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„Gedanken, Gefühle, Bilder, Kommunikation“

Freitag früh, fast allein im Park unterwegs. Zwei Spechte hörte ich und ich sah zwei Reiher zuerst einen grauen, etwas später einen Schnee weißen. Beider flogen auf und der graue ward von mir nicht mehr gesehen, der weiße jedoch flog nach oben auf einen Baumast und verweilte dort. Bei mir stellte sich das Gefühl ein, das Heilung geschehen kann, denn ein weißer Reiher auf einem Baum, spricht für mein Gefühl von Heilung, vielleicht sogar von Heilung von „oben“, also durch Beten auch.

Als ich so spazierte am frühen Morgen, genoss ich die Stille um mich. Auf einmal roch es so stark nach Strom, unangenehm. Ich nahm diesen Geruch so stark wahr, aber konnte mir keinen Reim darauf machen, weil ich mich in der Natur befand. Zu Hause angekommen, sah ich, wir hatten das Licht in einem Zimmer vergessen zu löschen.

Und mich befiel ein Gefühl beim Gehen von Angst. Als junge Frau hatte ich dieses Gefühl oft gefühlt. Angst, verfolgt zu werden, so ich ging nie allein, irgendwelche Wege, die dunkel oder abgelegen waren. Damals konnte ich mir keinen Reim darauf machen, heute dagegen schon. Es war keinesfalls meine Angst, nicht in jungen Jahren und nicht heute, sondern das Gefühl meines Seelengefährten. So ging ich also heute meine Runden doch nicht so allein im Park, wie wohl gedacht.

Ein Jahr wie kein anderes?

Seit 19 Jahren fahren mein Mann und ich bereits im Oktober in die wundervolle Weihnachtswelt. Hier atme ich bereits Lichterglanz und Weihnachtsglöckchen mitten im Herbst. Manches Jahr wurden wir auch mit 20 °C Außentemperatur und Sonne satt begleitet. Doch dieses Jahr war es irgendwie anders. Mit Maske und Abstand zum Vorder- und Hintermann und bei Nieselregen stellten wir uns an, bis wir endlich in die warmen Stuben eintreten durften.

Ja das hat wohl dieses Jahr so mitgebracht, nicht nur die Frage „Wohin kann man noch fahren?“, sondern und vor allem „Hast du eine Maske dabei?“ Oder „Denk an die Maske.“

Und, wenn die wundervolle Weihnachtswelt sich immer kurz vorm Fest wieder verabschiedete, dieses Jahr wie so leider so vieles schon eher, war etwas Wehmut dabei, und ich tröstete mich mit dem Gedanken, nicht mehr lange und ich kann sagen in diesem Jahr wird ja wieder aufgemacht. Und jedes Jahr im Januar sagte ich meinem Mann, nur noch 9 Monate dann macht die Weihnachtswelt wieder auf, wenn erst einmal der Januar rum ist, geht es ganz schnell. Da sind Geburtstage, Kennlerntag, Hochzeitstag, Urlaub und dann ist es nicht mehr lang und wirklich, die Zeit kam immer und „Was habe ich gesagt, fragte ich dann?“ Lächel.

Was ich eigentlich damit sagen möchte, ist, dass wir dieses Jahr auf manch geliebtes Ritual aus vergangenen Jahren verzichten mussten. So zum Beispiel der Weihnachtsmarkt, mit all seinem Lichterzauber und köstlichen Düften, sowie liebenswürdigen Geschenke Buden. Aber auch auf die lachenden Gesichter und leuchtenden Augen, die einem so in der Adventszeit noch im letzten Jahr begegnet waren. Und natürlich ist es für alle eine große Herausforderung in der jetzigen Zeit, diese Adventszeit doch so schön wie es nur geht zu gestalten.

In diesem Jahr habe ich mir etwas Nettes einfallen lassen. Bei zwei Familien im Haus habe ich Geschenke an die Tür und vor die Tür gelegt und sie haben sich gefreut wie Bolle und ich erst. So hatte ich meine Freude bereits beim Einpacken der Geschenke und auch beim Verteilen, denn ich war zwei Stunden vor Mitternacht im dunklen Treppenhaus unterwegs, denn den Nikolaus sieht auch niemand. Und zu Heiligabend möchte ich es für alle im Haus machen. Nur einen kleinen Weihnachtsmann mit etwas drumherum nett in Folie mit Schleifchen und ab an die Türen, da freue ich mich jetzt schon drauf.

Vielleicht gibt es den einen oder anderen Menschen, der sich dies auch vorstellen könnte, andere zu überraschen, man darf es mir glauben, es lässt einen glücklich fühlen, also mich auf jeden Fall.

In diesem Sinn wünsche ich allen ein schönes und fröhliches, doch auch besinnliches Weihnachten. Bleibt gesund.

„Blauer Diamant auf Seelengrund“

Wenn die bunten Farben trauern, braucht es mehr als Sonne satt.
Es braucht Liebe und umarmen, Lachen, auch ein ernstes Wort.
Stille braucht es, innehalten, Fehler auch erkennen.
Es braucht Mut und frische Luft.
Manchmal braucht es von allem,
doch am meistens braucht es sich selbst, um wieder bunt zu malen.

Und in den Tiefen des gelben Meeres wohnte lang ein alter Grund.
Der Sonnenstrahlen helle Farbe spielte unterm Wellentanz.
Das Kind vom Sturm in mancher Stunde sich darüber ausgetobt.
In einer schon vergessenen Runde, saßen sie, erzählten davon,
vom Labyrinth aus Fels, aus Stein, keine Blumen wuchsen dort,          Zurückgezogenheit, heilte diesen Schmerzensort.

Ein sanfter Perlengesang erklingt, lieblich reizend, schön.
Die Wellen der blauen Flut bewegen ihn, hinein in eine Welt, die Liebe sehnt.
So Herzens nah der Augenblick, sie sind eins mit dem Gesang.
Sanfte Farbe, weicher Glanz, Hände berühren im Sonnenschein.
Silbermond schaut ihnen zu, tiefer Grund in Grün getaucht,                   heiler Schein ob hier, ob da.
Keine Suche, kein Verstehen. Freiheit bleibt sie nun endlos klein?
Nur die Liebe flüstert leise, nur die Liebe kann verstehen.

Weitere Leseproben und mehr zum Buch gern unter http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/106.html

„Zweiundzwanzig wegboten“



Klappentext:

Manchmal lassen wir uns vielleicht einfach treiben und werden auf diese Art und Weise auf unserer Reise inspiriert, von Eindrücken, welche uns begegnen und bewegen. Zweiundzwanzig gemalt und gestaltete Bilder können die Leser eintauchen lassen in eine bunte Welt, die auch in Worten erzählt.


Leseproben und mehr zum Buch gern unter
http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/93.html

„Ein hauch von Lila-Violett“

Ist es das Licht des Morgens, das ihn immer wieder weckt?
Stolz zieht er seine Bahn auf blauer Flut.
Wartet und wartet nicht, bis die Wellen am Fels sich brechen.
Sein Gefieder schwarz, sein Gefieder schneeweiß, dann es seines gleichen sucht.
Seine Augen sich in den Wellen des Meeres zeigen, immer wieder, sanfter, als noch zuvor.


Weitere Leseproben und mehr zum Buch gern unter
http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/118.html

„Zwei kleine Drachen“

15.12.19

(Bild gestaltet/Text: Jana Goeritz)

Zwei kleine Drachen verfliegen sich auf ihrer Reise im eisigen Wind.
Viele Schneeflocken tanzen zur Erde und ein Drache spricht geschwind, „Magst du mit mir ausruhen? Mir ist schon ganz kalt.“ Sein kleiner Freund ist einverstanden und antwortet ihm, „Lass uns noch bis zum Felsen fliegen, dort können wir sicher etwas ausruhen.“ Als der Fels im Meer immer näherzukommen scheint und sie endlich auf ihm landen, finden sie nach kurzer Zeit schon eine kleine Höhle.
Sie ist gerade so groß, dass die zwei kleinen Drachen darin Platz finden.
„Es ist so furchtbar kalt, mich schüttelt es richtig“, sagt der kleine Drache und in diesem Moment fällt dem anderen sein Feuer ein.
Mit seiner ganzen Kraft, die in ihm wohnt, versucht er sein Feuer zu entfachen, und es braucht ein, zwei, drei, vier Drachen-Anläufe bis er Feuer speien kann. Der andere kleine Drache erschreckt sich etwas und seine Flügel erheben sich, um das er wegfliegen kann,
doch er bleibt in der Höhle, denn die Felsenwände sind ihm im Weg.
Als es dem kleinen Drachen wärmer ist versucht auch er sein Glück und schafft es,
wie sein kleiner Freund auch Feuer zu speien. Beide erfreuen sich daran bis zum nächsten Morgen, dann schlafen sie erst ganz fest ein. Die Schneeflocken tanzen wieder zur Erde und das Wasser um den Felsen ist zugefroren. Als beide aus ihrem Schlaf erwachen, machen sie sich wieder auf ihren Weg. Viel zu weit sind sie von zu Hause entfernt und sie nehmen an, wenn sie in die gleiche Richtung zurückfliegen, kommen sie auch wieder daheim an. So gehen beide also aus der kleinen Höhle, breiten ihre Flügel zum Flug, heben ab und fliegen über das weite Meer.
Doch irgendwann wird  es dem kleinen Drachen wieder zu viel und er muss ausruhen vom Flug. Jedoch ist dieses Mal kein großer Felsen in Sicht, dafür jedoch viel Eis, das bedeckt mit Schnee unter ihnen ist. „Lass uns auf dem Eis landen, wie werden unser Feuer bemühen und dann kommen wir auch so voran“, sagt der andere kleine Drache. So landen also beide im Schnee, der über dem Eis liegt und speien wieder ihr Feuer. Es dauert eine Zeit bis der Schnee schmilzt, und noch etwas länger, bis auch das Eis wieder zu Wasser wird. So setzen sie ihren Weg ab und an schwimmend im Wasser fort.

Die kleinen Drachen, sie hatten sich verflogen, waren viel zu weit von ihrem Weg abgekommen, doch sie lernten dabei, dass mancher Weg länger dauert, um vorwärtszukommen, jedoch dafür sicherer sein kann, als ein anderer und fanden, um einige Erfahrungen reicher, schließlich wieder nach Hause.

Aus dem Buch „Leises Warten im Advent“ mehr zum Buch gern unter http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/107.html

„So kleine Rituale“

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(Foto: aus einer Engelsausstellung / Text: Jana Goeritz)

Die Zeit verrinnt und in ein paar Wochen schon ist Weihnachten, auch der Jahreswechsel steht vor der Tür.  Für mich ist das immer eine ganz besondere Zeit, auch weil viele Häuser mit ihren wunderschönen geschmückten Fenstern locken, die auch zumeist allabendlich erleuchtet sind. So schön, wie diese Zeit für mich auch immer wieder ist, liebe ich auch so manches Ritual, das ich in dieser Zeit gern begehe.

Immer, wenn wir das Jahr über, etwas Schönes erleben,  sei es eine Reise, einen besonderen Tag, alles was gefällt, schreiben wir auf einen weißen Zettel, versehen ihn mit Datum und gefaltet geben wir ihn in ein Behältnis. An einem Tag zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Silvester entnehmen wir einen Zettel nach dem anderen und lesen laut vor, was wir darauf geschrieben haben. So erleben wir noch einmal das Schöne. Schwelgen in Erinnerung, haben zu erzählen und beschäftigen uns mit den positiven Seiten des vergangenen Jahres.

Das zweite kleine Ritual ist ein Engelsritual. Irgendwann habe ich es einmal von jemanden erhalten oder irgendwo gelesen.

Wir schreiben uns je 13 positive Wünsche für das neue Jahr auf je einen Zettel. Diese geben wir in eine Schatulle und in jeder Raunacht, ziehen wir mit verschlossenen Augen einen dieser Zettel. Wir lesen uns diese durch und verbrennen sie. Diese Wünsche können erfüllt werden. Da es 12 Raunächte sind, bleibt ein Wunsch in der Schatulle zurück.  Das ist der 13. Wunsch der übrig bleibt, für dessen Erfüllung, müssen wir selbst sorgen.

Ich mag diese kleinen Rituale und wer möchte, kann sie ja einmal ausprobieren