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„Mitten im Meer wohnt Helgoland“

Diese Insel kenne ich, seit ich denken kann. Meine Mutti sprach einst von ihr und das sehr oft, so habe ich es zumindest in meiner Erinnerung. Als Kind war sie so fasziniert von den Urlaubserzählungen ihrer Lehrerin, das es ihr sehr gut da gefallen hätte, das meine Mutti sich als Kind schon erträumte einmal wenigstens, auf diese Insel zu reisen. Als das Alter auch an meiner Mutti nicht spurlos vorüberzog, meinte ich immer, solang sie noch nicht auf Helgoland war, wird sie auf dieser Welt vergnügt weilen.  Irgendwann war es dann so weit, meine Eltern gingen auf Reisen, dies taten sie eigentlich viel zu wenig. Ihr Ziel, Helgoland. Nach ihrem Urlaub erzählte meine Mutti mir von ihrer Reise und ich glaubte, ich hätte ein Déjà-vu.

Und wie das Leben manchmal so spielt, mochte auch ich nun diese Insel im Meer besuchen und machte mich in meine Spur mit meiner besseren Hälfte. Von Cuxhaven aus ging die Reise über das Wasser bis kurz vor Helgoland. Hier wurden mir mit kleinen Booten zum Ufer geschippert. Für mich ein Erlebnis. Dann erkundeten wir die Insel auf unsere eigene Art und Weise per Pedes. Sahen von der Oberstadt hinunter zum Meer und ich versuchte in meinem Gefühl zu bewerkstelligen, wo ich mich gerade befand, mitten im Meer auf einem Felsen.

 

 

„Ein besonderes Geschenk“

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Vor einigen Jahren waren mein Mann und ich an der Ostsee. Ich fühlte mich zu dieser Zeit etwas ungut, sage ich mal. So wünschte ich mir etwas von der Reise, das kein Geld kosten würde. Vielleicht wollte ich ein Zeichen von oben, um meinen Glauben zu stärken, dass es da etwas gibt, das mich im Auge hat und auf mich acht gibt. Seit Kindheitstagen begleitet mich dieses Gefühl behütet zu sein, aber manchmal schien es wohl kurzzeitig verschüttet und mein Glaube zerstört.

Es waren drei Tage die wir dort verbrachten, also nur ganz kurz An- und Abreise inbegriffen. Am Anreisetag dachte ich kaum darüber nach, ich genoss die See mit ihren kühlen Wellen und schaute auf sie, auf die Weite die sich vor mir auftat. Es war für mich immer wichtig, nur die See im Blick zu haben, kein Land. Am zweiten Tag fühlte ich mich schon so erholt, als hätte ich bereits eine ganze Woche dort verbracht. Doch am dritten Tag, dem Abreisetag, schlich sich eine Wehmut ein. Hm, vielleicht sogar etwas Traurigkeit. Ja, wir mussten wieder abreisen, aber es war etwas anderes im Gefühl. Es war in meinem Gefühl so eine Art Enttäuschung darüber, das ich wahrscheinlich nur mit Geld mir einen Wunsch hätte erfüllen könnte. Ja, so fühlte ich wohl.

Kurz vor unserer Abreise, lief ich noch einmal zum Strand, um mich zu verabschieden, auch um die letzte Stunde noch am Wasser zu genießen, denn ich bin so gern am Meer. Ich schlich fast über den Sand, mein Minenspiel sah niemand glücklicherweise, denn ich war noch ganz allein da und machte mir so meine Gedanken über meinen unerfüllten Wunsch und blickte deshalb etwas traurig in die Welt, dem kleinen Mädchen in mir machte es doch zu schaffen, das mir ohne Geld wohl kein Wunsch erfüllt würde.  Und wie ich so über den Sand lief, stutzte ich auf einmal, denn eine Welle spülte mir einen Seestern vor meine Füße. Kurz darauf kam mein Mann dazu und ich zeigte ihm, was ich aufgehoben hatte. „Schau mal, was sich gerade aufgelesen habe, ein Seestern.“ Behütet legte ich ihn schon mal  ins Auto zum Trocknen und zu Hause fand ich einen besonderen Platz, den er heute noch hat. Der Rezeptionist vom Hotel erzählte meinem Mann bei der Verabschiedung, wie selten so ein Fund in ihrer Gegend sei. Und für mich war es das Zeichen, jemand hatte meinen Wunsch vernommen und ihn mir erfüllt, wenn auch wirklich in letzter Minute.

Tage später fühlte ich die Seele bei mir und ich durfte sie mithilfe der Engel ins Licht geben und ich fühlte Dankbarkeit, für diese ganz besondere Begegnung, die es für mich war. Und sie kam sogar ab und an zu Besuch und ließ mich fühlen, wenn ich einmal Hilfe bräuchte, würde sie für mich da sein. Einmal nahm ich dieses Angebot auch schon in Anspruch. Für mich fühlte sich diese Begegnung wie ein Wunder an und ist es auch heute noch,  denn ich hatte bei meinem Wunsch, nie an so etwas Schönes gedacht, eine ganz besondere Seelenfreundschaft, für die ich sehr dankbar bin.

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