Archiv der Kategorie: Natur

„Natur“ Fotos, Bewegung in der Natur, Gedanken und Gefühle, Orte und Plätze

„Schwanensee und Herzenstief“

 

 

Seit heute Vormittag waren wir im Muldental unterwegs. Mal hier, mal da. Mein Herz erfreute sich vor allem an den wunderschönen Schwänen, die sich auf dem Ententeich in Brandis zeigten. Noch nie habe ich so viele Schwäne auf einem See gesehen wie heute. Von hier aus gingen wir weiter zum Steinbruch, der sich in Form eines Herzens präsentierte. Kurioserweise waren wir an beiden Orten schon mehrmals, doch so viele Schwäne sah ich dort noch nie, doch was mich wirklich etwas nachdenklich stimmte,  die Form des Steinbruchs hatte ich zuvor nie wirklich wahrgenommen.  Achtsamkeit sollte auch mein Begleiter bleiben.

„8 Uhr morgens am Albrechtshainer See“

Heute Morgen habe ich meinen Schatz zur Arbeit gefahren und danach bin ich zum See. Dort angekommen, waren dunkle Wolken über mir, so nahm ich also meinen großen Schirm mit auf den Weg, und als ich gerade einmal wenige Schritte nur gegangen war, begann es auch schon zu regnen. Unsicher, ob ich doch lieber wieder zurück zum Auto sollte, ging ich jedoch auf meinem Weg weiter, vorbei an anderen, welche die gleiche Idee wie ich hatten, aber unter den Bäumen Schutz vor dem Regenguss suchten. Und so wie ich meinen Weg fortsetzte, taten es die Wolken auch, sie zogen irgendwann weiter. So zog ich meinen Schirm wieder zusammen und holte die Knipse dafür raus und habe auch etwas aus der frühmorgendlichen Natur erhaschen können. Begegnungen, Farben, Stille und innere Ruhe.

„Auf der Suche nach Barbarossa“

 

Heute bewegten wir uns durch den Südharz. Wir besuchten die Barbarossa-Höhle, und bei der Führung erfuhren wir, das sie bereits 300 000 Jahre zählt und im Jahr 1865 entdeckt wurde.  So befanden wir uns, in einer von nur zwei zugänglichen Anhydrit-Höhlen auf der ganzen Welt. Die zweite Höhle liegt im Ural. Anhydrit wandelt sich durch die Luftfeuchtigkeit zu Gips um. Bei der Führung durften wir Grotten und unterirdische Seen bewundern und erfuhren weiter, das eine Grotte nur 12 m unter der Erd-Oberfläche ist, manch andere 40 m. Vor allem in einer Grotte konnten wir die herabhängenden Gipslappen sehr gut erkennen und sie können sogar bis 4 m lang werden.  Des Weiteren beeindruckte mich ein Hohlraum besonders, der „Olymp“ er war 25 m hoch. 

 

Dann ging unsere Tour weiter zum Kyffhäuser. Das ist ein Mittelgebirge und hier besuchten wir erneut das Kyffhäuser Denkmal, das 81 m an Höhe misst.  Unweit davon sahen wir auch die Mittel- und Unterburg, bzw. was davon noch erhalten ist. 

„Die längste ihrer Art“

Weit über der Bode und neben der Rappbode-Talsperre im wunderschönen Harz, schwingt sie und das nicht wenig, in sehr luftiger Höhe. Die 458 m lange Hängebrücke, die längste ihrer Art. Zu Beginn des Begehens machte es mir doch etwas zu schaffen, mit diesen Schwankungen klar zukommen, und dennoch den wunderschönen Blick in den Harz, zu genießen, aber es wurde immer besser. Eine Hängebrücke die wirklich ihrem Namen alle Ehre macht und dazu ein schöner Blick ins Grüne. Einfach einmal ausprobieren.

„Klein China in Weißensee“

 

Wow! Der chinesische Garten der Stadt Weißensee, ich finde ihn klein, aber sehr fein. Und es nennt sich nun einmal Garten und nicht Park. Er ist total schön angelegt. Hier konnten wir chinesische Pavillons entdecken, in denen man verweilen und innere Einkehr halten kann. Einige der Pavillons waren mit Fensterglas versehen und man konnte innen sitzen und den Garten bestaunen und innehalten, andere wieder waren offen und in denen waren die Sitze der Bänke nach innen gerichtet. Diese Philosophie gefiel mir. Der Garten war mit so viel Liebe angelegt, die Pavillons, auch zwei Wasserfälle, ein kleinerer und ein größerer Teich, auf dem man in einem offenen Pavillon verweilen kann. Was mir noch gut gefiel, war eine kleine Brücke mit so winzigen Stufen. Es war etwas schwierig darüber zu gehen, denn ich musste laaaaaaangsam gehen. Genial. Obwohl ich keine Ahnung hatte, ob diese Stufen wirklich zum Steigen einladen sollten, da sie sehr winzig waren. Aber ich mochte mir diese Empfindung der Achtsamkeit selbst ins Gefühl holen. Schlussendlich empfand ich es als schade, das der Garten etwas klein gehalten war, aber auf jeden Fall einen Besuch wert, wie ich finde. Thüringen, einmal anders erleben, hier ist es möglich.

„Besondere Orte im Harz“

Die Sandhöhlen

 

Diese für mich zumindest beeindruckenden großen Sandhöhlen sind ein Naturdenkmal und befinden sich tatsächlich im schönen Harz. „Große“ Sandhöhlen schreibe ich, weil es auch die kleinen Sandhöhlen unweit der großen gibt.  Unterhalb, der Burg Regenstein, die mich ebenso in ihren Bann zog, fanden wir über einen Waldweg dorthin und wir staunten. Zuerst hielt ich inne und traute mich kaum in diese Stätte, doch dies änderte sich.  Es ist wohl keineswegs belegt, aber man geht davon aus, das es sich hier um eine Versammlungsstätte der alten Germanen handelt,  auch Thingplatz genannt. Selbst finde ich es sehr sehenswert und empfand es auch als Kraftort.

 

Die Teufelsmauer

Die Teufelsmauer, eine Sandsteinformation die mich schon als junge Frau ansprach.  Auch sie ist im schönen Harz zu bestaunen und diese Fotos nahm ich in der Nähe von Weddersleben auf.  Fährt man durch den Harz kann man in mancher Gegend die Sandsteine auch von der Straße aus sehen, ich finde es mystisch. An der Teufelsmauer selbst kann man auch entlang wandern.  Glaubt man an Sagen, gibt es eine wunderschöne Beschreibung für die diese Felsformationen und die lautet ungefähr so …

Gott hatte den Harz erschaffen und der Teufel wollte auch seinen Teil und sie stritten darum. Gott gab dem Teufel zu verstehen, wenn er eine Mauer um das Land ziehen kann, was er möchte, allerdings nur bis zum ersten Hahnenschrei, gehört das Land ihm. Der Teufel machte sich an sein Werk und erbaute die Mauer. In der Nacht ging eine Frau mit ihrem Korb, den sie auf ihrem Rücken trug und in dem ein Hahn war, die Wege entlang, sie wollte am frühen Morgen pünktlich auf dem Markt sein und der Weg war weit. Irgendwann in der Nacht beim Gehen stolperte sie und der Hahn krähte. Der Teufel war verärgert, weil er fast die Mauer fertig hatte, und riss vor Wut einige Teile seiner Mauer wieder ein. 

Das, was nun noch von der Mauer bestaunt werden darf, ist übrig geblieben aus jener Nacht. 😉

 

 

 

„Ein Strauß Lilien“

Ein Strauß Lilien einfach einmal näher angeschaut, also ich bin begeistert. Nach dem Wasser geben, nahm ich sie mit der Kamera einmal näher unter die Lupe und im Netz fand ich auch noch interessantes dazu.  Beim Durchlesen stieß auf die Frage, welches Gefühl in mir bei der Lilie wachgerufen würde? Ganz klar Sexualität. Und ich muss sagen, es überrascht mich, zwar mag ich viele Blumen, aber so genau unter die Lupe habe ich sie noch nie genommen. Warum gerade heute, und dann auch noch die Lilie? Sollte ich vielleicht einmal drüber meditieren. Früher jedenfalls mochte ich diese Blume  nicht so sehr, aus dem einfachen Grund, weil sie für mich eher als eine Blume galt, die als Blumenschmuck bei Begräbnissen hergenommen wurde, das hat sich allerdings schon vor einiger Zeit verändert.

 

Aber hier einmal die Bedeutung der Lilie. Gefunden habe ich dies unter  …   https://www.tollwasblumenmachen.de/die-lilie-eine-aussergewöhnliche-blume-voller-symbolik

Weiblichkeit

Es sind vor allem ihre Form, die Unterschiede in den Farben und der süße Duft, die die Lilie zu einem Symbol der Weiblichkeit machen. Diese Bedeutung geht zurück bis ins alte Ägypten. Auch griechische und römische Bräute wurden mit Lilien gekrönt, in der Hoffnung auf ein reines und fruchtbares Leben.

Liebe

Gefühle äußern im etwas steifen viktorianischen Zeitalter? Das gehörte sich einfach nicht. Um sich dennoch mitzuteilen, was man füreinander empfindet, war eine Geheimsprache die perfekte Lösung. Indem man jeder Blume eine bestimmte Bedeutung zuordnete, entstand so die Sprache der Blumen: die Floriografie.
Die Römer füllten ihre Kissen und Decken mit Lilienblüten um sich mit ihrem Duft zu umgeben. So wurden Lilien der Inbegriff des Duftes der Liebe. Erhielt eine Dame diese süß duftende Blume, konnte Sie sich sicher sein: „Dies schickt mein Liebhaber.“

Reinheit

Es ist dir sicher schon aufgefallen: Weiße Lilien werden häufig auf Hochzeiten eingesetzt. Der Grund dafür? Weiße Lilien sind, insbesondere im Christentum, ein Symbol für Jungfräulichkeit und Reinheit. Die weiße Lilie wird darum auch als Madonnenlilie bezeichnet. Und achten Sie einmal darauf: Auf Abbildungen ist die Lilie oft als religiöses Symbol in Verbindung mit der Jungfrau Maria zu sehen.

Vergänglichkeit

Nicht nur, wenn wir froh und glücklich sind, kann man mit Blumen Gefühle auszudrücken. Auch bei Verlust und Trauer helfen Blumen zu sprechen, wenn die Worte fehlen. Lilien werden daher auch häufig bei Begräbnissen eingesetzt. Die ernste, klare Ausstrahlung der Blüte ist für diesen Anlass besonders angemessen.

Und welches Gefühl ruft die Lilie bei dir hervor?

„Was blieb, war nur eine Ahnung von seiner Majestät“

Da wo das Wasser der Nordsee auf das der Elbe trifft, dort ist Cuxhaven. Die Kugelbake, das Wahrzeichen, ist nicht zu  übersehen. Und auch stand ich an der „Alten Liebe“ und sah den Schiffen zu, die auf ihre Reise gingen. Jedoch wie im Film fühlte ich es nicht. Dennoch in Cuxhaven hatte ich eine schöne Zeit, von ihr aus machte ich mich immer wieder mit meinem Mann in die Spur zu manch schönem Erlebnis.

Ein Erlebnis der besonderen Art, fand am letzten Tag, genauer gesagt, sogar in den letzten Stunden unseres Aufenthaltes statt. Der Ozeanriese „Queen Mary 2“ passierte die Elbe und sollte gegen Mitternacht  an Cuxhaven vorbeiziehen. Also machten wir uns auf, um ja nichts zu versäumen, standen etwas später nahe der Kugelbake auf dem Deich und es begann zu regnen. Vorsorglich die Schirme schon eingepackt spannten wir sie auf und harten in unseren Regenjacken aus, und die Zeit verging. Wir warteten und warteten, derweil nahm der Regen zu und es wurde windig, so, dass unsere Schirme sich immer mal wieder umkrempelten und das Nass von oben fühlte sich keinesfalls gut an. Von Majestät allerdings war auch kurz nach Mitternacht noch nichts zu sehen. So standen wir im Dunkel der Nacht und froren unglaublich, es war nasskalt und das Warten nervte irgendwie, doch zurückgehen war keine Option. Den Fotoapparat immer zum Einsatz bereit, warteten wir unglaublich zwei Stunden auf dem Damm, bis endlich  seine Majestät die Güte besaß sich zu zeigen. Leise schob sich der Riese im Wasser die Elbe hoch, um anscheinend das Nordseewasser auch wirklich passieren zu können. Ich fotografierte und zitterte und als ich auf dem Display reflektiert bekam, das nur verwackelte Lichter zu sehen waren, bat ich meinen Mann, das Foto zu schießen. Doch Fehlanzeige. Auch er bekam vor lauter zittern kein Foto von Majestät zustande. Das einzige was bildlich an diese Nacht und „Queen Mary 2“ erinnerte, ist ein Foto fast vollständig dunkel, mit kleinen hellen Einschlüssen, das waren die Lichter des Ozeanriesen. Aber wir waren da. Dann machten wir uns schnellstens zurück in unsere Unterkunft und sprangen unter die warme Dusche, legten uns noch einmal etwas schlafen, um drei Stunden später die Heimreise anzutreten.  Würde mich jemand fragen, ob ich „Queen Mary 2“ schon einmal zu Gesicht bekommen habe, was soll ich also antworten? „Ja. Zumindest etwas im Dunkel, die Lichter, sie reichten fast in den Himmel, ich habe sie auch fotografiert, nur das sie es ist, das kann ich damit nicht beweisen.“

 

„Mitten im Meer wohnt Helgoland“

Diese Insel kenne ich, seit ich denken kann. Meine Mutti sprach einst von ihr und das sehr oft, so habe ich es zumindest in meiner Erinnerung. Als Kind war sie so fasziniert von den Urlaubserzählungen ihrer Lehrerin, das es ihr sehr gut da gefallen hätte, das meine Mutti sich als Kind schon erträumte einmal wenigstens, auf diese Insel zu reisen. Als das Alter auch an meiner Mutti nicht spurlos vorüberzog, meinte ich immer, solang sie noch nicht auf Helgoland war, wird sie auf dieser Welt vergnügt weilen.  Irgendwann war es dann so weit, meine Eltern gingen auf Reisen, dies taten sie eigentlich viel zu wenig. Ihr Ziel, Helgoland. Nach ihrem Urlaub erzählte meine Mutti mir von ihrer Reise und ich glaubte, ich hätte ein Déjà-vu.

Und wie das Leben manchmal so spielt, mochte auch ich nun diese Insel im Meer besuchen und machte mich in meine Spur mit meiner besseren Hälfte. Von Cuxhaven aus ging die Reise über das Wasser bis kurz vor Helgoland. Hier wurden mir mit kleinen Booten zum Ufer geschippert. Für mich ein Erlebnis. Dann erkundeten wir die Insel auf unsere eigene Art und Weise per Pedes. Sahen von der Oberstadt hinunter zum Meer und ich versuchte in meinem Gefühl zu bewerkstelligen, wo ich mich gerade befand, mitten im Meer auf einem Felsen.

 

 

„Das längste erhaltende und zusammenhängende Gradierwerk Deutschlands“

 

 

Frische Salzluft, gesund dazu und dann noch ein Kurpark, wie aus dem Bilderbuch. Das Gradierwerk in Bad Dürrenberg ist eine Reise wert finde ich und macht dies möglich. Es ist das längste, erhaltene und zusammenhängende Gradierwerk Deutschlandweit.

Es gab viel zu entdecken. So zum Beispiel gefiel mir der Kaltinhalierraum, in dem wir bei Musik, ruhig dem leise plätschernden Wasser der Saline lauschen konnten.

Im Park gefiel mir auch der Hunnenstein und dessen Sage, die da erzählte von König Heinrich I., der den lieben Gott um ein Zeichen bat, ob er gegen die Ungarn siegen könnte und just in diesem Moment, wurde der Stein weich und sein Handabdruck ist bis heute sichtbar,  aber auch die Abdrücke seines Hundes, der seine Pfote auf diesen Stein legte, und ebenfalls der Hufabdruck seines Pferdes. 

Und der angrenzende Kurpark, ein Traum. Im Frühjahr erblühen die schön angelegten Blumenrabatten und Bäume, wenn dann das Wetter auch noch mitspielt, ist es einfach nur schön. Deshalb waren wir auch schon öfter da.

„Drei auf einen Streich“

Auf Entdeckungsreise im Kloster Ilsenburg im schönen Harz. Hier gingen wir durch das Refektorium, sahen noch die Reste vom einstigen Kreuzgang und kamen zum Brüder-,Garten- und Kapitelsaal. Im Obergeschoss war eine Bilderausstellung zu sehen und von da aus kamen wir zur Klosterkirche. Hier beeindruckte mich der Altar.  Von hier aus ging es weiter zur Stabkirche in Hahnenklee, einem Ortsteil von Goslar, auf die war ich ja gespannt.

 Oft sieht man diese Art von Kirchen in Skandinavien, aber im Harz  steht eben auch eine und was für eine schöne. Diese wurde 1907 bis 1908 erbaut. Die Kirche besteht nur aus Holz, drinnen wie draußen auch. Wir waren begeistert, schon allein von der Ansicht dieses Gotteshauses. Und als wir drinnen waren, konnten wir auch, wie so oft bei unseren Besuchen in Kirchen, auf einer der Bänke innehalten. Zu sehen gab es schöne Schnitzereien. Von hier aus machten wir uns dann noch auf den Weg zum Bocksberg.  

An diesem Tag wollten wir wieder einmal hoch hinaus. Über 720 m ü. NN erklommen wir mit der Seilbahn. Für mich immer wieder ein kleines Erlebnis so in die Höhe befördert zu werden. Die Fahrt auf den Bocksberg dauerte ca. 10 Minuten. Oben angekommen, vertraten wir uns die Füße in alle Richtungen und sahen uns um, denn wir waren das erste Mal da. Da entdeckte ich u.a. die Sommerrodelbahn und meinte, das wäre supi.  Noch nie in meinem Leben bin ich damit gefahren, nun aber …. Funkenflug über Funkenflug, ich saß am Hebel und war wohl die Spaßbremse vor lauter Angst. Hoch wurden wir gezogen, war ganz toll, so hätte es ewig weiter gehen können. Fazit: Sommer-rodeln ist nix für mich. Ansonsten sind wir etwas herumspaziert, haben die Aussicht ins Tal genossen und in der Gaststätte uns kurz mit einem Käffchen verwöhnt. Danach ging es wieder mit der Kabinenbahn abwärts.

 

„Klappernde Störche und Blumen bunt“

Heute am Vormittag haben wir zum zigsten Male den Landschaftspark Canitz besucht.  Roter Mohn und Co, einfach wunderbar. Als Schmankerl durften wir noch zwei Störchen sehen und ihnen beim Klappern zu hören. Toll. 

Außerdem konnten wir hier auf ganz alten Spuren der Slawenzeit und der Steinzeit wandeln. Die nachgebauten Katen sind begehbar und im Park findet sich auch manch Ecke zum Picknicken inmitten von Grün oder herrlich blühenden Blumen.

Selbst empfinde ich dieses Idyll als großartige Leistung, denn die Pflege des Parks obliegt dem Freiwilligen-Dienst oder dem Ehrenamt.  So kamen wir auch mit diesen helfenden Händen ins Gespräch und ich durfte ihnen gleich persönlich sagen – Chapeau! Die Freude war groß. Das ist so schön.

„Von oben geführt“

bild 106

Da wollten wir einmal über das Wochenende raus aus der Stadt. Aber wohin? Es war ein Graus. Erst dies, dann das, dann doch woanders hin. So nahm ich mir die Karte und schaute darauf in der Hoffnung, ich würde mich festlegen können. Doch auch das wurde nichts. Bei meinem Mann ist das alles easy, aber bei mir, mit meinen Gefühlen, bei mir muss alles passen, sonst geht da nix los. Also gab ich meinen Wunsch an die Engel ab, sie sollten mir ganz direkt zeigen, wohin wir fahren sollten, dass auch ich mich gut fühlen kann. Mein Blick auf der Karte fiel danach auf Oppach. „Ach Gott!“ dachte ich „Oppach.“ Oppach liegt in der Oberlausitz und als mein Blick noch auf das Hotel fiel, meinte ich „Die da oben machen Späße.“  Mitten im Wald an einem Teich.

Doch ich versuchte zu vertrauen, denn ich hatte ja zu gegebener Zeit keine Meinung, wohin wir sonst fahren könnten. So fuhren wir und kamen durch einen langen, sehr langen Waldweg irgendwann am Hotel an.

Wir wurden sehr freundlich empfangen. Unser Zimmer war wirklich hübsch und es war übernachten mit Frühstück. Und so fanden wir uns am Morgen zum Frühstück im Restaurant ein. Wir saßen am Tisch und ich konnte den großen Teich, der gleich vorm Hotel war, durch die übergroßen Fensterglasscheiben sehen. „Wirklich hübsch“ meinte ich. Mein Mann saß neben mir und auf einmal stupste er mich an „Schau mal“ meinte er und zeigte mit einem Nicken zur Wand. Ein großer Engel war an die Wand gemalt. Es sah toll aus und ich fühlte nun diese Reise auch in meinem Gefühl und freute mich auf die kurze Auszeit, die wir auch auf einem Tretboot verbrachten. Wir hatten in diesem Hotel ein wunderschönes Wochenende verbracht, auf dem Wasser und im Grünen. Einfach nur schön.

„Wo ist denn nun die richtige Hexe?“

Pfingstsonntag, und schon heute Morgen ging es hoch hinaus. 454 m ü. NN mit der Gondel. Sie fuhr uns zum Hexentanzplatz in Thale und der liegt im wunderschönen Harz. Obwohl wir schön öfter hier weilten, finde ich es immer wieder faszinierend schön. Das Bodetal ist eine Reise wert. Und wie wir am Ende unseres Besuches feststellten, hatten wir ein gutes Timing, denn wir fuhren mit einer der ersten Gondeln am Vormittag nach oben. Als wir zurückfuhren stand eine immens lange Menschen-Schlange und leider viele von ihnen mit hängenden Mundwinkeln, konnte ich aber auch nachvollziehen.

Doch zurück zum Hexentanzplatz dort oben gibt es immer noch die kleinen Verkaufsstände mit allerlei Andenken, die der Besucher erwerben kann. Das Restaurant hatte geöffnet, die Walburgishalle stand auch auf ihrem Fleck wie je und je, ebenso das Berg-Theater und das Tiergehege. Was neu war, war das Haus der Hexe mit dem Hexenpfad im Garten. Genau wie das Haus selbst, so ist auch im Haus alles auf den Kopf gestellt. Ein kleines Mädchen ging die Stufen vor mir nach unten und fragte ihren Vater „Wo ist denn nun die richtige Hexe?“  Der Vater schwieg,  ich lachte und meinte „Das wüsste ich auch gern.“ Für Kinder ist es absolut klasse, sie können hier viel entdecken. So zum Beispiel sind sie angehalten im Hexenhaus zu schauen, was richtig herum hängt.

Doch mich hat wie schon die letzten Male bei meinem Besuch hier, der Ausblick in das schöne Bodetal begeistert. So sind wir von hier nach da über den Hexenplatz gewandert. Nachdem wir wieder mit der Gondel nach unten gefahren sind, heute war es ziemlich windig, die Gondel schaukelte etwas, gingen wir noch an der Bode entlang. Die Bode ist im Harz noch in ihrer ursprünglichen Form belassen und es sieht  total romantisch aus.

War ein schöner Pfingsttag. Das wünsche ich auch allen Lesenden, schöne Pfingsten.