Schlagwort-Archive: Erfahrungen

„Farbenregen“

ISBN: 978-3-7448-5453-5

Dieses Gedichtbuch beinhaltet drei Abschnitte mit insgesamt 246 Gedichten.

 

Leseprobe aus „Bewegtes Wasser“ aus dem Buch „Farbenregen“

Das Farbenspiel in tiefster Seele, Wolken weiß und Sonnenlicht.
Schimmert golden in den Augen, fühlst du dieses Liebeslicht?
Der Maler dieser frohen Farben, er führt den Pinsel in der Hand.
So streicht er glücklich in der Seele, fühlt in sich ein buntes Band.
Hell zur Sonne seine Augen, glitzernd schön im Abendlicht
.
So ein Maler in der Seele, ist ein jeder,
der mit seiner Seele spricht.
 Leseprobe aus „Farbenklang“ aus dem Buch „Farbenregen“
Über alle Meere fahren, alle Flüsse sehen, alles Leben akzeptieren,
was nicht ist, auch sehen.
Finden im Suchen begründen, suchen, wenn nichts mehr geht.
Doch, wenn ich glaube zu haben, kein Zweifel sich in mir regt.
Es nicht mehr missen, auch das, was noch nicht bei mir war, doch es vergessen können
, dass was nicht wirklich wahr.
Es singen und spielen, das was berührt.
Es wollen und fordern, nichts ist passiert.
Leseprobe aus „Regentanz“ aus dem Buch „Farbenregen“
Höre auf mit dem Verlieren, mit dem Gewinnen um jeden Preis.
Öffne dich für deine Seele, Seelentief und seelenweit.
Weitere Leseproben und mehr zum Buch gern unter ..

„WER BIST DU WIRKLICH“

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WER BIST DU WIRKLICH
Hebst du deine Welt aus den Angeln? Lässt sie baumeln wie es dir gefällt?
Suchst du den Schmerz unter deiner Haut, der sich verkroch, weil er kein Licht erträgt?
Welchen Spagat musst du wagen, um dich noch zu fühlen?
Wohin sieht dein Auge, wenn dein Gefühl traurige Wahrheit spricht?
Meidest du Menschen, welchen ihren Weg in Freude erfahren?
Ziehst du dich von anderen zurück, welche dir mit Liebe begegnen?
Welchen Weg möchtest du gehen, um zu erfahren, wer du wirklich bist?
Worin besteht der Sinn deines Lebens?
Warum bist du auf dieser Welt und worin findest du Erfüllung?
Wenn keiner um dich herum, wer bist du?
Sind viele um dich, bist du, du selbst?
Was ist dir wichtig und lebst du es?
Vertrittst du deine ehrliche Meinung immer und überall?
Hegst du Ängste, und hältst dein Gefühl verschlossen?
Fühlst du Mut deinen eigenen Weg zu beschreiten?
Fühlst du Freude in dir?
Ist Leichtigkeit zu meist dein Begleiter?
Wie gehst du mit konstruktiver Kritik um?
Verhältst du dich anderen gegenüber so, wie du möchtest, dass sie auch dir begegnen?  Ist dein Film nur ein Kopfkino, das dich durch dein Leben leitet?
Dein Bauchgefühl, führt es dich?
Glaubst du an dich und deine Fähigkeiten?
Denkst du in Gut und Böse?
Wünschst du noch?
Was erwartest du von dir selbst?
Hegst du oft Erwartungen anderen gegenüber?
Bist du bereit andere wahrzunehmen, welche dir Hilfe bieten und bist du bereit sie anzunehmen?
Sprichst du über deine Gefühle?
Bist du auf deine Entwicklung als Mensch stolz?
Liebst du dich selbst?
Lebst du Selbstliebe?
Träumst du viel oder schaffst du es deinen Traum zu leben?
Fühlst und erkennst du, welche Menschen dich fördern, in dem was dir wichtig ist?
Gehst du mit dir selbst ehrlich um und sprichst du ehrlich?
Zu treffende Entscheidungen fällst du sie auch oder lässt du das Schicksal entscheiden?
Gibt es für dich „Freiheit“ und wenn ja, was bedeutet es für dich?
Wie fühlst du dich, wenn du diese Fragen wirklich für dich beantwortet hast?
Was wäre wichtig für dich noch zu lernen?

„Schrittweise“

Buch Schrittweise

 

„Hat sie sich verrannt?
Nein, sie ist noch auf der Suche.
Ist schon so lang unterwegs.
Geht am Tag und auch des Nachts, verlor manches Band, doch nie ihr Ziel aus den Augen.
Habt sie sich verirrt?
Nein, sie ist richtig hier.
Ist schon lang auf dieser Welt, aber fühlt sich manchmal traurig.
Doch schaut am Tag der Sonne entgegen und des Nachts funkeln die Sterne, auch für sie.
Ist sie das? Ist sie das?
Ja, das ist sie auch.
Hat sie verloren?
Nein, sie hat gewonnen.
Suchte sich in jeder Schublade.
Fand sich immer mehr.
Alles tanzt, das Vertraute, auch das Neue.
Kommt noch was?
Kommt noch mehr, das sie entzückt?
Etwas das auch zu ihr gehört?
Das sich Fühlen und anfassen lässt?
Alles, was in ihrer Seele wohnt, wird es zum Leben erweckt?“
Weitere Leseproben und mehr zum Buch gern unter .. http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/68.html

„Meine letzte Zigarette“

19.Ein helles Kerzenlicht

Bevor ich wirklich über dieses Thema beginne zu schreiben, möchte ich vorab schicken, ich möchte niemanden bekehren. Jeder ist seines Glückes Schmied. Aber gibt es jemanden, der wirklich aufhören möchte zu rauchen, wer weiß, vielleicht könnte dieser aus dem Beitrag etwas für sich herausnehmen, das ihm hilft zum Nichtraucher-/in zu werden. Dieser Beitrag stellt wie alle anderen in diesem Blog auch, nur meine Meinung, meine Erfahrung, meine Gefühle und Gedanken dar.

Ich war einmal bekennende Raucherin. Seinen Anfang nahm alles bereits in der Schulzeit, in einer großen Hofpause, die wir außerhalb des Schulgebäudes verbrachten. Damals war ich junge 15 Jahre und die letzte in der Clique, die noch nie eine Zigarette geraucht hatte. Zwar stand ich immer mit dabei, aber ich habe verneint. Irgendwann jedoch,  hatte ich meinen Willen, nein zu sagen, über Bord geworfen. Ein Schulkamerad spendierte mir eine von seinen Zigaretten und es war ekelig sie zu rauchen. Eine Bank stand hinter mir und das war gut so, denn ich musste mich sogleich setzten, denn ein Schwindelgefühl hatte mich ergriffen. Und obwohl mir das ekelig war und ich doch zu tun hatte, mein Gleichgewicht wiederzufinden, nahm ich irgendwann eine zweite Zigarette an, bis die Zeit kam, wo ich sogar mein Schulessensgeld in Zigarettenkauf investierte. Damals kostete die billigste Zigarettenschachtel mit Filter,  wenn ich mich richtig erinnere 2,50 Mark.

Doch nun dazu, wie ich es geschafft habe nach 15 Jahren dieser Sucht den Gar auszumachen.  Eine Kettenraucherin war ich keineswegs, aber es störte mich mit der Zeit. Das nahm zuallererst seinen Anfang auf meiner damaligen Arbeitsstelle. In der 15minütigen Frühstückspause aß ich so schnell mein Brot oder meinen Apfel, damit ich noch eine Zigarette rauchen konnte. Irgendwann fiel mir dies sehr deutlich auf. So ging ich wirklich in mich und fühlte „Das ist falsch, was ich da tue.“ So entschied ich mich damit aufzuhören. Ja, aber das war keineswegs so einfach, wie ich es entschieden hatte zu tun. Die Zeit verging und ich versuchte ich glaube zwei, dreimal immer wieder mit dem Rauchen aufzuhören, doch der Erfolg blieb aus. Dann meinte ich, obwohl ich ja bereits festgestellt hatte, dass es falsch ist, ich rauche ja gerne.  Doch von innen piesackte mich das sehr, das ich immer noch an der Qualmerei festhielt und ich verstand mit der Zeit, das meine Ansicht gerne zu rauchen, nur eine Ausrede war, um die Quälerei des Aufhörens vor mir schön herzuschieben. Irgendwann fühlte ich mich wie in Trance, der Rettungsdienst kam und ich hatte unglaublich hohen Blutdruck, damals 210 zu 112. Mit einem Rollstuhl musste ich mit in den Rettungswagen und durfte keinen Meter mehr gehen.  Das war wohl mein Preis für jahrelanges Rauchen.

Mit Tabletten wurde ich eingestellt und zu Hause nach einer Zeit begann ich wieder mit dem Rauchen. Anscheinend hatte ich damals keineswegs etwas gelernt. Ich rauchte eine und bemerkte mir geht es gut, dann doch gleich noch eine hinterher und da fühlte es sich an, als wenn die Adern sich zusammenzögen. Sofort machte ich den Glimmstängel aus. Doch einfach so aufzuhören funktionierte immer noch keineswegs. Aber immerhin beschäftigte ich mich daraufhin, dann doch eindringlicher als zuvor damit aufzuhören.  So meinte ich, die Packung die ich gerade angefangen hätte, rauche ich noch zu Ende und dann ist Schluss damit. Doch etwas in mir meinte, „Nein, entweder du hörst mit dem Rauchen auf, weil du aufhören willst, aber dann auch gleich.“ Als ich mir das so überlegte, fühlte ich, aber das es mir sehr schwerfiel, das Rauchen aufzugeben, denn ich meinte, die Welt ist dann irgendwie so trostlos, ich trinke keinen Alkohol, dann lasse ich das rauchen auch noch, was habe ich denn dann noch und ist mal ein Problem zu lösen, brachte die Zigarette mir immer die Lösung, ein paar Zigarettenzüge und alles war wieder im Lot. Und als ich das so in meinem Gefühl wahrgenommen hatte, hatte ich einen Ansatz gefunden, den Rauchen den Rücken zukehren, zumindest einen weiteren Versuch zu starten.

Ich nahm mir die Zeit, um mir wirklich Gedanken darüberzumachen, wie ich es schaffen könnte und begann mit meinem Gefühl zu arbeiten und habe es gefüttert mit heute weiß ich es, goldrichtigen Worten. „Ein schönes Leben hängt keineswegs von einer Zigarette ab und natürlich ist es lebenswert ohne zu rauchen, ich könnte gesünder werden. Und dann noch das Geld, was überbleibt im Monat, ich könnte mir etwas kaufen, das mir Freude macht und gesünder ist oder ich spare es auf und verreise ich, habe ich Taschengeld. Und hatte ich eine Lösung für ein Problem gefunden, dann keineswegs durch eine Zigarette, das ist totaler Blödsinn. Habe ich etwas zu klären, brauche ich doch nur frische Luft und klare Gedanken. Und so weiter und sofort.

Schlussendlich war es dann so, ich behielt die angefangene Zigarettenschachtel immer bei mir, weil ich dachte, wenn ich doch rückfällig werden sollte, dann habe ich etwas worauf ich zurückgreifen könnte und müsste keineswegs unausstehlich werden, wegen des Entzugs. Es war im November, da hörte ich auf, etwas blöd, wegen Silvester und ich wusste einfach, mit den anderen auf der Party, das schaffe ich keineswegs dort den Zigaretten abzudanken, also entschied ich mich für den Silvesterabend eine neue Zigarettenschachtel zu kaufen, um rauchen zu können. Denn hätte ich es versucht zu lassen und wäre rückfällig geworden, hätte ich mich über mich selbst sehr geärgert, dem wollte ich vorbeugen, ich kenne mich ja.  So qualmte ich also an diesem Abend und hatte die angefangene alte Schachtel im neuen Jahr immer noch bei mir. Ende des neuen Jahres, hatte ich die Schachtel immer noch, doch gab sie jemanden, der sie haben wollte, obwohl sie ein Jahr offen stand. Nun gut, jeder wie er möchte.

Ich hatte seit dem Neujahrstag, das sind nun bereits fast 22 Jahre her,  nie wieder eine Zigarette geraucht. Mit der offenen Schachtel habe ich mich selbst überlistet und mit meiner Gefühlsarbeit habe ich ganze Arbeit geleistet. Geld blieb vor allem die ersten Jahre wirklich mehr im Portemonnaie, das bemerkte ich ganz deutlich. Und so bin ich doch dankbar für meinen Schritt den ich getan, denn er bescherte mir vor allem mehr Gesundheit.

(Foto/Text: Jana Goeritz)

http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/78.html

„Farbenregen“

ISBN: 978-3-7448-5453-5

Dieses Gedichtbuch beinhaltet drei Abschnitte mit insgesamt 246 Gedichten.

Leseprobe aus „Bewegtes Wasser“ aus dem Buch „Farbenregen“

Das Farbenspiel in tiefster Seele, Wolken weiß und Sonnenlicht.
Schimmert golden in den Augen, fühlst du dieses Liebeslicht?
Der Maler dieser frohen Farben, er führt den Pinsel in der Hand.
So streicht er glücklich in der Seele, fühlt in sich ein buntes Band.
Hell zur Sonne seine Augen, glitzernd schön im Abendlicht
.
So ein Maler in der Seele, ist ein jeder,
der mit seiner Seele spricht.
 Leseprobe aus „Farbenklang“ aus dem Buch „Farbenregen“
Über alle Meere fahren, alle Flüsse sehen, alles Leben akzeptieren,
was nicht ist, auch sehen.
Finden im Suchen begründen, suchen, wenn nichts mehr geht.
Doch, wenn ich glaube zu haben, kein Zweifel sich in mir regt.
Es nicht mehr missen, auch das, was noch nicht bei mir war, doch es vergessen können
, dass was nicht wirklich wahr.
Es singen und spielen, das was berührt.
Es wollen und fordern, nichts ist passiert.
Leseprobe aus „Regentanz“ aus dem Buch „Farbenregen“
Höre auf mit dem Verlieren, mit dem Gewinnen um jeden Preis.
Öffne dich für deine Seele, Seelentief und seelenweit.
Weitere Leseproben und mehr zum Buch gern unter ..

„Veränderung für die Freiheit“

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Dieser kleiner Geselle kam mir einmal vor die Linse und ich möchte ihn nun dafür nehmen, um an die große Veränderung 1989, die es für mich auf jeden Fall war, zu erinnern. 

Es wird heute eine etwas schwerere Kost für mich, aber es gehört nun auch einmal zu meinem Leben. Der 03.10. ist alljährlich ein deutscher Feiertag. Der Feiertag der Deutschen Einheit. Wer sich auf seine Arbeit schleppen muss, wird ihn herbeisehnen, denn es ist für viele arbeitsfrei.

Bis zur Grenzziehung im August 1961 war Deutschland unter einem Himmel vereint. Danach lebten viele unter einem geteilten Himmel in zwei verschiedenen Ländern. Meine Familie auch. Wir waren die im Osten und das meine ich durchaus  geografisch. Erstaunt? Die anderen waren im Westen und im Süden Deutschlands zu Hause. Meine Oma stammte ursprünglich aus Schlesien und musste mit meinem Opa und meiner Mutter, ihrer einzigen Tochter im Januar 1945 vor der russischen Armee fliehen. Nach mehreren Stopps in verschiedenen Städten, blieben sie in einem kleinen Ort in Sachsen, der zu ihrer neuen Heimat wurde. Die alte Heimat blieb für meine Mutti bis zu ihrem Tod 2010 unvergessen. Die Schwester meiner Oma zog allerdings weiter gen Westen. Eine andere Schwester meiner Oma blieb in Polen wohnen.

Als ich gerade zwanzig Jahre zählte, kamen die „Genossen“ auf mich zu, mich hatten sie schon zwei Jahre länger in Ruhe gelassen, als andere Jugendliche, um mich zu fragen, ob ich in ihre Partei eintreten wolle. „Nein.“ war sofort meine Antwort und darauf bin ich heute noch stolz. „Warum, wieso, weshalb denn nicht?“ kam natürlich von ihrer Seite und ich sagte ihnen, wie ich darüber dachte. „Ich kann meine Arbeit auch tun, wenn ich keiner Partei angehöre.“ war meine Antwort.  Der „Genosse“ damals sah mich an und antwortete „Aber sie können dann nie studieren.“ Darauf antwortete ich „Ich möchte kein Studium absolvieren. Aber ich dachte immer wir leben in einem Arbeiter- und Bauernstaat und jeder hätte die gleichen Rechte?“ Er wurde etwas unruhiger und sagte darauf wieder „Sie können auch nie eine leitende Stelle übernehmen.“ Doch zu genau dieser Zeit hatte ich in diesem Betrieb eine leitende Stelle, ich war Abteilungsleiterin der Reklamationsabteilung und ich sagte ihm „Ich habe doch aber eine leitende Stelle, soll ich diese jetzt niederlegen?“ Und das sagte das in einem Tonfall, das ich durchaus dazu auch bereit gewesen wäre.  Er schaute mich etwas irritiert an und antwortete hektisch „Nein, nein, natürlich nicht.“ Dann wurde ich aus der Mangel entlassen, um nach einigen Wochen wieder zum Gespräch geladen zu werden. Man fragte mich, ob mir der Beitrag zur Parteimitgliedschaft zu hoch wäre, das könnte ja schließlich auch ein Grund sein und ich könnte ruhig ehrlich antworten, denn ein anderer Leiter hätte genau deshalb auch die Mitgliedschaft in der Partei abgelehnt. Ich war ärgerlich, denn ich dachte, was wollen die noch alles wissen, was wollen die hören von mir außer einem „NEIN“ ja klar, ein „JA“ aber das wäre jemand anderes gewesen und so antwortete ich „Ich bin nicht Mitglied der Partei und weiß somit auch nicht wie hoch der Beitrag wäre. „Man entließ mich aus dem Gespräch. Nach einigen Tagen kam eine Kollegin und gestand mir, sie solle mich umstimmen und das sie bereits gesagt hatte, das sie mich bereits gut kennt und ich bei meiner Entscheidung bleiben werde. So war es auch!

In Leipzig fanden bereits die Demos jeden Montagabend statt. Irgendwann wollte ich auch daran teilnehmen. Ich lebte damals ca. 20 km von Leipzig entfernt in einem kleinen Ort, der keinen Bahnhof hatte. Meine Arbeitsstelle war aber in Leipzig. Viele junge Menschen hatten damals ihre Arbeit in der Stadt gefunden, so auch eine meiner Freundinnen. Wir trafen uns nach der Arbeit in der Stadt, bummelten durch die Geschäfte und fanden uns schließlich vor der Nikolaikirche ein. Auf dem Dach des gegenüberliegenden Hauses sahen wir immer jemanden liegen. Es war aufregend, aber ich machte mir keinerlei Gedanken darüber, was uns geschehen könnte. Ich sympathisierte mit denen, die viel, viel mutiger waren als ich es je sein könnte und auch wahr. 

Meine Mutti hatte damals immer Angst um mich, dass mir etwas zustoßen könne, denn von drei Schwestern war ich immer die Mutigste, was das auch immer heißen mag. Ich war schon immer intuitiv und ich glaube, das half mir auch in dem Land, in dem ich groß geworden bin. So schreibe ich „groß“ geworden, weil ich damit auch „groß“ meine, und natürlich auch aufgewachsen. Kam ich zurück von der Demo nach Hause erzählte ich und steckte wohl mit meiner Erzählung an, sodass meine Mutti auch mitmarschieren wollte. Irgendwann liefen wir auch mal zusammen durch Leipzig. An einem Montag aber, bat mich meine Mutti unbedingt nach der Arbeit nach Hause zu kommen und keiner Demo beizuwohnen. Sie erzählte mir , das man von Panzern in den umliegenden Straßen sprechen würde und das es wohl eskalieren könnte. Mein Gefühl aber war ganz anders. Ich fühlte keine Angst. Für mich war es selbstverständlich dahinzugehen. Und zugegeben, es war manchmal schon Angst einflößend mitten untern Tausenden von Menschen zu gehen. Aber es machte mir auf der anderen Seite auch Mut. Denn dieses große Zusammengehörigkeitsgefühl in diesen Augenblicken war unglaublich stark. Ab und an lief auch Stasi mit in unseren Reihen, angezogen wie du und ich und deshalb nicht gleich zu erkennen und holten einige Demonstranten heraus, ganz willkürlich wie es schien. Wir wurden angehalten ganz nah beieinander zu gehen und ja, ich hoffe in solchen Momenten wieder heil nach Hause zu kommen. Aber ich fühlte auch, ich muss es tun, es war für eine gerechte Sache! Es war verkehrt, das fremde Menschen entscheiden sollten, ob ich Tante und Onkel, Cousin oder Cousine sehen durfte. Von allem anderen ganz zu schweigen. Der besagte Montag ging friedlich aus und am nächsten Tag fuhr ich wieder, wie immer zur Arbeit. Dort begegnete mir ein Abteilungsleiter. Vorher hatte mich nie jemand darauf angesprochen, er war der erste. Er meinte, er hätte wie viele andere seiner „Genossen“ die Demo auf Bildschirm verfolgt und gesehen was für asoziale Elemente das wären. In einem Bruchteil einer Sekunde schluckte ich meine Antwort herunter. „Ich bin Asozial?  Ich habe keine asozialen Elemente gesehen.“ Aber ich machte mir Gedanken darüber, wollte er provozieren? Mir missfiel das Wort asoziale Elemente sehr und konnte für mich keine Antwort darauf finden, wie ein Mann in den besten Jahren so eine Meinung verfassen konnte. Aber ich konnte mir auf die Zunge beißen und es verschlucken, wer weiß wo ich sonst gelandet wäre.

Als alles vorbei war, forderte ich meine Stasi-Akte an, denn mein Vater hatte eine und ich meinte, obwohl ich noch jung, ich könnte auch eine haben. Doch dem war anders. Es hieß zu den schlimmsten Zeiten kurz vor dem Ende der DDR, in jeder Abteilung eines Betriebes ist mindestens ein Spitzel und jeder Mensch im Staat hätte eine Akte. Wer wollte das von uns schon kontrollieren, aber ich dachte damals, ich hatte noch eine Kollegin und einen Chef, „Wer von euch beiden horcht?“ Dann kamen immer noch kuriose Situationen dazu, die mich haben vorsichtig sein lassen. So hatte meine Kollegin damals vor mir einen Zettel ausgefüllt. Als ich sie fragte, was sie mit Maschine dort ausfülle, sagte sie mir einen Antrag für ihre Aufnahme in die Partei. Konnte sie das nicht zu Hause tun? Sie fragte mich „Ob ich das verstehen könne, sie wolle schließlich noch etwas werden.“ Was sollte ich da denken, als das man auch sie auf mich angesetzt hatte. Oder sie wollte unbedingt zu meinen Geburtstagsfeiern ständig bei mir übernachten mit ihrer ganzen Familie. Warum? Ihre Tochter arbeitete damals bei einer Telefongesellschaft. Wollte sie heimlich Wanzen anbringen? Telefon hatten wir keines, das war nur den Bürgern in der Partei vergönnt. Oder wollte sie die Familie aushorchen? Hatte sie einen Auftrag? Hm, ich werde es keinesfalls mehr erfahren. Aber, mein Vati hatte eine Akte und die war dick.  Aber auch in der Verwandtschaft schaute ich genauer hin. Ein Onkel aus dem Westen fragte mich einmal, ob ich mit in den Westen wolle? Was hätte ich sagen sollen? „Na klar, wann geht es los? Wie machen wir das?“

Freiheit, ist wichtig in jeder Form! Einfach wichtig. Wenn du keinem wirklich mehr trauen kannst und so war es, ich habe es erleben müssen, wenn du immer kurz innehalten musst, um zu fühlen, ist das einer von denen? Kannst du ihr, oder ihm das sagen, oder bleibst du lieber still? Warum passiert das jetzt vor deinen Augen? Wieso hörst du das gerade? Und wenn dir unaufhörlich Fragen gestellt werden, welche immer wieder neu gestellt, oder du ständig hinterfragt wirst, einfach nur, weil du „nein“ sagst, und das ist das normalste der Welt, dann fühlst du dich irgendwann wohl selbst nicht mehr. Und bei anderen Familien waren ja noch ganz andere Dinge geschehen. Das damalige System hatte es wohl geschafft, das sich auch Familien gegeneinander ausspionierten. Schreckliche Vergangenheit.

Ich sehe den 3. Oktober als etwas Positives, auch weil viele von uns ausschlafen könnten, (Lächel) aber auch und vor allem für eine Wende im Leben, die Gutes brachte. Ja, Gutes.

 

„Damit die Seele lächelt“

    ISBN 978-3-7448-8917-9

 

Klappentext:
Das Leben ist Veränderung! Und manchmal braucht es etwas, damit die Seele wieder lächeln darf. In diesem Buch hat die Autorin Erfahrungen aus ihrem Leben zusammengefasst und schreibt über verschiedene Möglichkeiten, die man sich ins Gefühl einladen kann, um den spirituellen Transformationsprozess zu unterstützen. „Damit die Seele lächelt“ ein kleines Sammelwerk schöner Möglichkeiten.

 

Leseproben und weiteres zum Buch gern unter ..                     http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/62.html

 

 

„SeelenEngel“

    ISBN : 978-3-7386-2588-2

 

Inhalt:

Vorwort
Mein neuer Weg
Loslassen (Kater Iwan)
Kommunikation mit einer Seele (Kater Georg)
Visualisieren (Kater Georg)
Seelen sehen
Die Seelenarbeit mit den Engeln
Mein weiteres energetisches Arbeiten und
die energetische Reinigung
Meine Träume und wie ich sie deute
Spirituelle Zeichen und ein liebenswerter Waldgeist
Entspannung für Körper, Geist und Seele
Das Übernehmen körperlicher Schmerzen
Meine Gefühle
Was ich unter spirituell verstehe
Die Kraft des Gebetes „Das Vater Unser“
Meine Liebe zu Edelsteinen
Wie ich mit Engeln kommuniziere

Noch mal kurz geschaut
Wünsche
Nachwort



… welchen ich durch meine Seele fühlte. Und dieser Weg führte mich in die Zurückgezogenheit, so das ich erst mal wieder Kraft schöpfen durfte. ….

Mehr zum Buch gern unter …  http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/8.html