Archiv der Kategorie: Bewegung

„Bewegung“ ; Gedanken und Gefühle über Erlebtes

„Wo ist denn nun die richtige Hexe?“

Pfingstsonntag, und schon heute Morgen ging es hoch hinaus. 454 m ü. NN mit der Gondel. Sie fuhr uns zum Hexentanzplatz in Thale und der liegt im wunderschönen Harz. Obwohl wir schön öfter hier weilten, finde ich es immer wieder faszinierend schön. Das Bodetal ist eine Reise wert. Und wie wir am Ende unseres Besuches feststellten, hatten wir ein gutes Timing, denn wir fuhren mit einer der ersten Gondeln am Vormittag nach oben. Als wir zurückfuhren stand eine immens lange Menschen-Schlange und leider viele von ihnen mit hängenden Mundwinkeln, konnte ich aber auch nachvollziehen.

Doch zurück zum Hexentanzplatz dort oben gibt es immer noch die kleinen Verkaufsstände mit allerlei Andenken, die der Besucher erwerben kann. Das Restaurant hatte geöffnet, die Walburgishalle stand auch auf ihrem Fleck wie je und je, ebenso das Berg-Theater und das Tiergehege. Was neu war, war das Haus der Hexe mit dem Hexenpfad im Garten. Genau wie das Haus selbst, so ist auch im Haus alles auf den Kopf gestellt. Ein kleines Mädchen ging die Stufen vor mir nach unten und fragte ihren Vater „Wo ist denn nun die richtige Hexe?“  Der Vater schwieg,  ich lachte und meinte „Das wüsste ich auch gern.“ Für Kinder ist es absolut klasse, sie können hier viel entdecken. So zum Beispiel sind sie angehalten im Hexenhaus zu schauen, was richtig herum hängt.

Doch mich hat wie schon die letzten Male bei meinem Besuch hier, der Ausblick in das schöne Bodetal begeistert. So sind wir von hier nach da über den Hexenplatz gewandert. Nachdem wir wieder mit der Gondel nach unten gefahren sind, heute war es ziemlich windig, die Gondel schaukelte etwas, gingen wir noch an der Bode entlang. Die Bode ist im Harz noch in ihrer ursprünglichen Form belassen und es sieht  total romantisch aus.

War ein schöner Pfingsttag. Das wünsche ich auch allen Lesenden, schöne Pfingsten.

„Die Schluchten des Thüringer Waldes“

Heute war einmal Wandertag. Mit dem Auto fuhren wir nach Eisenach und dort ging es per Pedes zur Landgrafenschlucht. Hier begann für uns der Rundwanderweg bis zur Drachenschlucht und wieder zurück zum Parkplatz. So gingen wir durch begrünte Felsenformationen, an einen kleinen Bachlauf entlang und mitunter über sehr schmale Wanderwege. Immer wieder umgestürzte Bäume, und vielleicht genau diese, ließen diese Schlucht idyllischer und auch irgendwie wild auf mich wirken. Nach einem Höhenunterschied von ca. 300 m führte uns der Rundwanderweg auf die „Weinstraße“ entlang bis zur „Hohen Sonne“, dazwischen hatten wir einen wunderschönen Ausblick über einen kleinen Teil der Thüringer Bergwelt. Bereits im Herbst 2018 besuchten wir die Drachenschlucht und genau diese haben wir heute noch einmal durchwandert, mit ihrer wunderschönen Klamm, die an ihrer schmalsten Stelle nur 68 cm breit ist.  Zwischen bemoosten Felsen und über einen Bachlauf,  der unterhalb des Weges dahin plätscherte. Insgesamt waren es 11 km Wanderwege mit einem kleinen Höhenunterschied, die wir erwandert haben. Sehr viel Grün, viel Fels, viel Bachlauf, einige kleinere Holz-Brücken mit und ohne Stufen, aber leider, wie ich finde, zu wenig Ausschilderung an den Abzweigungen der Wanderwege. Wir hatten uns am Vorabend eine Wanderkarte ausgedruckt. Ansonsten ein sehr schöner Wanderweg und viel gute Waldluft.

„Berührender Text von Bettina Wegner“

Diesen berührenden Text fand ich gerade auf:
  https://meinsammelsuriumblog.wordpress.com/2018/05/02/bettina-wegner-sind-so-kleine-haende-1979/

Kinder

Sind so kleine Hände,
winz’ge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen,
die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße
mit so kleinen Zeh’n,
darf man nie drauf treten,
könn‘ sie sonst nicht geh’n.

Sind so kleine Ohren;
scharf und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen,
werden davon taub.

Sind so schöne Münder,
sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten,
kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen,
die noch alles sehen.
Darf man nie verbinden,
könn‘ sie nicht verstehen.

Sind so kleine Seelen,
offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen,
geh’n kaputt dabei.

Ist so’n kleines Rückgrat,
sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen,
weil es sonst zerbricht.

Grade klare Menschen
wär’n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat
hab’n wir schon zuviel.

 

 

„Wenn die Seele weint“

 

 

Kommt uns das Leben schwarz-weiß daher, liegt es oft auch an unserem Gefühl, wie wir die Welt um uns herum, vor allem aber, die eigene wahrnehmen. Bunte Farbe von außen, sieht wunderbar aus und wie gern würden wir diese Farbigkeit auch in unser Leben lassen, doch es wird uns keine Punkte bringen, weil diese Farbe, die wir im außen bewundern, aus uns selbst fließen sollte. Wir sollten selbst fühlen, wie Grün der Rasen, wie Blau der Himmel, wie Bunt die Blumenpracht ist, die unsere Augen zwar sehen, doch unser Gefühl sich davor verschließt.

Und sicher gab es im Leben eines jeden von uns, Tage, die es in sich hatten. Da konnten wir ganz einfach nicht unbeschwert sein, obwohl wir es gern wollten. Und oft war es dieser unsägliche Wille, der uns genau davor zurückhielt, wieder in ein Gefühl der Balance zu kommen.

Denn wenn die Seele Kummer hat, sollten wir diesen wahrnehmen und herausfinden durch Fühlen, warum und wie wir es verändern können, ohne natürlich auch den Verstand nie zu vergessen. Eine Farbe von außen kann dabei eine Art guter Ratgeber sein, jedoch müssen wir selbst etwas dafür tun, um die bunte Farbe im Gefühl selbst wieder zu fühlen und wahrnehmen zu können.

Ablenkung ist solchen Momenten wohl nur sinnvoll, wenn wir bereits erkannt haben, wo unser Problem liegt und die ersten Schritte zur positiven Veränderung eingeleitet haben. Wir haben uns der Problematik gestellt und wissen, unser neues Tun wird uns auch wieder besser fühlen lassen. Oft fühlen wir es schon mit dem ersten Schritt in die neue Richtung. Wir fühlen uns leichter und vertrauen wieder mehr. 

Oft ist auch das Gefühl der Angst ein Hindernis. Wir sollten uns immer wieder vor Augen führen, kein Mensch ist fehlerfrei, wichtig jedoch ist, aus seinen Fehlern zu lernen. Ich weiß, das klingt total abgedroschen und doch ist es richtig und vor allem wichtig, möchten wir in Zukunft nur Freudentränen der Seele wahrnehmen. Natürlich ist es auch verständlich, das wir Gefühle der Angst hegten bei manchen Prüfungen, die uns das Leben zu kommen ließ. Stellten wir uns diesem Gefühl immer mehr, verblasste die Angst auch, sie löste sich nach und nach auf, waren wir auf dem richtigen Weg der Seele. Und groß ist doch, wenn wir lernen die Angst hinter uns zulassen und mutig nach vorn zu gehen, ganz gleich was ein anderer auch meint zu unseren Fehlern aus der Vergangenheit. Wichtig ist doch das Hier und Jetzt, daraus formen wir den Morgen. Selbstliebe ist nie überzogen, solange wir unserer Seele folgen.  Und natürlich heißt dies auch nicht, das es immer nur eitel Sonnenschein gibt, aber, und das ist wohl wichtig, wir sind mehr in Balance und können manche Anforderungen besser bewerkstelligen.

(Fotos/Text: Jana Goeritz)

 

„Roter Mohn, du bist so schön“

 

Zauberhaftes Wetter, roter Mohn, Wasser, Grün und gute Laune, das alles fand ich am Muldenwehr Grimma auch vor. Mit meinem Schatz auf Tour. Ein Eis in die Hand und zur Hängebrücke. Der Weg darüber führte uns zum Rabenstein und von da hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf die Mulde, die unter uns in ihrem Bett vor sich hin floss. Eine leichte Brise wehte über den Fluss und es schaute so aus, als würde der Fluss in die entgegengesetzte Richtung fließen. Ich dachte dabei, manchmal wie im richtigen Leben. Die Oberfläche erscheint anders, als es wirklich ist. Und immer wieder roter Mohn zu sehen. Herrlich. Allen ein schönes Wochenende.

„Stille zu Besuch“

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Wenn Stille uns besucht, ist in unserem Gefühl etwas durcheinander geraten. Etwas, das uns so keineswegs weitergehen lassen möchte. Es ist schwer für uns, dies zu akzeptieren und wir kämpfen. Doch solange wir kämpfen, möchten wir wohl keineswegs annehmen, das was ist. Wir scheuen uns unsere Gefühle näher zu betrachten.

Wenn ein Traum stirbt, verblasst die Farbe. Das Leben erscheint etwas trostlos zu dieser Zeit. Doch lieben wir uns selbst, könnten wir ergründen,  warum dieser Traum gehen musste. Wir würden dadurch lernen und wachsen.

Und wenn wir die Stille annehmen, sie nie als etwas sehen, das uns nie gereicht, dann könnte sie aus unseren Gefühlen etwas zaubern, das wir als stark und reich empfinden könnten und die Welt darf von uns lernen.

Ist Stille zu Besuch, haben wir sie oft selbst eingeladen, um wichtige Entscheidungen treffen zu können, oder sandte das  Schicksal sie? Vielleicht ist es aber auch der Wille eines Menschen, der einen anderen damit in seine Richtung lenken möchte. Das letztere wäre Manipulation. Oft hält die Angst vor Veränderungen den Menschen davon ab, ehrlich sich selbst gegenüber zu sein. Dies ist aber sicherlich keine Option einen anderen deshalb unglücklich sehen zu wollen. Größe ist, wenn ein Mensch sich eingestehen kann, dass wir immer nur uns selbst verändern können, um eine Veränderung herbeizuführen. Diese Veränderung allerdings muss im Gefühl stattfinden, nie im Willen.

(Foto und Text: Jana Goeritz)

„Wer ist anders?“

 

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Heute möchte ich mich einem Thema widmen, mit dem ich selbst einmal zu kämpfen hatte. Das „Anderssein“ in den Augen anderer.

Es gibt Menschen, die diesem Wort wirklich alle Ehre machen. Sie sind Mensch. Sie wissen, dass es Menschen gibt mit den unterschiedlichsten Charakteren und Ansichten und ich glaube, gerade deshalb ist es sehr schwer für mich einen Einstieg zu finden in dieses Thema.

„Anderssein“ dieses Wort habe ich gar keineswegs so wirklich bewusst gewählt, sondern es kam mir gerade in meinen Sinn, doch es gefällt mir in diesem Zusammenhang, über was ich gern schreiben möchte.  Dieses Wort benutzt wohl ein Mensch, oder ein ähnliches, wenn er über einen anderen Menschen spricht oder nachdenkt, der sich anders anfühlt, ausschaut, bewegt, oder lebt, als er selbst. Dabei habe ich in meinem Leben feststellen müssen, „müssen“ weil ich immer mal wieder mit solchen Menschen und ihren Gefühlen oder Gedanken zusammenstoßen musste, das sie selbst anders sind, in dem Maße, in dem sie es den anderen absprechen normal zu sein.

Schon als junge Frau konnte ich dem keineswegs etwas Positives abgewinnen, wenn man anderen Menschen zu Nahe trat, in dem ihnen ihre Selbstliebe oder gar Liebe mit Füßen trat, durch sinnloses und dummes Geschwätz. Da wurden ihre Gefühle zunichte getrampelt, weil sie einen Pickel auf ihrer Nase trugen, weil sie viel zu dürr oder gar viel zu fett ihrer Ansicht nach waren. Weil Menschen Behinderungen hatten, und ich finde dieses Wort „Behinderung“ so absurd.  Warum? Weil ich immer wieder auch Menschen begegne, die die einem „Gesunden“ zeigen, wo seine Behinderung liegt.

Ich bin im Juni letzten Jahres umgezogen, neben mir wohnt eine nette Frau mit ihrem netten Sohn. Sie war zu Anfang sehr zurückhaltend und ich war immer gleich drauf zu. Bis ich bemerkte, ihr Nichtwissen, nicht Fühlen meiner Person gegenüber, auch ihr wohl nicht einschätzen können mir gegenüber, der Grund war. Weil ich ihren Sohn als vollwertigen Menschen annahm von Anfang an, öffnete sie sich mir mehr und mehr. Ich empfinde es als schlimm, das Menschen wohl Angst fühlen, wenn sie sich mit ihrem Kind einem anderen zeigen, weil das Kind einfach nur anders aussieht, anders spricht, sich anders bewegt. Es schmerzt mich etwas, das Wort „anders“ zu gebrauchen, jedoch beruhigt mich meine Seele, das ja wohl jeder Mensch anders ist, von daher fühle ich mich jetzt ruhiger werden.

Warum verhalten sich Menschen so? Weshalb glotzen Menschen einem Rollstuhlfahrer endlos entgegen oder gar hinterher?  Weil sie Mitleid haben? Oder ist es eher Mitgefühl? Doch wie fühlt sich ein Mensch im Rollstuhl, wenn er ständig von oben her betrachtet wird? Wie fühlt sich ein Mensch der mehr Kilos mit sich herumschleppt, wenn er verächtliche Blicke erntet? Wie fühlt sich ein Mensch der in anderen Augen krank erscheint und unglaubliche Blicke erfahren muss?

Ich aus meiner ganz eigenen Erfahrung darf erzählen, das ich noch Anfang 2018 20 kg mehr auf meinem Rippen trug, als ich es heute tue. Nie war ich wirklich zufrieden mit meinem Gewicht, und jede Diät schlug irgendwann fehl. Erst als ich meine Ernährung umstellte, wenig aber weißes Fleisch, Gemüse und so, purzelte etwas Gewicht, doch leider fielen die Kilos erst mit meiner Autoimmunkrankheit, weil ich dann noch einmal einen ganz anderen Essensplan einhielt. Selbst musste ich also erst eine Krankheit erfahren, um mich körperlich und auch gefühlt zu verschlanken. Und das Wort „gefühlt“ schreibe ich keineswegs einfach nur so!

Gefühle spielen da eine so große Rolle und man darf mir ruhig glauben, wenn ich schreibe, das mancher und ich zähle mich da auch dazu, da keineswegs allein herausfinden kann, zumindest anfänglich. Durch meine Dualseele, habe ich gefühlsmäßig erfahren, dass wenn sie Kummer fühlt, ich es auch fühlen kann, wenn ich mich keinesfalls schütze. Ich bekomme Heißhunger auf Süßes oder wenn der andere lernen muss, bekomme ich Hunger auf Herzhaftes. Ich musste also lernen, meine eigenen Gefühle unter Kontrolle zu bringen, um zu erfahren, habe ich Hunger oder der andere. Das hat mit viel Selbstdisziplin zu tun und auch mit Selbstliebe. Mein Satz ist oft gewesen „Ich habe bereits gesund gegessen, ich bin gesättigt.“ Dann löste sich das Gefühl auf.

Keinesfalls erst durch meine eigenen Erfahrungen, sondern auch früher schon, begegnete ich den Menschen freundlich, weil ich immer glaube, wenn jemand zu dünn ist, oder zu viel mit sich herumträgt, das wohl keineswegs selbst so gern hat. Das dahinter immer ein Schicksal steht, das es immer um Liebe geht. Entweder wurde zu viel Liebe in Kindertagen entbehrt oder vielleicht auch umgekehrt, zu viel Liebe erfahren und Menschen fühlen sich eingesperrt oder eingeengt. Das kann nur jeder für sich selbst ehrlich beantworten. Doch gehören wir zu dem Menschenschlag, der sich darüber aufregt, sich amüsiert, sollten wir ehrlicherweise einmal darüber nachdenken, was würde uns danach stören, wenn dies behoben würde? Eine krumme Nase? Die Klamotten? Zu lange oder zu kurze Fingernägel? Es wird sich immer etwas finden, solange ein Mensch unzufrieden ist, der andere so sehen möchte. Und meine Frage ist demnach „Wo ist dieser Mensch „anders“ „?  Vielleicht hat der „andere“ in seinen Augen einen liebenswerten Partner, den er in seinem Leben vermisst? Oder einen guten Job?  Eine tolle Familie? Oder hat und lebt der andere einfach nur Selbstliebe? 

Ich glaube Menschen, die andere verächtlich betrachten, ihr Aussehen infrage stellen wie ich es schon schrieb, das sie große Probleme mit ihrem Selbstwert haben, und sie meinen so, ihren Wert zu erhöhen, in dem sie andere erniedrigen. Doch in meinen Augen geht dies nie auf!  Warum? Weil der erniedrigte seinen Selbstwert kennt und in seiner Selbstliebe bleiben kann!  Er lebt Liebe und wird vielleicht sogar geliebt. Aber genau das fehlt dem anderen wohl. Halleluja.

Mein Wunsch an diese Menschen wäre, ergründet einmal euch selbst ehrlich und respektvoll.  Wenn man sich selbst ehrlich und respektvoll behandelt auch mit Fehlern die man bei sich selbst entdeckt, kann man dies sicher auch anderen gegenüber walten lassen. Wie viel friedlicher wäre unsere Welt im Kleinen, wenn dies gelingen könnte?

(Foto/Bearbeitung: Jana Goeritz)

„Durch Glas geschaut“

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Ich versteckte mich einst, gut bewacht, so schaute ich durch Glas. Aufstehen konnte ich noch nicht, zu viel Gepäck beschwerte mein Leben. Gefühlt, geweint, ausrangiert, keine Lust mehr auf Tränen mit Schmerzen. Ließ los im Stillen, im Ruhen, im Fühlen, lächelnd sah ich dann durch Glas und fühlte meinen Weg vor mir. Mutig stand ich auf, wenn nicht dies, dann doch das, wenn nicht jetzt, dann morgen.  Bewacht? Heute weiß ich es nicht mehr, denn ich fühle eben, ich bin stark.

Das Foto auf dieser Seite wurde von mir 2017 in der Ausstellung „Du bist die Kunst“  gemacht. Diese Ausstellung ist eine Wanderausstellung und ich möchte sie an dieser Stelle einfach einmal empfehlen für Kinder und Erwachsene, die ihr Kind auch noch in sich haben.

Du tanzt durch dein Leben!

 
 

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(Foto: Pixabay)

„Du tanzt durch dein Leben“ diese Worte schnappte ich gerade auf und nein, damit war keineswegs ich gemeint. Doch ich fühlte, es lohnt sich, wenn ich mich damit einmal beschäftigen würde.

Zu Anfang steht für mich die Bedeutung des Wortes „Tanz“ an sich. „Tanz“ ist für mich in erster Linie Bewegung. Eine Bewegung von Körper, Geist und Seele. Verarbeitung von Gedanken, Gefühlen mit Hingabe an diese und so eine Spiegelung von innen nach außen gefühlt darzustellen. So glaube ich, man kann durchaus einen Gedanken tanzen, jedoch das Gefühl entscheidet wie, allein durch das Wohlfühlen beim Tanz, bei der jeweiligen Darstellung. Das allein sagt für mich in keinster Weise etwas darüber aus, wie diese Bewegung aussehen könnte. Langsam, geschmeidig, schnell, ja sogar ruhend. Damit verbunden sind für mich Rhythmen, Worte, Gefühle, Mimik. Jedoch könnte ich mir durchaus vorstellen, jede dieser Möglichkeiten stünde auch für sich allein, um mich zu bewegen. Das würde mein Gefühl entscheiden. Meine Hingabe in jenem Moment, die Bewegung als Tanz zu vollziehen, wenn sie mich geradezu auffordert, wenn mich eine dieser Möglichkeiten oder alle gemeinsam bewegen, mich in Bewegung zu setzen.

Auch eine traurige, eine melancholische Melodie kann so schön im Ohr klingen und das Herz berühren. „Traurig, aber so schön.“ ja, auch ich sagte dies schon zu so manchen Klängen. Nur eine Musik kann auch den Geist bewegen, so auch ein Wort, eine Mimik, ein Gefühl. Für mich ist Tanz ein Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele.

Ist es zu oberflächlich, wenn man sagt „Du tanzt durch dein Leben.“ Oft wird es ausgesprochen, doch meinen wir dann wohl nur die Leichtigkeit im Gefühl. Dabei ist Tanz so viel mehr.
Würde mich jemand fragen „Tanzt du schon durch dein Leben?“ würde ich höchstwahrscheinlich nachfragen „Du meinst wie ich zurzeit tanze?“ Nachfragen würde ich wohl, weil ich oft diesen Satz in Verbindung mit Leichtigkeit höre.
Ich glaube es kommt auf das jeweilige Gegenüber an, wie bewusst oder unbewusst dieses ist. Vielleicht wäre die Frage richtiger gestellt „Wie tanzt du dein Leben zurzeit?“

Doch „Du tanzt durch dein Leben“ diese Worte verstehe ich selbst noch einmal auch anders. Wer ist in einem Leben zu Hause, das nur durch Leichtigkeit bestimmt und sorgenfrei sich zeigt und es so auch lebt? Wohl niemand immer zu?
Aber unser Gefühl allein entscheidet darüber wie wir uns in verschiedenen Lebenssituationen verhalten. Und ist ein Gefühl früher im Dreieck gesprungen in einer bestimmten Situation, kann es heute in einer ähnlichen oder gleichen Situation vielleicht lächeln und ganz entspannt sein. So eine Art „Tanz durchs Leben.“ Geschieht dies von Zauberhand? Keineswegs. Nur durch Arbeit mit dem eigenen Gefühl. Das, was immer wieder getriggert wird, das will gesehen und geheilt werden. Wenn das geschafft, dann lebt man immer mehr Leichtigkeit.

 

 

„Lebensschale“

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(Foto/Text: Jana Goeritz)

Unsere Lebensschalen enthalten viele Möglichkeiten. Wir dürfen jeden Tag eine andere Farbe wählen. Jeden Tag etwas Neues lernen, das uns Freude bereiten darf. Die Schale jedoch bleibt was sie ist, LIEBE. Doch schenkt das Leben zwei Menschen eine dieser Schalen, nennt man das wohl Heilung für zwei Herzen, ganz unabhängig davon, ob sie beieinander sind.

 

 

„Der Versuchung doch widerstanden“

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(Foto: Jana Goeritz)
Du magst ein Seelenkönig sein, ich jedoch bin eine Königin.“    🙂
Mein Kampf legt sich, wenn ich mich selbst fühle, in meinem Sein, im Hier und Jetzt. Auf einmal stellt sich Ruhe ein, sie nimmt nur noch ein klein bisschen Wirklichkeit vom Außen wahr. Ein Motorengeräusch, ein Wort vielleicht. Fokussiere ich mich auf das, was mir keineswegs nur wichtig scheint, sondern auch wichtig ist, fühle ich manchmal noch etwas Verschlossenes. Es fühlt sich für mich so an, als wäre da eine alte, hölzerne Tür mit einer geschwungenen alten Klinke, die, wenn ich sie berühren würde, gut in meinem Handteller läge. Versteckt hinter wallendem Grün kann ich sie nur sehen, wenn ich mich wirklich darauf besinne. Und so bleibt für mich nur erst einmal zu verstehen und zu klären, zu empfinden vor allem, warum dies so sein könnte. Ich fühle schon, das ich so gern wieder einen Schritt auslassen möchte, um gleich zu fühlen, zu sehen, zu erkennen, was oder wen ich hinter dieser Tür zu Gesicht bekommen könnte. Die göttliche Führung arbeitet schon Jahrzehnte mit meinem Gefühl, selbst meinte ich schon einmal, ich wäre geduldiger geworden, wahrscheinlicher ist wohl, gelassener.
Anscheinend habe ich es richtig benannt, denn eine Energie wandelte sich gerade in mir. So fühle ich keineswegs nur, sondern erhalte für mich auch eine Art Kommunikation, wenn ich es richtig benenne.
Mein Gefühl erzählt mir, das diese Tür sichtbarer wird, aber dennoch verschlossen ist. Das hängende Grün ist kaum noch davor, so als hätte es jemand geschnitten, damit die alte Tür zu sehen ist. Sie besteht aus Eichen-Holz, wobei die ersten beiden Latten etwas auseinanderstehen, das andere kann ich kaum erkennen, entweder aus einem Holz oder die Latten stehen eng zusammen. Die Tür hat einen farblichen Anstrich, ich fühle ein dunkleres Rot, das fast in einen Braunton endet. Die Klinke ist aus Eisen und an ihren Seiten sehe ich kleinere Eichenblätter, die sie zieren. Und es steckt ein Schlüssel im Schloss, den ich fühlend sehen kann. Gerade als ich das letzte Wort im letzten Satz geschrieben hatte, fühlte ich, das ich losstürmen wollte, um die Tür zu öffnen, und obwohl da keine Mauer zu gegen ist, die mich davon abhalten könnte, kam ich keinen Schritt auf die Tür näher zu. Und wenn ich jetzt in diesem Moment in mich fühle, fühle ich, das es mit meinem Seelengefährten, seinen Gefühlen zu tun hat. Durch den Rückzug von mir, meinen Gefühlen aus diesem Prozess, braucht es von seiner Seite her Kraft, meine Gefühle wieder zu fühlen. Doch das ist keinesfalls meine Aufgabe. Meine Aufgabe ist in diesem Seelenprozess, meine Gefühle in mein Leben zu investieren, in das, was mir wichtig ist. Meine Liebe schenke ich bereits einem Menschen, und das birgt Heilung für mich. HALLELULJA.

„Wer A sagt, muss auch B sagen?“

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(Foto/Text: Jana Goeritz)

„Die Hoffnung zerschellte an der Mauer der Verschwiegenheit. Nur Stille, die sonst Ruhe einkehren lassen hatte, begibt sich auf eine Reise, jetzt alles ungesagte anzusehen, zu verstehen, zu klären, so geschieht kein Zurück in alte Manier. Sicher, Mut ist gefragt, sich dem eigenen Schatten zustellen und aus dem versteckten Dunkel ein Licht zu zaubern, das die Welt bestaunen darf. Seelenliebe anders.“

„WER BIST DU WIRKLICH“

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WER BIST DU WIRKLICH
Hebst du deine Welt aus den Angeln? Lässt sie baumeln wie es dir gefällt?
Suchst du den Schmerz unter deiner Haut, der sich verkroch, weil er kein Licht erträgt?
Welchen Spagat musst du wagen, um dich noch zu fühlen?
Wohin sieht dein Auge, wenn dein Gefühl traurige Wahrheit spricht?
Meidest du Menschen, welchen ihren Weg in Freude erfahren?
Ziehst du dich von anderen zurück, welche dir mit Liebe begegnen?
Welchen Weg möchtest du gehen, um zu erfahren, wer du wirklich bist?
Worin besteht der Sinn deines Lebens?
Warum bist du auf dieser Welt und worin findest du Erfüllung?
Wenn keiner um dich herum, wer bist du?
Sind viele um dich, bist du, du selbst?
Was ist dir wichtig und lebst du es?
Vertrittst du deine ehrliche Meinung immer und überall?
Hegst du Ängste, und hältst dein Gefühl verschlossen?
Fühlst du Mut deinen eigenen Weg zu beschreiten?
Fühlst du Freude in dir?
Ist Leichtigkeit zu meist dein Begleiter?
Wie gehst du mit konstruktiver Kritik um?
Verhältst du dich anderen gegenüber so, wie du möchtest, dass sie auch dir begegnen?  Ist dein Film nur ein Kopfkino, das dich durch dein Leben leitet?
Dein Bauchgefühl, führt es dich?
Glaubst du an dich und deine Fähigkeiten?
Denkst du in Gut und Böse?
Wünschst du noch?
Was erwartest du von dir selbst?
Hegst du oft Erwartungen anderen gegenüber?
Bist du bereit andere wahrzunehmen, welche dir Hilfe bieten und bist du bereit sie anzunehmen?
Sprichst du über deine Gefühle?
Bist du auf deine Entwicklung als Mensch stolz?
Liebst du dich selbst?
Lebst du Selbstliebe?
Träumst du viel oder schaffst du es deinen Traum zu leben?
Fühlst und erkennst du, welche Menschen dich fördern, in dem was dir wichtig ist?
Gehst du mit dir selbst ehrlich um und sprichst du ehrlich?
Zu treffende Entscheidungen fällst du sie auch oder lässt du das Schicksal entscheiden?
Gibt es für dich „Freiheit“ und wenn ja, was bedeutet es für dich?
Wie fühlst du dich, wenn du diese Fragen wirklich für dich beantwortet hast?
Was wäre wichtig für dich noch zu lernen?

„Wie im Leben“

Gerade fühle ich in mir etwas Traurigkeit. Niemand lernt aus, und ich beschäftigte mich soeben mit meinen Gefühlen, die wie Honig an mir kleben, wie heute Morgen beim Frühstück. Ich habe den kleinen Honigbären und wenn er auf mein Brötchen macht 😉 , dann kleckert er zu meist über meine Finger, auf meinen Pulli hinunter zum Teller. Heute war auch noch etwas Blütenstaub am Pulli dabei. Ich war also bereits am frühen Morgen bestäubt und mit Honig unterwegs, zumindest vom Frühstückstisch bis zum Kleiderschrank. 

Heute am frühen Nachmittag habe ich den Aktionsradius von 15 km ausgenutzt und war im Park unterwegs, unter Berücksichtigung des angegebenen Abstandes zu den anderen Besuchern. Es war gut möglich, da keineswegs viele unterwegs waren. Ich fühle, es fällt mir etwas schwerer unter meiner Traurigkeit, jetzt fühlt es sich eher wie ein Gefühl des Kummers an, zu schreiben.

Im Park hatte ich eine liebenswerte Begegnung, die obigen Bilder erzählen davon. Langsam tastete ich mich in die Nähe des Schwanes, und ließ ihn fühlen, das alles gut ist, ich nur ein paar Fotos knipsen wolle, wenn ich dürfte. Zuerst schaute er, blieb aber an Ort und Stelle und begann sogar sich zu putzen. Heißt es bei Schwänen putzen? Ich bin eine Katzenmami, daher nenne ich es jetzt auch einfach einmal so 🙂 .   Bei Kätzchens ist es ja so, sie putzen sich nur da und dort, wo sie sich wohl und sicher fühlen.

Nach einer Weile gesellte sich ein junger Mann dazu, mit einer großen Kamera. Er sprach mich an, dass es doch selten wäre, das ein Mensch so nah an einen Schwan dürfe, wie ich es wäre. Ich antwortete ihm, dass ich mit ihm gesprochen hätte und ihn so beruhigt habe. Er ging los und noch ein paar Schritte näher als ich es war und der Schwan begann zu fauchen. Der Mann machte auch seine Fotos, ging dann aber wieder.

So knipste ich noch einige Fotos und beruhigte den schönen Schwan weiter, was er für ein schönes Federkleid hat und wie schön er sich putzt und wie weiß sein Federkleid in der Sonne scheint. Einmal sah er mich an, als ob er sich fragen würde, ob ich es ernst meinen würde, mit dem was ich ihm sagte. So erzählte ich also weiter und sagte ihm, das ich es anders mache als der Mann, ich frage wenigstens, ob ich ihm näher kommen dürfe und beruhige ihn dabei und das es mich freut, das ich die Fotos machen dürfe. Und das ich keinesfalls einfach so auf ihn losgehen würde wie der Mann eben.  So machte ich also mein letztes Foto vom Schwan, drehte mich um und ha! Habe ich doch den Mann gesehen, etwas hinter mir stehend. Ich verabschiedete mich mit einem „Tschüss“ und er sagte etwas kühlerem Gefühl als zu Anfang „Auf Wiedersehen.“  Wahrscheinlich hatte er gehört was ich zum Schwan sagte 😉  , die Wahrheit.

„Wie im Leben“ kam mir gleich zu Anfang ins Gefühl. Vielleicht durch die vielen verschiedensten Verrenkungen des Schwans beim Putzen. Räume ich meine Gefühle auf, muss ich ja auch schauen, habe ich einen Fehler begangen oder die anderen?  Und wie bekomme ich meine Gefühle wieder auf Spur, meine Spur und auch noch auf die richtige. 😦 …. 🙂

„Kleine Freunde“

 

 

Ich kramte soeben in alten Fotos und erfreute mich wieder an diesen kleinen Freunden, welche einst meinen Weg kreuzten, auf die eine oder andere Weise, jedoch aus keinem Tierpark oder Tiergehege, sondern einfach frei, irgendwo in Sachsen. 

Zu einigen gibt es auch etwas von mir zu sagen, so zum Beispiel finden sich Geschichten im Buch „Himmelblau und Sonnenreich“ von der blauen Libelle und der Eidechse wieder.  Durch den schwarzen Schwan wurde ich einst inspiriert eine Geschichte zu schreiben, welche im Buch „Im Land unter dem Regenbogen“ ein zu Hause gefunden hat und natürlich auch das Buch „Freddy und seine Geschichten“ das Buch-Cover ziert das Foto mit der Amsel im rot-blühenden Bäumchen.

Hieran erinnere ich mich immer noch sehr gut. In einem Schlosspark ging ich spazieren und als ich zurück zum Parkplatz ging, kam ich an dem Bäumchen vorbei. Zuvor jedoch, sah ich die Amsel auf einer Wiese rechts neben mir. So wollte ich sie also fotografieren und fragte, ob sie vielleicht unter das Bäumchen im schönen grünen Gras Platz nehmen würde, das sehe sicher recht gut aus, doch sie kam meinem Wunsch keineswegs nach und flog davon. Traurig wie ein kleines Kind ging ich so meine Schritte weiter, doch plötzlich kam sie zurückgeflogen und setzte sich mitten in den blühenden Baum. Ich hatte auf einmal alle Zeit der Welt meine Fotos zu machen und meine Traurigkeit war wie verflogen. So bedankte ich mich bei der Amsel und fühlte einfach nur Freude.

Mal schauen was sich in den nächsten Tagen noch so an Fotos finden lässt, welche meine Seele liebevoll erinnern.