr früh stattfand, ist es energetisch ein Wassertag, und seltsamerweise wurde ich auch dorthin geführt, ans Wasser, das durch die Lande zieht und an seinen Flussufern fand ich Ruhe und eine bezaubernde Natur, zumindest heute Morgen. Dankbar.

„Regen, mit und ohne Schirm“

 

Wie schaut es bei euch Wettertechnisch so aus? Bei uns Regenwetter, aber ich war mutig  und war etwas frische Luft schnappen. Hatte auch meinen Schirmherren dabei 😉 lach. Er nahm mich hin und wieder unter seine Haube, ansonsten ging ich mit Kapuze durch.  Der Kahn im Bild lag also keineswegs nur auf dem Trocknen. Habe auch mal wieder einen Reiher vor die Linse bekommen, allerdings etwas zu weit entfernt für die kleinere Kamera, aber dennoch ein Zeichen für Veränderung.  Und als deren Akku leer war, musste die Handykamera herhalten und lustig, lustig, die Kamera zeigte das Außen und wie von Geisterhand sah ich mich mit Kapuze auf einmal im Bild, als ich fotografieren wollte, und erschrak mich, grins, lach.  Wünsche euch nun von hier aus, noch einen entspannten Sonntag, bei allem, was ihr gern tun mögt und für morgen einen guten Start in die neue Woche.

„Zentrifuge“

„Warum denke ich an Morgen? Meine Hand wird sie gehalten?
Werde ich noch mit dir sein?
Warum denke ich an Morgen?
Mein Herz wird es noch fragen, meine Seele wird sie noch fühlen?
Warum denke ich an Morgen?
Meine Träume werden sie leben?
Meine Angst wird sie siegen?
Warum denke ich an Morgen?
Werden meine Gedanken sich verlieren, mein Wissen wollen, steht es mir im Weg?
Warum denke ich an Morgen?
Ich spüre keine Ewigkeit, fühle die Weite in deiner Seele und glaube, 
würde ich mit dir gehen, wäre ich vielleicht morgen schon allein.
Darum denke ich an Morgen.“

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„Mit Liebe gesegnet?“

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Aus heutiger Sicht, lächle ich natürlich darüber, doch ich erinnere mich gut an diesen Tag, er war für mich schwer zu ertragen. Doch es sollten noch immer sieben Jahre ins Land gehen, bis ich mein Leben verändern könnte. Mein dreißigster Geburtstag war für mich eine Katastrophe. Ohne einen Partner an meiner Seite und die dreißig wog auf einmal so schwer, ich fühlte mich älter als das Rosental. Dazu muss ich wohl erwähnen, es ist in unserer Gegend so umgangssprachlich integriert, „Älter als das Rosental.“ Dabei handelt es sich um eine historische Parkanlage, welche schon Jahrhunderte alt ist, das mal am Rande.

In mir  fühlte ich so eine versteckte Unzufriedenheit. „Versteckt“ schreibe ich bewusst, weil sie manchmal zu fühlen war und manchmal kaum. Und als ich mich fragte warum, fühlte ich den Grund, ich wünschte mir einen Partner an meiner Seite. Diesen Wunsch verspürte ich schon als Jugendliche. Damals malten wir Mädels uns aus, wie wohl unsere zukünftigen Männer einmal sein und ausschauen würden, und hatten unseren Spaß dabei. Ich fühlte damals schon, mein Mann wird einmal dunkelhaarig sein und wir würden in einer Wohnung gemeinsam leben. Eine Wohnung deshalb, weil ich es bereits kannte in einem Einfamilienhaus zu leben. Die Jahre zogen ins Land und ich durfte einige Frösche küssen und irgendwie hielt keine Beziehung stand. Die Worte meiner Mutti, weil ich aus ihrer Sicht nach einer anderen Art, als meine beiden Schwestern schlug „Dich nimmt keiner, wer soll dich denn nehmen?“ schmerzten mich in der Seele, doch ich empfand mich, als ganz sympathischen, liebevollen Menschen, der seine eigene Meinung eben hatte, auch über die Familie und diese auch vertrat, jedoch, wenn etwas im Argen lag, auch andere Lösungen aufzeigte. Und nun lag etwas bei mir im Argen und ich kümmerte mich darum. Die Meinung meiner Mutti, ich glaube, sie kam daher, da ich schon immer eine spirituelle Ader in mir trug und mich auch bewusst damit beschäftigte, ich aber auch die Einzige in der Familie war, die es so tat und das hat sich bis heute nie geändert, und ich glaube auch, weil ich die Wahrheit immer schon aussprach. Warum sie einige oder ich glaube sogar, ich darf sagen, alle meine Familienmitglieder wohl verletzte, darüber machte ich mir als Jungendliche keine Gedanken. Für mich war es wichtig immer alles an-und auszusprechen, wie sonst hätte ich etwas in meinem Leben verändern können? Und damals natürlich noch unbewusst, aber es war so ja auch Hilfe für die anderen. Meine spirituelle Seite gehört zu meinem Leben, möchte ich mich selbst lieben. Und habe ich in früheren Zeiten noch einen Unterschied gemacht, zwischen dem weltlichen und dem spirituellen, geht es heute längst zusammen, und das führte auch dazu, das ich mich viel wohler in meiner Haut fühle, da ich das Spirituelle nie mehr missen muss. Aber ich muss auch erwähnen, es machte mir als Kind schon und später auch noch, als ich mit der Familie Kontakt hielt, oft Kummer, weil ich mich dadurch oft alleine fühlte, unverstanden und Gespräche in meiner Familie nie möglich waren. Die Alternative für mich wäre gewesen, mich in Lügen zu verstricken, um dazugehören zu können, doch dazu war ich nie bereit. Das fühlte sich gänzlich falsch an. Und dennoch, manchmal meinte ich den Worten meiner Mutti doch Glauben schenken zu müssen, weil so mancher Mann kam, aber eben auch wieder ging. Heute weiß ich, es war niemanden Schuld, es sollte einfach ein anderer Mann werden, mit dem ich mein Leben teilen darf und er seines mit mir.

Wenn ich mich recht erinnere, war es November und rief ich bei einem Astrologen an. Da ich schon immer sehr spirituell war, war das für mich auch keine Herausforderung und es kostete mich auch keineswegs Überwindung. Es war für mich eine ganz normale Angelegenheit. Meine Frage, begann mit „Wann“ keineswegs mit „Ob“, denn nach den Aussagen meiner Mutti, auch wenn sie weh taten, versuchte ich ich mein Gefühl kaum zu richten. So fragte ich den Astrologen, wann der Mann meines Lebens, in mein Leben kommen würde. Und die Zeit war bereits näher, als ich damals angenommen hatte. „Im nächsten Frühjahr werden sie ihn kennenlernen und ein Jahr später werden sie in eine feste Beziehung gehen.“ antwortete er. Und meine Frage, was er als feste Beziehung meint, beantwortete er mit den Worten „Sie werden heiraten, und halten sie den jungen Mann gut fest.“  Nun könnte man meinen, ich wäre vor Freude an die Decke gegangen, dem war anders. Klar freute ich mich, dass es doch jemanden für mich geben würde, doch etwas in mir zweifelte dennoch. War es den Worten meiner Mutti geschuldet? Ja vielleicht, so wollte ich wohl erst einmal abwarten, ob es denn auch so kommen würde, wie der Astrologe es mir sagte, freuen könnte ich mich noch immer, hoffen jedoch tat ich schon.

Das Frühjahr kam, es war März, der Mann kam, und bereits im August, bekam ich die Frage aller Fragen gestellt und im März des nächsten Jahres heirateten wir. Es kam so, wie der Astrologe sagte und ich war positiv überrascht, denn der Mann interessierte sich für Spiritualität und das ist heute noch so. Nun sind wir mehr als 15 Jahre verheiratet,  ach so und mein Mann trägt braunes Haar, wie mein Gefühl aus Jugendtagen es erzählte und wir leben in einer Wohnung in keinem Einfamilienhaus. Später habe ich mir auch noch einmal ein Horoskop erstellen lassen und daraus erfuhr ich, das ich in jüngeren Jahren keinen passenden Partner hätte finden können. Für mich war es eben anders vorgesehen. Auch haben wir uns schon einmal ein Partnerschafts Horoskop erstellen lassen und es steht schwarz auf weiß, das uns so etwas, wie etwas schicksalshaftes verbindet. Obwohl, ich ja glaube, Schicksal ist nie gut oder böse, es hängt sicher mit Vergebung aus alten Leben zusammen. Und früher hatte ich immer so etwas wie einen Bezug zu meiner Großmutter väterlicherseits, jedoch habe ich sie nie kennengelernt und doch glaube ich, es hat etwas mit ihrer Seelenenergie und der meines Großvaters zu tun, den ich auch nie kennengelernt habe, aber es war wohl leider kein guter Mann für sie, das nur einmal am Rande.

Damit ich mich in meiner Partnerschaft gut fühlen kann, braucht es eine gemeinsame Basis, die Gefühle. Für mich ist mein Mann vieles. Er ist keineswegs nur ein liebevoller Ehemann, er ist auch mein allerbester Freund, Vertrauter, Liebhaber 😉 ,  aber wenn nötig, er kann mich auch konstruktiv kritisieren, und es möge manchen zum staunen bringen, doch auch das ist mir wichtig.  Mit Ehrlichkeit meine ich, den anderen auch an seinen Gefühlen teil haben zu lassen, so kann man wenn angebracht,  für die Treue und alles was eine liebende Partnerschaft ausmachen soll,  daran arbeiten. Gespräche über alles, was den anderen und mich ausmacht, bewegt, interessiert, Gefühle, Denk- und Sichtweisen, all dieses gehört auch für mich zu einer erfüllenden Partnerschaft, aber natürlich auch der eine oder andere Kompromiss, dem allerdings kann man ja auch schon früher etwas Einhalt gebieten, wenn man einen Partner findet, der ziemlich gleich tickt. Irgendwelche Geheimnisse, die mancher so faszinierend wohl findet, damit kann ich wenig anfangen, außer zum Geburtstag oder zu Weihnachten, wenn man vielleicht Geschenke vor mir versteckt, da finde ich es angebracht und schön. Das ist sicher das kleine Mädchen in mir.

Ich kann ja nun nur von mir, meinen Gefühlen erzählen. Mein Mann und ich haben die gleichen Interessen. Wir haben auch eine selbe Auffassung, wie unsere Partnerschaft sich gestalten kann. Für uns ist das wichtig, für uns ist das Selbstliebe, das wir beide einen anderen an unserer Seite haben, der ähnlich denkt und fühlt in gemeinsamen Situationen. So bleibt es lustigerweise auch nie aus, das, wenn ich mitunter an etwas denke, er es gleich tut. Lächel und Freude. Göttliche Führung?

Doch natürlich ist eine Partnerschaft auch etwas Arbeit, denn es ist kein Tag so wie der andere und da spielen ja mitunter unterschiedliche Faktoren eine Rolle, allerdings so empfand ich es für mich erst nach vielen Jahren des Zusammenseins. Letztens erst sprachen mein Mann und ich darüber, wie ich ihn doch zu Anfang auf ein sehr hohes Podest gestellt hatte. Alles war in Rosa getaucht, wie das so ist, wenn sich zwei kennenlernen und verliebt sind. Bei uns hielt das viele Jahre. Ich muss gerade etwas lachen, weil das totale Gefühl des Verliebtseins sich nach Jahren in ein Gefühl der Liebe wandelte. Das ist auch ein sehr schönes Gefühl für mich. Es fühlt sich für mich sehr vertraut zwischen uns an und es ist auch ein Gefühl für mich wie, ja wie zu Hause sein, allerdings, wie ich mir ein zu Hause vorstelle,  keineswegs wie ich es aus meiner Kindheit kenne.

Toleranz musste ich aufbringen, was die Art meiner Schwiegermutter betraf, wie sie sich in unsere Beziehung und so auch in unser Leben, für meinen Geschmack zu viel einbrachte. Es war eine schwierige Zeit für uns beide. Für mich, weil wir noch jung verheiratet, mit jung meine ich, erst zwei, drei Jahre und ich ehrlich darüber mit meinem Mann sprechen mochte, aber doch etwas Angst hatte, das wir die Ehe vielleicht aufgeben müssten, wenn er keine Entscheidung treffen mochte, die allen dienen konnte. Doch meine Angst war unbegründet. Es kam der Tag an dem selbst mein Mann endlich Klartext mit seiner Mutter sprach. Doch es half einfach kein nettes Wort, von uns ihr gegenüber, doch zu akzeptieren, dass wir unsere Beziehung allein führen mochten, und sie Anteil daran haben könnte, wenn wir es mochten. Ihr Einmischen, wer zu unseren  Gebutstagen kommen durfte und auch noch diese Menschen zu manipulieren ging meinem Mann dann auch zu weit. Nachdem sie auch schlecht ertragen konnte, dass wir nach einem Jahr Ehe immer noch Hand in Hand gingen und bei Festen nebeneinander sitzen mochten. Und nebenbei erwähnt heute tun wir das auch noch gern. Ihre Worte „Das muss doch nun mal aufhören.“ werde ich wohl nie vergessen. Für meinen Mann war es  ein Lernprozess zur Selbstliebe, sich aus ihrer negativen Macht zu lösen. Vielleicht auch die Ehrlichkeit, die in meiner Seele zu Hause, forderte ihn wohl leise dazu auf, seinen Weg der Selbstliebe auch im familiären Bereich zu gehen. Seine Zuckerkrankheit, besserte sich dadurch sehr. Musste er früher fünfmal am Tag Insulin spritzen, ist es seit vielen Jahren nur noch einmal pro Tag. Der Weg seine Eigenliebe zu finden, half ihm dabei, seine Gesundheit zu verbessern. Und eines fiel uns beiden unbedingt auf,  es gab keinen Streit mehr, die ungute Energie war weg.  Seit wir unseren Weg ohne Familien fortführen ist alles viel friedlicher. Wir erkannten und spürten, das Energien anderer störend sein konnten, gerade weil wir unseren eigenen Weg gefunden hatten, nämlich ehrlich mit uns selbst und so auch mit anderen umzugehen.  Ich sah dies als Prüfung, ob wir unseren Weg beibehalten würden und glaube, das es jeder erkannt haben sollte, der je daran zweifelte. Und eines hat es mich auch gelehrt, man muss keineswegs alles ertragen.  Ich lebe Selbstliebe, das habe ich meiner Mutti schon mit sage und schreibe gerade einmal vier Jahren vorgelebt und bin vielleicht für manch anderen schwer zu ertragen, weil ich ihm als Spiegel diene, doch er es erst noch erkennen wird, ich kann dies ertragen, weil es mich keineswegs mehr berührt, allerdings war es einmal anders.

Es ist wie beim Wetter, wenn kalte und warme Luftmassen zusammenfinden, gibt es oft ein Donnerwetter. So glaube ich, wir sind seit vielen Jahren mit Liebe gesegnet, schön, wenn wir es auch weiterhin sein dürfen. Und vielleicht erkennt der/die eine oder andere, was ihn an manch anderen so stört, womöglich den eigenen Weg der Selbstliebe erst noch gehen zu müssen. Denn Liebe kann erst gedeihen, wo Selbstliebe schon erblüht.

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„Für Dich“

Habe versucht diese große Liebe zu vergessen.
Habe versucht diese große Liebe zu löschen.
Habe versucht diese große Liebe nicht in mein Leben zu lassen.
Habe versucht mir einzureden sie wäre gar nicht da.
Habe versucht nicht zu fühlen, doch mein Herz hat da nicht mitgemacht.“

Weitere Leseproben und mehr zum Buch gern unter .. http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/48.html

„Du“

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Du bist der Mensch, der mich zum Lachen bringen kann,
schaust du mich nur an, hüpft der kleine Schelm in dir!
Du allein kannst mir die Welt erklären, ist sie für mich zu schwer zu verstehen.
Du fühlst mich, schaust auch des Tags in meinen Traum,
doch du weckst mich nie auf.
Du kennst mich, manchmal schon besser, als ich mich selbst,
du  konntest mir schon so manches Wort verzeihen.
Du hast schon so manches Mal, um mein Gefühl gerungen, doch du vertrautest dir dabei,
so empfand ich dich, auch als stark.
Du bist bei mir, scheint die Sonne und auch im Regen hieltest du meine Hand,
dafür danke ich dir, auch weil du dich selbst dabei nie vergessen.
Du bist der Mann, der mich halten kann, meine Freiheit erlange ich auch durch dich, weil ich fühle, du verwehrst sie mir nie, auch wenn wir zusammen sind. Du lerntest dich kennen, auch für mich, weil es mir sehr wichtig war. Du und Ich, ich und du ist gleich Harmonie. Ist wie ein Rätsel, ist Liebe und geliebt sein, ist bunt und schön, ist schwarz wie weiß, das gelöst und nie gelöst und doch etwas in sich birgt, das fühlen lässt, es muss wohl so etwas wie Schicksal sein, das unseren gemeinsamen Weg bestimmt.

(Für meinen Schatz, einfach mal so, weil er ist, wie er ist)

 

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„Eine Reise irgendwo hin“

„Ein leiser Ort in meiner Seele, ich fand ihn einst in grauer Nacht.
Still schweigend sah ich mich in ihm wohnen,
nahm wahr,                                                  was mich nicht glücklich macht.
Ein kleines Licht hat ich gesehen, es schien ganz winzig nur zu sein
und doch setzte ich mich zu ihm daneben und empfand,                                                          ist es auch noch so klein, es hilft zu sehen.
Und eines Tages wird es ein großes Licht dann sein und aus dem leisen Ort in meiner Seele, darf ich gehen und größer sein.“

 

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„Ohne Fleiß keinen Preis?“

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„Ohne Fleiß, keinen Preis?“ Ist das wirklich so? Trifft das auch auf die Arbeit mit meinem Selbst zu?

Vor mehr als 15 Jahren wollte ich meinem Leben eine andere Richtung geben und  kontaktierte telefonisch einen Astrologen. „Wenn sie mehr zur Ruhe kommen und nicht mehr so schnell unterwegs wären. Ja, dann … .“ Das waren, die fast letzten Ausführungen des Astrologen bei unserem Gespräch.

(Den Grund meines Anrufes könnt ihr bei Interesse unter dem Beitrag „Mit Liebe gesegnet?“ am 27.10.19 lesen.)

„Mein Gott.“ dachte ich damals, „Noch langsamer werden?“ Für mich fühlte sich mein Leben bereits langsam an. Damals war ich Single, viele Leute die ich noch von früher kannte, hatten bereits Familie oder waren mittlerweile sehr weit entfernt beheimatet, so hatte ich nur eine Freundin, die auch allein lebte und ich hatte meine „weltliche“ Arbeit.

Und ja in meinem Leben gab es schon so Zeichen, das ich wohl zu schnell unterwegs war. Als Erstes war da einmal ein Strafzettel für zu schnelles Fahren. Ich fuhr mit meinem kleinen Wagen und vor mir ein anderer mit seinem. „Oh man, fahr doch endlich zu.“ meinte ich und trat auf mein Gaspedal, ohne zu überlegen, warum der Fahrer vor mir langsamer fuhr, es hatte seinen Grund, den ich leider übersah. Ich bekam mein Foto und durfte blechen! Ein anderes Mal unterhielt ich mich mit einem Kollegen, über seine neue Wohnung und wo er nun wohnen würde fragte ich ihn. Er erklärte mir es und ich kannte die Gegend,  er beschrieb mir dann „Dort, wo du dreißig fahren musst, die Straße rechts ab, auf dem Berg, das zweite Wohnhaus auf der linken Seite. Na ja ich sehe schon Jana, so wie du mich anschaust, bist du dort noch nie dreißig gefahren.“ meinte er und ja, er hatte recht, und wir lachten.

Ein anderes Mal, ich arbeitete in einem anderen Bundesland, auf der anderen Seite Deutschlands und freundete mich dort mit zwei Mädels an. Wir gingen aus und fuhren mit dem Auto. Die eine von ihnen parkte ab und als wir ausstiegen, sah ich eine kleine Gasse vor uns mit einem blauen Schild, darauf las ich „Nur für Rollschuhfahrer.“ Ich lachte mich fast kaputt und sagte auch noch „Was es bei euch alles so gibt, eine Gasse extra für Rollschuhfahrer?!“ Dann lachten sie und klärten auf  „Was liest du denn? Nur für Rollstuhlfahrer.“  Ach ja, nur für Rollstuhlfahrer, dann las ich es auch!  Oder bei der Arbeit, da sprachen wir nur in den Pausen miteinander,  es war unerwünscht, während der Arbeitszeit und eine andere Kollegin, auch eine nette Freundin, schob mir einen Zettel zu. Auf diesem las ich „Mein Freund und ich haben uns gestern einen Auflauf gemacht.“ Ich schrieb zurück und fragte nach „Mit was und wie schmeckte er euch?“ Danach schob ich ihr den Zettel wieder auf dem Tisch zu  und sie schaute mich erschrocken aus ihren großen, braunen Augen an und sprach so leise, dass ich es kaum hören konnte „Einen Einlauf Jana.“ Dann guckte ich erschrocken  „Ach so einen Einlauf!“ sprach ich leise zurück. Sie gab mir den Zettel zurück und nun las ich wirklich „Einlauf.“ Die unheimliche Stille im Raum wurde durch unser beider Lachen unheimlich gestört. Nein, es war kein Auflauf, es war ein Einlauf. Grins.

Und so gab es doch viele Beispiele, wenn auch mitunter lustig, aber sie ließen darauf schließen, ja, ich war zu schnell im Leben unterwegs. Es stimmte. Oft haben auch Menschen, die langsamer machten, meine Geduld auf die Probe gestellt. Und ja, es machte mich rasend! Kennst du so etwas auch? Um so langsamer andere waren, umso schneller und hektischer wurde ich. Aber es ist Vergangenheit.

Durch die Arbeit mit meinem „inneren Kind“ begab ich mich auch unter anderem, in eine Therapie und diese baute sich auf eine Entspannungs-CD auf, welche ich damals täglich mindestens ein viertel Jahr hören musste. „Das kann ich nicht.“ war gleich meine Rede zur ersten Therapiestunde. „Sie müssen aber, darauf baue ich meine Arbeit mit ihnen auf.“ war die Antwort des Therapeuten. „Ich habe aber schon verschiedene CDs mit Entspannungsmusik, ich werde da noch hektischer, das ist mir alles viel zu langsam“, antwortete ich. Der Therapeut aber blieb dran, „Hören sie es sich an, sie können auch etwas anderes in dieser Zeit tun. Das Unterbewusstsein arbeitet damit.“ Ich probierte mehrmals und lehnte mehrmals ab, aber wollte ich Hilfe, musste ich dadurch und ich schaffte es! Es war aber, mehr als nur Musik auf dieser CD, es wurde auch gesprochen, sehr langsam und eindringlich und ich war heilfroh darüber, es doch geschafft zu haben.  Es tat mir gut, meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele auch. 2007 Anfang des Jahres gab ich meine Arbeitsstelle in einem mittelständigen Unternehmen als Einkäuferin und Rechnungsbearbeiterin auf. Und danach verstand ich erst wirklich die Aussagen des Astrologen von einst, der unter anderem mir auch sagte „Wenn sie einmal langsamer machen würden….. .“

Ich machte langsamer, doch das war mit Fleiß meinerseits verbunden, denn dadurch kam ich auch mehr in meine Selbstliebe. Der Preis für mich, geistiges Wachstum und auch meine spirituelle Ader, welche ich als Kind schon hatte und die mich mein Leben lang bereits begleitete, konnte dadurch noch mehr Fülle erfahren und das wiederum schenkt mir Freude, Zufriedenheit und Harmonie. Glück ist auch dabei, jedoch hängt mein Glücklich sein noch von anderen Faktoren ab und ich glaube, Glück kann ein Moment sein, ein Augenblick, eine Stunde, ein Tag, vielleicht sogar mehrere, doch ich glaube niemand kann sich durchgehend ein Leben lang nur glücklich fühlen. Also ich kenne das anders. Was ich jedoch schon festgestellt habe in Bezug auf Glück, mitunter kommt es auf die Sichtweise in mancher Situation an. Doch selbst,  wenn ich alles immer nur als gute Fügung sehen würde, glaube ich kaum, dass es mich glücklich fühlen lassen würde. Denn Glück ist das Höchste der Gefühle und das in jedem Augenblick eines Lebens wahrzunehmen, ist für mich unvorstellbar. So glaube ich, ich würde dann von einem Roboter sprechen, jedoch nie von einem menschlichen Wesen? Aber wer weiß, vielleicht liege ich ja, was das glücklich sein an jedem Tag meines Lebens betrifft falsch, und ohne Fleiß, keinen Preis? 

Oft meinen andere ja, der wiederum andere kann sich doch glücklich schätzen, jedoch gehen sie dann immer nur von ihrer Sichtweise aus. Was einen wirklich glücklich fühlen lässt, kann doch jeder nur immer für sich selbst beantworten.

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„Engelszwirn“

„Nachgehen einem Gefühl. Neugierig doch leise klopft es an.
Nichts erwartend, jedoch hoffend, dass es uns führen wird in Liebe,
hindurch durch eine Zeit der Veränderung.
Hinein in ein neues Empfinden im Hier.
Gefühle wandeln sich, wie Eisperlen im Sonnenlicht.
Offen ist nun die Tür, durch welche wir gehen.
Dürfen staunen, so wie einst als Kinder und wünschen uns, dass es ewiglich so bliebe.“

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„Kleine Impressionen und ich dachte gerade ….“

 

Heute Nachmittag mit meiner besseren Hälfte unterwegs und meine Knipse, wie so oft dabei. Und gerade dachte ich mir beim Ansehen der Fotos, was sich mir da alles so zeigen kann, manchmal ist es wie im „richtigen Leben.“  Da liegt mein Weg gerade vor mir, da sehe ich den Wald vor lauter Bäumen kaum, da begegnen mir schöne Farben und auch so manches Zeichen, da blühe ich auf, selbst wenn die Natur langsam schlafen geht, da liegt etwas groß vor mir und die Sonne zeigt sich von einer ihrer besten Seiten, und ich fühle und zeige meine Farbenpracht her.  So geht ein schöner Tag langsam dem Ende zu, doch ich wünsche euch einen erholsamen, angenehmen und schönen Abend.

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„Mein inneres Kind“

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(Dies Bild malte und gestaltete ich mit meinem inneren Kind)

Ja, das „Innere Kind“ ist wohl ein sehr sensibles Thema, dennoch möchte ich darüber schreiben, weil ich wirklich glaube, das die Beschäftigung damit, helfen kann, sich freier zu fühlen.  Selbst habe ich mich erst vor zehn Jahren ganz genau 2007/2008 meinem inneren Kind wirklich gewidmet. Zugegeben, anfänglich kam ich mir wohl schon etwas komisch vor, um es einmal vorsichtig auszudrücken, doch mit der Zeit und auch mit etwas Übung wurde es besser. So konnte ich mir kaum vorstellen, wie ich das überhaupt beim ersten Mal anstellen sollte, damit irgendetwas geschehen konnte, das in die richtige Richtung zeigte. Und so kam ich auf den Gedanken, das ich mich selbst als kleines Kind sehen könnte, so wie ich eben einst einmal aussah. Ein kleines Mädchen, mit schönen grünen Augen, langen Wimpern, blonden, etwas lockigen langen Haar, das ich oft als Dutt oder Pferdeschwanz, auch mal zu zwei Zöpfen geflochten trug, bis zu meiner Einschulung. Danach trug ich kurzes Haar und erst in späterer Schulzeit schulterlang und offen. Ich liebte mein langes Haar und auf meine Frage, warum ich für die Schule kurzes Haar tragen muss, antwortete meine Mutti damals: „Weil du Sportunterricht bekommst und du deine langen Haare, wenn sie zerzaust sind, sicher nicht allein selbst wieder so hinbekommst, das es ordentlich ausschaut.“  Für mich war und blieb es eine unmögliche Ausrede, denn meine Haare durchkämmen und einfach mal offen tragen, hätte ich sicher hinbekommen. Was blieb mir also übrig, als dies zu akzeptieren und so trug ich eben einen kurzen Haarschnitt. Meine langen abgeschnittenen Haare, zu einem Pferdeschwanz geflochten, bekam ich als Erinnerung mit nach Hause. Für mich war das allerdings kein Trost. Oft stand ich sogar noch Jahre später vorm Spiegel und hielt mir diesen blonden Zopf an mein Haar und schwelgte in Erinnerung und überlegte, warum ich es nie geschafft hatte, mir die Haare wieder lang wachsen zu lassen, denn einige meiner Schulkameradinnen hatten auch langes Haar und sie durften ihre Haarlänge als sie eingeschulte wurden behalten und ich sah in mancher Unterrichtsstunde sehnsüchtig auf deren Haare, weil zwei von ihnen, vor mir auf der Schulbank saßen. Das tat meinem kleinen Mädchen schon weh, sie hätte ihre Haarlänge auch gern behalten. Das jedoch, war nur ein Schmerz, der nie ausgeheilt war.

Irgendwann also, im Zuge meiner Entwicklung kam auch ich kaum drumherum mit meinem inneren Kind zu arbeiten. Als ich erst einmal so ein bisschen in mich hineinhorchte, was da alles zum Vorschein kommen könnte, verschob ich mein Gespräch, denn Angst fühlte ich, und sie machte es mir schwer vertrauensvoll mit meiner Arbeit zu beginnen.

Doch es kam der Tag und ich war mutig.

Ich nahm mir Zeit und war ungestört, so wie ich es brauche, wenn ich mich mit mir selbst beschäftigen muss oder heute auch möchte. Das nämlich, hat sich zum Beispiel verändert, „Nicht müssen, sondern ich möchte.“ Ich machte es mir bequem auf meinem Sofa und habe es langsam angehen lassen. In meiner Vorstellung saß ich auf einem Stuhl, später einmal lag ich auf meinem Sofa und hielt das kleine Mädchen kuschelnd im Arm. Auf meinem Schoß habe ich sie Platz nehmen lassen und ja, ich fühlte schon ihre Traurigkeit. Ich bin selbst noch überrascht, wie deutlich ich das alles wahrnehmen konnte. Sie saß so, das ich sie im Profil wahrnehmen konnte, ich hielt sie umarmt und sie lehnte sich mit ihrem Kopf an meine Schulter an und als ich sie fragte, ob sie mir erzählen mag, was ich für sie tun könnte, da nickte sie ganz ruhig. Ich fühlte mich in diesem Augenblick auch ruhig und fragte weiter, ich nahm irgendwie an, es bliebe so, ob sie denn traurig wäre und wenn warum. „Ja, ich bin traurig“, erzählte sie mir und ihr Blick ging immer noch zu Boden und dann sagte sie mir und das werde ich nie wieder vergessen, ich möchte doch nur lieb gehabt werden. Und dann geschah es. Mit meiner Ruhe war es vorbei. Ich fühlte so einen Schmerz und ich weinte bitterlich und es hörte erst spät auf und wenn ich mich erinnere, ich wäre gern irgendwo im Wald gewesen, wo mich niemand hätte sehen und hören können, so geschrien hätte ich und vielleicht hätte ich noch gefragt „Warum nur?“

Nachdem ich mich weitgehend beruhigt hatte, sprach ich weiter mit meinem kleinen Mädchen und ich versprach ihr auf jeden Fall sie immer anzuhören und wenn etwas anders laufen sollte, als sie es sich wünscht, helfe ich ihr damit klarzukommen und kann ihr erklären, weshalb, warum, wieso. Das fand sie wohl ganz gut. Und ich bat sie auch Geduld mit mir zu haben und ich erwischte mich dabei, was ich ihr doch zumutete. Allein schon der Kummer der vielen Kindheitsjahre und jetzt noch Geduld und ich selbst bringe auch schwer Geduld auf. Und hier fühlte ich schon, das ich Gefühl lebe aber eben auch Willen. Aber sie ließ sich darauf ein und ich versprach, ich bin groß und erwachsen und ich werde schauen, wie wir was lösen können, wenn es da etwas gäbe.

Im letzten Jahr zum Beispiel sollte ich ins Krankenhaus und das kleine Mädchen hatte eine große Angst. Ich redete ihr gut zu und wusste auch, ich muss dahin, aber ich wollte es versuchen auf eine andere Weise für mich abzuklären. Meine Ärztin ist bald verrückt geworden „Nein, also wirklich, das muss ich ihnen jetzt sagen, sie sind ja schlimmer als ein kleines Kind, das ist ja mitunter einsichtiger.“ Ja, sie hatte durchaus recht damit, ich verhielt mich wie ein kleines Kind, aber für mich war es wichtig, es nach außen bringen zu dürfen, egal was ein anderer über mich denkt.  Ich selbst bin mir wichtig geworden mit meinen Bedürfnissen.  Was hätte ich gelernt, wenn ich einfach weghören würde, was in mir vor sich geht? Natürlich musste ich am Ende doch ins Krankenhaus und ja es war sicher auch richtig und natürlich hatte ich Angst, vor dem was kam, aber ich bin durchgegangen, ich brauchte eben etwas Anlauf.  Na und?! Für ist es wichtig, auch wenn ich scheitern sollte, es wenigstens versucht zu  haben. Ansonsten könnte ich mir ja selbst vorwerfen, keinen Mut, keine Courage wie auch immer an den Tag gelegt zu haben.

So bin ich immer mehr mit meinem kleinen Mädchen in Kontakt gekommen und ja manchmal musste sie mich auch noch am Ärmel zupfen, um gehört zu werden, aber  wichtig ist nur, sie eben auch ernst zu nehmen, mit ihren Ängsten, Wünschen, Sehnsüchten. Bevor ich das hier schrieb, fragte ich sie, ob sie sich noch erinnern würde an unser erstes Gespräch und sie antwortete: „Ja, da hast du viel geweint.“ Ja, weinen reinigt die Seele, sagt man und sicher ist da etwas dran.  Und heute lächle ich zum Beispiel auch darüber, wie ich sie fragte „Was kann ich für dich tun?“  Kein Erwachsener fragt ein Kind, was er für dieses Kind tun könnte, wenn es traurig schaut. Daran erkannte ich später meine Unbeholfenheit mir selbst gegenüber in jenem Moment. Aber wie sagt man noch so schön „Es ist noch keine Meisterin vom Himmel gefallen.“  Und ich bin nun einmal ein Mensch, der es ausspricht, auch wenn es sich schlimm anfühlt, ich bin mir selbst gegenüber immer ehrlich und so ist es für mich kein Problem es auch anderen gegenüber zu sein.

Nach meiner Arbeit mit meinem inneren Kind,  begann ich auch zu schreiben, für mein inneres Kind, auch einige Märchen. Ich begann intuitiv zu malen, einfach so, und das muss keinem anderen gefallen, noch nicht einmal mir, es dient einfach nur dazu, das Kind in mir erzählen zu lassen. So bemalte ich unwahrscheinlich viele Steine und malte einige Bilder und später gestaltete ich diese noch. Mein inneres Kind darf sich nun austoben und es mag für andere wirklich dämlich klingen, aber so stelle mir auch einfach vor, wie ich mit meinem kleinen Mädchen spiele, tanze, oder es einfach mal richtig lange durch krabbele, all so Dinge mit ihr tue, die wohl viele Kinder halt mögen.  Und malen, stempeln und ausmalen, all dies tat ich schon als kleines Kind so gern. Da gab es unzählige Stempeldrucke mit verschiedenen Motiven, die ich als Kind so gern aufs Papier brachte, um sie dann bunt auszumalen. Und was tue ich heute anderes mit meinen Gedichten, Märchen oder Bildern? Ich male zwar keine Stempeldrucke mehr aus 🙂 , aber ich male mir im Gefühl das aus, was ich gern tun würde und erhalte so manchmal Unterstützung aus der geistigen Welt, von Seelen, die einst bei mir zu Hause waren, oder auch durch Engelsenergien. Dafür bin ich auch wirklich dankbar, denn es bereitet auch mir Freude.

Heute fühle ich mich viel wohler in meiner Haut und bin wirklich froh darüber die Arbeit angegangen zu sein. Erleichterung, auch wenn ich doch weiß, dass die Arbeit mit dem inneren Kind nie enden wird, aber sie kann leichter werden. Leichter, weil der schwerste Schritt wohl der erste Schritt war. Und Freude, weil mein kleines Mädchen Freude fühlt und klingt es auch für manch anderen seltsam, gar unmöglich, bin ich doch ein klitze klein wenig stolz auf mich und mein inneres Kind, das wir uns getraut haben ja zu sagen, ja zur Aufarbeitung dessen, was im Argen lag. Auch scheue ich mich keinesfalls zu erwähnen, eine Therapie in Anspruch genommen zu haben. Als ich vor zehn Jahren 2007/2008 begann mit meinen Gefühlen wirklich zu arbeiten, glaubte ich,  eine Therapie wäre eine gute Möglichkeit viel Vergangenes aufzuarbeiten. Durch den Therapeuten sah ein fremder, unvoreingenommener, aber auch ein psychologisch geschulter Mensch auf meine Themen und auch das half mir in der Verbindung zur Arbeit mit meinem inneren Kind.  Ich kannte kein Schämen oder Scheu davor meine Ängste und Ansichten vor ihm auszubreiten, ich mochte Hilfe haben und empfand die Therapie,  als große Hilfestellung für mich, und stellte noch im Nachhinein fest, durch das, was ich dort lernen durfte, hatte ich Hilfe für mein Leben erfahren. Selbstliebe.

 

„Wenn es spricht“

  ISBN: 978-3-7448-3583-1

„Schmal die Pforte in deinem Haus.
Leise empfing man mich, mein Herz es klopfte.
Staunend nahm ich vieles wahr, sah immer wieder in die brennenden Lichter,
sie erzählten mir von früher, von gerade eben.
Vom Menschen, der gerade vor mir diesen Ort besuchte.
Vom Menschen, der einst hier zu Hause war.
Demütig und alle Sorgen klein, beherbergtes du mich.
Du wunderbarer Ort der Zuflucht.
Du leiser Ort, des Sehens in meine eigene Seele.“

 

Weitere Leseproben und mehr zum Buch gern unter .. http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/55.html

„Bunt und ruhig“

 

  Heute, fühlte ich mich bisher etwas, na sage ich mal außer der Spur? So blieb mir nur die Natur und in dieser, die Ruhe zu suchen. Was für wunderschöne Farben mir doch vor die Linse kamen. Danke. Ein kleiner, dennoch großer Lichtblick für mein Seelengefühl. Euch wünsche ich einen angenehmen Freitag und ein schönes Wochenende.