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„Dankbarkeit“

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Dankbarkeit. Für mich wirklich ein großes Wort, weil, ein großes Gefühl dahinter steht. Und lernen durfte ich, das Dankbarkeit aus ehrlichem Gefühl nur, wirklich etwas bewirken kann. Ansonsten ist es nur ein Wort und ziemlich leer.

 

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„Ein besonderes Geschenk“

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Vor einigen Jahren waren mein Mann und ich an der Ostsee. Ich fühlte mich zu dieser Zeit etwas ungut, sage ich mal. So wünschte ich mir etwas von der Reise, das kein Geld kosten würde. Vielleicht wollte ich ein Zeichen von oben, um meinen Glauben zu stärken, dass es da etwas gibt, das mich im Auge hat und auf mich acht gibt. Seit Kindheitstagen begleitet mich dieses Gefühl behütet zu sein, aber manchmal schien es wohl kurzzeitig verschüttet und mein Glaube zerstört.

Es waren drei Tage die wir dort verbrachten, also nur ganz kurz An- und Abreise inbegriffen. Am Anreisetag dachte ich kaum darüber nach, ich genoss die See mit ihren kühlen Wellen und schaute auf sie, auf die Weite die sich vor mir auftat. Es war für mich immer wichtig, nur die See im Blick zu haben, kein Land. Am zweiten Tag fühlte ich mich schon so erholt, als hätte ich bereits eine ganze Woche dort verbracht. Doch am dritten Tag, dem Abreisetag, schlich sich eine Wehmut ein. Hm, vielleicht sogar etwas Traurigkeit. Ja, wir mussten wieder abreisen, aber es war etwas anderes im Gefühl. Es war in meinem Gefühl so eine Art Enttäuschung darüber, das ich wahrscheinlich nur mit Geld mir einen Wunsch hätte erfüllen könnte. Ja, so fühlte ich wohl.

Kurz vor unserer Abreise, lief ich noch einmal zum Strand, um mich zu verabschieden, auch um die letzte Stunde noch am Wasser zu genießen, denn ich bin so gern am Meer. Ich schlich fast über den Sand, mein Minenspiel sah niemand glücklicherweise, denn ich war noch ganz allein da und machte mir so meine Gedanken über meinen unerfüllten Wunsch und blickte deshalb etwas traurig in die Welt, dem kleinen Mädchen in mir machte es doch zu schaffen, das mir ohne Geld wohl kein Wunsch erfüllt würde.  Und wie ich so über den Sand lief, stutzte ich auf einmal, denn eine Welle spülte mir einen Seestern vor meine Füße. Kurz darauf kam mein Mann dazu und ich zeigte ihm, was ich aufgehoben hatte. „Schau mal, was sich gerade aufgelesen habe, ein Seestern.“ Behütet legte ich ihn schon mal  ins Auto zum Trocknen und zu Hause fand ich einen besonderen Platz, den er heute noch hat. Der Rezeptionist vom Hotel erzählte meinem Mann bei der Verabschiedung, wie selten so ein Fund in ihrer Gegend sei. Und für mich war es das Zeichen, jemand hatte meinen Wunsch vernommen und ihn mir erfüllt, wenn auch wirklich in letzter Minute.

Tage später fühlte ich die Seele bei mir und ich durfte sie mithilfe der Engel ins Licht geben und ich fühlte Dankbarkeit, für diese ganz besondere Begegnung, die es für mich war. Und sie kam sogar ab und an zu Besuch und ließ mich fühlen, wenn ich einmal Hilfe bräuchte, würde sie für mich da sein. Einmal nahm ich dieses Angebot auch schon in Anspruch. Für mich fühlte sich diese Begegnung wie ein Wunder an und ist es auch heute noch,  denn ich hatte bei meinem Wunsch, nie an so etwas Schönes gedacht, eine ganz besondere Seelenfreundschaft, für die ich sehr dankbar bin.

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„Es hat sich etwas verändert“

 

 

Bildlich habe ich diese beiden Motive erwählt, weil ich finde, die Entwicklung von einer verpuppten Raupe, also einem leblosen Kokon zu einem Schmetterling, kann und macht auch eine Veränderung, für mich zumindest mehr als sichtbar. Beide habe ich einmal im Botanischen Garten vor die Linse bekommen. Für die, welche sich mit Schmetterlingen besonders gut auskennen, ich habe keine Ahnung, ob der Schmetterling aus dem oben abgebildeten Kokon stammt und so interessant das womöglich auch sein kann und sicherlich auch ist, für mein Thema heute, eher als Hintergrund gedacht.

Ja, es hat sich etwas verändert!

Habe ich früher öfter gemeint, „Darüber werde ich einmal nachdenken.“ ist meine Ansicht heute einmal mehr „Ich werde einmal in mich hineinfühlen.“ Und ja, ich bin durchaus überrascht, was ich da so mitunter fühlen darf. Das alles hat auch mit meiner Selbstliebe zu tun und es ist doch etwas schwerer als früher gedacht, zugeben zu müssen, dass Selbstliebe, die ich schon früher lebte, wohl eine etwas andere wahr. Unvollständig?  Wahrscheinlich stand dies mit meiner Ausdrucksweise im Zusammenhang. So arbeitete ich an mir und habe beim Schreiben das Wort „nicht“ keineswegs mehr angewandt. Beim Sprechen ist es für mich etwas schwieriger, muss ich zugeben, aber das lerne ich auch noch. Was ich jedoch dadurch bemerkte, ich fühlte mich doch wohler, weil das kleine Wort „nicht“ doch eine größere Auswirkung wohl auf mich ausübte, auf mein Gefühl. Denn irgendwie trägt es eine Negativität in sich und so ist es für mich kaum verwunderlich, das nach einer gewissen Zeit des Weglassens dieses Wortes, mein Gefühl sich, ja ich kann sagen wohler fühlte als zuvor. Und lese ich etwas irgendwo und lese diese Verneinung, fällt mir schneller eine positivere Ausdrucksweise ein, als es früher der Fall war. Denn das braucht Übung. Für mich ist dies ein positiver Schritt nach vorn, wohin sonst.

Auf meine Gefühle achtete ich schon als Kind. Später natürlich auch, jedoch sprach ich oft nur vom Nachdenken, oder ich denke einmal darüber nach. Aber, es ist eben, auch eine Form der Selbstliebe fühle ich, wenn sich hier etwas tun durfte in meiner eigenen Ausdrucksweise, und noch mehr, auch dies zugeben zu können.

Und ich bin immer auch wieder überrascht, wie das Schreiben mich besser meine Gedanken und Gefühle erfahren lässt. Die Gedanken kommen mir durch das Schreiben noch schneller in den Sinn und ich kann so noch besser reflektieren. Was jetzt gerade in meinem Kopf und in meinen Gefühlen abgeht, glaubt niemand, ich könnte einfach darauf losschreiben, aber es sollte doch wenigstens ein kleines Maß an Orientierung haben, was ich von mir gebe. So dachte ich doch eben und fühlte zugleich, dass ich früher Selbstliebe gelebt, aber ich drückte mich anders, meinetwegen auch falsch aus. Fühlte ich in mich, sprach ich aber meistens nur übers Nachdenken, fast nie über mein Gefühl, obwohl ich meine Entscheidungen auch und sogar sehr oft nur über mein Gefühl fällte. Das allerdings steht sicherlich im Zusammenhang mit meiner Familie, weil dort so gut wie nie, über Gefühle gesprochen wurde. Da war ich die vom Mars, grins.

Und es veränderte sich noch etwas. Wo ich in früherer Zeit immer für mich selbst darauf pochte, eine passende Antwort im Hier und Jetzt zu bekommen, lernte ich mit der Zeit, es anzunehmen, gestaltete es sich anders für mich. Ja und ich gebe gern zu, es bleibt in so einem Moment keine andere Option offen, wenn ich Harmonie fühlen möchte. Unterstützt hat mich dabei auch das Loslassen. „Auch“, schreibe ich, weil ich oft auch analysierte, meditierte und schließlich harmonisierte mit meinem Gefühl, zu lernen, etwas erst später erkennen zu können. Und so kam wirklich, aber nach und nach natürlich, eines zum anderen.

So glaube ich jedoch, dass ich zu früherer Zeit unter Menschen weilte, von denen ich lernen sollte und ich lernte es eben anders zu tun, als sie. Und so glaube ich auch, anfänglich konnte ich nur dort lernen, wo ich beheimatet war. Jedoch tat ich dies eben anders,  ich fühlte für mich, sollten Partner, Situationen, Entscheidungen wie auch immer anders ausschauen, als es mir vorgelebt wurde und welche neben mir stattfanden. Das hat mich allerdings auch zu einem etwas einsameren Menschen in einer fünfköpfigen Familie werden lassen, der unverstanden von anderen seinen eigenen Weg in dieser Familie ging. Und ja, es war kein einfacher Weg und doch fühle ich heute etwas wie Dankbarkeit. Jedoch kam diese keineswegs einfach über oder in mich! Im Gegenteil,  das war und manchmal ist es auch noch, ein Lernprozess, und wer weiß wann er einmal wirklich enden wird. Wahrscheinlich erst, wenn ich gänzlich losgelassen habe. „Ist noch ein Lernprozess“ schreibe ich, weil es eben manchmal immer noch vorkommt, dass ich ähnlichen Charakteren wieder begegne und ich mich daran erinnern muss, was alles schon so stattgefunden hatte. Sicher eine Art Überprüfung meines Gelernten.

Dankbar jedoch deshalb, das ich die Kraft, den Mut besaß, andere Entscheidungen für mich zu treffen, wenn sie auch keiner der anderen nachvollziehen konnte. Meine Ansicht, nur mein Gefühl, muss meinen Weg absegnen und kein anderes sonst, half mir dabei und natürlich das Vertrauen in mich selbst, in meine eigenen Gefühle. Das Ignorieren meines Weges, meiner Gefühle in meiner Ursprungsfamilie, damit lernte ich viele Jahre zu leben, bis ich meine Selbstliebe entdeckte und mich frei machte von all den unguten Gefühlen und Energien. Und es gelang immer mehr, immer besser, aber das war keineswegs alles, dadurch darf ich mich viel wohler fühlen. Für mich ist es wichtig gute Gefühle innezuhaben, die geprägt durch Ehrlichkeit, Selbstliebe und Liebe, mein Leben bestimmen. Eine Herausforderung? Ich glaube ab und an schon noch, aber ich lerne sie nur im besten Sinn anzunehmen. Denn ich erkannte, wer wirklich ehrlich durch sein Leben gehen möchte, stößt auf viele Menschen, die es anders tun und es ist manchmal schwer damit umzugehen. Aber auch das sehe ich als Prüfung meines Weges.

 

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„Wenn es ineinander greift“

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Wenn es ineinander greift, geht es dann immer vorwärts? Denke ich an das Innenleben zum Beispiel einer Uhr, ist das Uhrwerk funktionstüchtig, die Zeit an der Uhr läuft nach vorn. Doch ist etwas kaputt im Uhrwerk, kann es möglich sein, die Zeit wird an dieser Uhr verkehrt angezeigt oder ist die Uhr gänzlich kaputt, die Zeit bleibt an dieser Uhr stehen.

So ähnlich ist es für mich auch mit Gefühlen nachvollziehbar.  Ernähren wir uns gesund auch auf mentaler, geistiger Ebene, treffen für uns immer gute Entscheidungen, nach reiflicher Überlegung, vertrauen unserem Weg, lassen Gefühle zu, denken und handeln dementsprechend positiv, doch treffen wir auf eine Ansammlung von Menschen, kann es möglich sein, das wir es dort nie lange aushalten, weil sich einer oder einige von denen ungesund ernähren, und wir es an unserem Energielevel bemerken.

Wenn es ineinander greift, ist es mitunter schwerer sich „aufrecht“ zu halten, was den positiven Energielevel angeht. Gerade auch in Transformationszeiten, wenn wir von einer niederen zu einer höheren Schwingung wechseln.

Hast du das auch schon einmal so für dich erlebt?

Rede ich von mir, denke ich zum Beispiel an die damals, ich nenne es immer „weltliche Arbeit.“ Im Raum herrschte oft eine ungute Energie. Aber auch im privaten Bereich, musste ich es früher schon fühlen, da aber hatte ich eine Wahl. Ich nahm meine Jacke und ging. Die Alternative wäre gewesen, ich hätte noch mehr Energie verloren, dem wollte ich entgegenwirken. Nach meinem Weggang fühlte ich mich immens wohler. Wie ich mich damals fühlte und wie lange ich mich von einem niedrigen Energielevel erholen musste, das habe ich in meinem Buch „SeelenEngel“ beschrieben.

Natürlich können wir uns schützen mit positiver Energie, zum Beispiel mit Reiki-Energie. Nur, bedenken wir, unsere positive Energie wird aufgebraucht, suchen wir Orte oder Menschen auf, verbringen wir dort Zeit. Wir müssen uns also immer wieder mit neuer positiver Energie „auffüllen“, um dort verbleiben zu können. Und Reiki-Energie wird aber auch zur seelischen und spirituellen Weiterentwicklung der Seele führen, so das wir irgendwann fühlen, wann es gut ist, den Ort oder die Menschen, welche für uns ungut sind, zu verlassen.  Aber natürlich braucht es nie Reiki, um gute Gefühle zu hegen oder richtige Entscheidungen zu treffen, aber Reiki kann dabei unterstützend wirken. Und manche Entscheidung kommt eben erst auf den Tisch, wenn das nötige Rüstzeug vorhanden ist. Dafür sorgt schon die göttliche Führung, daran glaube ich, denn für mich fühlte ich es so. Erst als ich dafür gesorgt hatte, in einer sehr schwierigen Zeit auch energetisch mich wirklich gut versorgen zu können und ich ahnte damals keinesfalls, was auf mich zukommen würde, wählte ich einen neuen Weg.

Wenn es ineinander greift, geht es so lange vorwärts, solange wir uns unseren Gefühlen stellen und ihnen vertrauen. Als ich meine Gefühle geklärt hatte und fühlte, jetzt geht es aber für mich in eine andere Richtung, vertraute ich und stellte mir kaum eine Frage, kaum schreibe ich, weil es doch ab und an einen gesunden Zweifel gab, aber ich konnte schlecht die anderen verstehen, in ihrem Verhalten. Sicher erging es ihnen ebenso mit mir. Doch meine Entscheidung zu gehen, habe ich bis heute nie bereut. Ich folgte meinen eigenen Gefühlen, meiner Seele, glaubte an die göttliche Führung und fand hinaus, aus dem Weg, der mir keine Freude bereitete. Und ob man es mir glauben mag oder lässt, es war dennoch schwer, auch wenn es sich heute einfach niederschreiben lässt.

Oft sind Menschen, wenig in der Lage, ihre Probleme wirklich zu benennen und ihre Gefühle dementsprechend zu klären, es geschieht, dass sie ihre Gefühle auf andere projizieren. Und befindet sich der andere in einer Transformationsphase, braucht er Halt seinen eigenen Weg weiterzugehen, um keinesfalls wieder in alte unbrauchbare Muster zurückzufallen. Darum ist Vertrauen in sich selbst, in das eigene Gefühl wichtig, sehr wichtig.

Und wir sollten ja schon erkannt haben, dass Menschen, welche mal ungut unterwegs sind, weil irgendetwas mal anders lief als gewünscht, uns geht es sicher, dass eine oder andere Mal womöglich auch so oder es erging uns schon mal so, keine großen Energieräuber sind. Menschen, welche positive Gefühle hegen und sich stets gesund ernähren, werden sich in einer für sie unguten Situation Hilfe suchen oder sie annehmen. Ganz egal, sie werden etwas Angenehmes tun, damit sie wieder besser fühlen können, oft kommen sie schneller ins Vertrauen zurück, dass das Missgeschick für irgendetwas auch gut war. Sie lernen stets dazu und lernen schneller.

Wenn es ineinander greift, heißt einfach nur, es kann immer nur eine Richtung geben. Berg auf oder Berg ab, wir selbst entscheiden, wo unsere Richtung uns hinführen wird. Das aber heißt auch wiederum, wir müssen eine Entscheidung treffen. Meiden wir dies, wird wohl das Leben für uns entscheiden und wir müssen uns dann fügen, bis wir unsere Lektion gelernt haben.  Handeln wir dennoch anders, ist es unser Wille der eine andere Richtung vorgibt. Wie das enden kann, wissen wir, wir fühlen uns sehr unwohl in unserer Hau und kommen nie wirklich vorwärts für längere Zeit. 

Wenn es ineinander greift, ist für mich positiv zu sehen. So habe ich nach meinen Reiki- Einweihungen zur Reiki-Meisterin und Reiki-Lehrerin viel Schönes erleben dürfen. Meine Seele entwickelte sich rasant und da ich schon immer meinen Gefühlen folgte, folgte für mich eine spirituelle Weiterentwicklung, die ich nie mehr missen möchte.  So entstand nach  der zweiten Reikieinweihnung für mich die stabile Verbindung zu den Engelsenergien vor allem zu Maria, Mutter Gottes. Ihre Energie begleitete mich auch beim Schreiben, vor allem bei meinem fünften Buch „SeelenEngel.“ Ich begann auch mit Krafttieren und Seelen zu kommunizieren und die geistige Welt weihte mich in die spirituelle Arbeit „Die Seelenarbeit“ ein. Das und anderes bereitete und das tut es immer noch, mir unwahrscheinlich viel Freude.

Wenn es ineinander greift, dann geht es hoffentlich positiv nach vorn. In und mit Liebe.  Fühlen wir vertrauen wir dem Ruf unserer Seele und somit vertrauen wir unserer göttlichen Führung.

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„Stille“

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Wenn ich auf der Suche bin, suche ich die Stille. Hier begegne ich niemandem, nur mir Selbst. Hinein gespürt in die unendliche Tiefe meiner Selbst, das machte mir in frühen Jahren das eine oder andere Mal Angst, fühle ich hier besser, welcher Weg an einer Wegkreuzung der Meine ist. Dieser Ort in mir ist warm, kühl, durchgeknallt, leise, laut, still, derb, zart, frech, liebevoll, verspielt, sauber, auch schmutzig und alles was ich mir noch so vorstellen kann. Und doch zieht es mich in Zeiten des Suchens dorthin. Genau dorthin. Warum gerade dorthin? Mitten in dieses Gefühlschaos, denn begebe ich mich dorthin, fühle ich ein Chaos, sonst bräuchte ich mehr leben um mich, anstatt Stille zu dieser Zeit. Den roten Faden wieder aufnehmen und dort kann ich mir Zeit nehmen diesen zu finden, mich hineinfühlen in jedes einzelne Gefühl, das in mir wohnt, ob ich wirklich gerade so bin, wie ich mich gebe. Ja, wie ich mich gebe.

Kennst du das auch? Ich tue etwas und meine „Hey das ist toll, prima, das gefällt mir!“  und just im nächsten Augenblick kommt mein Inneres nach oben, und erzählt etwas ganz anderes. „Das bin ich?“ Diese Frage hörte ich schon in mir aufsteigen. Und wie ein Funkenflug rauscht es aus mir heraus in so einem Moment. „Nein, ich würde ja so und so … .“ Bleibt dann die Frage, wessen Gefühl ist das, das in solchen unwahren Momenten zutage kommt? „Unwahre Momente“, weil sie ja anscheinend Gefühle zum Ausdruck bringen, welche mir fehlen und die ich doch zum Ausdruck bringe.

Ich sage es ja immer mal wieder „In meinem Bauch sitzt ein Mann.“  Warum gerade ein Mann? Ganz einfach, weil ich ja schon „Frau“ bin und ein Mann, das entspricht meinem Naturell.  Und „natürlich sein“ liebe ich. Ich liebe es, wenn Menschen sich zeigen wie sie sind. Wie sie wirklich sind. Wenn Männer, Männer an ihrer Hand halten, Frauen ihre Frau, und Männer ihre Frau, einfach, weil sie alle so fühlen.Wenn Menschen das Sagen, was sie denken, weil sie so fühlen, das ist wundervoll!

Nun ja zugegeben, es kann auch schmerzhaft, verletzend, nervend,  aber eben auch durchaus liebenswürdig sein, ehrlich, wahrhaftig. Ja, das bin ich! Der Mann in meinem Bauch ist still. Suche ich nach Stille begegne ich mir Selbst. Suche ich nach Stille, suche ich auch oft im außen einen Ort der Stille auf, sofern es möglich ist. Und habe ich die Stille gefunden im Außen und innen, dann fühle ich einen unsagbaren Frieden in mir. Stille eben, die glücklich fühlen lässt und die ich mir in den Alltag mir herüberrette, solang es mir möglich ist. Ansonsten mache ich mich eben wieder auf die Suche.  Dankbar.