Archiv der Kategorie: Orte und Plätze

„Orte und Plätze“ Burgen, Schlösser, Kirche/Dom, Stadtansichten, Natur, Bauwerke, Gedanken und Gefühle,

„Barockgarten und Höhlentour“

Barockgarten und Höhlentour. Wo kann man beides haben und das in wenigen Stunden? Im schönen Harz! Heute führte unser Weg nach Blankenburg, zumindest für einige Zeit. Ganz genau zum kleinen Schloss mit seinem Barockgarten. Hier verweilten wir mit anderen, die denselben Einfall hatten unter freiem Himmel mit Sonne satt. Wir spazierten durch die wunderschönen angelegten Blumenrabatten und sehenswerten Statuen. Am Ende setzten wir uns unter eine grüne Hecke auf eine Bank und sahen in den beschaulichen Garten mit seinem Schloss. Oder war es anders herum?

Von hier machten wir uns auf die Reise nach Rübeland, denn dort mochten wir die Hermanns-Höhle besuchen. Als junge Frau war ich schon einmal dort. Ein 380 Millionen Jahre altes urzeitliches Korallenriff ausgespült durch Oberflächen-, und Regenwasser. Unzählige Stalagmiten und Stalaktiten und ich lernte dazu, Stalagnaten, das sind die zusammengewachsenen Stalagmiten und Stalaktiten durften wir sehen, allerdings war es nur an zwei Punkten erlaubt zu fotografieren, schade eigentlich. Auf unserer Erkundungstour stiegen wir etwas mehr als 300 Stufen und es war eine weit verzweigte Höhle, die hinauf und wieder hinunter und wieder hinauf führte. Selbst empfand ich diese Höhle als interessant, keineswegs nur durch die gewachsenen Tropfsteine, die durchaus schön anzusehen waren, sondern mich beeindruckten auch die Längen und Höhenmeter der Höhle. Am tiefsten Punkt ist die Deckenstärke 30 m und am höchsten 16 m. Des Weiteren wurden in der Höhle einst auch Knochenfunde von Höhlen-Bären, Polarhunden, Höhlenlöwen, Höhlenwölfen und Lemmingen gefunden. Für mich war der heutige Sonntag also ein schöner Tag mit allerlei sehens- und wissenswertem. Ganz nach meinem Geschmack.

„An der Straße der Romanik-Burg Querfurt“

Die Burg Querfurt ist in Deutschland eine der größten Burgen aus dem Mittelalter und wie ich finde, noch sehr gut erhalten. Sie ist an der Straße der Romanik zu finden. Die Burg stammt aus dem 10. Jahrhundert und hat auch eine Burgkapelle, hier gefiel mir der Klapp-Altar gut. Die spätere Kapelle wie wir sie sehen konnten, wurde im 12. Jahrhundert nach südosteuropäischen Sakralbauten über die Vorgängerbauten errichtet.

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Die Burg Querfurt diente auch schon als Kulisse für verschiedene Filme.  Dazu zählen unter anderem „Die Päpstin“ Dieser Film berührte mich sehr. Des Weiteren wurde auch „Der Medicus“ sowie die Märchenfilme „Die sechs Schwäne“, „Jorinde und Joringel“  aber auch noch andere gedreht.

„An der Saale hellem Strande …“

 

Die Reise ging nach Sachsen-Anhalt in die schöne Saale Region, dort wo man begrünte Berge und kleine Orte sieht und Burgen, die aus alten Zeiten erzählen. Die „Rudelsburg“ in Bad Kösen ist eine Burg, die wie auch Burg Saaleck über der Saale thront. Von hier hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf die umliegende Region. Aber keineswegs nur alte zerfallene Mauern fanden wir vor, denn Anfang der 90er Jahre wurde die Burg saniert und im historischen Ambiente darf man hier speisen.  Und so kam es, das ich im Jahr 2003 an einem Abend hier zum Burgfräulein ernannt wurde. Allerdings freute ich mich etwas zu früh, das man mir wohl jeden Wunsch von meinen Augen ablesen würde, denn ich bekam die Aufgabe an jenem Abend die Speisen unter mein Volk zu bringen. Und wenn der Burgkoch pfiff, sauste das Burgfräulein just zu ihm, um die leckeren Speisen im Saal zu verteilen. So war ich also gut beschäftigt und hatte trotz Arbeit meinen Spaß.  Einige Jahre später besuchten wir die schöne Saale-Region und auch die Burg noch einmal. 

Und um auf  meine Überschrift zurückzukommen, „An der Saale hellem Strande“  dies ist ein deutsches Volkslied, das 1826 von Franz Kugler auf der Rudelsburg verfasst wurde.

 

Burg Saaleck sieht man von der Rudelsburg genau gegenüber stehen.

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„Schloss Hartenfels Torgau“

 

Das Schloss Hartenfels in Torgau ist nicht nur das größte, sondern auch das vollständigste erhaltene Schloss der Frührenaissance. Das Schloss liegt gleich an der Elbe und wurde sehr schön renoviert. Begonnen wurde mit dem Schlossbau im 15. Jahrhundert, fortgeführt wurde er im 16. Jahrhundert. Das letzte Mal besuchten wir das Schloss 2015, das erste Mal 2004.

 

Um zum Vergleich einmal hier die Fotos von 2004.

 

 

Die Kapelle im Schlossinnenhof  wurde 1544 von Martin Luther eingeweiht und gilt als  erster protestantischer Kirchenneubau der Welt.

 

„Wechselburg- innere Einkehr“

 

An der Zwickauer Mulde gelegen liegt der Ort Wechselburg mitten in Sachsen. Hier kann der Besucher einen Ort der inneren Einkehr finden. Das Kloster Wechselburg mit Basilika. Die Basilika hat einen für meine Begriffe sehr schönen Lettner, er ist verziert mit Sandsteinfiguren. Gebaut wurde die Basilika um 1156. Umgeben ist das Kloster mit einem Park, der auch alten Baumbestand hat. Nach unserem Innehalten in der Basilika, welche wir schon zum zweiten Mal besuchten, spazierten wir gemütlich über die angelegten Wege des Parks.

„Da wo Aschenbrödel zu Haus ist“

Nahe der Landeshauptstadt Sachsens, Dresden, liegt der Ort Moritzburg. Das Schloss Moritzburg steht auf einer künstlichen Insel im Schlossteich. August der Starke gab dem Schloss sein Aussehen, vorher war es ein Jagdhaus, bereits im 16. Jahrhundert erbaut. Moritzburg ist auch bekannt durch die Ausstellung „Aschenbrödel.“ Dieses Märchen wird wohl nie zu Ende gehen. Ein Schuh befand sich bei unserem Besuch vor dem schönen Schloss. Doch auch die Gegend um das Schloss herum ist sehr sehenswert. So auch das Fasanenschlösschen mit Fasanerie und der Binnen-Leuchtturm gleich in der Nähe, welcher der zweitälteste Deutschlands, doch einzige Sachsens ist und nur zur Nachahmung von Seeschlachten mit kleiner Hafenanlage im 18. Jahrhundert erbaut wurde.

Interessant fand ich auch die Postsäule vorm Schloss.  Hier konnten wir ablesen, mit einer Postkutsche bräuchten wir 13 und eine dreiviertel Stunde von Leipzig nach Moritzburg, für uns etwas zu lang. Mit unserem kleinen Flitzer waren wir in ca. einer Stunde vor Ort und so waren wir schon mehr als einmal hier zu Besuch. Ein schönes Fleckchen Erde.

„Barockschloß Delitzsch“

 

Delitzsch, eine Kleinstadt im Nordwesten Sachsens zeigt sich von einer seiner schönsten Seite, mit dem Barockschloss. Einst, genauer 1390, als gotische Burg erbaut von keinem geringeren als Markgraf Wilhelm dem Einäugigen von Meißen. Bauliche Erweiterungen folgten um 1560 durch Kurfürst August von Sachsen und später erfolgte der Umbau in den Barock Stil. Bereits seit 1929 beherbergt das Schloss es ein Museum.

Vor einigen Jahren besuchten wir dort die Ausstellung „Engel geflügelte Boten.“  War schön anzusehen.

„Die Burg Gnandstein“

 

Im Kohrener Land liegt die Burg Gnandstein. Sie hat die in Sachsen noch besterhaltene romanische Wehranlage und wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Ein kleiner Anstieg, den ich noch etwas mühselig in Erinnerung habe, führte uns in die Burg und wir hatten keinesfalls nur einen schönen Ausblick. Einige Zimmer waren eingerichtet wie es etwa einmal ausgesehen haben mag. Auch besichtigten wir die Burgkapelle. Der Besuch auf Gnandstein gefiel uns wirklich gut.

„Unser lieben Frauen“ – Kloster Magdeburg

 

Das Kloster „Unser lieben Frauen“ steht in Magdeburg unweit des Doms, beides besichtigten wir an einem Tag. Magdeburg, ist die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalt.

Das Kloster ist eine romanische Anlage aus dem frühen 12. Jahrhundert.  Mich faszinierten die Fenster des Baus und der Kreuzgang den wir auch besichtigten. Irritiert hatten mich allerdings die vielen Glocken, die auf dem Kreuzgang abgelegt standen. „Sollte dem Besucher keine Glocke läuten oder sollte der Besucher seine Glocken läuten hören?“ Die angrenzende Marienkirche war bei unserem Besuch leider nicht begehbar.

„Am Morgen unterwegs“

 

Stille, doch auch die morgendliche Kühle tat gut. Die Mulde fließt ruhig unter der Hängebrücke entlang und „Katharina von Bora“ ein kleines Ausflugsschiff ankert noch am Ufer. Das Muldenwehr war der einzige Rauschpegel zumindest wohl in der Früh. Eine glatte Wasseroberfläche ohne eine einzige Welle bricht sich auf einmal im Lauf und wie ein Schwall ergießt sich das Wasser im eigenen Bett, so als würde es meinen, einfach einmal etwas anderes ausprobieren, als nur so langsam und ruhig dahinzufließen.  Einige Enten flogen nur etwas erhöht über das Wehr und setzten sich auf die glatte Wasseroberfläche um in Richtung Brücke zu schwimmen.  Eine andere, die letzte wohl in der Entenrunde musste zweimal Anlauf nehmen, um über das Wehr zu flattern. Beim ersten Mal war die Gegenströmung des Wehrs wohl von ihr unterschätzt worden, und ich sprach ihr gut zu „Komm meine Kleine das schaffst du.“  Ich fotografierte derweil und siehe da, beim zweiten Versuch hatte sie es geschafft, hätte sie sicher auch ohne meine gut gemeinten Worte. Die anderen, mir kam es zumindest so vor, hielten auf dem Wasser inne, bis sie sich dazugesellte. Dann machte ich mich auch wieder auf meinen Heimweg. Ich wünsche uns allen einen angenehmen Tag.

„Schloss Colditz“

 

 

Irgendwie fällt es mir schwerer über dieses Schloss zu schreiben, als über andere Schlösser. So glaube ich ja, es hängt mit dessen Vergangenheit bzw. wie man mit Menschen in ihm umgegangen war, zusammen. Erstmals wurde Schloss Colditz 1046 erwähnt. Der Schlossbau heute ist ein Zeugnis der Renaissance.

Viel später im 18. Jahrhundert wurde das Schloss als Armenhaus genutzt und auch als „Landesanstalt für unheilbar Geisteskranke.“ Hier wurde das Konzept von Christian August Fürchtegott, geisteskranke Menschen ohne Ketten und Fesseln zu behandeln durchgesetzt.

Im Frühjahr 1933 allerdings wurden hier Antifaschisten und Kommunisten inhaftiert und 1938 wurde es wieder zur Pflege- und Heilanstalt allerdings unter anderen Bedingungen, wie der Euthanasie.  1939 dann diente das Schloss als Kriegsgefangenenlager für Offiziere bis zum Ende des Krieges.

Vor meinem ersten Besuch im Schloss fürchtete ich mich schon, denn ich fühle Energien. Ich schrieb ja schon von meinem Prag Besuch in „Ich bin mal in der Spur“ auf meinem Buchkaleidoskop, wie ich Angst fühlte und dann erfuhr, dass genau in der Straße in der wir gerade waren, Menschen jüdischer Herkunft im Krieg abtransportiert wurden. Ich schaute damals die Häuserwände furchterregend nach oben und hatte bis zur Aufklärung durch die Stadtführung keine Ahnung, was sich da in meinem Gefühl abspielte.

Doch hier fühlte ich anders. Die Energien waren o.k. Bei unserem Besuch im Schloss besichtigten wir eine Keramikwerkstatt und mein Gefühl zog mich zu einem grünen Kachelofen, den nahm ich mit und räucherte immer einmal wieder Weihrauch in ihm, bis er irgendwann einmal kaputt war.  Oft finden im Schloss und Hof immer einmal wieder verschiedene Veranstaltungen statt bis hin zu Weihnachten. Wie schön das sich die Geschichte des Schlosses wandeln durfte und ich fühle mich leichter und wohler, als zu Anfang des Schreibens.

Möge nur das Gute in uns Menschen sich entfalten und immer siegen dürfen!

Was mich in Bezug auf das Hinweisen von geisteskranken Menschen beschäftigt, ist eine Frage, die sich mir stellt. „Warum lese ich oft nur von Geisteskranken und nie von geisteskranken Menschen? Das sind sie doch, Menschen oder? Menschen, welche erkrankt sind, bzw. vielleicht nur von der „Norm“ abweichen und das womöglich nicht jeden Tag ihres Lebens, nur ab und an in Ausnahmesituationen. Ich weiß darüber zu wenig, um mir wirklich eine Meinung, ein Bild zu erstellen. Doch wenn ich davon ausgehe, dass es Menschen gibt, welche so eine Bezeichnung bekommen, könnte es ihnen, ihrem Gefühl besser gehen, wenn die „Norm“ der Menschen, sie auch als Menschen bezeichnet und nicht nur als Geisteskranke, denn der Name beinhaltet „krank“ von Krankheit kommend. Mir fällt da gerade der Film „Das Werk ohne Autor ein“ für mich ein sehr berührender Film.

Ähnlich verhält es sich mit behinderten Menschen. Oft lese ich nur das Wort „Behinderte“, anstatt behinderte Menschen oder ein Mensch mit Behinderung.  Es wäre wünschenswert, wenn sich da in Zukunft etwas verändern darf, einfach, weil es auch mit besserer Energie behaftet ist und für mich fühlt es sich besser, ehrlicher und vor allem wertgeschätzter dem Menschen gegenüber an und wir sollten uns auch vor Augen führen, viele Menschen können keineswegs etwas für ihr Schicksal, das sie ereilt hat.

„Im Kriebethal“

 

Hoch über der Zschopau, ein Nebenfluss der Mulde, genauer der Freiberger Mulde, thront die Ritterburg Kriebstein.  Hier im schönen Kriebethal, der Name allein klingt für mich schon nach einem Märchen, nach Zwergen und Prinzessinnen wurde wirklich 2009 das Märchen „Schneewittchen“  gedreht und die Burg diente als Filmkulisse.  Innen fand ich u.a. auch eine schöne Deckenmalerei vor.  Von der für mich schönsten und auch romantischsten Burg Sachsens ging es weiter durch den angrenzenden Wald zur  Talsperre Kriebstein.  Rauf auf das Schiff und abging die Fahrt über das Wasser, viel Natur, auch Fels und kleine Wochenend- oder Ferienhäuschen an den Ufern der Talsperre zeigten sich. Für mich ein schönes Fleckchen Erde mitten in Sachsen.

„Die Rose unter den Burgen“

 

 

Hier ist es sehr schön! Die Roseburg ein wunderbares Fleckchen Erde. Sie liegt im wiederum im schönen Harz. Verwinkelt, verwunschen, idyllisch mit einem sagenhaften Ausblick vom schön angelegten Garten, der sehr abwechslungsreich mit Brücke und Wasserfall angelegt ist und noch anderes schönes zeigt. Im Burgcafé haben wir unser bisher erlebtes Revue passieren lassen und von hier fuhren wir ins nahegelegene Gernrode und besichtigten die Stiftskirche „St. Cyriakus“ auch ein Augenschmaus, sie hab ich bereits im Blog erwähnt.

„Klosterruine Buch“

Das Kloster Buch wurde im 12. Jahrhundert gegründet und war ein Zisterzienserkloster. Es liegt an der Mulde (Fluss) und in der Nähe von Leisnig.

Hierher kamen wir, als wir über Land gefahren waren, ohne jegliches Ziel. Über einen, na ich schreibe einmal,  Art „Feldweg“ gelangten wir zu diesem Ort. Wir begaben uns in die Ruine und ich fotografierte und als ich durch eine schmale Maueröffnung meine Kamera hielt, fühlte ich etwas Angst, um mich herum etwas dunkel und von oben schien auch nichts Helles, doch just in diesem Moment strahlte mir die Sonne satt entgegen, ich fühlte mich wieder wohl. Nach der Besichtigung besuchten wir den Klosterladen und kauften leckeren Tee, der wirklich gut schmeckte.

 

 

 

„Ein Hauch von Japan“

 

Der japanische Garten in Bad Langensalza lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Im schönen Thüringen findet sich ein Hauch japanischer Kultur, wenn auch in Miniaturausführung, immer hin. Durch einen kleinen Bambus Rain gingen wir in den Garten, der mit allerlei aufwartete. Wir wurden verschiedentlich über Wasser, das Seerosen zierte und die Heimat einiger Kois waren, geführt. Einmal über Steine, ein anderes Mal über Holzstege. Ein schön angelegtes Areal, das eine große Buddha-Statue zeigte, ein kleine geschwungene Brücke die über einen Teich führt, eine Steinlaterne und natürlich das Teehaus. Hier fanden auch Teezeremonien statt.