Schlagwort-Archive: Freude

„Dankbar sein“

DSC02798

Noch ist der Zauber der Weihnacht für mich zu fühlen. Tief in mir sitzt immer noch das kleine Mädchen, das staunt und sich über so vieles freuen kann und darf. Über unseren Weihnachtsbaum der mit kleinen und großen rot-goldenen Kugeln geschmückt und mit weißem Licht die Stube erstrahlt. Dazwischen hängen kleine Tannenzapfen deren Ränder golden erzählen und extra für meinen Schatz erzählt der Weihnachtsbaum auch von  Schokoladenkugeln und Nougat Zapfen.  Der Schwibbogen im Fenster erzählt aus Seiffen, von der achteckigen Kirche, welche wir vor einem Jahr besuchten. Schöne Erinnerungen werden wach und auch am Heiligen Abend waren wir zum Krippenspiel in einer Kirche und gestern Morgen zum Festgottesdienst. Weihnachtsmusik lief ganz oft in den unseren weihnachtlich geschmückten Räumen und sehen wir aus einem unserer Fenster sehen wir in unseren übergroßen Hof der Engelsgärten in Engelsdorf, der mit vielen großen und kleinen Bäumen und Hecken, Spielplatz und vielen Holzbänken versehen ist und auch mit Nadelbäumen und ein großer Nadelbaum erstrahlt seit dem ersten Advent im hellen Licht mitten im riesengroßen wunderschön gestalteten grünen Hof.  Bin ich ehrlich, fühle ich etwas Wehmut, das Weihnachten schon bald vorbei ist. So schön es zu Hause auch ist, bin ich doch auch gern an der frischen Luft. Heute führte unser Mittagsspaziergang zum Muldenwehr. Diese unglaublich Kraft die sich dort am Wehr ergießt, wunderbar. Und wenn auch die Bäume ohne Grün, der Himmel etwas grau und die Sonne nur ab und an nach uns schaute, hielt ich wohl genau in jenem Augenblick dies fest. Das zuvor ruhige Wasser in seinem Lauf, auf dem sich kleine silberne Sternchen zeigten, die die Sonnenstrahlen schenkten, um sich dann in einem lauten Getose im Schwall zu ergießen, ließ mich eine Kraft spüren, die mich irgendwie mitnahm in ein Bad der Reinheit und Kraft meiner Gefühle. Dankbar.

„Glück?“

DSC06006

Gerade denke ich so, wie unbewusst wir Menschen doch manchmal sind, denken wir über Glück nach. Jedoch kam es sicher schon bei vielen von uns vor, das wir schon einmal sagten „Glück gehabt“, wenn etwas doch gut für uns ausging.

Glück kann doch so vieles sein und dann noch so unterschiedlich, weil es für jeden von uns etwas anderes bedeuten kann. Es kommt doch auf die Gefühle an, ob sie es als Glück akzeptieren, was uns begegnet im Leben.

Für manchen ist Glück, einfach für sich sein zu können, für einen anderen wieder Trubel. Glück ist für den einen eine schöne Partnerschaft, für einen anderen ist Glück viele Freunde zu haben. Für einen gesunden Menschen ist Glück, vielleicht nur ein Tag, wenn auch die Sonne lacht, für einen der mit Krankheit kämpfen muss, auch ein Regentag den er erleben darf. Glück hat viele Gesichter, wichtig ist wohl nur, dass wir es auch erkennen.

Spreche ich von mir selbst, kann ich nur sagen, meinte ich früher in jüngeren Jahren, ob ich manches glücklich nennen kann, was mir so begegnete, fühle ich heute doch anders. Es fügte sich oft glücklich eines zum anderen, dies erkannte ich aber erst im Nachhinein, warum auch immer, jedoch glaube ich, dass ich ungern in Veränderungen ging und so dadurch haderte.  Aber so habe ich erfahren, Glück kommt, wenn es kommen mag, ich habe immer so gehandelt, das es meinem Gefühl guttat, gerecht und ehrlich und sagte mir dann, dass ich alles von meiner Seite getan hätte, was ich tun konnte und wartete ab wie sich etwas entwickelte und zumeist nahm es eine glückliche Wendung, war es zuvor von so etwas wie Chaos bestimmt.

Und kann Glück ein Dauergast sein? Kommt wahrscheinlich auch wieder auf das eigene Gefühl darauf an, oder? Dachte ich früher, Glück ist nur ein Minutenspiel, wenn auch vielleicht immer mal wieder im Leben, glaube ich heute, es kann durchaus anders sein. Natürlich ist Glück ein großes Wort und wir verknüpfen damit oft ein großen Lottogewinn oder eine super immerzu glückliche Beziehung, weite Reisen, und was noch alles.

Aber für mich ist Glück in erster Linie ein gutes friedliches Gefühl, das ich innehabe, weil ansonsten doch kommen könnte, was wolle, es wäre nie genug und das wäre doch furchtbar, zumindest für mich.

Foto und Text: Jana Goeritz

http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/78.html