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„Wer A sagt, muss auch B sagen?“

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(Foto/Text: Jana Goeritz)

„Die Hoffnung zerschellte an der Mauer der Verschwiegenheit. Nur Stille, die sonst Ruhe einkehren lassen hatte, begibt sich auf eine Reise, jetzt alles ungesagte anzusehen, zu verstehen, zu klären, so geschieht kein Zurück in alte Manier. Sicher, Mut ist gefragt, sich dem eigenen Schatten zustellen und aus dem versteckten Dunkel ein Licht zu zaubern, das die Welt bestaunen darf. Seelenliebe anders.“

„Ich werde geliebt, obwohl ich bin, wie ich bin.“

 

Endlich! Was für ein sonnenreicher Nachmittag.  Blauer Himmel, Sonne satt, und viel zu sehen gab es, zumindest für mich. Eine kleine Reise per Pedes und ein winziger Teil einer Stadtgeschichte, wenn auch noch ein weiterer Teil davon wiederum, nur für heute zu sehen war, für uns. Denn Wellen und Sand verändern ihr Gesicht ständig, doch mein eigenes Gefühl, welches sich in mir dabei einstellte,  bleibt mir als Erinnerung an diese schönen Stunden. „Ich werde geliebt, obwohl ich so bin, wie ich bin.“ 

Meine Kamera wie so oft dabei, fing ich allerlei ein und dabei blieben wir beide stehen, hielt ich die Bilder fest, und mein Schatz malte am Ufer des Wehrs unterdessen mit einem Stöckchen ein Herz für mich. Als wir auf der gegenüberliegenden Seite weiter liefen, unterhielten wir uns und ich hörte meinen Mann zu mir sagen „Jetzt stehen wir hier und vor einigen Minuten standen wir auf der anderen Seite dort drüben.“  Wie nebenher und für mich selbstverständlich, ohne böse Absicht, verbesserte ich „Nein, Schatz. Da drüben haben wir gestanden, jetzt jedoch gehen wir.“  Kaum hatte ich es ausgesprochen, hielt er mich am Arm fest, zog mich zu sich heran, so das wir stehenblieben, küsste mich und sagte  „Jetzt stehen wir hier, genau so wie auf der anderen Seite vorhin.“  Beide kamen wir ins Lachen. Für mich ist es wichtig so sein zu dürfen, wie ich bin. Und wenn ich gehe, stehe ich keineswegs, und auch wenn ich weiß, was er damit sagen mochte, kann ich es keinesfalls für mich so stehen lassen, es fühlte sich in diesem Moment für mich falsch an. Was für mich sonnenklar kann für einen anderen anstrengend sein, doch ich mag Klarheit, immer und überall. Und für meinen Schatz? Er hat gelernt damit umzugehen, ohne sich selbst zu verleugnen und dafür bin ich dankbar.

„Manifestieren“

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„Manifestieren“ heißt auch „Sichtbar machen.“  Durch das Manifestieren können wir unser Leben beeinflussen, positiv, wie negativ. Voraussetzung für positives Manifestieren ist, das wir uns im Vorhinein Gedanken darüber machen, uns also klar werden, über das, was wir wirklich möchten. Denn manifestieren wir und das auch immer wieder, durch Gedanken, Sprechen, Schreiben und Gefühle, kommt es auf eine positive Wortführung an. Wir sollten wissen, dass das Wort „Nicht“ in unserem Unterbewusstsein, ohne Bedeutung ist. Das ist nämlich schon einmal etwas sehr Wichtiges.

Vielleicht kurz ein Beispiel, für die unter uns, die mit dem Manifestieren noch keinerlei Erfahrung haben, sich aber womöglich schon darüber wunderten, das in ihrem Leben etwas anders lief, als gewollt, ich bilde da keine Ausnahme, oder einfach nur, damit wir uns es wieder einmal in Erinnerung rufen.

Nehmen wir an, wir möchten uns beruflich verändern. Wir begeben uns auf Stellensuche und wir haben uns vorher keinerlei Gedanken gemacht, was wir wirklich möchten. Oft würde das dann wohl so klingen: „Ich kann mich nun entscheiden der eine oder der andere Job,  aber den hier, will ich nicht, oder den Job will ich eigentlich nicht, aber auf dieser Stelle hier, möchte ich auch nicht bleiben.“ Unser Unterbewusstsein aber, übersetzt es so: „Ich kann mich nun entscheiden, der eine oder andere Job, aber den hier will ich, oder den Job will ich eigentlich, aber auf dieser Stelle hier, möchte ich auch bleiben.“ Möglich ist dann, dass wir genau nur den Job bekommen, den wir eigentlich für uns ausschließen wollten. Fazit: Wir ärgern uns darüber, dass wir nur diesen Job bekommen, den wir eigentlich vermeiden mochten, oder wir bleiben sogar im alten zurück, mosern herum, sind unzufrieden, oder nehmen einen Job an, weil wir meinen, nur wir bekommen immer die Stellen, die andere abgelehnt haben und für uns übrig blieben und wir fühlen uns weiterhin unwohl.

Ich weiß aus persönlicher Erfahrung, dass das anfänglich schwerer ist, eine positive Wortfindung zu suchen und zum Ausdruck zu bringen. Denn Manifestieren heißt auch, zum Ausdruck bringen. So nahm ich mir also Zeit und übte einfach einmal. Mit der Zeit fanden sich immer mehr positivere Satzbildungen, auch wenn es zu Anfang doch mühsam war. Denn mitunter muss ein Satz, wenn man ihn wirklich positiv formulieren möchte als zuvor, ganz anders heißen, dazu aber später noch.

Das Beispiel oben ist eine einfache Sache und schnell im positiven formuliert. Möchten wir uns verändern und suchen eine neue Stelle, sollten wir das auch so formulieren. „Ich möchte mich genau auf diese Stelle bewerben. Oder, ich möchte genau diesen Job, er ist wie für mich gemacht. „Viel besser und wirksamer ist es natürlich noch, wenn wir die genaue Bezeichnung der von uns gewünschten Stelle benennen. Und wir könnten auch noch weiter gehen, indem wir uns natürlich immer schon vor einer Bewerbung  genau überlegt haben, wie unser Arbeitsumfeld, Chef und auch die Kollegen sein könnten und alles was uns dazu wichtig scheint. Zum Beispiel ein gerechter und sozial eingestellter Chef, faire Kollegen und verträgliche Arbeitszeiten. Positives Formulieren ist also Gold wert.

Als ich vor vielen Jahren begonnen hatte auf meine Ausdrucksweise zu achten, bemerkte und fühlte ich, wie viel Arbeit dies anfänglich erst einmal war, weil ich mit mir Selbst arbeiten musste. Wie oft am Tag ich unbewusst sprach und so aber manifestierte und es gab noch etwas anderes, das ich außer Acht gelassen hatte. Das war so manches größere Detail. So richtig bewusst wurde mir das, als ich mich erinnerte meine Entscheidung getroffen zu haben, mit einem lieben Menschen, den ich lieben würde gemeinsam durchs Leben zu gehen. So hatte ich manifestiert, jedoch nur halbherzig, was einfach nur heißen soll, das ich so manches außer Acht gelassen hatte, was mir aber Gott sei Dank, von irgendwo her, doch bewilligt wurde. Das Detail ist kein Geheimnis, es geht um die Spiritualität. Mein Mann ist auch spirituell und aus so manchem Gespräch mit anderen Frauen wurde mir schon bestätigt, wie viel Wert es ist, einen spirituellen Partner an seiner Seite zu haben, wenn man selbst spirituell ist. Sie hatten da leider weniger Glück. So hatte ich Glück gehabt! Aber ich würdige es, in dem ich daraus lerne und es immer mehr tue, denn auch ich bemühe mich im Alltag immer an eine positive Satzfindung zu erinnern. Denn ich glaube, dass das Manifestieren keine Ausnahme macht, weil ich meine, es ist jetzt nur mein Alltag. Energie fließt immer und Energie ist in allem, so ist sie natürlich auch im Wort, das gedacht, gesprochen, geschrieben und wohl vor allem gefühlt wird.

Manifestieren ist also unsere Chance, unser Leben in die Spur zu lenken, in der wir gehen, oder fahren möchten. Allerdings glaube ich, anders als manch anderer, das es uns nur gelingt die gewünschten Situationen in unser Leben für lange zu holen, wenn unsere Manifestation auch mit unserem Seelenplan übereinstimmt. Denn nur dann, folgen wir auch der göttlichen Führung und werden Freude empfinden, an dem, was uns zuteil wird, wir haben länger etwas davon, weil es dem entspricht, was im Seelenplan vorgesehen und dadurch wiederum durch das Universum, die geistige Welt wirklich auf lange Zeit auch Unterstützung findet.

Weiterhin glaube ich, das wir nach dem Manifestieren, unsere Wünsche auch Loslassen müssen. Was heißen mag, wir haben alles gut überlegt, wir haben alles in die Manifestation gelegt, was uns wichtig ist, und nun darf das Universum helfen. Wir lassen es los, denken einfach an andere, auch wichtige Dinge in unserem Leben. Vielleicht kommt uns in den Sinn, ein schönes Essen zu zaubern mit lieben Menschen, so können wir uns doch gut ablenken lassen,  sodass sich die Manifestation gut entfalten darf.

Schlussendlich glaube ich, das Manifestieren zur Heilung beitragen kann, dann wenn wir uns bemühen, die Manifestation positiv zu formulieren. Ein, „Das nervt mich aber.“ wird höchstwahrscheinlich genau so in Erfüllung gehen können im alltäglichen, wie ein „Ich bin in meinem Gleichgewicht. Ich fühle mich im Gleichgewicht. Mein Körpergefühl ist im Gleichgewicht“ Eine ständige Beschäftigung in unserem Leben mit unserer Gesundheit oder gesunden Themen, kann sich manifestieren, ebenso wie die Beschäftigung mit dem Gegenteil. Was ich damit sagen möchte ist, einfach sich schlaumachen, oder schlaumachen lassen, wie kann ich meiner Gesundheit dienen? Was kann ich tun, wie kann ich mich verhalten, damit meine Gesundheit mir erhalten bleibt, oder sich verbessern kann, wieder zu nimmt? Welche Dinge kann ich beachten, damit ich mich besser fühle? Welche Situationen sollte ich vermeiden, um gesund zu bleiben? Und, und, und…. das alles sind positive Formulierungen um ungute Situationen wieder ins Lot zu bringen.  Heilung kann geschehen, immer dann, wenn wir uns für die Heilung öffnen. 

Mit Heilung meine ich, das Beste tun, um sich selbst nach vorn zu bringen, in eine verbesserte Situation. Ich weiß darum, dass es für jeden Menschen irgendwann ein Ende geben wird. Wie heißt es? „Aus dem Leben kommt am Ende keiner lebend heraus.“ Und so ist mit Heilung, die Heilung der Seele gemeint, und wenn die Seele heil ist, ist auch der Körper heil, oder wenn sie geheilt wird, kann der Körper auch wieder heil werden, wenn Zeit und Kraft vorhanden, wieder ganz zu gesunden.

Mögen wir immer das Positive im Leben in uns und so auch nach außen tragen.

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