Schlagwort-Archive: Kirche

„Ein Traum aus Barock“

 

Wenn von außen auch unspektakulär, von innen ein Traum aus Barock. Kein Gold erwartete uns, dafür u.a. viele wunderschöne Stuckarbeiten. Die italienischen Stuckateure hatten seiner Zeit, also 1679 bis 1692 (habe ich beim Rundgang in der Kirche erfragt) ihre Arbeiten phänomenal gemacht. Für mich? Ein Traum! Und nicht nur das, sondern auch die Gemäldemalerei an der Decke unbeschreiblich schön. So erkundeten wir dieses Prunkstück bis unter die Decke auf zwei Emporen und nahmen zum Ende unseres Besuches in der ersten Reihe Platz zum Innehalten. Wo man diese schöne Kirche findet? Im thüringischen Eisenberg.

„Ein König unter den Seen“

Der Königssee, ein Naturidyll vom Feinsten.  Kraft schenkende Natur. Im großen Foto sieht man „Die schlafende Hexe.“ Dieser Formation hatte meine volle Aufmerksamkeit und wir fuhren einige Tage später sie besuchen, denn ich mochte sie unbedingt aus der Nähe sehen.

 

 

Und hier kommt sie noch einmal nah. „Die schlafende Hexe.“ Hierzu gibt es verschiedene Sagen, diese ich auf … https://bgl.wiki/bgl/Schlafende_Hexe … gefunden habe.

RIMG0475

Hexe und das Christentum

Diese Sage handelt von einer Hexe, die hier vor über tausend Jahren lebte. Da sie Menschen und die Christen nicht mochte, zog sie sich in die Einsamkeit ins Gebirge zurück. Um den Einzug des Christentums in das Berchtesgadener Land zu verhindern, bot sie den Gläubigen, die über Hallthurm ins Land kamen, vergiftete Getränke an oder rollte vom Gebirge Felsen auf die Wanderer. So tat sie es auch, als der Gottesmann Martinus unterwegs ins Berchtesgadener Land war. Martinus hörte die auf ihn zu rollenden Steine und konnte beide Male ausweichen. Daraufhin hielt der Gottesmann der Hexe sein Kreuz entgegen, wodurch sie sofort in einem lauten Getöse zu Stein verwandelt wurde.

Hässliche Kräuterhexe

Eine weitere Sage spricht von einer hässlichen Kräuterhexe, die in einer komischen Umgebung hauste. Die Hexe wurde von anderen verachtet und dadurch sehr böse. Auf die Bemühung des Heiligen Martinus sie zu besänftigen, reagierte die Hexe mit einem Tötungsversuch. Zur Strafe verwandelte der Heilige die Hexe in Stein.

Fleißige Magd

Eine tüchtige alte Magd hatte nach dem Tod des alten Bauern oft Streit mit dem Erben, einem angeberischen Jungbauern, da dieser die alte Frau oft stark antrieb. Als er dies an einem heißen Tag wieder tat, legte sich die Magd zur Ruhe und entgegnete dem schimpfenden Bauern „Leck mich am Arsch, ich schlafe jetzt.“. Seitdem schläft sie dort.

 

 

„Ja, eigentlich …“

 

Im Juni vor 6 Jahren mochte ich ein altes Rittergut besuchen. Es lag etwa 25 km von meinem zu Hause entfernt. Im Ort angekommen fand ich das Gut nicht gleich und parkte an einer Straße das Auto ab, unweit der Kirche. Dafür das es doch ein beschauliches Örtchen war, war ganz schön Trubel auf der Straße und ich wunderte mich, wieso ich das Rittergut nicht finden kann. Aus dem Auto ausgestiegen, fragte ich einfach nach, es waren ja genug Menschen unterwegs, wie ich zum Gut finden könnte und bekam zur Antwort „Wir feiern heute Dorffest, kommen sie doch einfach erst einmal mit in unsere Kirche.“ 

Nun gut, eigentlich mochte ich ja ganz woanders hin, und das Wort „eigentlich“ benutze ich hier ganz bewusst. Da ich zwar keine konsequente Kirchgängerin war und auch bin, zumindest was einen Gottesdienst anbelangt, nur ab und an, besuche ich dennoch sehr gern Gotteshäuser meist zu anderen Zeiten um zu schauen, zu beten und  innezuhalten.

Jedoch die Frau kam mir so freundlich entgegen, dass ich diese Einladung kurzerhand annahm und ihr auf dem Fuße folgte. Von außen war die Dorfkirche eher unspektakulär für meine Begriffe, doch was sich in ihrem inneren zeigte, empfand ich als beeindruckend schön. Eine wohl sehr alte verzierte Holzdecke und dazu eine wunderschöne Empore auf der sich die ebenso sehenswerte Orgel befand. Ich kam aus dem Staunen fast nicht mehr heraus und fühlte mich total wohl und in mir zu Hause.

Als ich dort ein klein wenig verweilt hatte, und auch einem Orgelspiel lauschen durfte, fragte ich noch einmal nach dem Weg zum Rittergut und es war als hätte nur ein Schleier auf das Gut verhangen, denn dort hatte ich auch zuvor geschaut, aber anscheinend mochte etwas, das ich dieses Gotteshaus zu sehen bekommen und dafür bin ich heute noch dankbar, da es mir so sehr gefallen hat. Ich erinnere mich gern daran zurück.

„St.Cyriakus, ich weilte in dir“

 

 

Oft schon fahren wir in den Harz, er bietet eine wunderschöne Landschaft. Aber das ist längst nicht alles. Und so war es einmal wieder so weit. Wir begaben uns dorthin und wollten eigentlich nach Halberstadt, nach dem wir den Besuch auf der Roseburg beendet hatten, die übrigens auch eine Reise wert ist. Doch ein sehr langer Stau zuvor und später noch eine längere Umleitung, ließen uns davon absehen. In dem kleinen Café der Roseburg,  bekamen wir einen wunderbaren Tipp, was wir uns in dieser Gegend noch anschauen sollten. Hier machte man uns darauf aufmerksam, die Kirche St.Cyriakus in Gernrode doch einmal zu besuchen und so war es, das wir zehn Minuten zuvor noch nicht wussten, was wir gleich Großes entdecken dürften.

Ich war beeindruckt allein schon beim Ankommen von diesem riesen ottonischen Kirchenbauwerk. Als ich das Gotteshaus betrat, staunte ich leise. Diese Kirche wurde 961 das erste Mal erwähnt und ist heute noch ein Ort der Einkehr. Bewundert habe ich vieles darin. So fand ich das Chorhaus sehr sehenswert, ebenso die Gestaltung des Altares mit seiner unglaublich wunderschönen Wandmalerei, das heilige Grab, das wohl nördlich der Alpen die älteste Nachbildung des Grabes Christi in Jerusalem ist. Auch der Kreuzgang und die schöne Deckengestaltung, genau so wie die schöne Orgel dieser Kirche ließen mich ins Schwärmen geraten.

Diese Kirche ist auf jeden Fall eine Reise wert, ich finde sie wunderschön und bin dankbar für das freundliche darauf aufmerksam machen.

 

„Barock und Mönchsgesänge so schön“

 

Da stand ich nun und suchte nach Worten. Es war ein Traum, der mich mitnahm und nicht wieder gehen lassen mochte.  Verspielter Barock an den Wänden und eine sehr hohe positive Energie empfing mich in dieser heiligen Halle. Punkt 12 Uhr lauschte ich dem Gesang der Mönche für etwa 10 Minuten und saß dabei in der ersten Reihe ganz still, wohlgemerkt.  Es war so schön. Hier musste ich eine Zeit verweilen, um alle Details weitgehend wahrnehmen zu können. „St.Mariä Himmelfahrt“ in Neuzelle war für mich eine Reise wert, sie erinnerte mich an die Wallfahrtskirche „Vierzehnheiligen“ in Bad Staffelstein.

„Vergessene Orte“

 

Wir leben auf einer Welt und auf dieser gibt es auch vergessene Orte. Orte, welche einmal mit Leben, Heilung, Glauben, Freude, auch Arbeit gefüllt. Sie alle hatten ihre ganz eigenen Geschichten, aber sie hörten auch viele Geschichten der Menschen, welche in ihnen weilten.

Es waren Orte, die damals gebraucht, doch im heute auch noch erzählen können, weil es Menschen gibt, welche sich erinnern, als ihre Pforten noch auf und zu gingen, sie noch in die Welt strahlten und sie noch keinesfalls nur ahnten, was aus ihnen einmal werden würde. Sie nahmen auf ein „Guten Morgen“, ein Gebet, ein „Es wird heilen“ und vieles mehr.

In ihren alten Mauern gibt es sicher noch die eine, oder andere Erinnerung, die es wert wäre erzählt zu werden. Schön, wenn Menschen sie besuchen und leise in die offene Pforte eintreten und zuhören können. Sich erfreuen und doch wehmütig die Gemäuer anschauen, weil auf der einen Seite wenigstens noch etwas von der Geschichte vorhanden und ja, weil auf der anderen Seite, die Vergänglichkeit sichtbar ist, sicher aus ganz verschiedenen Gründen und doch ist es traurig.

Doch vielleicht bleibt ein bisschen von jedem Besucher in den Gemäuern zurück. Ein wenig Hoffnung, dass das eine oder andere Relikt aus der Vergangenheit wieder mehr Leben erfahren darf. Dass es wieder zum Leben erweckt, neue Wege oder alte, gute Wege wieder erfährt. Für mich ein schöner Gedanke.

 

„Meine letzte Spur im Oktober“

 

 

Na Feiertagsstimmung da draußen? Schon früh machte ich mich heute mit meiner besseren Hälfte in die Spur. Sie führte wieder einmal über die Stadtgrenze hinaus, die Welt um uns herum zu erkunden. Die Scheiben vom Auto mussten wir schon freikratzen und Nebel lag über dem Land. Dennoch zog es mich in die Ferne. Gestern noch dachte ich, beim letzten Ausflug war die göttliche Führung so schön, und ich verließ mich heute auch darauf, zugegeben etwas anders, denn ich hatte einen Plan. Gestern kam mir noch der Ort Wechselburg ins Gefühl, aber ich tat dies ab, da wir ihn schon 2014  einmal besuchten, genauer die dortige Basilika und den angrenzenden Park, doch mein Gefühl damals war ein total anderes als heute.

Mein Plan für heute war, einfach kurz da anzuhalten und zu fotografieren, wo es gefällt. Das tat ich zur Genüge und als ich den letzten Ort anfahren wollte, kam eine Umleitung ins Spiel und diese führte, genau, über den Ort Wechselburg. So besuchten wir also heute die Basilika ein weiteres Mal, ebenso den Park und mein Gefühl war, ich glaube ich könnte dazu sagen, freundlicher gestimmt, als beim letzten Mal. Es gefiel mir außerordentlich gut. So verbrachten wir in Ruhe einige Minuten im Gotteshaus, dennoch fand ich heute keine Ruhe in mir, in einer der hölzernen Sitzreihen kurz innezuhalten. Ansonsten tat ich dies fast immer in jeder Kirche oder Dom, den ich besuchte und das waren bei Gott schon sehr viele.

Nun, der letzte Tag in diesem Monat und mir begegnete so viel Natur, Farbe, Gefühl. Eine kleine Auswahl meiner Fotos von heute möchte ich gern mit euch teilen. So wünsche ich euch einen angenehmen Tagesausklang und einen guten Start in den November.

http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/78.html