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„St. Annenkirche in Annaberg“

 

Die „St.Annenkirche“  ist eine sehr schöne Kirche und ist man einmal im Erzgebirge in Annaberg zu Besuch, so glaube ich, darf man hier nicht vergessen hineinzuschauen.
Sehr angetan war mein Gefühl von zwei Altären. Einen Hauptaltar und ein weiterer gleich zu Anfang beim Eintritt in die Kirche. Beide fand ich wunderschön. Erbaut wurde diese Kirche von 1499 bis 1525 im Gotischen Stil.

 

„Der Frohnauer Hammer“

 

Ein Besuch im ältesten Schmiedemuseum Deutschlands ist sehenswert. Bereits darf man dies schon seit 1910 tun. Im Mittelalter einst eine Getreidemühle, wurde es später zu einem Hammerwerk umgebaut.
Im Besuch ist eine Führung enthalten mit kleiner Vorführung, die sehr interessant ist. Drei größere Hammer, eine Antriebswelle aus Eichenholz, Zangen in verschiedenen Ausführungen aber keine kleinen, Blasebälge und auch Öfen kann man bestaunen. Der kleinste Hammer mit 50 kg wurde in Gang gesetzt und es war schon beeindruckend dies einmal zu sehen. Selbst, liebe ich altes Handwerk vor allem Schmieden. Sicherlich kommt es daher, das ich als kleines Mädchen mit meinem Bein in eine große Milchkanne trat, wie sie früher die Bauern oft hatten und nicht mehr heraustreten konnte. Mein Vater trug mich durchs Dorf hin zum Schmied, der sie aufschnitt und ich durfte wieder gehen. Also bei mir war’s nicht Irgendwer, der Schmied war’s ;). Eigentlich folgte ich dem Wunsch meines Mannes hier einen Besuch einzulegen und bemerkte wie es mich auch interessierte. War aber nicht die einzige Frau hier. Andere schienen auch sich dafür zu interessieren. Angetrieben wurde diese Riesenwelle mit Wasserkraft. War ein eindrucksvoller und interessanter Besuch im Erzgebirge, im Frohnauer Hammer. 

„Kloster Walkenried und in den Ruinen der Klosterkirche“

Kurz entschlossen fuhren wir erneut in den schönen Harz.

Unser Ziel: Kloster Walkenried

Das Kloster Walkenried fanden wir gleich und sind Treppe auf, Treppe ab durch die alten Gemäuer gegangen. Versunken in meiner Welt ging ich einige Stufen nach oben und erschrak, als die Glocken laut läuteten. Und so schnell wie diese mich aus meinen Gedanken gerissen hatten, meinte ich, ich gehe verbotene Wege, aber so war es nicht. Wir durften viel sehen, auch lesen und anhören. Bis unters Dach der alten Gemäuer führte uns die Ausstellung und da oben war es doch etwas düster und auch stickig für meine Begriffe, wenn auch alles gut gemacht war. Die drei Mönche mit ihren Kapuzen die ihre Häupter nach unten haben sehen lassen, kamen mir schon etwas seltsam daher, ich machte, dass ich schnell vorbeikam. Denn ich hatte ein seltsames Gefühl in mir, warum auch immer.  Auf jeden Fall hat man sich hier sehr viel Mühe gegeben und es ist interessant gestaltet.

Als wir uns dann im Kloster alles angesehen hatten, gingen wir noch um die Ecke zu den Resten der alten Kloster-Kirche. Und ich muss gestehen ich stand sehr ehrfürchtig davor.

Sie schienen mir so riesig zu sein, wirklich riesig. Vielleicht war es auch der Bezug zu dem eher dörflichen Charakter des Ortes. Ich weiß es nicht. Aber ich denke mir, wenn man in eine große Kirche kommt, bestaunt man vielleicht eher die schönen Deckenmalereien oder anderes und achtet nicht ganz so auf die Höhe der Kirchengemäuer. Aber hier war die Höhe gerade das, was ich wahrnehmen konnte, durch die einzelnen Gemäuer, die noch standen und es hatte mich sichtlich ergriffen.

Im Klosterrestaurant stärkten wir uns danach mit einem leckeren Essen und gingen gemütlich durch den Ort Walkenried. Wirklich ein schönes Fleckchen Erde.

„Mit dem Wattwagen über den Grund der Nordsee“

 

Das war schon ein Erlebnis, auf die Insel Neuwerk zu kommen. Bei Ebbe ging es mit dem Wattwagen von Cuxhaven-Duhnen über den Grund der Nordsee bis hin zur Insel Neuwerk. Mein Gedanke bei der Fahrt auf dem Wagen, „Hoffentlich haben sie an die Flut gedacht, das wir es auch rechtzeitig schaffen an Land zu kommen, nicht das ich nicht schwimmen könnte, aber die Wassermassen sind ja so kalt.“ Doch Entwarnung, denn es gab tatsächlich auf diesem vorgegebenen Weg zur Insel, Rettungsinseln, auf diese hätte man im Notfall steigen und auf Rettung warten können. Umgeben von einem Stahlkäfig, mit Ausschau auf das Wasser, das einen dann umgeben würde, nein danke. Lieber dann doch mit dem Wagen schnell an Land. Und so ein bisschen sah es ja schon seltsam aus. Von zwei unterschiedlichen Abfahrtspunkten der Wattwagen, liefen diese dann irgendwann zusammen, so als waren wir vor irgendetwas auf der Flucht, den Eindruck hätte man gewinnen können. Aber alles gut.

Auf der Insel selbst bekommt den viereckigen Leuchtturm und einige Häuser zu sehen und natürlich Grün, und es gibt den Friedhof der Namenlosen.

Mein Highlight allerdings war die Fahrt mit dem Wattwagen und das Wissen, bzw. mein Gefühl über das Wissen, auf dem Grund des Meeres zu fahren. Toll.

„Seiffen und meine ungeheure Freude“

 

Mitten im schönen Erzgebirge liegt der Spielzeugort Seiffen und ist wohl vielen bekannt durch die schönen  Schwibbögen und Pyramiden, Engel und Räuchermännchen und was es alles so schönes noch gibt. Da ich vor allem gern zur Weihnachtszeit mit Weihrauchkerzen räuchere, mochte ich mir einen neuen Räucherofen kaufen, denn ein älteres Exemplar war in die Binsen gegangen und so nahm ich mir vor, dieses Mal einen direkt aus dem Erzgebirge zu holen, das war mein Gefühl. Außerdem, so meinte ich, könnte ich mir auch einmal Seiffen anschauen und die bekannte achteckige Barockkirche im Ort, die ich schon oft an Schwibbögen sah.

Es war für mich ein Tag, nicht wie jeder andere. Das wurde mir nach und nach klar.

Am Morgen fuhren wir, mein Schatz und ich,  mit dem Auto ins Erzgebirge. Eine Stunde Autobahn, eine Stunde Landstraße. Auf der Autobahn aber so dichter Nebel, „Oh nicht so gut“, dachte ich mir und bat die Engel den Nebel zu lichten, glaubte aber nicht wirklich daran, weil der so, so dicht war. Von der Autobahn runter und auf der Landstraße auch Nebel und ein großer LKW vor uns. Überholen ging nicht, weil der Gegenverkehr erst sichtbar wurde, als er auf unserer Höhe war. Doch auf einmal wurde es hell. Unglaublich!  Freude! So wünschte ich mir noch, dass im Kreisverkehr der LKW eine andere Abfahrt nehmen würde als wir und zack, fuhr er tatsächlich anders. Freude! Dann waren wir nach 2 Stunden Autofahrt in Seiffen angekommen. Beide mussten wir auf Toilette. Ein riesengroßer Parkplatz, aber keine Toilette in Sicht. In so einer Urlaubsgegend und keine Toilette meinte ich, müssen wir halt warten bis wir irgendwo einkehren. Zack, mein Mann lachte und meinte „Schau mal eine Toilette.“ Freude!  „Hast du fünfzig Cent? Wir brauchen beide fünfzig Cent!“ „Oh“ meinte ich „Einen fünfziger habe ich noch, ansonsten nur Centstücke.“ Also hätte nur einer von uns beiden erst einmal gehen können. Doch dann, Freude! Nur die Damentoilette brauchte den fünfziger und so hatte ich den, für mein Bedürfnis.

Von dort aus gingen wir nun durch den Ort und sahen ganz viele Geschäfte mit allem Weihnachtlichen, was es so gab. Wir schauten uns auch in einer Schauwerkstatt um. Es war sehr schön und wir kamen im nasskalten Herbst schon etwas in Weihnachtsstimmung. Nun war ich auf der Suche nach einem Räucherofen und ich hatte immer schon mit einem Räucher-Engel geliebäugelt, doch nie sah ich einen, und meinte das ist wohl eine Marktlücke. Im ersten Geschäft fand ich nicht das, was mich begeistert hätte. Bei mir muss es mit meinem Gefühl passen. Im zweiten fand ich einen schönen Ofen 🙂 . Dazu suchte ich mir noch einen kleinen Engel und so kam beides mit. Freude!

Danach besuchten wir die Barockkirche. Hier hielten wir kurz inne. Von hier aus gingen wir zurück zum Parkplatz und kamen noch an einigen Geschäften vorbei. In allen Geschäften, die wir besuchten, fragte ich nach einem Räucher-Engel, jedoch alle verneinten, einige meinten sogar, das gäbe es gar nicht. Ich glaubte es, weil ich auch noch nie einen gesehen hatte. Räuchermännchen, Häuser, Öfen, alle möglichen Berufsgruppen wurden zu Räuchermännchen gemacht, warum nur noch nie ein Engel, das beschäftigte mich. Es machte mich sogar etwas ärgerlich, weil ich mir das einfach wünschte, und doch gab es so wohl keine Räucher-Engel. In ein Geschäft mochte ich dann noch hinein, bevor wir die Rückreise antreten wollten. Ich betrat den Laden, und sah mich um und da saß mein Engel auf einer blauen Wolke mit einer kleinen Pyramide in seinen Händen. Sein Haar zu Zöpfen gekämmt und wartete wohl nur auf mich, das ich unter ihm die Weihrauchkerze verstecke. Freude! Allerdings hatte ich nun schon einen Ofen und dachte für mich, es wird langsam teuer, doch ich hatte so lange danach Ausschau gehalten, auf der anderen Seite müsste es ja nicht unbedingt sein. Mein Schatz meinte, „Wenn er dir so gut gefällt, dann kommt er mit“, also kam er mit, und als ich zur Kasse kam, meinte der Kassierer „Den mache ich ihnen noch preiswerter, ist nämlich unser letzter.“ Freuuuuuuuuuuuude !!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 

 

Und weil wir an diesem Tag gerade im Erzgebirge waren, machten wir noch einen Abstecher nach Neuhausen, ins Nussknackermuseum. Dort mochte ich die größte Spieluhr der Welt einmal sehen, die zu jeder vollen Stunde die Nussknackersuite von Tschaikowski spielt und wir lauschten Punkt 12 Uhr dieser Melodie. Im Museum gefiel es mir gut, obwohl ich keineswegs jemand bin, der immer und überall in Museen unterwegs sein möchte. Manches war sehr interessant, denn aus vorherigen Jahrhunderten und auch aus verschiedenen Ländern sahen wir Nussknacker. Mein Gefühl war, die sahen schöner aus, als die heutigen, weil einige davon nicht so eine Einheitsmaske trugen, sondern Detailfreudiger waren. So sahen wir zum Beispiel Könige und auch alte Männermasken als „Nussknacker“ nur weiß ich jetzt gerade nicht mehr aus welchem Land sie waren. Der Besuch im Museum, war interessanter für mich, als ich erst annahm, dass er es sein könnte. Eigentlich wollte ich nur die größte Spieluhr der Welt sehen, doch sie konnte nur besichtigt werden, mit einem Besuch im Museum. Und dann durften wir noch im Außen die zwei Riesen-Nussknacker besichtigen, beide sind im Guinness Buch der Rekorde.

„Die größte Ziegelbaubrücke der Welt“

Wow! Was für ein Ziegelbauwerk! Wenn man bedenkt, das sie bereits 1851 fertiggestellt war, mit 78 m Höhe und über 26 Millionen Ziegelsteinen. Sie ist die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Ich stand davor und  habe mich gefreut wie ein Kind. Auch so kann man mich glücklich sehen. Die Göltzschtalbrücke ist in Sachsen im schönen Vogtland zu bestaunen. Übrigens mit 98 Bögen.

„Übers Wasser gehen“

Weit über der Bode und neben der Rappbode-Talsperre im wunderschönen Harz, schwingt sie und das nicht wenig, in sehr luftiger Höhe. Die 458 m lange Hängebrücke, die längste ihrer Art. Zu Beginn des Begehens machte es mir doch etwas zu schaffen, mit diesen Schwankungen klar zukommen, und dennoch den wunderschönen Blick in den Harz, zu genießen, aber es wurde immer besser. Eine Hängebrücke die wirklich ihrem Namen alle Ehre macht. 🙂   Toll!

„Die Burg Rabenstein“

 

 

Schaut sie nicht goldig aus? Die Burg Rabenstein ist die kleinste Burg Sachsens. Mir war, als hätte ich sie einfach so in meiner Handtasche (ist etwas größer) unterbringen können. Demzufolge gab es hier natürlich nicht allzu viel zu entdecken, und es war nur ein kurzer Besuch. Zwei Räume und ein winziges Dachgeschoss im Turm, dafür aber Treppen über Treppen.  An diesem Tag besuchte ich jedoch noch anderes. Wer aber einmal in der Nähe der Burg Rabenstein sein sollte, dem würde ich empfehlen, diese kleine Burg zu besuchen, auch wenn innen nichts weiterzusehen ist, von außen jedoch finde ich sie niedlich. Die Burg liegt in der Nähe von Chemnitz.

„Die Wartburg“

 

Wir haben sie erklommen! 🙂  Zugegeben es war für mich ein anstrengender Anstieg und länger als erwartet, aber es hat sich gelohnt. Zu einem wurde eine schöne Aussicht über das Thüringer Land geboten und zum anderen natürlich eine Besichtigung der Burganlage und ihrer Räumlichkeiten. Beides, aber vor allem letzteres hat mich doch beeindruckt. Das schöne Frauenzimmer oder auch Mosaikzimmer genannt und der Festsaal erst, ein Augenschmaus! Nicht zuletzt sah ich auch wo Martin Luther sein kleines Reich hatte.  Ich empfand diesen Besuch es als sehr sehenswert. Die Wartburg ist eine Reise wert, wenn sie für Besucher offen steht.

„Wenn die Seele weint“

 

 

Kommt uns das Leben schwarz-weiß daher, liegt es oft auch an unserem Gefühl, wie wir die Welt um uns herum, vor allem aber, die eigene wahrnehmen. Bunte Farbe von außen, sieht wunderbar aus und wie gern würden wir diese Farbigkeit auch in unser Leben lassen, doch es wird uns keine Punkte bringen, weil diese Farbe, die wir im außen bewundern, aus uns selbst fließen sollte. Wir sollten selbst fühlen, wie Grün der Rasen, wie Blau der Himmel, wie Bunt die Blumenpracht ist, die unsere Augen zwar sehen, doch unser Gefühl sich davor verschließt.

Und sicher gab es im Leben eines jeden von uns, Tage, die es in sich hatten. Da konnten wir ganz einfach nicht unbeschwert sein, obwohl wir es gern wollten. Und oft war es dieser unsägliche Wille, der uns genau davor zurückhielt, wieder in ein Gefühl der Balance zu kommen.

Denn wenn die Seele Kummer hat, sollten wir diesen wahrnehmen und herausfinden durch Fühlen, warum und wie wir es verändern können, ohne natürlich auch den Verstand nie zu vergessen. Eine Farbe von außen kann dabei eine Art guter Ratgeber sein, jedoch müssen wir selbst etwas dafür tun, um die bunte Farbe im Gefühl selbst wieder zu fühlen und wahrnehmen zu können.

Ablenkung ist solchen Momenten wohl nur sinnvoll, wenn wir bereits erkannt haben, wo unser Problem liegt und die ersten Schritte zur positiven Veränderung eingeleitet haben. Wir haben uns der Problematik gestellt und wissen, unser neues Tun wird uns auch wieder besser fühlen lassen. Oft fühlen wir es schon mit dem ersten Schritt in die neue Richtung. Wir fühlen uns leichter und vertrauen wieder mehr. 

Oft ist auch das Gefühl der Angst ein Hindernis. Wir sollten uns immer wieder vor Augen führen, kein Mensch ist fehlerfrei, wichtig jedoch ist, aus seinen Fehlern zu lernen. Ich weiß, das klingt total abgedroschen und doch ist es richtig und vor allem wichtig, möchten wir in Zukunft nur Freudentränen der Seele wahrnehmen. Natürlich ist es auch verständlich, das wir Gefühle der Angst hegten bei manchen Prüfungen, die uns das Leben zu kommen ließ. Stellten wir uns diesem Gefühl immer mehr, verblasste die Angst auch, sie löste sich nach und nach auf, waren wir auf dem richtigen Weg der Seele. Und groß ist doch, wenn wir lernen die Angst hinter uns zulassen und mutig nach vorn zu gehen, ganz gleich was ein anderer auch meint zu unseren Fehlern aus der Vergangenheit. Wichtig ist doch das Hier und Jetzt, daraus formen wir den Morgen. Selbstliebe ist nie überzogen, solange wir unserer Seele folgen.  Und natürlich heißt dies auch nicht, das es immer nur eitel Sonnenschein gibt, aber, und das ist wohl wichtig, wir sind mehr in Balance und können manche Anforderungen besser bewerkstelligen.

(Fotos/Text: Jana Goeritz)

 

„Kleine Freunde“

 

 

Ich kramte soeben in alten Fotos und erfreute mich wieder an diesen kleinen Freunden, welche einst meinen Weg kreuzten, auf die eine oder andere Weise, jedoch aus keinem Tierpark oder Tiergehege, sondern einfach frei, irgendwo in Sachsen. 

Zu einigen gibt es auch etwas von mir zu sagen, so zum Beispiel finden sich Geschichten im Buch „Himmelblau und Sonnenreich“ von der blauen Libelle und der Eidechse wieder.  Durch den schwarzen Schwan wurde ich einst inspiriert eine Geschichte zu schreiben, welche im Buch „Im Land unter dem Regenbogen“ ein zu Hause gefunden hat und natürlich auch das Buch „Freddy und seine Geschichten“ das Buch-Cover ziert das Foto mit der Amsel im rot-blühenden Bäumchen.

Hieran erinnere ich mich immer noch sehr gut. In einem Schlosspark ging ich spazieren und als ich zurück zum Parkplatz ging, kam ich an dem Bäumchen vorbei. Zuvor jedoch, sah ich die Amsel auf einer Wiese rechts neben mir. So wollte ich sie also fotografieren und fragte, ob sie vielleicht unter das Bäumchen im schönen grünen Gras Platz nehmen würde, das sehe sicher recht gut aus, doch sie kam meinem Wunsch keineswegs nach und flog davon. Traurig wie ein kleines Kind ging ich so meine Schritte weiter, doch plötzlich kam sie zurückgeflogen und setzte sich mitten in den blühenden Baum. Ich hatte auf einmal alle Zeit der Welt meine Fotos zu machen und meine Traurigkeit war wie verflogen. So bedankte ich mich bei der Amsel und fühlte einfach nur Freude.

Mal schauen was sich in den nächsten Tagen noch so an Fotos finden lässt, welche meine Seele liebevoll erinnern.

 

„Zweiundzwanzig Wegboten“

werbung zweiundzwanzig Wegboten

ISBN 978-3-7504-0676-6

„So viel Schönes wohnt im Menschen.
Der Glanz seiner Seele, und möge er es anfänglich auch kaum verstehen,
wird doch von anderen gesehen.
Von allen?
Von denen, die bereits gelernt und fühlen.        
Auch von den anderen?
Ja, schauen sie auch weg.“

Weitere Leseproben und mehr zum Buch gern unter    http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/93.html

„Die Farben des Februars – Heute für mich schon am Morgen besonders“

 

Da sage mir einmal jemand, der Februar trüge keine Farbe. Zwar haben wir heute, in unserer Gegend zumindest keine Sonne satt und es windet, dafür aber blühende Krokusse,  Waldameisen, welche sich auf einer Wurzel, im kleinen Sonnenstrahl, etwas sonnen, eine wunderschöne Ente, zwei entzückende weiße Schwäne, Sonnenstrahlen, die die Wellen des Wassers berühren und es dadurch magisch glitzernd aussehen lassen, und einiges mehr.

Etwas überlegen lässt mich meine eingefangene Baumzeichnung, die für mich, eine Person kniend zeigt. Meine allererste Eingebung war, es geht ums beten. So war ich heute Morgen im katholischen Gottesdienst. Ich hatte mir extra einen Wecker gestellt, um alle meine Arbeiten, die bei mir immer irgendwie anfallen, was Hausarbeit betrifft, vorher ordentlich zu bewältigen. Klingt viel und unheimlich groß, ist es aber keineswegs, muss aber dennoch getan werden. Das beginnt beim Lüften der Wohnung, mit dem Füttern meiner Stubentiger, geht über das Säubern ihrer Näpfe, bis hin zum frischen Wasser geben, das Säubern der Katzentoilette, Staubsaugen, feucht durchwischen, bis hin zum Sonntagsfrühstück für zwei, und was eben noch so manches anfiel.

Jedenfalls konnten wir uns 9 Uhr auf den Weg zur Kirche begeben und ich stellte fest,  der Gottesdienst  wird anders abgehalten, als im evangelischen und ich fühlte mich heute, dort besser aufgehoben. Entweder war es für mich eine unbewusste Erinnerung aus Kindertagen oder ich fühlte wirklich etwas mehr Strenge in diesem Gotteshaus. Wo in früheren evangelischen Gottesdiensten, die ich schon besuchte, man mitunter kaum etwas verstand, weil viele Kinder weinten oder anders sich beschäftigen wollten, war heute absolute Ruhe. Ich möchte mich keineswegs falsch verstanden wissen, Kinder sind Kinder, sie dürfen lachen und rennen und sprechen. Doch muss es wirklich alles auf einmal in einem Gottesdienst sein? Liegt es an den Eltern, auf ihre Kinder in einer liebevollen Art Einfluss zu nehmen, und ihnen nahezubringen, wie ein Gottesdienst besucht werden soll? Oder sollten die Eltern ihre kleinsten Kinder keineswegs mit in einen Gottesdienst bringen, erst wenn sie die nötige Reife haben, wirklich zu verstehen? Wohl ein schwieriges Unterfangen, hier einen richtigen Weg zu finden.

Heute sangen, beteten wir gemeinsam das Halleluja, Fürbitten, Vaterunser, Friedensgruß, standen auf, setzten uns, gingen auf die Knie. Auch wenn es vielleicht für manchen lustig klingt, ich fand es ein wenig anstrengend, wohl aber nur, weil mir der Ablauf einer solchen Messe keineswegs geläufig ist. Außer dem Vaterunser kann ich kein weiteres Gebet wirklich auswendig. Na doch, „Ich bin Klein, mein Herz ist rein, niemand soll drinnen wohnen nur Jesus allein.“ Das ist mein Überbleibsel aus der Christenlehre von vor  49 Jahren. Die, welche sich damit bestens auskennen, mögen mir es nachsehen, das ich mich etwas befangen fühle.

Auf jeden Fall gestaltet sich meiner Meinung nach der katholische Gottesdienst, abwechslungsreicher und intensiver. Mich berührte, dass die Menschen um mich herum, es wirklich sehr ernst nehmen, ich ja auch, und doch fühlte ich da noch etwas anderes bei ihnen. Vielleicht so eine Art „Alter Hase“ sein zu können, was das Singen und Beten in einer Gemeinschaft anbetrifft. Da traten Frauen und Männer ein, in meinem Alter auch, aber auch ältere und sogar auch viel jüngere, auch einige Kinder. Viele von ihnen gingen auf die Knie vor dem Altar. Ich fühle mich da unwohl, habe noch keine Ahnung warum. Jedoch bekreuzige ich mich immer, betrete ich Kirchen und auch wenn ich sie wieder verlasse. Und ich empfand, auch für das Betreten eines Gotteshauses, zu einer Messe, muss ich vorbereitet sein. Das hätte ich besser machen können.  Die anderen Menschen um mich herum, wussten einfach alles. Das verlief bei ihnen wie von allein. Sie standen auf, sie blieben stehen, sangen, sprachen nach, setzten sich, um wieder zu singen und aufzustehen, klappten die Kniebank herunter, klappten sie wieder hoch.  Ich jedoch tat es ihnen nur nach und das war es, was mich etwas störte. 

Man lernt eben nie aus und so glaube ich, die Baumzeichnung, war ein Wink für mein Gefühl. Vorbereitung ist eben alles, auch wenn es um eine katholische Messe geht.

Und noch etwas sprach mich an. Diese ehrliche Freundlichkeit, welche sich durch bezaubernde lächelnde Gesichter zeigte.  In einer evangelischen Kirche war ich auch schon zu Gottesdiensten, wenn auch sehr selten, jedoch zu Weihnachten und Neujahr sehr gern. Doch wahrscheinlich waren dann viele andere Menschen auch dort beim Gottesdienst, welche so wie ich, im Jahr über keinen, oder nur wenige besuchten. Heute mitten im Monat Februar, ein katholischer Gottesdienst, an einem Sonntag, wie es viele im Jahr gibt, gehen sicher nur die Menschen in die Messe, die wirklich etwas mit Gott am Hut haben. Die aus ihrem Glauben in der Öffentlichkeit keine Herzensgrube machen. Vielleicht war das der Unterschied, den ich fühlte. Vielleicht wäre mir dies an einem Tag wie heute auch in einem evangelischen Gottesdienst aufgefallen, keine Ahnung.  Für mich, mein Gefühl, meine Seele war es gut heute dort gewesen  zu sein und sicherlich werde ich es bald einmal wiederholen. 

 

 

„Liebe für die Seele“ Band 1

„Ozean gefüllt mit Tränen, doch nah an der Sonne, ein Meer von Licht.
Tränen werden trocknen und Flüsse führen Wasser dorthin.“

*

„Leise mit Bedacht, durch die Räume.
Die Schwere, ich fühle sie nicht mehr.
Meine Seele, mit Liebe gefüllt.“

Weiteres zum Buch, wie auch weitere Leseproben gern unter ..    http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/5.html

„Meine letzte Spur im Oktober“

 

 

Na Feiertagsstimmung da draußen? Schon früh machte ich mich heute mit meiner besseren Hälfte in die Spur. Sie führte wieder einmal über die Stadtgrenze hinaus, die Welt um uns herum zu erkunden. Die Scheiben vom Auto mussten wir schon freikratzen und Nebel lag über dem Land. Dennoch zog es mich in die Ferne. Gestern noch dachte ich, beim letzten Ausflug war die göttliche Führung so schön, und ich verließ mich heute auch darauf, zugegeben etwas anders, denn ich hatte einen Plan. Gestern kam mir noch der Ort Wechselburg ins Gefühl, aber ich tat dies ab, da wir ihn schon 2014  einmal besuchten, genauer die dortige Basilika und den angrenzenden Park, doch mein Gefühl damals war ein total anderes als heute.

Mein Plan für heute war, einfach kurz da anzuhalten und zu fotografieren, wo es gefällt. Das tat ich zur Genüge und als ich den letzten Ort anfahren wollte, kam eine Umleitung ins Spiel und diese führte, genau, über den Ort Wechselburg. So besuchten wir also heute die Basilika ein weiteres Mal, ebenso den Park und mein Gefühl war, ich glaube ich könnte dazu sagen, freundlicher gestimmt, als beim letzten Mal. Es gefiel mir außerordentlich gut. So verbrachten wir in Ruhe einige Minuten im Gotteshaus, dennoch fand ich heute keine Ruhe in mir, in einer der hölzernen Sitzreihen kurz innezuhalten. Ansonsten tat ich dies fast immer in jeder Kirche oder Dom, den ich besuchte und das waren bei Gott schon sehr viele.

Nun, der letzte Tag in diesem Monat und mir begegnete so viel Natur, Farbe, Gefühl. Eine kleine Auswahl meiner Fotos von heute möchte ich gern mit euch teilen. So wünsche ich euch einen angenehmen Tagesausklang und einen guten Start in den November.

http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/78.html