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„Lamberts schönster Wunsch“

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ISBN: 9-783-7504-2329

Der Winter hat schon lange Einzug gehalten, Schnee bedeckt das Land. Die Dächer der Häuser sehen aus, als wären sie mit Puderzucker bestäubt und an den Fenstern und Türen, sieht man verschiedentlichen Weihnachtschmuck. So mancher schöner Engel leuchtet am Abend auf die Straße und im Häuserpark steht ein großer Tannenbaum, der eine weiße Lichterkette trägt. Und tritt die Dämmerung allabendlich ein, erleuchtet der Tannenbaum wunderschön. Mitten im großen Feld, das von zwei Seiten mit Wald umgeben, ist eine Sasse und hier liegt Lambert und schläft. Lambert ist ein Feldhase und sogar, wenn es schneit, bleibt er in der Kuhle liegen und wird mit Schnee bedeckt. Kalt ist es ihm keineswegs, denn Lambert trägt dickes Fell. Oft ist er zur Dämmerung oder in der Nacht aktiv, sucht sich Futter, wie Wurzeln, Rinde oder Knospen. Allerdings Wurzeln und Knospen sind gerade von seinem Speiseplan gestrichen, denn der gefrorene Boden lässt keine Wurzelsuche zu und Knospen, da muss Lambert noch bis zum baldigen Frühjahr warten. Aber an den Rinden junger Bäume kann er sich satt knabbern. Manchmal ist Lambert auch am Tag unterwegs und besucht die gefüllte Krippe im Wald. Dort finden sich Rehe und Hirsche und manchmal auch das ein oder andere Wildschwein ein. Der Förster ist ein guter Mann, er sorgt sich um die Wildtiere im Wald, vor allem im Winter, wenn es wenig Futter für die Tiere zu finden gibt. Deshalb füllt der Förster die Tierkrippe mitunter auch mit Eicheln und Kastanien auf. Doch nur er darf das. Denn an der Krippe würde es sonst zu viel nach Mensch riechen und die Tiere würden dort keineswegs mehr fressen wollen. Die Tiere tauschen sich wohl auch über Neuigkeiten aus und so kommt es, das an einem Wintertag folgendes unter den Tieren die Runde macht: Lambert möchte ein Osterhase werden. Wie er auf die Idee gekommen, ob er sie auch umsetzen kann und wenn, wie das ausschaut, davon erzählt nun die Geschichte,  „Lamberts schönster Wunsch.“
…… Die Sonne lacht immer noch so schön vom Himmel und lässt den Schnee, der das Feld bedeckt in der Sonne glänzen. Wie kleine helle Diamanten funkelt der Schnee und so mancher Winterspaziergänger hat seine Freude daran.
Max und Lambert hoppeln über diesen glänzenden Schnee und entdecken dabei die Spuren eines Hirsches, verfolgen diese und kommen am alten Bahnübergang an. Schienen liegen noch in der Erde, aber schon lange fährt kein Zug mehr über diese. Früher einmal, fuhren kleinere Personenzüge hier entlang. Etwas entfernt von den Bahnschienen, weiter hinter, nah am Waldrand, steht ein Hirsch allein. Mit
Stolz trägt er sein Geweih und schaut in die Winterlandschaft. Für Max und Lambert sieht es so aus, als würde er sich auch über diesen schönen Wintertag freuen. Als beide dem Hirsch näher kommen, bleibt er stehen. „Nanu?“ spricht Max den Hirsch an „Du stehst ja ganz ruhig, sind deine Hufe festgefroren?“
Lambert muss zuerst etwas übers Max Worte lachen, bestaunt jedoch zugleich das große Geweih des Hirsches in aller Stille. „Nein. Nein. Wo denkst du hin? Nein, ich bin keineswegs festgefroren, ich denke nach.“ spricht der Hirsch ruhig. „Worüber denn?“ möchte nun Lambert gern wissen und der Hirsch schaut seitlich nach unten zu den beiden Feldhasen, die im Schnee neben ihm sitzen.
„Weihnachten.“ Lambert und Max schauen sich an und Max fragt „Du denkst über
Weihnachten nach? Ja warum denn?“ „Ich würde gern einmal vor dem Schlitten des Weihnachtsmannes gespannt, mit ihm gemeinsam die Geschenke für die Kinder verteilen.“ Dann ist Ruhe.
Es scheint als würden alle drei nun darüber nachdenken, erst nach einer ganzen Weile, durchbricht Lambert die Stille mit den Worten, „Und ich wäre gern der Weihnachtsmann. Das würde mir Freude machen.“ Max lacht „Du bist ein Feldhase Lambert und kein Weihnachtsmann!
Hättest du einen Bart und einen roten Mantel wie er, würden beide dich beim Hoppeln behindern. Seine Kleidung wäre viel zu groß für dich.“
„Hm“, bemerkt Lambert, schaut hoch zum Hirsch und spricht zu ihm „Du kannst den Weihnachtsmann ja einmal fragen? Du bist ein großer und stattlicher Hirsch, mit einem stolzen Geweih, er lässt dich bestimmt seinen Schlitten ziehen.“
Der Hirsch steht immer noch wie angefroren da, nickt lautlos und antwortet wieder ruhig „Du kannst unmöglich der Weihnachtsmann sein, aber Osterhase, das wäre doch etwas für dich. Geschenke bringt er den Kindern ja auch, Ostereier und er versteckt sie noch im Gras. Und du müsstet dich auch keinesfalls verkleiden, denn du bist ja ein Hase.“
Lambert schaut erneut zum großen Hirsch auf „Osterhase? Osterhase.
Ja genau ich werde Osterhase!“  ……

Weiters zum Buch gern unter ..http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/94.html

„Zwischen den Stühlen“

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Foto: Pixabay

 

Sicher hat diesen Satz schon jeder einmal gehört, oder gar selbst gesagt „Zwischen den Stühlen sitzen.“ 

Zwischen den Stühlen sitzen, ist ein Gefühl, bei dem wir keine Entscheidung herbeiführen möchten.
Womöglich verkaufen wir anderen gegenüber unser Gefühl als „Diplomatisch vorgehen“, „Niemanden verärgern, gar verletzen wollen“ und bemerken wohl selbst kaum, das wir es sind, welche sich dadurch selbst verletzen, aber auch gerade einen der anderen. Es gibt immer eine Entscheidung, welche uns mehr zugetan ist, als eine andere. Ist es nur das Gefühl der Angst, das uns dann etwas anderes vorgaukelt? Oder ist es sogar Kalkül? Der Gedanke, etwas verlieren zu können, woran man sich vielleicht bereits gewöhnt hat und es durch eine klare Entscheidung doch verloren geben zu müssen, könnte ja durchaus ein Grund sein,  zwischen den Stühlen zu sitzen, oder? Doch meines Gefühls und auch meiner Meinung nach würden wir dadurch unehrlich. Dies wiederum zieht ungute Energie ins Leben. Am Ende bleibt wohl oft die Person auf der Strecke, die zwischen den Stühlen sitzt, weil einer der anderen sich gegen sie entschieden hat. Ehrlich währt eben am längsten und so sollte es ja auch sein! 

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„Mosaik“ Gefühle und Gedanken

Mosaik Gefühle und Gedanken Gedichte

„In der Farbe des roten Weinlaubes, im Grün eines Tannenwaldes, noch unerkannt,
doch schon so alt.
Vergessen und immer wieder neu erwacht, der Tanz der Anderswelt.
Türkisfarben leuchten ihre Netze, ziehen an das auf der Suche ist.
Das Gewordene lieb gewonnen, in den Farben drehen sie sich, die Andersweltgefühle.
Halten fest und lösen auf, leuchten hell bei Tag und Nacht, stehen niemals still.
Ruhe finden sie in sich, einen Ort der Stille.
Die Elemente drehen sich, nicht alle, in alle vier Winde.“
Weitere Leseproben und mehr zum Buch gern unter     http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/64.html

„Die Farben des Februars – Heute für mich schon am Morgen besonders“

 

Da sage mir einmal jemand, der Februar trüge keine Farbe. Zwar haben wir heute, in unserer Gegend zumindest keine Sonne satt und es windet, dafür aber blühende Krokusse,  Waldameisen, welche sich auf einer Wurzel, im kleinen Sonnenstrahl, etwas sonnen, eine wunderschöne Ente, zwei entzückende weiße Schwäne, Sonnenstrahlen, die die Wellen des Wassers berühren und es dadurch magisch glitzernd aussehen lassen, und einiges mehr.

Etwas überlegen lässt mich meine eingefangene Baumzeichnung, die für mich, eine Person kniend zeigt. Meine allererste Eingebung war, es geht ums beten. So war ich heute Morgen im katholischen Gottesdienst. Ich hatte mir extra einen Wecker gestellt, um alle meine Arbeiten, die bei mir immer irgendwie anfallen, was Hausarbeit betrifft, vorher ordentlich zu bewältigen. Klingt viel und unheimlich groß, ist es aber keineswegs, muss aber dennoch getan werden. Das beginnt beim Lüften der Wohnung, mit dem Füttern meiner Stubentiger, geht über das Säubern ihrer Näpfe, bis hin zum frischen Wasser geben, das Säubern der Katzentoilette, Staubsaugen, feucht durchwischen, bis hin zum Sonntagsfrühstück für zwei, und was eben noch so manches anfiel.

Jedenfalls konnten wir uns 9 Uhr auf den Weg zur Kirche begeben und ich stellte fest,  der Gottesdienst  wird anders abgehalten, als im evangelischen und ich fühlte mich heute, dort besser aufgehoben. Entweder war es für mich eine unbewusste Erinnerung aus Kindertagen oder ich fühlte wirklich etwas mehr Strenge in diesem Gotteshaus. Wo in früheren evangelischen Gottesdiensten, die ich schon besuchte, man mitunter kaum etwas verstand, weil viele Kinder weinten oder anders sich beschäftigen wollten, war heute absolute Ruhe. Ich möchte mich keineswegs falsch verstanden wissen, Kinder sind Kinder, sie dürfen lachen und rennen und sprechen. Doch muss es wirklich alles auf einmal in einem Gottesdienst sein? Liegt es an den Eltern, auf ihre Kinder in einer liebevollen Art Einfluss zu nehmen, und ihnen nahezubringen, wie ein Gottesdienst besucht werden soll? Oder sollten die Eltern ihre kleinsten Kinder keineswegs mit in einen Gottesdienst bringen, erst wenn sie die nötige Reife haben, wirklich zu verstehen? Wohl ein schwieriges Unterfangen, hier einen richtigen Weg zu finden.

Heute sangen, beteten wir gemeinsam das Halleluja, Fürbitten, Vaterunser, Friedensgruß, standen auf, setzten uns, gingen auf die Knie. Auch wenn es vielleicht für manchen lustig klingt, ich fand es ein wenig anstrengend, wohl aber nur, weil mir der Ablauf einer solchen Messe keineswegs geläufig ist. Außer dem Vaterunser kann ich kein weiteres Gebet wirklich auswendig. Na doch, „Ich bin Klein, mein Herz ist rein, niemand soll drinnen wohnen nur Jesus allein.“ Das ist mein Überbleibsel aus der Christenlehre von vor  49 Jahren. Die, welche sich damit bestens auskennen, mögen mir es nachsehen, das ich mich etwas befangen fühle.

Auf jeden Fall gestaltet sich meiner Meinung nach der katholische Gottesdienst, abwechslungsreicher und intensiver. Mich berührte, dass die Menschen um mich herum, es wirklich sehr ernst nehmen, ich ja auch, und doch fühlte ich da noch etwas anderes bei ihnen. Vielleicht so eine Art „Alter Hase“ sein zu können, was das Singen und Beten in einer Gemeinschaft anbetrifft. Da traten Frauen und Männer ein, in meinem Alter auch, aber auch ältere und sogar auch viel jüngere, auch einige Kinder. Viele von ihnen gingen auf die Knie vor dem Altar. Ich fühle mich da unwohl, habe noch keine Ahnung warum. Jedoch bekreuzige ich mich immer, betrete ich Kirchen und auch wenn ich sie wieder verlasse. Und ich empfand, auch für das Betreten eines Gotteshauses, zu einer Messe, muss ich vorbereitet sein. Das hätte ich besser machen können.  Die anderen Menschen um mich herum, wussten einfach alles. Das verlief bei ihnen wie von allein. Sie standen auf, sie blieben stehen, sangen, sprachen nach, setzten sich, um wieder zu singen und aufzustehen, klappten die Kniebank herunter, klappten sie wieder hoch.  Ich jedoch tat es ihnen nur nach und das war es, was mich etwas störte. 

Man lernt eben nie aus und so glaube ich, die Baumzeichnung, war ein Wink für mein Gefühl. Vorbereitung ist eben alles, auch wenn es um eine katholische Messe geht.

Und noch etwas sprach mich an. Diese ehrliche Freundlichkeit, welche sich durch bezaubernde lächelnde Gesichter zeigte.  In einer evangelischen Kirche war ich auch schon zu Gottesdiensten, wenn auch sehr selten, jedoch zu Weihnachten und Neujahr sehr gern. Doch wahrscheinlich waren dann viele andere Menschen auch dort beim Gottesdienst, welche so wie ich, im Jahr über keinen, oder nur wenige besuchten. Heute mitten im Monat Februar, ein katholischer Gottesdienst, an einem Sonntag, wie es viele im Jahr gibt, gehen sicher nur die Menschen in die Messe, die wirklich etwas mit Gott am Hut haben. Die aus ihrem Glauben in der Öffentlichkeit keine Herzensgrube machen. Vielleicht war das der Unterschied, den ich fühlte. Vielleicht wäre mir dies an einem Tag wie heute auch in einem evangelischen Gottesdienst aufgefallen, keine Ahnung.  Für mich, mein Gefühl, meine Seele war es gut heute dort gewesen  zu sein und sicherlich werde ich es bald einmal wiederholen. 

 

 

„Der kleine Fuchs“

19.12.19

(Bild gestaltet und Text: Jana Goeritz)

Mitten in einem wunderschönen alten Wald lag ein großer tiefer See. In den Wintermonaten, wenn es sehr lange eisig war, fror der See zu und ein kleiner Fuchs spielte gern auf ihm. Lustig rannte er durch das Weiß und manchmal wünschte er sich einen Freund zum Spielen. Doch kein Tier in dieser Gegend wollte gern Zeit mit dem kleinen Fuchs verbringen. Kein Reh, kein Hirsch, kein Hase, kein Wildkätzchen, auch kein Eichhörnchen. Es war ein schöner kalter Wintermorgen, der kleine Fuchs,
spazierte zum See und freute sich schon darauf dort wieder spielen zu können. Als er so unbekümmert durch den Wald lief, fiel von vielen Ästen der zu schwer gewordene Schnee zu Boden und den kleinen Fuchs freute das, denn er versuchte immer links und rechts dem fallenden Schnee auszuweichen und das bereitete im Spaß.
Ein paar Bäume vor ihm, saß ein Eichhörnchen und war traurig, weil es noch kein Futter gefunden hatte, doch es bemerkte die Freude des kleinen Fuchses. Empört lief es weg, ohne seinen lieben Gruß abzuwarten und traf auf seinem Weg den weisen Uhu. Ihm erzählte es seine Geschichte, doch der Uhu sprach, „Warum bist du gegangen, ohne den kleinen Fuchs nach dem Grund seiner Freude zu fragen?“ Und wieder machte sich das Eichhörnchen auf den Weg. Etwas später begegnete ihm ein kleines Reh und erzählte auch ihm seine Geschichte und auch das kleine Reh kannte den Fuchs, der anscheinend immer freudig unterwegs war. Denn als es sich traute, über das dichte Geäst zu springen, um seinen Weg fortzusetzen, sah es auch den freudig gestimmten Fuchs in seiner Nähe.
Nun waren es bereits zwei Tiere des Waldes, die den kleinen Fuchs ganz falsch einschätzten. Irgendwann kam es wieder dem weisen Uhu zu Gehör und er ordnete an, das sich alle Tiere des Waldes am See einfinden sollten.
Dort wollte der Uhu auch den kleinen Fuchs anhören, der seine Version der Begegnungen erzählen sollte. Der Tag kam heran und alle Tiere des Waldes standen versammelt am See. Auch der kleine Fuchs, doch der erschrak zutiefst über die Worte der anderen, wie sie ihn wahrnahmen. Wie er immer nur lustig lachen würde, wenn sie vor Problemen stünden. Nun war der kleine Fuchs doch etwas traurig, er hatte doch einfach nur Freude an seinem Leben, selbst im Winter, wenn alles gefroren, erfreute er sich an seinem Sein. Als das die anderen Tiere hörten, gab eines nach dem anderen dem Uhu gegenüber zu, doch falsch gehandelt zu haben. Sie waren einfach nur verärgert, das sie ihr Leben anders empfanden, als es der kleine Fuchs mit seinem tat.
Fortan war der kleine Fuchs nie wieder allein auf dem zu gefrorenen See, viele Tiere des Waldes, trafen sich dort und alle hatten Freude am Spiel und ein Wunder geschah, denn viele Tiere befragten den kleinen Fuchs, wie er oft so gut gelaunt sein könnte und der kleine Fuchs erzählte ihnen aus seinem Leben.

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„Zwei kleine Drachen“

15.12.19

(Bild gestaltet und Text: Jana Goeritz)

Zwei kleine Drachen auf ihrer Reise verflogen sich einst im eisigen Wind.
Viele Schneeflocken tanzten zur Erde und einer sprach geschwind, „Magst du mit mir ausruhen? Mir ist schon ganz kalt.“ Sein kleiner Freund war einverstanden und schlug ihm vor noch bis zum Felsen zu fliegen, dort könnten sie sicher etwas ausruhen von ihrem Flug. Als der Fels im Meer immer näherzukommen schien und sie endlich auf ihm landeten, fanden sie nach kurzer Zeit schon eine kleine Höhle.
Die war gerade so groß, dass die zwei kleinen Drachen darin Platz fanden.
„Es ist so furchtbar kalt, mich schüttelt es richtig“, sagte der kleine Drache und in diesem Moment fiel dem anderen sein Feuer ein.
Mit seiner ganzen Kraft, die in ihm wohnte, versuchte er sein Feuer zu entfachen, und es brauchte ein, zwei, drei, vier Anläufe bis er Feuer speien konnte. Der andere kleine Drache erschrak sich etwas und seine Flügel erhoben sich, um wegzufliegen.
Doch er blieb, denn die Felsenwände der Höhle waren ihm im Weg.
Als es dem kleinen Drachen wärmer wurde versuchte auch er sein Glück und schaffte es,
wie sein kleiner Freund auch Feuer zu speien. Beide erfreuten sich daran bis zum nächsten Morgen, dann schliefen sie ganz fest ein. Die Schneeflocken tanzten wieder zur Erde und das Wasser um den Felsen war zugefroren. Als beide irgendwann erwachten, machten sie sich wieder auf ihren Weg. Viel zu weit waren sie von zu Hause entfernt und sie nahmen an, wenn sie in die gleiche Richtung zurückfliegen, kommen sie auch wieder daheim an. So gingen sie also aus der kleinen Höhle und breiteten ihre Flügel zum Flug, hoben ab und flogen übers Meer.
Doch irgendwann wurde es dem kleinen Drachen wieder zu viel und er wollte ausruhen vom Flug. Jedoch war kein großer Felsen in Sicht, aber viel Eis unter ihnen, bedeckt mit Schnee. „Lass uns auf dem Eis landen, wie werden unser Feuer bemühen und dann kommen wir auch so voran“, sagte der andere kleine Drache. So landeten sie also beide im Schnee, der auf dem Eis lag und ließen wieder ihr Feuer raus. Es dauerte eine Weile, aber der Schnee schmolz und dann auch das Eis. So setzten sie ihren Weg auch ab und an schwimmend im Wasser fort. Die kleinen Drachen, sie hatten sich verflogen, waren viel zu weit von ihrem Weg abgekommen, doch sie lernten auch dabei und fanden schließlich wieder zurück, um einige Erfahrungen reicher.

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„Kennenlernen“

14.12.

(Foto und Text: Jana Goeritz)

Eine ältere Dame sitzt im Café.
Sie sitzt allein bei Kuchen und Tee.
Das Türglöckchen schellt, ein Herr tritt ein,
er setzt sich zu ihr und bestellt einen Wein.
Ob das nun schon das Richtige wär denkt die Dame insgeheim?
Der Herr aber er trinkt sehr zögerlich aus dem Glas seinen Lieblingswein.
Da wendet sie sich dem Herren zu, erfragt, warum er dies so tu.
Der Herr schaut sie an, sein Blick scheint leer, der Tag ist lang, ich, brauch das sehr.
Sie bemüht sich um Contenance und fragt sogleich, ob er das auch ändern könnt.
Der Herr beschämend sitzt er da, doch hofft insgeheim auf die Dame da.
Sie könnten doch ein Tässchen Tee, vielleicht auch einen Bohnenkaffee?
Nie mehr allein, immer zu zweien, das hilft vielleicht wegen des Weins?
Der Herr sieht es gelassen, so lächelt er, womöglich freut es ihn wohl sehr, das es endlich jemanden gibt, für den es sich lohnt, das er sich bemüht.

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„Himmelblau und Sonnenreich“

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Inhalt

Eine kleine Libelle
Die kreative Spinne
Die kluge Raupe
Der kleine Hase unter dem Wurzelwerk
Ein schöner Pfau
Ein fleißige Hummel
Das Reh und der Waldgeist
Die träumende Katze
Familie Graugans
Der Schmetterling
Die Echse in ihrer Welt
Das kleine Schaf
Der Frosch im Seerosenteich
Eine Schnecke auf ihrem Weg
Der Rabe und die Waldameise
Die liebenswerte Möwe
Der Eichelhäher
Die Schwanenfamilie und der Haubentaucher

 
Die Echse in ihrer Welt
 
Die kleine Echse sonnte sich auf dem begrünten Fels. Ruhig lag sie da und sie konnte die kleinste Erschütterung wahrnehmen, selbst als eine Fliege sich auf die umgebende Erde niederließ. Beide verharrten im Grün auf dem Fels und die Fliege schaute zur Echse. „Was tust du da? Du bist so ruhig.“ fragte sie die Echse. „Was tust du?“, entgegnete die Echse der Fliege „Du sprichst so viel.“
Die Fliege war etwas pikiert über die Antwort und dachte darüber nach. Nach einer Weile, die Echse lag immer noch am gleichen Platz, fragte die Fliege dennoch „Nun sag doch einmal bitte, was tust du da? Du hockst so leblos da.“
Nun antwortete die Echse, jedoch ohne etwas zu bewegen, außer vielleicht das Gemüt der Fliege „Ich höre in mich. Ich höre mir zu. Ich entferne mich aus der Welt, um in die meine zu gelangen. Ich träume. Ich ruhe aus.“  Danach war wieder Stille. Die Fliege putzte sich derweil und schaute dann zur Echse.
„Und warum musst du in deine Welt? Ist die Welt, auf der du lebst nicht die deine, genau so wie die meine?“
Die Echse antworte „Ja. Der begrünte Fels, auf dem wir beide ruhen, ist die unsere Welt, aber dann gibt es noch die meine. Eine Welt, die nur mir gehört. Die nur in mir wohnt in keinem anderen, auch in keiner anderen Echse, nur in mir. Das ist mein Traum. Das bin ich. Das ist sonst kein anderer.“
Die Fliege hörte die Worte der Echse, aber irgendwie verstand sie nicht. Unsere Welt, das konnte sie noch nachvollziehen. Aber nur meine Welt? Das war ihr nicht geläufig.
Und wieder fragte sie nach „Das mit deiner Welt, die nur in dir wohl wohnt, kannst du mir davon erzählen?“
Die Antwort der Echse kam prompt „Nein. Du verstehst es ja nicht. Vielleicht kann ich dir es so erklären. Was nützt es dir wirklich, wenn ich dir von meiner Welt erzähle? Du darfst dich nicht von anderen beeinflussen lassen. Suche nach Ruhe und Stille, trau dich und dann mit etwas Übung findest du sicher auch in deine Welt. Und glaube mir, das
wird etwas bringen! Denn du wirst tief aus dir erfahren, wer du bist und was du möchtest. Wie du dahin gelangst, um das zu erreichen, was dich wirklich glücklich macht. Vielleicht nicht sofort, vielleicht brauchst du etwas Übung, aber vielleicht hast du auch schon bald ein Erfolgserlebnis und dann können wir uns wieder unterhalten. Denn dann wirst du wissen, das aus deiner Welt dich niemand vertreiben kann, denn sie gehört nur dir. Nur dir allein.“
Die Fliege hörte gebannt zu. Wie erstarrt saß sie im Grün und selbst so mancher Fußgänger der vorübergegangen war, war nicht imstande gewesen sie zu erschrecken, um das sie davon geflogen wäre. „War sie womöglich in ihrer Welt? Aus der sie niemand vertreiben konnte? War es diese ihre Welt, die sie gerade fühlte? Die Worte der Echse hatten sie sichtlich in den Bann gezogen oder die Echse zeigte ihr ganz nebenbei, wie sie in ihre Welt finden konnte.“
Die Fliege blieb noch ein kurzes Weilchen sitzen und stellte für sich dann fest, gerade war sie in ihrer Welt.
Abgetaucht in die Tiefe ihres Seins. Sie verstand die Echse nun. Die Welt auf der alle ihr zu Hause haben und dann die
Welt, die in jedem selbst wohnt. Unerschöpflich reich. Dorthin würde sie wieder kommen.
Dann flog die davon und sprach noch ein Danke an die Echse, die immer noch in ihrer Welt verweilte.
Eine weitere Leseprobe sowie auch mehr zum Buch gern unter..

„Dankbarkeit“

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Dankbarkeit. Für mich wirklich ein großes Wort, weil, ein großes Gefühl dahinter steht. Und lernen durfte ich, das Dankbarkeit aus ehrlichem Gefühl nur, wirklich etwas bewirken kann. Ansonsten ist es nur ein Wort und ziemlich leer.

 

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„Was wirklich für mich zählt“

B weg des herzens

Was wirklich für mich zählt, ist Liebe und dazu gehört für mich in erster Linie Ehrlichkeit mir selbst gegenüber. Und bin ich mit mir selbst ehrlich, kann ich es auch anderen gegenüber sein, für mich geht dies ganz automatisch zusammen.

Ehrlichkeit bringt für mich Klarheit in mein Leben und das ist richtig gut. Es heißt sicher keineswegs, das dadurch vieles leichter gehen könnte, als bei anderen, die sich für die Unwahrheit entschieden haben. Doch ich fühle mich nur durch Ehrlichkeit in meinem Gleichgewicht, weil ich meinem Seelengefühl folge und das heißt für mich auch, ich brauche ehrliche Menschen um mich herum.

Außerdem glaube ich, wenn mir etwas daneben geht, weiß ich auf jeden Fall, ich habe mein Bestes gegeben, war ehrlich mir und anderen gegenüber und das ist nun mal immer richtig und nie falsch. 

Und kommen wir an Stationen in unserem Leben und bleiben wir ehrlich uns selbst gegenüber, werden wir immer den richtigen Weg wählen, den Weg, den wir auch wirklich beschreiten sollten.

Man sagt manchmal so salopp, auf Umwegen kann man vieles sehen und lernen, sicherlich kann dies so sein. Doch könnten wir das dort gelernte wirklich im Leben anwenden, wenn es doch ein Irrweg war? Ich möchte dies nur als Frage im Raum stehen lassen. Weiterhin stelle ich mir die Fragen,  „Was ist mit der Zeit, unserer Lebenszeit, gehen wir auf anderen Wegen? Kommen wir so womöglich erst spät, gar zu spät dorthin, wo unser Platz wirklich sein sollte? Und ist vielleicht die Aussage „Jeder Weg ist der unsere, egal welchen wir auch gehen mögen“ nur ein Trost für die Seele?  Richtig ist es wohl, das es unser Weg ist, aber ob oft wirklich der Richtige?

(Foto/Text: Jana Goeritz)

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