Archiv der Kategorie: Spirituelles

„Bunt und ruhig“

 

  Heute, fühlte ich mich bisher etwas, na sage ich mal außer der Spur? So blieb mir nur die Natur und in dieser, die Ruhe zu suchen. Was für wunderschöne Farben mir doch vor die Linse kamen. Danke. Ein kleiner, dennoch großer Lichtblick für mein Seelengefühl. Euch wünsche ich einen angenehmen Freitag und ein schönes Wochenende.

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„Wenn es schmerzt Loslassen, damit etwas Gutes folgen darf“

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Vor vielen, vielen Jahren lebte ein kleiner Kater in einer Stadt, bei einer Russland-Deutschen Familie. Als er zu mir umzog, hatte er noch keinen Namen. Zu Hause setzte ich mich an den Computer und der kleine Kater saß neben meinem Stuhl und schaute zu mir hoch. So las ich ihm eine Liste von Namen vor und als ich bei „Iwan“ ankam, miaute er. Das nahm ich als Zeichen für ein „Ja“ und fortan hieß er Iwan. Er war so liebenswert und zuckersüß. So setzte er sich zum Beispiel beim Staubsaugen, auf den Staubsauger und fuhr auf ihm durch die Räume, die ich säuberte. Wir hatten beide unseren Spaß. Ich erinnere mich auch, einmal klingelte der Postbote an meiner Tür und als ich die Tür auftat, flüchtete Iwan nach draußen in den offen stehenden Fahrstuhl. Die Worte vom Postboten und auch die meinen, „Er solle lieber wieder in die Wohnung zurückkommen“  juckten den kleinen Kater überhaupt nicht und der Postbote, ein doch netter, sicherte mir zu, er bringe mir meinen Kater wieder zurück. So wartete ich also an der offenen Wohnungstür im Flur und hörte die Nachbarin im dritten Stock lachend sagen, „Heu, heute kommen sie ja zu zweit.“ Ich lachte. Zusammen mit dem Postboten kam mein Iwan mit dem Fahrstuhl wieder nach unten und Iwan in die Wohnung zurück.

Eines Tages lag Iwan nur noch herum. Es schien ihn so gar nichts mehr zu begeistern. Irgendetwas stimmte mit ihm nicht und ich brachte ihn zum Arzt. Dieser diagnostizierte bei ihm Lymphdrüsenkrebs, dabei war er gerade einmal anderthalb Jahre.

Ich musste Loslassen und das war unglaublich schwer für mich. Vierzehn Tage lang verkroch ich mich und hatte mit mir nichts anfangen lassen. Alle gut gemeinten Dinge tat ich ab, ich mochte Ruhe haben wollen, mich in meiner Trauer suhlen und weinen, weinen, weinen. Zu dieser Zeit hatten aber auch andere Katzen noch ihr zu Hause bei mir und irgendwann raffte ich mich dann auf, denn sie mochten auch ihre Streicheleinheiten haben wollen und auch sie vermissten den kleinen Iwan.  Irgendwie fühlte ich mich innerlich nach dieser Zeit wie zerrissen. Auf der einen Seite meine Trauer und auf der anderen Seite mochte ich mich selbst nach der Zeit so gar nicht wirklich leiden, auch weil ich alles andere in dieser Zeit als „Nichts“ abtat.

Die Botschaft der Engel lautete für mich „Loslassen.“ Es machte mich auch etwas ärgerlich, weil ich erstens keine Ahnung hatte, was ich loslassen sollte, Iwan war ja schon gar nicht mehr da. Dass mein Gefühl des Kummers damit gemeint war, fiel mir damals erst einmal gar nicht ein. Zum Zweiten fühlte ich Angst dies tun zu müssen, Angst alles einfach vergessen zu machen, aber ich wusste auch, etwas musste geschehen, so konnte es für mich wahrlich nicht weitergehen.

Ich beschäftige mich mit also dem Loslassen, bewusst war es damals das erste Mal. Dafür nahm ich mir Zeit und wollte auch allein sein und hatte mir auch ein paar Tage noch Zeit gelassen, um mein Ritual zu vollziehen. Meinen Mann bat ich mich allein im Raum zu lassen und zündete eine Kerze an und setzte mich aufrecht davor. Ich stellte mir eine große goldene Schale vor und in diese tat ich bildlich alle meine Gefühle. Meine Angst ihn zu vergessen, loszulassen, meinen Kummer, dass er schon so früh gehen musste, aber auch meine schönen Erinnerungen. Das Lustige und auch meine Dankbarkeit, das er mir so viel Freude bereitet hatte in der Zeit, in der er bei mir war. Ich bat darum, dass egal wo seine Seele auch sein möge, es ihr gut gehen soll und ich bat darum, das dies auch für mich so eintreten dürfte, dass auch ich mich wieder wohlfühlen darf und der Kummer weniger werde.

Ich erinnere mich genau, das Ritual endete gegen 17 Uhr und schon vor dem Beginn des Abendfilmes also kurz nach 20 Uhr  fühlte ich mich viel besser, das sagte ich auch meinem Mann.  Der große Schmerz, der viele Kummer war wie weg, aber eine Traurigkeit bleib vorerst. Mit der Zeit verging aber auch diese. Noch nie in meinem Leben hatte ich zuvor so einen unsagbaren Schmerz gefühlt, es  fühlte sich an, als war er wie nicht von dieser Welt gewesen und irgendetwas tat sich in meinem Gefühl danach.

So legte ich die Lenormandkarten und sah, das die Seele von Iwan gern wieder zurückwollte. Und dort begann für mich die Kommunikation mit seiner Seele. Täglich sprachen wir. Durch die Kartenlegung fand ich heraus, wo und wie ich die Seele wieder finden würde. Und das tat ich. Irgendwann brauchte ich zum Kommunizieren auch keine Karten mehr. Die geistige Welt bereitete mich in der Kommunikation darauf vor, das die Seele in einem anderen aussehenden Körper wiedergeboren werden würde. Also es gibt keinen zweiten Iwan im Außen, nur seine Seele in einem anderen Körper.

Und dann kam mein Georg!

Ich liebte die Seele über alles und tu es heute immer noch, nur anders.  Die Kommunikation mit der Seele habe ich auch im Buch „SeelenEngel“ niedergeschrieben. Mich zog es immer wieder zu ihm hin. Einige Male bevor er zu uns in sein neues zu Hause kam, besuchte ich ihn über viele Kilometer hinweg. Es war nicht nur ein Katzensprung, es war bedeutend weiter, aber ich freute mich jedes Mal, wie eine Schneekönigin. Wir kommunizierten in dieser Zeit, was das Zeug hielt, so auch über Georgs Ängste, wir könnten ihn nicht mehr finden, weil er umziehen würde. Anfänglich dachte ich in meinem Freudentaumel, er meinte den Umzug zu uns, weil wir eine andere Wohnung suchten zu dieser Zeit und ich beruhigte ihn, mit den Worten, dass ich ihn natürlich abholen würde, egal wo mein zu Hause auch wäre. Doch dann erfuhr ich von der Katzenzüchterin, dass sie umziehen würde, und wir Georg erst im neuen zu Hause wieder besuchen könnten. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. So lernte ich das Kommunizieren mit Seelen, aber auch das Visualisieren brachte mir Georg bei.

Eines Nachts wurde ich wach und empfing eine Vision, die Georg auf der Badematte zeigte. Ich dachte verschlafen, wie ich war nicht weiter darüber nach und schlief wieder ein. Am Morgen, als ich ins Bad kam, saß mein Georg doch im Bad und wartete schon auf mich. Es tat mir so leid und das teilte ich ihm ununterbrochen mit, doch er tat so, als ob ihm das egal wäre. Er kam einfach nicht mehr zu mir. Ich nahm also mit seiner Seele Kontakt auf und fragte, was los sei, es täte mir doch sehr leid. Das interessierte ihn wenig, er wollte, das ich ihm visualisiere, das er zu mir käme. Ich meinte, ich könnte das doch gar nicht und was ich da überhaupt machen müsse? Seine Seele half mir und so sendete ich ihm ein Bild, wie er zu mir aufs Sofa käme und prompt kam er auch. Das musste ich einige Male tun und ich hatte das Visualisieren gelernt. Georg zeigte mir auch einen Edelstein den Sugilith, er soll sehr starke Kräfte besitzen und auch Krankheiten über Generationen hinweg stillen, heilen, lindern, wie auch immer. Ich hatte damals ein Buch und lies die Seiten so fallen mit der Bitte an meinen Kater, mir den Stein rauszusuchen, welcher für mich wichtig sein könnte, als ob ich es schon geahnt hätte. Ich kaufte mir den Stein, jedoch welche Krankheit das sein sollte,  war mir unbekannt. Vier Jahre später erkrankte ich leider, auch eine Tante hatte dieses Leiden.

Georg zog auch Karten. Er war ein sehr spiritueller Kater.  2014 war Georg leider erkrankt,  erst sah alles ganz harmlos laut dem Tierarzt aus, doch es war dann doch schwerer als vom Tierarzt angenommen. Noch bevor mich der Tierarzt anrief, rief mich Georgs Seele über mein Gefühl an und verabschiedete sich bei mir. „Du warst immer gut zu mir, danke und ich möchte mich verabschieden.“ Ich sprach auch mit seiner Seele und meinte, er solle das Scherzen lassen, ich hole ihn doch wieder heim. Doch schon am späten Nachmittag desselben Tages wurde mir mitgeteilt, dass Georg eingeschlafen war. Tränen.

Es war wieder schwer loszulassen, doch ich wusste dieses Mal, es kam nach dem Schmerz Iwan gehen zu lassen etwas Großes und es würde wieder etwas folgen. Und dennoch, dass ich um meinen lieben Freund trauerte,  wusste ich, ich könnte mit seiner Seele kommunizieren, ich hatte es gelernt. Das war ein kleiner Trost, aber immerhin.

Beim Schreiben meines Buches „SeelenEngel“ zum  Beispiel saß seine Seele auf meiner Schulter und leistete mir Gesellschaft. Wenn ich darum bitte, kommt die Seele zu Besuch und dafür bin ich unendlich dankbar. Denn sie ist eine wunderbare Seele, die heute noch durch die weite Welt fliegt und mich erfreut.

Danke dir mein Freund, du bleibst unvergessen.

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„Wenn es ineinander greift“

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Wenn es ineinander greift, geht es dann immer vorwärts? Denke ich an das Innenleben zum Beispiel einer Uhr, ist das Uhrwerk funktionstüchtig, die Zeit an der Uhr läuft nach vorn. Doch ist etwas kaputt im Uhrwerk, kann es möglich sein, die Zeit wird an dieser Uhr verkehrt angezeigt oder ist die Uhr gänzlich kaputt, die Zeit bleibt an dieser Uhr stehen.

So ähnlich ist es für mich auch mit Gefühlen nachvollziehbar.  Ernähren wir uns gesund auch auf mentaler, geistiger Ebene, treffen für uns immer gute Entscheidungen, nach reiflicher Überlegung, vertrauen unserem Weg, lassen Gefühle zu, denken und handeln dementsprechend positiv, doch treffen wir auf eine Ansammlung von Menschen, kann es möglich sein, das wir es dort nie lange aushalten, weil sich einer oder einige von denen ungesund ernähren, und wir es an unserem Energielevel bemerken.

Wenn es ineinander greift, ist es mitunter schwerer sich „aufrecht“ zu halten, was den positiven Energielevel angeht. Gerade auch in Transformationszeiten, wenn wir von einer niederen zu einer höheren Schwingung wechseln.

Hast du das auch schon einmal so für dich erlebt?

Rede ich von mir, denke ich zum Beispiel an die damals, ich nenne es immer „weltliche Arbeit.“ Im Raum herrschte oft eine ungute Energie. Aber auch im privaten Bereich, musste ich es früher schon fühlen, da aber hatte ich eine Wahl. Ich nahm meine Jacke und ging. Die Alternative wäre gewesen, ich hätte noch mehr Energie verloren, dem wollte ich entgegenwirken. Nach meinem Weggang fühlte ich mich immens wohler. Wie ich mich damals fühlte und wie lange ich mich von einem niedrigen Energielevel erholen musste, das habe ich in meinem Buch „SeelenEngel“ beschrieben.

Natürlich können wir uns schützen mit positiver Energie, zum Beispiel mit Reiki-Energie. Nur, bedenken wir, unsere positive Energie wird aufgebraucht, suchen wir Orte oder Menschen auf, verbringen wir dort Zeit. Wir müssen uns also immer wieder mit neuer positiver Energie „auffüllen“, um dort verbleiben zu können. Und Reiki-Energie wird aber auch zur seelischen und spirituellen Weiterentwicklung der Seele führen, so das wir irgendwann fühlen, wann es gut ist, den Ort oder die Menschen, welche für uns ungut sind, zu verlassen.  Aber natürlich braucht es nie Reiki, um gute Gefühle zu hegen oder richtige Entscheidungen zu treffen, aber Reiki kann dabei unterstützend wirken. Und manche Entscheidung kommt eben erst auf den Tisch, wenn das nötige Rüstzeug vorhanden ist. Dafür sorgt schon die göttliche Führung, daran glaube ich, denn für mich fühlte ich es so. Erst als ich dafür gesorgt hatte, in einer sehr schwierigen Zeit auch energetisch mich wirklich gut versorgen zu können und ich ahnte damals keinesfalls, was auf mich zukommen würde, wählte ich einen neuen Weg.

Wenn es ineinander greift, geht es so lange vorwärts, solange wir uns unseren Gefühlen stellen und ihnen vertrauen. Als ich meine Gefühle geklärt hatte und fühlte, jetzt geht es aber für mich in eine andere Richtung, vertraute ich und stellte mir kaum eine Frage, kaum schreibe ich, weil es doch ab und an einen gesunden Zweifel gab, aber ich konnte schlecht die anderen verstehen, in ihrem Verhalten. Sicher erging es ihnen ebenso mit mir. Doch meine Entscheidung zu gehen, habe ich bis heute nie bereut. Ich folgte meinen eigenen Gefühlen, meiner Seele, glaubte an die göttliche Führung und fand hinaus, aus dem Weg, der mir keine Freude bereitete. Und ob man es mir glauben mag oder lässt, es war dennoch schwer, auch wenn es sich heute einfach niederschreiben lässt.

Oft sind Menschen, wenig in der Lage, ihre Probleme wirklich zu benennen und ihre Gefühle dementsprechend zu klären, es geschieht, dass sie ihre Gefühle auf andere projizieren. Und befindet sich der andere in einer Transformationsphase, braucht er Halt seinen eigenen Weg weiterzugehen, um keinesfalls wieder in alte unbrauchbare Muster zurückzufallen. Darum ist Vertrauen in sich selbst, in das eigene Gefühl wichtig, sehr wichtig.

Und wir sollten ja schon erkannt haben, dass Menschen, welche mal ungut unterwegs sind, weil irgendetwas mal anders lief als gewünscht, uns geht es sicher, dass eine oder andere Mal womöglich auch so oder es erging uns schon mal so, keine großen Energieräuber sind. Menschen, welche positive Gefühle hegen und sich stets gesund ernähren, werden sich in einer für sie unguten Situation Hilfe suchen oder sie annehmen. Ganz egal, sie werden etwas Angenehmes tun, damit sie wieder besser fühlen können, oft kommen sie schneller ins Vertrauen zurück, dass das Missgeschick für irgendetwas auch gut war. Sie lernen stets dazu und lernen schneller.

Wenn es ineinander greift, heißt einfach nur, es kann immer nur eine Richtung geben. Berg auf oder Berg ab, wir selbst entscheiden, wo unsere Richtung uns hinführen wird. Das aber heißt auch wiederum, wir müssen eine Entscheidung treffen. Meiden wir dies, wird wohl das Leben für uns entscheiden und wir müssen uns dann fügen, bis wir unsere Lektion gelernt haben.  Handeln wir dennoch anders, ist es unser Wille der eine andere Richtung vorgibt. Wie das enden kann, wissen wir, wir fühlen uns sehr unwohl in unserer Hau und kommen nie wirklich vorwärts für längere Zeit. 

Wenn es ineinander greift, ist für mich positiv zu sehen. So habe ich nach meinen Reiki- Einweihungen zur Reiki-Meisterin und Reiki-Lehrerin viel Schönes erleben dürfen. Meine Seele entwickelte sich rasant und da ich schon immer meinen Gefühlen folgte, folgte für mich eine spirituelle Weiterentwicklung, die ich nie mehr missen möchte.  So entstand nach  der zweiten Reikieinweihnung für mich die stabile Verbindung zu den Engelsenergien vor allem zu Maria, Mutter Gottes. Ihre Energie begleitete mich auch beim Schreiben, vor allem bei meinem fünften Buch „SeelenEngel.“ Ich begann auch mit Krafttieren und Seelen zu kommunizieren und die geistige Welt weihte mich in die spirituelle Arbeit „Die Seelenarbeit“ ein. Das und anderes bereitete und das tut es immer noch, mir unwahrscheinlich viel Freude.

Wenn es ineinander greift, dann geht es hoffentlich positiv nach vorn. In und mit Liebe.  Fühlen wir vertrauen wir dem Ruf unserer Seele und somit vertrauen wir unserer göttlichen Führung.

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„Manifestieren“

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„Manifestieren“ heißt auch „Sichtbar machen.“  Durch das Manifestieren können wir unser Leben beeinflussen, positiv, wie negativ. Voraussetzung für positives Manifestieren ist, das wir uns im Vorhinein Gedanken darüber machen, uns also klar werden, über das, was wir wirklich möchten. Denn manifestieren wir und das auch immer wieder, durch Gedanken, Sprechen, Schreiben und Gefühle, kommt es auf eine positive Wortführung an. Wir sollten wissen, dass das Wort „Nicht“ in unserem Unterbewusstsein, ohne Bedeutung ist. Das ist nämlich schon einmal etwas sehr Wichtiges.

Vielleicht kurz ein Beispiel, für die unter uns, die mit dem Manifestieren noch keinerlei Erfahrung haben, sich aber womöglich schon darüber wunderten, das in ihrem Leben etwas anders lief, als gewollt, ich bilde da keine Ausnahme, oder einfach nur, damit wir uns es wieder einmal in Erinnerung rufen.

Nehmen wir an, wir möchten uns beruflich verändern. Wir begeben uns auf Stellensuche und wir haben uns vorher keinerlei Gedanken gemacht, was wir wirklich möchten. Oft würde das dann wohl so klingen: „Ich kann mich nun entscheiden der eine oder der andere Job,  aber den hier, will ich nicht, oder den Job will ich eigentlich nicht, aber auf dieser Stelle hier, möchte ich auch nicht bleiben.“ Unser Unterbewusstsein aber, übersetzt es so: „Ich kann mich nun entscheiden, der eine oder andere Job, aber den hier will ich, oder den Job will ich eigentlich, aber auf dieser Stelle hier, möchte ich auch bleiben.“ Möglich ist dann, dass wir genau nur den Job bekommen, den wir eigentlich für uns ausschließen wollten. Fazit: Wir ärgern uns darüber, dass wir nur diesen Job bekommen, den wir eigentlich vermeiden mochten, oder wir bleiben sogar im alten zurück, mosern herum, sind unzufrieden, oder nehmen einen Job an, weil wir meinen, nur wir bekommen immer die Stellen, die andere abgelehnt haben und für uns übrig blieben und wir fühlen uns weiterhin unwohl.

Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, dass das anfänglich schwerer ist, eine positive Wortfindung zu suchen und zum Ausdruck zu bringen. Denn Manifestieren heißt auch, zum Ausdruck bringen. So nahm ich mir also Zeit und übte einfach einmal. Mit der Zeit fanden sich immer mehr positivere Satzbildungen, auch wenn es zu Anfang doch mühsam war. Denn mitunter muss ein Satz, wenn man ihn wirklich positiv formulieren möchte als zuvor, ganz anders heißen, dazu aber später noch.

Das Beispiel oben ist eine einfache Sache und schnell im positiven formuliert. Möchten wir uns verändern und suchen eine neue Stelle, sollten wir das auch so formulieren. „Ich möchte mich genau auf diese Stelle bewerben. Oder, ich möchte genau diesen Job, er ist wie für mich gemacht. „Viel besser und wirksamer ist es natürlich noch, wenn wir die genaue Bezeichnung der von uns gewünschten Stelle benennen. Und wir könnten auch noch weiter gehen, indem wir uns natürlich immer schon vor einer Bewerbung  genau überlegt haben, wie unser Arbeitsumfeld, Chef und auch die Kollegen sein könnten und alles was uns dazu wichtig scheint. Zum Beispiel ein gerechter und sozial eingestellter Chef, faire Kollegen und verträgliche Arbeitszeiten. Positives Formulieren ist also Gold wert.

Als ich vor vielen Jahren begonnen hatte auf meine Ausdrucksweise zu achten, bemerkte und fühlte ich, wie viel Arbeit dies anfänglich erst einmal war, weil ich mit mir Selbst arbeiten musste. Wie oft am Tag ich unbewusst sprach und so aber manifestierte und es gab noch etwas anderes, das ich außer Acht gelassen hatte. Das war so manches größere Detail. So richtig bewusst wurde mir das, als ich mich erinnerte meine Entscheidung getroffen zu haben, mit einem lieben Menschen, den ich lieben würde gemeinsam durchs Leben zu gehen. So hatte ich manifestiert, jedoch nur halbherzig, was einfach nur heißen soll, das ich so manches außer Acht gelassen hatte, was mir aber Gott sei Dank, von irgendwo her, doch bewilligt wurde. Das Detail ist kein Geheimnis, es geht um die Spiritualität. Mein Mann ist auch spirituell und aus so manchem Gespräch mit anderen Frauen wurde mir schon bestätigt, wie viel Wert es ist, einen spirituellen Partner an seiner Seite zu haben, wenn man selbst spirituell ist. Sie hatten da leider weniger Glück. So hatte ich Glück gehabt! Aber ich würdige es, in dem ich daraus lerne und es immer mehr tue, denn auch ich bemühe mich im Alltag immer an eine positive Satzfindung zu erinnern. Denn ich glaube, dass das Manifestieren keine Ausnahme macht, weil ich meine, es ist jetzt nur mein Alltag. Energie fließt immer und Energie ist in allem, so ist sie natürlich auch im Wort, das gedacht, gesprochen, geschrieben und wohl vor allem gefühlt wird.

Manifestieren ist also unsere Chance, unser Leben in die Spur zu lenken, in der wir gehen, oder fahren möchten. Allerdings glaube ich, anders als manch anderer, das es uns nur gelingt die gewünschten Situationen in unser Leben für lange zu holen, wenn unsere Manifestation auch mit unserem Seelenplan übereinstimmt. Denn nur dann, folgen wir auch der göttlichen Führung und werden Freude empfinden, an dem, was uns zuteil wird, wir haben länger etwas davon, weil es dem entspricht, was im Seelenplan vorgesehen und dadurch wiederum durch das Universum, die geistige Welt wirklich auf lange Zeit auch Unterstützung findet.

Weiterhin glaube ich, das wir nach dem Manifestieren, unsere Wünsche auch Loslassen müssen. Was heißen mag, wir haben alles gut überlegt, wir haben alles in die Manifestation gelegt, was uns wichtig ist, und nun darf das Universum helfen. Wir lassen es los, denken einfach an andere, auch wichtige Dinge in unserem Leben. Vielleicht kommt uns in den Sinn, ein schönes Essen zu zaubern mit lieben Menschen, so können wir uns doch gut ablenken lassen,  sodass sich die Manifestation gut entfalten darf.

Schlussendlich glaube ich, das Manifestieren zur Heilung beitragen kann, dann wenn wir uns bemühen, die Manifestation positiv zu formulieren. Ein, „Das nervt mich aber.“ wird höchstwahrscheinlich genau so in Erfüllung gehen können im alltäglichen, wie ein „Ich bin in meinem Gleichgewicht. Ich fühle mich im Gleichgewicht. Mein Körpergefühl ist im Gleichgewicht“ Eine ständige Beschäftigung in unserem Leben mit unserer Gesundheit oder gesunden Themen, kann sich manifestieren, ebenso wie die Beschäftigung mit dem Gegenteil. Was ich damit sagen möchte ist, einfach sich schlaumachen, oder schlaumachen lassen, wie kann ich meiner Gesundheit dienen? Was kann ich tun, wie kann ich mich verhalten, damit meine Gesundheit mir erhalten bleibt, oder sich verbessern kann, wieder zu nimmt? Welche Dinge kann ich beachten, damit ich mich besser fühle? Welche Situationen sollte ich vermeiden, um gesund zu bleiben? Und, und, und…. das alles sind positive Formulierungen um ungute Situationen wieder ins Lot zu bringen.  Heilung kann geschehen, immer dann, wenn wir uns für die Heilung öffnen. 

Mit Heilung meine ich, das Beste tun, um sich selbst nach vorn zu bringen, in eine verbesserte Situation. Ich weiß darum, dass es für jeden Menschen irgendwann ein Ende geben wird. Wie heißt es? „Aus dem Leben kommt am Ende keiner lebend heraus.“ Und so ist mit Heilung, die Heilung der Seele gemeint, und wenn die Seele heil ist, ist auch der Körper heil, oder wenn sie geheilt wird, kann der Körper auch wieder heil werden, wenn Zeit und Kraft vorhanden, wieder ganz zu gesunden.

Mögen wir immer das Positive im Leben in uns und so auch nach außen tragen.

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„Vergebung“

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Gerade fällt mir das Wort „Vergebung“ ein. Es gibt sicher einige Rituale, die uns helfen können, um Vergebung zu bitten. Diese Rituale finde ich gut, wenn der Mensch, den ich  um Vergebung bitten möchte, bereits diese Welt verlassen hätte. In so einem Fall, hätte ich noch die Möglichkeit die Seele um Vergebung zu bitten, das wäre hilfreich. Ansonsten bin ich der Auffassung und ich fühle es für mich auch so, das man den Menschen selbst persönlich um Vergebung bitten kann. Dies kann ganz unterschiedlich erfolgen. Durch Worte, die wir ihm schreiben oder im persönlichen Gespräch.

Für mich selbst sind zwei Dinge ganz wichtig, geht es um Vergebung. Einmal Ehrlichkeit, das heißt, man möchte wirklich um Vergebung bitten oder einem anderen wirklich vergeben, und zum Zeiten, es muss persönlich vonstattengehen. Meine Seele, ist da ganz eigen, ich fühle, für mich ist es nur so möglich und ich kann eine ernst gemeinte Entschuldigung auch nur so annehmen, um zu vergeben.

So fühlte ich, wenn sich jemand bei mir entschuldigte und diese Worte waren auch ehrlich gemeint, das mein Gefühl sich wieder freier fühlte, die Gefühlsverbindung war wieder ausgeglichen, Harmonie zog wieder ein.

Für mich, meine Gefühle, ist eben eine persönliche Entschuldigung das A und O im Leben. Jedoch sehe ich das für mich ebenso. Habe ich das Gefühl, ich sollte mich entschuldigen, würde ich dies auch persönlich machen wollen, und dies tat ich in meinem Leben auch schon, so zum Beispiel bei meinem Ehemann.

Vergebung ist ein großes Wort, wie ich finde und ich glaube, es ist auch so. Denn schließlich geht es um Gefühle und Gefühle führen uns im Leben und dabei können sie uns zu Kummer oder zur Freude führen.

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„Türen“

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Manche Türen stehen einfach offen, wir fühlen uns eingeladen einfach hindurch zu gehen, hinein in Etwas, das Neu, oder auch alltäglich sein kann. Andere Türen sind für uns verschlossen, wir hadern und fragen uns, warum dies so ist. Unser Wille, möchte unbedingt hindurchgehen, hineinsehen in das, was vor uns verborgen ist.

Verschließen wir uns vor unserem Gefühl, kann es uns keine Führung anbieten. Unser Ego sitzt in der ersten Reihe und zeigt uns Wege auf. Und wenn wir dann vor einer dieser Türen stehen, welche uns verschlossen bleiben, führte uns kein Gefühl, das  würde uns vielleicht raten, die Finger davonzulassen.

Die Frage, warum es uns schmerzt, das die Tür, die wir so gern öffnen würden, doch vor uns verschlossen bleibt, bleibt ungefragt.  Womöglich würde tief in unserer Seele, ein Teil berührt, welcher uns erinnern könnte und wir mögen uns aber bewusst oder auch unbewusst, ungern wieder erinnern.

Dabei wäre doch aber genau das richtig, oder?  Denn nur eine Aufarbeitung unserer Gefühle, kann Heilung bringen. Nur wenn wir uns an Situationen erinnern, welche uns einmal sehr schmerzten, sie womöglich im Gefühl noch einmal durchleben, uns also nur daran erinnern, können wir dem Leben wieder offen begegnen. Das heißt, wir sollten die Erinnerung zulassen, und wir werden unser Gefühl heilen können, aber auch jede verschlossene Tür akzeptieren, aus welchem Grund es auch sein mag, vielleicht weil die Zeit für uns noch eine andere ist, und wir erst andere Türen durchschreiten sollten. Womöglich werden wir es noch erfahren.

Lassen wir uns vom Gefühl führen. Es kommt aus der Seele und sie hat den Kontakt zur göttlichen Führung. Fühlen wir, fühlen wir auch, welche Tür wir durchschreiten können, ob sie nun schon für uns offen steht, oder wir die Klinke erst noch betätigen müssen.

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„Am Fenster“

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„Am Fenster“  der Text stammt aus der Feder von Hildegard Maria Rauchfuß und vertont wurde der Text in den 70ern Jahren durch die Gruppe City

„Einmal wissen dieses bleibt für immer
ist nicht Rausch der schon die Nacht verklagt
ist nicht Farbenschmelz noch Kerzenschimmer
von dem Grau des Morgen längst verjagt

Einmal fassen tief im Blute fühlen
dies ist mein und es ist nur durch Dich
nicht die Stirne mehr am Fenster kühlen
dran ein Nebel schwer vorüber strich

Einmal fassen tief im Blute fühlen
dies ist mein und es ist nur durch Dich
klagt ein Vogel ach auch mein Gefieder
näßt der Regen flieg ich durch die Welt“

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Für mich ist es das Lied aus meiner Vergangenheit und höre ich es heute, drehe ich immer noch laut. Es ist ein Gigant für mich, ein Stern am Musikhimmel, der immer bleiben wird.  Allein der Text, welcher mich unwahrscheinlich berührt und die Vertonung dessen, machen aus diesem Stück eine Einheit, wie ich sie bisher nie wieder wirklich bei einem andern Lied erlebt habe.

Und wenn ich darüber nachdenke, dass ich mit gerade mal 12 Jahren dieses Stück zum ersten Mal gehört und es mich seit dem nie wieder losgelassen, kann man sich vorstellen, wie sehr dieses Lied in meiner Seele klingt.

Damals war ich mit vielen anderen im Ferienlager in Storkow am See. Wir wohnten da in Bungalows. Für mich war es drei oder vier Jahre lang, der Urlaub schlechthin. Natürlich gab es da an manchem Abend auch Disco und wir waren verrückt danach. An einem Abend, ich erinnere mich, quatschten eine Freundin und ich bis sehr spät in die Nacht und wir naschten Englischdrops, einen nach dem anderen. Als unsere aufgebraucht,  machte ich das Mädel über mir, wir lagen in Doppelstockbetten, wach und fragte, ob wir auch deren Bonbons haben könnten. Als sie im Halbschlaf zusagte, haben wir diese auch noch genascht. Am nächsten Morgen hatte ich dann die Bescherung, ich hatte eine heftige Magenverstimmung und der Sani hatte kein Wissen darüber, bis ich ihm erzählte, wie es mich so erwischen konnte. Fakt allerdings war, ich musste ins Krankenzimmer umziehen und an die Disco war für mich nicht zu denken, aber ich hörte die Musik, so auch „Am Fenster.“ Und in den Pausen, es war ja Hochsommer, standen einige der anderen, an meinem Fenster um zu berichten, was da so abging. Damals für mich fast ein Weltuntergang.

Doch wenn so überlege, mit 12, hatte ich sicher noch keine Ahnung nur, von dem, was diese Worte an Bedeutung haben und doch berührte mich der Text in irgend einer Art und Weise.  Meine Seele hatte es mich fühlen lassen.

Heute geht es mir immer noch so. Höre ich ein Lied in einer Sprache, deren ich nicht mächtig bin, fühle ich dennoch, etwas berührt mich an dem Text. Schaue ich später nach, was es übersetzt heißt, kommt kein Staunen mehr, sondern ein „Ich fühlte es bereits.“

„Einmal Wissen dieses bleibt für immer. Einmal fassen tief im Blute fühlen,
dies ist mein und es ist nur durch Dich. Klagt ein Vogel, ach auch mein Gefieder näßt der Regen flieg ich durch die Welt.“

Was für eine Bedeutung allein diese Worte innehaben, für mich, in mir ein Gefühl des Herzschmerzes, das in diesem Moment, als ich es schreibe, sich einfach auflöst.

 

 

„Es geht um dich“

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Wir alle haben es sicher schon einmal erlebt, den Gang zum Arzt, wenn wir uns unwohl fühlten.  Die freie Arztwahl ist eine gute Sache, vor allem wenn wir mit einem Arzt, der uns behandelte, unzufrieden waren oder es sind. Wir dürfen keine Scheu haben, den Arzt zu wechseln, wenn wir uns ungerecht, oder gar falsch behandelt fühlen.

Es geht um dich! Da bin ich auch gemeint!

Auch wir sind gefragt, selbst wenn wir uns einmal in einer Situation befinden, welche verbesserungswürdig sein sollte. Denn ich glaube, Krankheit ist das andere Ende der Gesundheit. Was nur heißen kann, es muss also etwas im Leben sein, das genau dazu geführt hat. Ja, ich weiß, es ist womöglich für manche Menschen schwer zu akzeptieren und anzunehmen, aber ich glaube auch, dass viele Beschwerden auch seelisch bedingt sein können. Ein Mensch ernährt seinen Körper gesund und dennoch gibt es da etwas, was ihm gesundheitlich zu schaffen macht. Wie könnte das sonst sein? Ich selbst kenne Krankheit aus eigener Erfahrung, aber ich war und bin immer bemüht mein Bestes zu geben, das andere Ende, die Gesundheit zurückzuerlangen und auch meinen Glauben darin zu stärken, das es wohl kein Versehen war, sondern eine Aufgabe für mich, mein Bestes zu finden. 

So ernährte ich mich früher doch auch ungesund mit viel Süßkram, aber erkannte nie, den wirklichen Seelenschrei dahinter.  Später, als ich erkannte, leider durch Krankheit, zog ich mehr und mehr am Faden, um das andere Ende wieder zurückzuerlangen, meine Gesundheit. So baue ich etwas Bewegung in meinen Tag ein, ich ändere meine Gedanken, was auch eine Aufgabe war und ist, ich ernähre mich gesund auf allen Ebenen, es glückt immer mehr, und ich verlor immerhin 20 kg Körpergewicht und erlangte so ein anderes Lebensgefühl für mich. 

Wichtig war für mich, nach natürlich und ich bin ganz ehrlich, richtig tiefer gefühlter Traurigkeit im Übermaß, das ich erkrankt war,  zu schauen, was kann ich nun dagegen tun? In meiner spirituellen Entwicklung in den letzten 15 Jahren, war ich auf ein Buch gestoßen, das mir half besser zu verstehen, „Krankheit als Weg.“ Dieses half mir doch, auf der mentalen und spirituellen Ebene meine Situation besser zu hinterfragen und schenkte mir so die Antwort. Die Lösung. Die Lösung, warum ich in dieser Situation mich wiederfand.

Die Frage bei einem Schnupfen „Was ist mir in die Nase gestiegen“ zum Beispiel lässt zu, sich Selbst besser zu sehen und schlussendlich auch sich Selbst besser zu erkennen in einer Situation, die das Leben bereithält. 

Und natürlich ist es auch für mich eine Frage des Glaubens, diesen zu behalten auch in einer schwierigen Situation. Auch ich haderte schon damit, doch am Ende kam ich immer wieder zu der Erkenntnis, es hätte auch anders noch kommen können. Jemand hat wohl doch noch geschaut, das ich auch noch Zeit genug habe, um daraus zu lernen. Die unguten Eigenschaften zu wandeln und sie zu guten werden zu lassen, sie stärken und festigen, sich gesund auf allen Ebenen seines Lebens zu ernähren und es auch zu Wollen. Nur so ist es wohl möglich, Heilung auf ganzer Ebene zu erlangen. Doch wirklich für alle? Ob für mich das noch möglich ist, wer weiß das schon? Aber, wenn es auch nur einem Menschen helfen könnte, was ich zu sagen habe, der sein Leben noch ändern könnte, weil er es auch will, wäre das doch auch etwas und ließ mich dennoch Freude fühlen.

 

 

 

„Männlich, weiblich, divers“

Ich muss einfach einmal Luft ablassen.
Das kommt durch gerade eine gesehene Fernsehsendung über Freiheit.
Interviewt wird eine Frau, welche sich ihr Leben lang auch als Frau fühlte, allerdings viele Jahre in einem Männerkörper lebte.
Seit diesem Jahr wird im Personalausweis eingetragen „Männlich, weiblich oder divers.“

Mich piesackt das unheimlich. Warum keine Ahnung, ich glaube aber, es hat damit zu tun, das ich es als falsch empfinde.
„Divers“ die sogenannte „Normale“ Gesellschaft nimmt sich heraus, Menschen welche keinem eindeutigen Geschlecht, also männlich oder weiblich zugeordnet werden möchten oder können,  als „Divers“ zu bezeichnen. Mein Gott, wie demütigend ich das empfinde und ja, ich schäme mich dafür und es macht mich unglaublich wütend zugleich. Und gleich vorweggenommen, für diejenigen die oberflächlich denken,  ich bin eine Frau, ich fühle mich als solche, und ich habe keinen Menschen um mich, der ein solches Problem mit sich herumtragen muss. Es geht einfach um meine Art, die Welt zu sehen, zu hören, zu empfinden.
So empfinde ich die Welt. Seelen inkarnieren in menschliche Körper. Seelen an sich sind geschlechtslos. Und ich glaube, dass erst, wenn wir ein Körpergefühl entwickeln können, fühlen, ob wir uns mehr als Frau oder Mann fühlen.  Ich könnte mir auch vorstellen, das weibliche und männliche Anteile bereits in einer Seele sind, und so erst später durch den Körper der Mensch erfährt, wie er nun fühlt, weiblich oder eher männlich. Beides ist für mich vorstellbar. Womöglich ist es noch ganz anders, allerdings ist das auch ganz egal, weil es mir ja nur um die Bezeichnung „divers“ geht, wenn ein Mensch in einem männlichen Körper geboren, aber sich später als Frau fühlt oder umgekehrt.

Warum diese unmenschliche Bezeichnung? Für mich ist sie das.

Wir können im Personalausweis jederzeit und immer unseren Namen und unsere Anschrift ändern lassen. Warum können Menschen, welche wegen ihres Geschlechts unentschieden sind, oder sind sie noch unmündig, deren Eltern, keine Option bekommen, männlich und weiblich zu sein, bis zur vollständigen Gefühlsklärung? Und haben sie Klarheit, ändern sie es in weiblich oder männlich.  Wäre doch eine ganz einfache Sache und ich finde, ein wenig Hilfe für das Gefühl eines Transsexuellen. Womöglich würden sie sich doch etwas angenommener in der Gesellschaft fühlen.

Für mein Gefühl ist dies viel humaner, gerechtfertigter und auch verständlicher.

Unsere Gesellschaft, also wir maßen uns immer an, wir sind Menschen mit Gefühlen und leben bereits im 21. Jahrhundert. Doch machen wir uns wirklich die Mühe, die Gefühle zu verstehen? Wie fühlt es sich wohl für eine Frau oder einen Mann an, im Personalausweis unter Geschlecht den Eintrag vermerkt zu wissen „divers“, ob wohl sie eindeutig als Frau oder Mann fühlen und sie ja auch äußerlich so erscheinen?  Frauen die sich als Frauen fühlen und Männer, welche sich als Männer fühlen, wir sehen doch auch alle unterschiedlich aus, sprechen mit höherer oder tieferer Stimme, haben mehr oder weniger Busen oder Bauch.

Kommt ihr etwa alle damit klar und findet ihr das in Ordnung das „Divers“ eine menschliche Bezeichnung ist?

 

„Veränderung für die Freiheit“

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Dieser kleiner Geselle kam mir einmal vor die Linse und ich möchte ihn nun dafür nehmen, um an die große Veränderung 1989, die es für mich auf jeden Fall war, zu erinnern. 

Es wird heute eine etwas schwerere Kost für mich, aber es gehört nun auch einmal zu meinem Leben. Der 03.10. ist alljährlich ein deutscher Feiertag. Der Feiertag der Deutschen Einheit. Wer sich auf seine Arbeit schleppen muss, wird ihn herbeisehnen, denn es ist für viele arbeitsfrei.

Bis zur Grenzziehung im August 1961 war Deutschland unter einem Himmel vereint. Danach lebten viele unter einem geteilten Himmel in zwei verschiedenen Ländern. Meine Familie auch. Wir waren die im Osten und das meine ich durchaus  geografisch. Erstaunt? Die anderen waren im Westen und im Süden Deutschlands zu Hause. Meine Oma stammte ursprünglich aus Schlesien und musste mit meinem Opa und meiner Mutter, ihrer einzigen Tochter im Januar 1945 vor der russischen Armee fliehen. Nach mehreren Stopps in verschiedenen Städten, blieben sie in einem kleinen Ort in Sachsen, der zu ihrer neuen Heimat wurde. Die alte Heimat blieb für meine Mutti bis zu ihrem Tod 2010 unvergessen. Die Schwester meiner Oma zog allerdings weiter gen Westen. Eine andere Schwester meiner Oma blieb in Polen wohnen.

Als ich gerade zwanzig Jahre zählte, kamen die „Genossen“ auf mich zu, mich hatten sie schon zwei Jahre länger in Ruhe gelassen, als andere Jugendliche, um mich zu fragen, ob ich in ihre Partei eintreten wolle. „Nein.“ war sofort meine Antwort und darauf bin ich heute noch stolz. „Warum, wieso, weshalb denn nicht?“ kam natürlich von ihrer Seite und ich sagte ihnen, wie ich darüber dachte. „Ich kann meine Arbeit auch tun, wenn ich keiner Partei angehöre.“ war meine Antwort.  Der „Genosse“ damals sah mich an und antwortete „Aber sie können dann nie studieren.“ Darauf antwortete ich „Ich möchte kein Studium absolvieren. Aber ich dachte immer wir leben in einem Arbeiter- und Bauernstaat und jeder hätte die gleichen Rechte?“ Er wurde etwas unruhiger und sagte darauf wieder „Sie können auch nie eine leitende Stelle übernehmen.“ Doch zu genau dieser Zeit hatte ich in diesem Betrieb eine leitende Stelle, ich war Abteilungsleiterin der Reklamationsabteilung und ich sagte ihm „Ich habe doch aber eine leitende Stelle, soll ich diese jetzt niederlegen?“ Und das sagte das in einem Tonfall, das ich durchaus dazu auch bereit gewesen wäre.  Er schaute mich etwas irritiert an und antwortete hektisch „Nein, nein, natürlich nicht.“ Dann wurde ich aus der Mangel entlassen, um nach einigen Wochen wieder zum Gespräch geladen zu werden. Man fragte mich, ob mir der Beitrag zur Parteimitgliedschaft zu hoch wäre, das könnte ja schließlich auch ein Grund sein und ich könnte ruhig ehrlich antworten, denn ein anderer Leiter hätte genau deshalb auch die Mitgliedschaft in der Partei abgelehnt. Ich war ärgerlich, denn ich dachte, was wollen die noch alles wissen, was wollen die hören von mir außer einem „NEIN“ ja klar, ein „JA“ aber das wäre jemand anderes gewesen und so antwortete ich „Ich bin nicht Mitglied der Partei und weiß somit auch nicht wie hoch der Beitrag wäre. „Man entließ mich aus dem Gespräch. Nach einigen Tagen kam eine Kollegin und gestand mir, sie solle mich umstimmen und das sie bereits gesagt hatte, das sie mich bereits gut kennt und ich bei meiner Entscheidung bleiben werde. So war es auch!

In Leipzig fanden bereits die Demos jeden Montagabend statt. Irgendwann wollte ich auch daran teilnehmen. Ich lebte damals ca. 20 km von Leipzig entfernt in einem kleinen Ort, der keinen Bahnhof hatte. Meine Arbeitsstelle war aber in Leipzig. Viele junge Menschen hatten damals ihre Arbeit in der Stadt gefunden, so auch eine meiner Freundinnen. Wir trafen uns nach der Arbeit in der Stadt, bummelten durch die Geschäfte und fanden uns schließlich vor der Nikolaikirche ein. Auf dem Dach des gegenüberliegenden Hauses sahen wir immer jemanden liegen. Es war aufregend, aber ich machte mir keinerlei Gedanken darüber, was uns geschehen könnte. Ich sympathisierte mit denen, die viel, viel mutiger waren als ich es je sein könnte und auch wahr. 

Meine Mutti hatte damals immer Angst um mich, dass mir etwas zustoßen könne, denn von drei Schwestern war ich immer die Mutigste, was das auch immer heißen mag. Ich war schon immer intuitiv und ich glaube, das half mir auch in dem Land, in dem ich groß geworden bin. So schreibe ich „groß“ geworden, weil ich damit auch „groß“ meine, und natürlich auch aufgewachsen. Kam ich zurück von der Demo nach Hause erzählte ich und steckte wohl mit meiner Erzählung an, sodass meine Mutti auch mitmarschieren wollte. Irgendwann liefen wir auch mal zusammen durch Leipzig. An einem Montag aber, bat mich meine Mutti unbedingt nach der Arbeit nach Hause zu kommen und keiner Demo beizuwohnen. Sie erzählte mir , das man von Panzern in den umliegenden Straßen sprechen würde und das es wohl eskalieren könnte. Mein Gefühl aber war ganz anders. Ich fühlte keine Angst. Für mich war es selbstverständlich dahinzugehen. Und zugegeben, es war manchmal schon Angst einflößend mitten untern Tausenden von Menschen zu gehen. Aber es machte mir auf der anderen Seite auch Mut. Denn dieses große Zusammengehörigkeitsgefühl in diesen Augenblicken war unglaublich stark. Ab und an lief auch Stasi mit in unseren Reihen, angezogen wie du und ich und deshalb nicht gleich zu erkennen und holten einige Demonstranten heraus, ganz willkürlich wie es schien. Wir wurden angehalten ganz nah beieinander zu gehen und ja, ich hoffe in solchen Momenten wieder heil nach Hause zu kommen. Aber ich fühlte auch, ich muss es tun, es war für eine gerechte Sache! Es war verkehrt, das fremde Menschen entscheiden sollten, ob ich Tante und Onkel, Cousin oder Cousine sehen durfte. Von allem anderen ganz zu schweigen. Der besagte Montag ging friedlich aus und am nächsten Tag fuhr ich wieder, wie immer zur Arbeit. Dort begegnete mir ein Abteilungsleiter. Vorher hatte mich nie jemand darauf angesprochen, er war der erste. Er meinte, er hätte wie viele andere seiner „Genossen“ die Demo auf Bildschirm verfolgt und gesehen was für asoziale Elemente das wären. In einem Bruchteil einer Sekunde schluckte ich meine Antwort herunter. „Ich bin Asozial?  Ich habe keine asozialen Elemente gesehen.“ Aber ich machte mir Gedanken darüber, wollte er provozieren? Mir missfiel das Wort asoziale Elemente sehr und konnte für mich keine Antwort darauf finden, wie ein Mann in den besten Jahren so eine Meinung verfassen konnte. Aber ich konnte mir auf die Zunge beißen und es verschlucken, wer weiß wo ich sonst gelandet wäre.

Als alles vorbei war, forderte ich meine Stasi-Akte an, denn mein Vater hatte eine und ich meinte, obwohl ich noch jung, ich könnte auch eine haben. Doch dem war anders. Es hieß zu den schlimmsten Zeiten kurz vor dem Ende der DDR, in jeder Abteilung eines Betriebes ist mindestens ein Spitzel und jeder Mensch im Staat hätte eine Akte. Wer wollte das von uns schon kontrollieren, aber ich dachte damals, ich hatte noch eine Kollegin und einen Chef, „Wer von euch beiden horcht?“ Dann kamen immer noch kuriose Situationen dazu, die mich haben vorsichtig sein lassen. So hatte meine Kollegin damals vor mir einen Zettel ausgefüllt. Als ich sie fragte, was sie mit Maschine dort ausfülle, sagte sie mir einen Antrag für ihre Aufnahme in die Partei. Konnte sie das nicht zu Hause tun? Sie fragte mich „Ob ich das verstehen könne, sie wolle schließlich noch etwas werden.“ Was sollte ich da denken, als das man auch sie auf mich angesetzt hatte. Oder sie wollte unbedingt zu meinen Geburtstagsfeiern ständig bei mir übernachten mit ihrer ganzen Familie. Warum? Ihre Tochter arbeitete damals bei einer Telefongesellschaft. Wollte sie heimlich Wanzen anbringen? Telefon hatten wir keines, das war nur den Bürgern in der Partei vergönnt. Oder wollte sie die Familie aushorchen? Hatte sie einen Auftrag? Hm, ich werde es keinesfalls mehr erfahren. Aber, mein Vati hatte eine Akte und die war dick.  Aber auch in der Verwandtschaft schaute ich genauer hin. Ein Onkel aus dem Westen fragte mich einmal, ob ich mit in den Westen wolle? Was hätte ich sagen sollen? „Na klar, wann geht es los? Wie machen wir das?“

Freiheit, ist wichtig in jeder Form! Einfach wichtig. Wenn du keinem wirklich mehr trauen kannst und so war es, ich habe es erleben müssen, wenn du immer kurz innehalten musst, um zu fühlen, ist das einer von denen? Kannst du ihr, oder ihm das sagen, oder bleibst du lieber still? Warum passiert das jetzt vor deinen Augen? Wieso hörst du das gerade? Und wenn dir unaufhörlich Fragen gestellt werden, welche immer wieder neu gestellt, oder du ständig hinterfragt wirst, einfach nur, weil du „nein“ sagst, und das ist das normalste der Welt, dann fühlst du dich irgendwann wohl selbst nicht mehr. Und bei anderen Familien waren ja noch ganz andere Dinge geschehen. Das damalige System hatte es wohl geschafft, das sich auch Familien gegeneinander ausspionierten. Schreckliche Vergangenheit.

Ich sehe den 3. Oktober als etwas Positives, auch weil viele von uns ausschlafen könnten, (Lächel) aber auch und vor allem für eine Wende im Leben, die Gutes brachte. Ja, Gutes.