„Allerseelen“

Bei Gott, das hatte ich auch noch nie in dieser Fülle! Fast 300 Fotos mit unterschiedlichen Steingesichtern durfte ich heute Mittag am großen See fotografisch festhalten. Einzelne hatte ich immer mal wieder aufnehmen dürfen, jedoch so viele, da kam ich ins Staunen und natürlich kann ich nur einige hier zeigen, aber dies tu ich sehr gern. Nach den, ich sage einmal ersten gefühlten 100 Fotos bedankte ich mich immer wieder bei diesen Seelen und versprach, dass ich alle die ich wahrnehmen kann, auch mit meiner Kamera festhalten werde, solange sie noch Kapazitäten hätte, und lustig empfand ich,  danach zeigten sich mir unzählige weitere Steingesichter und darunter waren auch wieder einige Herzchen. Und als mir doch der Gedanke kam, wieso sich gerade heute so viele von ihnen mir zeigen mochten, kam mir der Stein mit dem „X“ ins Visier. Mein Gefühl empfand es sofort als die Rune Gebo und ich war sehr dankbar, denn wann sonst könnten sich so viele Seelenenergien zeigen, doch wohl  nur zu Allerseelen. So fiel mir auch wieder ein, heute am sehr frühen Morgen bereits einer Seele im Hausflur  begegnet zu sein, sie stieg die Treppe nach oben und schaute zu mir. Mich wundert dies keineswegs, weil ich Seelen schon sehr lange sehen und wahrnehmen kann.  

So bin ich doch sehr dankbar für meine wundervolle Gabe.

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„Herzanker“

 

„Fallende Träume werden im Neuland an die Wand geheftet.
Wo hast du diese Farben her?
Weiß ich gar nicht mehr, Erinnerungen.“
*
„Kurs Korrektur, nicht einfach aber befreiend.“
Weitere Leseproben und mehr zum Buch gern unter .. http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/38.html

„Gehört das Sterben zum Leben?“

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Gerade eben hatte es noch geregnet. Ich war auf dem Friedhof und habe schon Grabgestecke auf die Gräber gelegt, ich war wirklich sehr zeitig schon da, um sie einzudecken. Das fiel mir auf, weil kaum ein Gesteck auf diesem Friedhof zu sehen war. Aber kein Wunder, es ist gerade einmal Mitte Oktober. Im November, werde ich noch Kerzen auf die Gräber stellen gehe. Auch diese habe ich schon gekauft, sie sprachen mein Gefühl an, auf ihnen ist das Bild Mutter Gottes zu sehen. Ich bin eben ein intuitiver Mensch, kann wenig anfangen mit dem, was man sollte, eher mit dem was ich fühle. Wenn es gut läuft, passt beides zusammen.

Jetzt scheint wieder die Sonne. Sie scheint ein wenig hier zum Fenster hinein und ich mache mir so meine Gedanken, ob das Sterben wohl zum Leben gehört. Gerade noch, als ich an der frischen Luft war, sah alles so schön bunt aus. Die Blätter der Bäume färben sich ein und viele Blätter sind auch schon heruntergefallen. Die Farben des Herbstes, sie faszinieren mich immer wieder, jedes Jahr aufs neue. Vielleicht ist das gerade die Stimmung, um mir mehr Gedanken, um dieses Thema zu machen, wer weiß. Womöglich aber liegt es eher an den Zahlen, die meine gelebten Jahre zählen,  die ich schon hier auf Erden verbracht habe? Kam auf dem Friedhof an einer Bank vorbei, die einer sehr jung verstorbenen Frau gewidmet wurde, sie weilte nur 24 Jahre auf dieser Erde.

Oft habe ich schon gehört, „Ich habe Angst vor dem Tod.“ Für mich fühle ich es anders. So habe ich eher Angst vorm Sterben, als vor dem Tod, denn der Tod erlöst mich doch vom Sterben und so gesehen gehört das Sterben wohl zum Leben, aber irgendwie ist doch in der Zeit des Sterbens, kein wirkliches Leben mehr möglich. Für mich sind die oft zitierten Worte „Das Sterben gehört zum Leben“ kein unbedingtes „Es ist so.“ Mir wäre wohler, es würde anders sein. Denn ein Sterbeprozess kann auch dauern.

Jedoch, die im übertragenen Sinn gefühlte Botschaft dieser Worte, beinhaltet für mich  mehr. Stirbt ein nahe stehender Mensch, könnte es vielleicht möglich sein, das der Hinterbliebene danach andere Wege geht. Dann, wenn er vieles in seinem Leben nur dem Verstorbenen zu liebe getan hätte und sich so, selbst vergaß.  Fühle ich da in mich hinein, wäre es auf der einen Seite gut, besser spät als nie, eine positive Veränderung anzugehen,  aber auf der anderen Seite, schaut derjenige zurück, müsste er wohl feststellen, er hätte viel wertvolle Lebenszeit verschenkt. Dann wäre guter Rat wohl Gold wert. Am besten nur nach vorn sehen, was Schönes noch kommen darf?

„Und was ich getan, habe ich getan und was vergangen, ist eben vergangen,  das kommt nie mehr zurück.“ so oder so ähnlich singt es „Wolfshain“ diesen Song hörte ich auf dem Weg nach Hause und es ist so wahr. Ich fühlte es irgendwie, als Botschaft von den Seelen meiner Eltern. Heute sind wir immer schlauer, als wir es gestern noch waren. Wenn ich mir das manchmal so klarmache, das es genau so ist, kommen mir manchmal auch kleine Zweifel, ob ich immer alles richtig getan und gesagt. Mein Gefühl antwortet „Ja.“ Könnte es sich auch irren?

Nun ist es ja so, ich kann mit Seelen kommunizieren, wenn ich und auch die andere Seele es möchte, so könnte ich bei Bedarf doch noch etwas retten, gäbe es da etwas, jedoch wäre es für mich auch nie so, als wäre derjenige welche, wirklich noch da und wir könnten es persönlich klären. Im Laufe meines Lebens ist mir auch schon aufgefallen, hatte ich keine gute Verbindung auf persönlicher Ebene, fühlte sich meine Seele, auch nie zur anderen Seele hin, nach dem Ableben der Person. Ich kann ja nur für mich selbst sprechen, so habe ich zum Beispiel meine Anliegen, in einer für mich und ich glaube auch, für die jeweils anderen, in einer vertretbaren Art und Weise, noch zu Lebzeiten versucht zu klären. Mir selbst bedeutete das viel und ich räumte auch ein, das die anderen, aber auch ich dazu lernen könnten. Das, so glaube ich, hätte ich den anderen und auch mir selbst verwehrt, hätte ich anders gehandelt. Aber sicherlich muss das jeder für sich selbst entscheiden.

Es läuft gerade Musik und ich höre „Auf das, was da noch kommt, es bringt uns weiter.“ Ein Zeichen? Nur mein Gedanke, ein Zeichen für geistiges Wachstum?

Schaue ich aus dem Fenster, sehe ich die Bäume auf der gegenüberliegenden Straßenseite, wie sie ihre letzten goldgelben Blätter stolz tragen. Ein Baum entscheidet selbst, wann er die Blätter fallen lässt und wie ist beim Menschen? Wann entscheiden wir, wann wir uns selbst fallen lassen? Bei uns ist es sicher schwieriger, viel schwieriger, wir haben unseren Denkprozess und wenn dieser einmal angekurbelt, …. . 

So glaube ich, dass wir unser selbst in einem Sterbeprozess keineswegs verlieren, im Gegenteil, ich glaube gerade dort, könnten wir es wiederfinden, hatten wir es verloren. Entweder wir beginnen zu kämpfen, um zu überleben oder wir geben vor Schmerzen und dem Wunsch davon endlich erlöst zu werden auf. Doch oft entscheiden noch andere über dies. Für mich wünsche ich mir einmal, dass es dann anders sein möge, dass ein Arzt auch für meinen Seelenfrieden stimmt, wenn ich gehen möchte. Denn es hat, nach meinem Empfinden etwas mit Würde zu tun, einem Menschen das „Gehen“ zu erleichtern, leidet er zu stark und keine Heilung des Körpers ist mehr zu erhoffen, zu erwarten. Vorausgesetzt immer der Sterbende möchte wirklich seinem Leiden ein Ende setzten. Ich wünsche mir, dass sich für die Zukunft in der Medizin etwas ändern darf, das Ärzte empathischer ihren Patienten gegenüber treten können und das sie den ganzen Menschen, also Körper, Geist und Seele sehen, heilen.

So glaube ich, weil ich fühle. 

Sind sie auch verstorben, sie kommen wieder, in einer anderen Form, durch eine andere Tür, aber sie kommen, um zu fühlen, vielleicht weil sie auch Erinnerung tragen, die Seelen.

Meine vor 9 Jahren verstorbene Mutti sagte einmal zu mir, als wir uns über den Tod unterhielten „Ich kann mir einfach nicht vorstellen, das ich dann nur noch den Mund halten soll.“ Damals lachte ich darüber, denn sie hatte immer etwas zu sagen. Und ich antwortete „Du schon Mutti, aber deine Seele wird „sprechen“ können.“ Und wir haben auch schon miteinander gesprochen, allerdings erst ein paar Jahre danach, und wenig, weil ich es für mich so fühlte.

Nun, heute ein wenig schwerere Kost zum Lesen, aber für mich ist es ein Thema, ich hoffe, es dauert noch seine Zeit, bis ich einmal diese Welt verlassen muss, aber ich habe eine Autoimmunkrankheit, die meine Leber betrifft. Und ich möchte alles richtig tun, weil ich glaube, dass es eine „Seelengeschichte“ sein könnte und ja, auch vorher schon, aber seit dem sehe ich vieles anders. Die Sonne scheint ins Fenster? Ja! Früher hätte ich dahinter einen Punkt gemacht.  Und ich bin der Ansicht, eine Krankheit wird kaum ungeschehen, nur weil ich sie unbenannt lasse. Ist sie einmal da, muss sie in erster Linie wohl Akzeptanz erfahren, um sich zu ändern, zu verändern, und die Veränderung kann immer nur durch den Menschen erfolgen. Durch ein anderes Verhalten, andere Denk- und Sichtweisen, andere Gefühle.  Für mich kann ich sagen, ich habe mich verändern können.

Sie werden mir von irgendwo her zuhören, zu fühlen und ich wüsste vielleicht eines gern, wie würdet ihr mich heute sehen, mit euren wachen Augen von damals.

Heute entzünde ich Lichter und sie leuchten meinen Abend aus. Ein Licht für Oma. Ein Licht für Opa. Ein Licht für Mutti. Ein Licht für Vati.

Und wo auch immer ihr gerade weilt, macht langsam, ihr habt alle Zeit der Seelen-Welt. Wir fühlen uns in einem meiner Träume vielleicht einmal wieder, bei Gelegenheit. Heilung.

 

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