„Blanchefleur“

Blanchefleur

Klappentext:
Heilicia, eine von sieben Hexenschwestern erwartet in einer Vollmondnacht ihren ersten Nachkömmling. Doch sie weiß nicht, was sie alles beachten muss, damit er nach seinem ersten Besenflug wieder unversehrt nach Hause zurückfinden kann. Kaum das Licht der Hexenwelt erblickt, fliegt Blanchefleur auch schon auf ihrem Besen hinaus aus der Villa, entdeckt dabei so manches in der Welt. Sie freundet sich mit Gertruda an und findet zufällig zu dem Mädchen Ells. Doch wie findet Blanchefleur wieder nach Hause?
Und was wartet alles auf sie?

Leseproben und mehr zum Buch gern unter..

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„Ein Kätzchen im Schnee“

8.12.

(Foto und Text: Jana Goeritz)

Die Straße war gesäumt von vielen großen Bäumen, auf der einen wie auf der anderen Seite der Straße. Die Leute, welche in den Häusern in dieser Straße ihr zu Hause hatten, liebten diese schöne Allee. In einem Haus, es war mit das Schönste in der Straße, lebte ein kleines weißes Kätzchen, welches auf den Namen Isabell hörte, in einer liebenswürdigen Familie. Sie waren sehr gut zu Isabell, sie hatte sogar auf der breiten Fensterbank eine schöne dicke Decke wo sie sich ausruhen konnte. Dort saß sie recht gern und schaute aus dem Fenster dem winterlichen Treiben auf der Straße zu. Oft sah sie die Kinder mit ihren Schlitten ziehend die Straße entlang gehen und sehnte sich manchmal auch danach etwas Schönes im Schnee zu erleben.
Doch sie  musste eben in der Stube bleiben und so legte sie sich immer wieder auf die schöne warme Decke und ihr Köpfchen auf das Pfötchen und ein anderes Mal saß sie aufrecht und schnurrte, um wiederum anderes mal fest auf der Decke zu einzuschlafen. Irgendwann jedoch war sie so flink, dass sie aus der offenstehenden Tür in den Schnee sprang und keiner bemerkte es. Sie tobte durch das kalte Weiß des Winters und ihre blauen Augen blitzten wie zwei tiefe Bergseen fröhlich auf.
Das tat sie eine ganze Weile so, mutig marschierte sie durch die Straße und erkundete vieles. Für sie war es ein Abenteuer. An Isabell vorbei, lief ein Junge mit seinem Schlitten. Sie sprang auf einmal auf diesen und ließ sich durch den Schnee ziehen. Sie schaute dabei immer mal wieder auf beiden Seiten des Schlittens hinunter in den Schnee, bis der Junge sie entdeckte. Ruhig blieb sie auf dem Schlitten sitzen und hörte die Stimme des Jungen „Oh. Wer bist du denn? Bist du etwa weggelaufen? Du bist ja süß.
Und du schaust ja so weiß aus, wie der Schnee, durch den ich laufe.“ Mutig ließ sich Isabell von dem Jungen auf seinen Arm heben und schnurrte. Wie schön warm es doch auf einmal wieder wurde. Der Junge wusste sich keinen Rat, als den Weg wieder zurückzugehen, Richtung heimwärts. Denn dort in der Nähe musste jemand das Kätzchen ja vermissen.  Und tatsächlich, als er wieder in seine Straße einbog mit der schönen Allee und bereits viele Schritte gegangen war, hörte er einen kleinen Jungen immer zu rufen „Isabell! Isabell! Wo bist du denn? Isabell!“
Der Junge mit dem Schlitten lief etwas schneller und Isabell bewegte ganz leicht ihre Ohren, denn sie hörte ihren Namen.
„Schau mal, ich habe das Kätzchen gefunden sie saß auf meinen Schlitten, ich bemerkte es, als ich mich umgeschaut hatte und bin gleich wieder zurückgekommen. Ich wohne dort im Eckhaus.“  sprach der Junge und sein Blick wanderte kurz dorthin. Das Kätzchen aber sprang vom Arm des Jungen und rannte geradewegs zur Haustür und setzte sich wartend davor. „Isabell, ich habe dich schon überall gesucht! Warum bist du denn fortgelaufen?“ Dabei hob der Junge seine kleine Ausreißerin liebevoll auf seinen Arm und streichelte sie.  Der andere Junge verabschiedete sich von Isabell auch noch mit einer Streicheleinheit. Ab diesen Tag verband die beiden Jungen eine wunderbare Freundschaft und Isabell war nie wieder aus der Haustür hinausgelaufen.

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