Schlagwort-Archive: Gedanken

„Willkommen im Leben“

cover neu Willkommen im Leben

„Das Rad der Zeit lässt allerlei sehen.
Vergangenes verstrichen im Zukunftsuhrenwerk.
Welche Träume dürfen fliegen, weil sie erfüllt,
oder weil sie noch hängen, am Zeiger der Zeit?
Werden neue Gedanken geboren, dort im Zukunftsblick?
Werden Menschen sich auch finden, welche verstehen, nicht die Zeit hat Schuld?
Freude und Liebe schenken Lachen.
Das Rad der Zeit es läuft, egal was der Mensch auch lenkt.“
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„Schmetterlingszeit: ein Geschenk ist erkannt“

werbung schmetterlingszeit

„Einst tief verborgen in einer Seele, scheinbar glänzende Stunden,
versteckt in einer bunten Schatulle.
Der Schlüssel tief im hellen Seelenmeer versunken, schimmert golden grün.                    Die Wahrheit, sie geht nie verloren.“

 

Weitere Leseproben und mehr zum Buch gern unter     http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/104.html

„Die wunderbare Josepha“

Cover die wunderbare Josepha

ISBN: 9-783-7528-2254-0

 

Inhalt

Ceija

Der Unbekannte

Ein Tag mit Wendungen

Der Klosterladen

Das Land der Liebe finden

Wie das Leben spielen kann

Das Kinderheim der Stadt

 

Auszug aus der Geschichte  „Das Land der Liebe finden“

…… Er erhebt sich, geht ums Bett und hebt den Rucksack mit einer Hand an, um ihn dann wieder fallen zu lassen. „Also du meinst ja immer, du hättest schwer am Leben zu tragen, jetzt glaube ich dir das“, sagt er mit ernster Miene und setzt sich wieder, dieses Mal gleich neben den Rucksack. Tim sortiert im Schrank etwas hin und her, als hätte seine Suche nach dem Land der Liebe im Schlafstubenschrank bereits seinen Anfang genommen.

„Wieso?“, fragt Tim, ohne sich dabei umzudrehen und Lars antwortet, „Na hör mal. Was hast du denn alles eingepackt? Also mir wäre das viel zu viel Gedöns. Du brauchst doch nur Unterwäsche und einen Pulli, vielleicht noch eine Hose. Heute kann man doch überall waschen oder waschen lassen.“ Tim ist immer noch mit dem Inhalt des Schrankes beschäftigt und antwortet „Ja. Kannst du ja machen. Du weißt doch, wie es geht.“ Lars stutzt. „Hä? Was weiß ich? Wie was geht? Drehst du dich auch mal wieder um?“ Tim atmet laut aus. „Was ist denn?“, fragt er genervt. „Ich meine ja nur, mir wäre das hier zu viel“, sagt Lars mit einem unterschwelligen Ton und meint Tim weiß immer noch keineswegs, um was es Lars geht und Lars ergänzt „Hier dein Rucksack, Mensch.“ Tim will gerade einen Schritt zum Bett zu gehen, stockt, guckt Lars unverständlich an und fragt „Was willst du denn von mir? Am besten du gehst jetzt. Ich habe noch zu tun, auch mit mir selbst. Also, jetzt, bitte.“ dabei schaut Tim mit etwas aufgerissenen Augen zur Tür. „Wie freundlich du mich rausschmeißt. Das hatten wir ja auch noch nie, aber ich gehe.“ bei diesen Worten erhebt sich Lars vom Bett und geht zur Wohnungstür. Als er bereits im Flur seine Schritte tut, sucht Tim weiter im Schrank und Lars verabschiedet sich beim Gehen zur Tür „Gute Reise. Lass mal bei Gelegenheit etwas von dir hören.“ Dann fällt die Tür ins Schloss und Tim ist allein in seiner Wohnung.

Was er auch immer im Schrank gesucht, es hat wohl woanders seinen Platz. Er lässt Luft ab und blickt auf den gepackten Rucksack, in den kein paar Strümpfe mehr passt. Und wie er so sitzt und guckt, denkt er sich „Mit dem Kram, will ich in die Welt? Ich brauche doch nur mich und meinen Verstand.“ Er macht den Rucksack auf und holt erst die oberen Sachen heraus, so das man annehmen könnte, er schaut nach, ob er das, was er im Schrank suchte, vielleicht doch bereits im Rucksack hätte, doch nach und nach landet alles wieder auf dem Bett. Den leeren Rucksack stellt er wieder in den Schrank. Ob er diesen suchte, obwohl er schon gepackt war?  Die ausgepackten Sachen lässt Tim auf seinem Bett liegen. Er nimmt seine Plastikkarte und etwas Kleingeld aus seinem Portemonnaie und steckt es sich in die Hosentasche seiner Jeans, nimmt seinen Schlüssel, geht zur Tür hinaus, schließt danach ab, läuft die Treppen im Haus hinunter zur Haustür und setzt seine Füße auf die Straße. Auf dem Bürgersteig bleibt er jedoch kurz vorm Haus stehen.

„Mist, hätte ich mir auch einfacher vorgestellt“, brummt er und sieht den Menschen zu, die auf der Straße ihrer Wege gehen.“ Mein Gott dieses Gehetze! „Was tun wir Menschen uns nur selbst an?“mit diesen Gedanken fasst er in seine Hosentasche, um zu fühlen, ob er das Geld noch einstecken hat. Dabei denkt er an Lars, der ihm von seinem Friseurbesuch erzählte. „Mutig. Mutig, ist ihr Freund.“erzählte Lars ihm, das hat die Friseuse gesagt, als Lars ihr von Tims Vorhaben erzählte. Und Tim befiel vor ein paar Tagen noch, so eine Art, kleinerer Größenwahn, von dem jetzt gerade, jede Spur fehlt. Noch immer steht Tim wie angewurzelt auf dem Bürgersteig und fragt sich, wenn es jetzt beginnen würde in Strömen zu gießen, ob er losgehen würde, oder doch eher zurück in seine Wohnung. Er hat darauf keine Antwort, kommt sich gerade ziemlich dämlich vor und entscheidet sich deshalb, vorwärtszugehen. Er schaut kurz nach links zur Kreuzung, die unweit des Wohnhauses ist, in dem er seine Wohnung hat und dann nach rechts, die Straße einfach entlang. Und weil er keine Ahnung hat, was mit ihm gerade los ist, und was er wohl wirklich will, geht er zur Kreuzung vor, mit dem Gedanken, „Dort kann ich mich ja dann noch einmal entscheiden, in welche vier Richtungen ich meinen Weg fortsetzen werde.“

Für die Zeit von fünfzig Schritten, das ist der Weg bis zur Kreuzung, fühlt es sich für Tim erst einmal gut an. An der Fußgängerampel geht er geradeaus weiter, so als weiß er nun, wohin er müsste. Auf dem klein gepflasterten Bürgersteig kommt ihm unter anderem ein älterer Herr entgegen. „Entschuldigung.“ beginnt Tim zu sprechen, doch dieser geht an Tim vorbei. „Nun bleiben sie doch bitte einmal kurz stehen!“, ruft Tim ihm nach und ist enttäuscht, doch er möchte seinen Kopf keinesfalls hängen lassen. Dennoch stellt Tim fest, der Anfang seiner Reise hätte besser sein können. …..

Mehr zum Buch, als auch,  eine weitere Leseprobe, gern unter http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/91.html

„SeelenEngel“

Inhalt:

Vorwort
Mein neuer Weg
Loslassen (Kater Iwan)
Kommunikation mit einer Seele (Kater Georg)
Visualisieren (Kater Georg)
Seelen sehen
Die Seelenarbeit mit den Engeln
Mein weiteres energetisches Arbeiten und
die energetische Reinigung
Meine Träume und wie ich sie deute
Spirituelle Zeichen und ein liebenswerter Waldgeist
Entspannung für Körper, Geist und Seele
Das Übernehmen körperlicher Schmerzen
Meine Gefühle
Was ich unter spirituell verstehe
Die Kraft des Gebetes „Das Vater Unser“
Meine Liebe zu Edelsteinen
Wie ich mit Engeln kommuniziere

Noch mal kurz geschaut
Wünsche
Nachwort


… welchen ich durch meine Seele fühlte. Und dieser Weg führte mich in die Zurückgezogenheit, so dass ich erst mal wieder Kraft schöpfen durfte. ….

Mehr zum Buch gern unter .. http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/8.html

„Emilia Sommerfeld“

werbung emilia sommerfeld

ISBN 978-3-7392-3787-9

Klappentext: 
Emilia ist Anfang vierzig und entfernt sich emotional von ihrem Mann. Sie lernt den jüngeren Emanuel kennen. Er nähert sich ihr, auf eine sehr erfrischende Art, doch Emilia traut dem Frieden nicht. Nach einigen Begegnungen mit ihm, kann Emilia mithilfe von Madame Bourness herausfinden, warum sie sich, so durch diesen Mann angezogen fühlt. Doch da ist noch etwas anderes, das Emilia fühlt. Sie geht dem nach und wird so zu Emanuels Wahrheit geführt. Ein Geheimnis ist gelüftet.

Eine Geschichte zweier Seelen die sich fanden, um Vergebung zu finden.
Eine Geschichte über Liebe, Schmerz, Vergebung und Freundschaft.

Inhalt:
Prolog

Irland in ihren Augen
Emilias Geburtstag
Emilias Gefühle
Das erste Date
Ein guter Tag
Im Land Unbekannt
Ein Geheimnis wird laut
Die erste Begegnung danach
Epilog

 

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„Schmetterlingszeit: ein Geschenk ist erkannt“

werbung schmetterlingszeit

„Zauber“, flüsterte eine Seele, öffnete dabei ihren Mantel weit.
Goldene Strahlen, fielen in eine trübe Zeit, erfüllten diesen Raum mit Licht.
„Zauber“, flüsterte eine Seele, der Mensch jedoch vertraute nicht.
Er verschloss den hellen Raum, doch als das Licht erlosch, fragte er die Seele,                   „Seele, Licht?“
Die Seele jedoch vertraute ihm nicht und sprach, „Du musst mir vertrauen, dann verhelfe ich dir, zu deinem eigenen Licht.“ 
Der Mensch vertraute und sprach zur Seele „Seele, Licht.“

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„Wahre Traumtänzerin“

traumtänzerin

„Entscheidungen in der Nacht sind am Morgen manchmal schal,
denn das Sonnenlicht erhellt sie.
Entscheidungen in der Nacht sind bis zum Morgen manchmal noch gewachsen,
die klare Sternennacht wachte über sie und strahlte die Wahrheit bis hinein in den Morgen.“

*

„Endlosschleife „Der falsche Mann“ gerissen.“

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„Stille zu Besuch“

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Wenn Stille uns besucht, ist in unserem Gefühl etwas durcheinander geraten. Etwas, das uns so keineswegs weitergehen lassen möchte. Es ist schwer für uns, dies zu akzeptieren und wir kämpfen. Doch solange wir kämpfen, möchten wir wohl keineswegs annehmen, das was ist. Wir scheuen uns unsere Gefühle näher zu betrachten.

Wenn ein Traum stirbt, verblasst die Farbe. Das Leben erscheint etwas trostlos zu dieser Zeit. Doch lieben wir uns selbst, könnten wir ergründen,  warum dieser Traum gehen musste. Wir würden dadurch lernen und wachsen.

Und wenn wir die Stille annehmen, sie nie als etwas sehen, das uns nie gereicht, dann könnte sie aus unseren Gefühlen etwas zaubern, das wir als stark und reich empfinden könnten und die Welt darf von uns lernen.

Ist Stille zu Besuch, haben wir sie oft selbst eingeladen, um wichtige Entscheidungen treffen zu können, oder sandte das  Schicksal sie? Vielleicht ist es aber auch der Wille eines Menschen, der einen anderen damit in seine Richtung lenken möchte. Das letztere wäre Manipulation. Oft hält die Angst vor Veränderungen den Menschen davon ab, ehrlich sich selbst gegenüber zu sein. Dies ist aber sicherlich keine Option einen anderen deshalb unglücklich sehen zu wollen. Größe ist, wenn ein Mensch sich eingestehen kann, dass wir immer nur uns selbst verändern können, um eine Veränderung herbeizuführen. Diese Veränderung allerdings muss im Gefühl stattfinden, nie im Willen.

(Foto und Text: Jana Goeritz)

„Wenn es spricht“

wenn es spricht

„Im Blick der Seele, eine Farbe, hell melodisch und doch warm.
Dein Ton verführerisch schön, dein Lied von Gott erzählt so viel,
und doch fragt wer, nach dem Warum.“

 

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„Mein neues Buch erscheint demnächst“

Cover

„Eine Welt ein schimmerndes Farbenmeer, lachende Zauberei.
Das dunkle Nuancen mit Weiß heller werden, haben wir gelernt.
Der Weg zum Weiß allein ist schwerer zu finden, wenn eine dunkle Farbe das Leben in Atem hält.“

*

„Was zu wenig, vergeht.
Gedanken, Gefühle, Erinnerung.
An Wänden, perlten Schaumkronen herunter.
Gefühle erzählten kaum.
In einer Falle, entzündete so manches Licht, die Wahrheit schon.
Wachs an den Händen, altes versiegelt?
Findet neues einen Platz?“

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„Seelenweiß“

seelenweiß

„Erinnerung zerrinnt und in einer Träne geht eine ganze Welt auf Reisen.“

„In sich selber ruhen bringt viel Gutes auf den Weg.“

„Mein Los wird keines sein, ich spiele nicht.“

„Eine Expedition macht mal jeder Mensch, die in sein eigenes Leben.“

 

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„Wetterleuchten“

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„Leere Worte, mit ihnen kann man lesen lernen.
Verstehen jedoch wird man nicht.
Es fehlt das Tun.“
*
„Die Schreie der Kindheit, manchmal rufen sie noch in der Seele.
Dann ist es gut, er ist da, versteht und liebt.“
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„Durchreisen“

Durchreisen

  ISBN: 978-3-7386-5903-0

„Manchmal glaubte sie,
das Licht der Welt rückte an den Rand.
In ihr offenbarte sich eine Sicht, vieles schien aus der Balance.
Doch sieben Lichter holten sie ein!
War sie die Herrin über ihr Sein?


Manchmal glaubte sie,
das Licht der Welt fiele von ihr.
Angst, im Dunkel vergessen zu sein.
Doch sieben Lichter holten sie ein!
Sie ist die Wärme, sie ist ihr Sein!


Manchmal glaubte sie, das Licht der Welt sei umgeben von Stürmen,
die es ihr schwer machten, zu verstehen.
Doch als sie im Auge des Orkans, einen Moment Stille erfuhr,
wuchs die Hoffnung aus ihr empor.
Genau dieser Moment sollte so sein,
und sieben Lichter holten sie ein.
War sie die Herrin in ihrem Leben?


Manchmal glaubte sie,
die Kostbarkeiten ihrer Seele, sie werden nie gesehen.
Nur bunte Träume gehören ihr.
Sie hütete sie wie ein Schatz, und endlich führten die sieben Lichter sie,
dorthin wo sie gesehen, und heute übersieht sie keiner mehr.
Ist sie die Herrin in ihrem Leben?“

Mehr Leseproben und weiteres zum Buch gern unter   http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/85.html

„Wolken am Himmelsrand“

Wolken am Himmelsrand    ISBN: 978-3-7494-8219-1
„Auf der Suche nach sich Selbst, fand er sie im Weltentanz.
Die Sonne fühlte er an diesem Tag.
Worte, die er sprach, trauten sich so viel.
Und auf einmal war sie im Gefühl und hielt sich fest für einen Moment,
der für ihn wohl alles war.
Vergessen war so schwer.
Und bunte Bilder malen Zukunft in sein Herz.“
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„Wer ist anders?“

 

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Heute möchte ich mich einem Thema widmen, mit dem ich selbst einmal zu kämpfen hatte. Das „Anderssein“ in den Augen anderer.

Es gibt Menschen, die diesem Wort wirklich alle Ehre machen. Sie sind Mensch. Sie wissen, dass es Menschen gibt mit den unterschiedlichsten Charakteren und Ansichten und ich glaube, gerade deshalb ist es sehr schwer für mich einen Einstieg zu finden in dieses Thema.

„Anderssein“ dieses Wort habe ich gar keineswegs so wirklich bewusst gewählt, sondern es kam mir gerade in meinen Sinn, doch es gefällt mir in diesem Zusammenhang, über was ich gern schreiben möchte.  Dieses Wort benutzt wohl ein Mensch, oder ein ähnliches, wenn er über einen anderen Menschen spricht oder nachdenkt, der sich anders anfühlt, ausschaut, bewegt, oder lebt, als er selbst. Dabei habe ich in meinem Leben feststellen müssen, „müssen“ weil ich immer mal wieder mit solchen Menschen und ihren Gefühlen oder Gedanken zusammenstoßen musste, das sie selbst anders sind, in dem Maße, in dem sie es den anderen absprechen normal zu sein.

Schon als junge Frau konnte ich dem keineswegs etwas Positives abgewinnen, wenn man anderen Menschen zu Nahe trat, in dem ihnen ihre Selbstliebe oder gar Liebe mit Füßen trat, durch sinnloses und dummes Geschwätz. Da wurden ihre Gefühle zunichte getrampelt, weil sie einen Pickel auf ihrer Nase trugen, weil sie viel zu dürr oder gar viel zu fett ihrer Ansicht nach waren. Weil Menschen Behinderungen hatten, und ich finde dieses Wort „Behinderung“ so absurd.  Warum? Weil ich immer wieder auch Menschen begegne, die die einem „Gesunden“ zeigen, wo seine Behinderung liegt.

Ich bin im Juni letzten Jahres umgezogen, neben mir wohnt eine nette Frau mit ihrem netten Sohn. Sie war zu Anfang sehr zurückhaltend und ich war immer gleich drauf zu. Bis ich bemerkte, ihr Nichtwissen, nicht Fühlen meiner Person gegenüber, auch ihr wohl nicht einschätzen können mir gegenüber, der Grund war. Weil ich ihren Sohn als vollwertigen Menschen annahm von Anfang an, öffnete sie sich mir mehr und mehr. Ich empfinde es als schlimm, das Menschen wohl Angst fühlen, wenn sie sich mit ihrem Kind einem anderen zeigen, weil das Kind einfach nur anders aussieht, anders spricht, sich anders bewegt. Es schmerzt mich etwas, das Wort „anders“ zu gebrauchen, jedoch beruhigt mich meine Seele, das ja wohl jeder Mensch anders ist, von daher fühle ich mich jetzt ruhiger werden.

Warum verhalten sich Menschen so? Weshalb glotzen Menschen einem Rollstuhlfahrer endlos entgegen oder gar hinterher?  Weil sie Mitleid haben? Oder ist es eher Mitgefühl? Doch wie fühlt sich ein Mensch im Rollstuhl, wenn er ständig von oben her betrachtet wird? Wie fühlt sich ein Mensch der mehr Kilos mit sich herumschleppt, wenn er verächtliche Blicke erntet? Wie fühlt sich ein Mensch der in anderen Augen krank erscheint und unglaubliche Blicke erfahren muss?

Ich aus meiner ganz eigenen Erfahrung darf erzählen, das ich noch Anfang 2018 20 kg mehr auf meinem Rippen trug, als ich es heute tue. Nie war ich wirklich zufrieden mit meinem Gewicht, und jede Diät schlug irgendwann fehl. Erst als ich meine Ernährung umstellte, wenig aber weißes Fleisch, Gemüse und so, purzelte etwas Gewicht, doch leider fielen die Kilos erst mit meiner Autoimmunkrankheit, weil ich dann noch einmal einen ganz anderen Essensplan einhielt. Selbst musste ich also erst eine Krankheit erfahren, um mich körperlich und auch gefühlt zu verschlanken. Und das Wort „gefühlt“ schreibe ich keineswegs einfach nur so!

Gefühle spielen da eine so große Rolle und man darf mir ruhig glauben, wenn ich schreibe, das mancher und ich zähle mich da auch dazu, da keineswegs allein herausfinden kann, zumindest anfänglich. Durch meine Dualseele, habe ich gefühlsmäßig erfahren, dass wenn sie Kummer fühlt, ich es auch fühlen kann, wenn ich mich keinesfalls schütze. Ich bekomme Heißhunger auf Süßes oder wenn der andere lernen muss, bekomme ich Hunger auf Herzhaftes. Ich musste also lernen, meine eigenen Gefühle unter Kontrolle zu bringen, um zu erfahren, habe ich Hunger oder der andere. Das hat mit viel Selbstdisziplin zu tun und auch mit Selbstliebe. Mein Satz ist oft gewesen „Ich habe bereits gesund gegessen, ich bin gesättigt.“ Dann löste sich das Gefühl auf.

Keinesfalls erst durch meine eigenen Erfahrungen, sondern auch früher schon, begegnete ich den Menschen freundlich, weil ich immer glaube, wenn jemand zu dünn ist, oder zu viel mit sich herumträgt, das wohl keineswegs selbst so gern hat. Das dahinter immer ein Schicksal steht, das es immer um Liebe geht. Entweder wurde zu viel Liebe in Kindertagen entbehrt oder vielleicht auch umgekehrt, zu viel Liebe erfahren und Menschen fühlen sich eingesperrt oder eingeengt. Das kann nur jeder für sich selbst ehrlich beantworten. Doch gehören wir zu dem Menschenschlag, der sich darüber aufregt, sich amüsiert, sollten wir ehrlicherweise einmal darüber nachdenken, was würde uns danach stören, wenn dies behoben würde? Eine krumme Nase? Die Klamotten? Zu lange oder zu kurze Fingernägel? Es wird sich immer etwas finden, solange ein Mensch unzufrieden ist, der andere so sehen möchte. Und meine Frage ist demnach „Wo ist dieser Mensch „anders“ „?  Vielleicht hat der „andere“ in seinen Augen einen liebenswerten Partner, den er in seinem Leben vermisst? Oder einen guten Job?  Eine tolle Familie? Oder hat und lebt der andere einfach nur Selbstliebe? 

Ich glaube Menschen, die andere verächtlich betrachten, ihr Aussehen infrage stellen wie ich es schon schrieb, das sie große Probleme mit ihrem Selbstwert haben, und sie meinen so, ihren Wert zu erhöhen, in dem sie andere erniedrigen. Doch in meinen Augen geht dies nie auf!  Warum? Weil der erniedrigte seinen Selbstwert kennt und in seiner Selbstliebe bleiben kann!  Er lebt Liebe und wird vielleicht sogar geliebt. Aber genau das fehlt dem anderen wohl. Halleluja.

Mein Wunsch an diese Menschen wäre, ergründet einmal euch selbst ehrlich und respektvoll.  Wenn man sich selbst ehrlich und respektvoll behandelt auch mit Fehlern die man bei sich selbst entdeckt, kann man dies sicher auch anderen gegenüber walten lassen. Wie viel friedlicher wäre unsere Welt im Kleinen, wenn dies gelingen könnte?

(Foto/Bearbeitung: Jana Goeritz)