„Wenn das Außen erzählt“

daisy-1403041_640 (Foto: Pixabay)

Es gab schon Tage in meinem Leben, da reichten mir meine Gedanken und Gefühle kaum, um für mich zu erforschen, welchen Weg ich gehen könnte, den Weg natürlich, der gut für mich ist. „Gut“ damit meine ich für mich immer und so meine ich das wirklich, immer, wie ich es für „gut“ befinde.  Und ja, es wurde immer gut, aber eben keineswegs immer so, wie ich es für gut empfunden hätte. Also der Weg zum Gut werden, den hätte ich mir mitunter anders vorgestellt oder auch gewählt. Allerdings kommt es wohl öfter anders, als man oder ich eben denke. An solchen Tagen, ich schreibe in der Vergangenheit, weil es gerade die Vergangenheit betrifft, und ich ja noch keinesfalls wissen kann, wie es in der Zukunft sein wird, hoffentlich so wie ich es mir wünsche, hier ein Lächeln von mir, also an solchen Tagen,  suchte ich manchmal auch Hilfe im Außen.  Ich erzählte ehrlich, man hörte mir zu und dann wurde mir erklärt, reflektiert. Oft half es mir wirklich weiter, dann wenn ich fühlte, mein Gefühl sprach dafür, was ich zu hören bekam. Auf einmal fühlte es sich richtig an. Warum auch immer. Vielleicht war zuvor ein Zweifel? Ungeduld? Oder vor lauter Überlegungen von hier nach da und andersherum, verzettelte ich mich total? Wie auch immer, ich fand stets zu mir zurück, jedoch nie außer Acht zu lassen, was mein Gefühl und mein Verstand zu sagen hatten. Nie habe ich mich einem anderen Gefühl oder einer anderen Meinung angeschlossen, wenn mein Gefühl oder mein Verstand etwas anderes mir zu sagen hatten, selbst nach der Hilfe auch im Außen. Am Ende hatte ich dennoch für mich richtig entschieden. Genauso kann es jedoch auch andersherum bei mir sein, ich muss zugeben es kommt sehr selten vor, aber wenn ich fühle und verstehe, das die Hilfe von Außen richtig liegt, dann gehe ich diesen Weg. Für mich hat das keineswegs etwas mit versagen zu tun, sondern mit Lernen, mit der Aufrichtigkeit mir selbst gegenüber. Manchmal war ich schon wie in einem Wald und sah keine Lichtung. Und es heißt ja so schön, „Jeden Weg, den du gehst, ist dein Weg.“ Und sicherlich ist da viel Wahres daran. Nur für mich, stellt sich da die Frage, wie beschreitet man diesen Weg.

Einen Umweg, den ich gehe, ist ein Umweg, wenn gleich dieser Umweg auch zu meinem Weg wird, weil ich ihn gehe. Dennoch kann dieser Umweg  Zeit kosten, um an mein eigentliches Ziel zu kommen. Er könnte schmerzhafter sein. Er könnte auch leichter zu gehen sein, und keinen Lohn abwerfen, was heißen kann,  das, was ich dabei sehe, erkenne, fühle, was auch immer, bleibt keinesfalls erhalten, verflüchtigt sich, weil es für mich unwesentlich wär.

Es gab manchmal Situationen, die ich nie herbeiwünschte oder gar visualisiert hatte. Manchmal, wenn ich eine Antwort brauchte, bekam ich irgendein Gespräch zwischen Menschen mit, welche mir gänzlich unbekannt, und erhielt dort meine Antwort. Verrückt? Ja, vielleicht. 

Gestern Abend erst war auch so eine Situation. Ich schaute fern, und sah etwas auf dem Bildschirm, das dort nie zu sehen war. Ich fühlte mich unglaublich stark und bestätigt in meinem Gefühl, was ich zuvor in mir auftat. Verrückt? Ja vielleicht, vielleicht aber einfach auch nur ein Weg,  welcher mein Weg ist, und es fühlt sich gerade gut an.

Wenn das Außen erzählt, wenn wir ehrlich danach fragen, sollte es ehrlich antworten. Wir sollten zuhören und bereit sein die Reflektion zu ertragen. Manchmal stellt sich Reflektion auch von allein ein, dann wenn wir hadern, weil wir keine Antworten haben auf unsere Fragen, wir werden erkennen, wenn die Antwort genau vor uns liegt oder sich abspielt.  Eine solche reflektierte Antwort bekam ich bereits mit 21 Jahren, sie war meine erste Antwort auf unzählige Fragen, die sich in mir auftaten und ich werde sie wohl nie vergessen. Reflektieren oder reflektiertes zu erkennen, ist eine Eigenschaft, welche uns hilft, die eigenen Probleme zu erkennen und anzugehen. Entweder durch Selbstreflektion oder durch die Reflektion im Außen.

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„Wetterleuchten“

wetterleuchte

„Leere Worte, mit ihnen kann man lesen lernen.
Verstehen jedoch wird man nicht, es fehlt das Tun.“
*

„Was ich weiß, Mensch sein möchte ich.
Dem Horizont glauben, wenn über ihm die Sonne immer wieder aufgeht,
nach dem Dunkel der Nacht.“

Weitere Leseproben und mehr zum Buch gern unter     http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/45.html