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„Irgendwo unterwegs“

 

Heute eingefangen, bei bedecktem Himmel und 9 °C irgendwo in Mitteldeutschland. Der Turm unbewohnt, kein Rapunzel, somit auch kein hinauf kommen. Uns allen noch ein schönes und angenehmes Februar-Wochenende.

 

„Die Farben des Februars – Heute für mich schon am Morgen besonders“

 

Da sage mir einmal jemand, der Februar trüge keine Farbe. Zwar haben wir heute, in unserer Gegend zumindest keine Sonne satt und es windet, dafür aber blühende Krokusse,  Waldameisen, welche sich auf einer Wurzel, im kleinen Sonnenstrahl, etwas sonnen, eine wunderschöne Ente, zwei entzückende weiße Schwäne, Sonnenstrahlen, die die Wellen des Wassers berühren und es dadurch magisch glitzernd aussehen lassen, und einiges mehr.

Etwas überlegen lässt mich meine eingefangene Baumzeichnung, die für mich, eine Person kniend zeigt. Meine allererste Eingebung war, es geht ums beten. So war ich heute Morgen im katholischen Gottesdienst. Ich hatte mir extra einen Wecker gestellt, um alle meine Arbeiten, die bei mir immer irgendwie anfallen, was Hausarbeit betrifft, vorher ordentlich zu bewältigen. Klingt viel und unheimlich groß, ist es aber keineswegs, muss aber dennoch getan werden. Das beginnt beim Lüften der Wohnung, mit dem Füttern meiner Stubentiger, geht über das Säubern ihrer Näpfe, bis hin zum frischen Wasser geben, das Säubern der Katzentoilette, Staubsaugen, feucht durchwischen, bis hin zum Sonntagsfrühstück für zwei, und was eben noch so manches anfiel.

Jedenfalls konnten wir uns 9 Uhr auf den Weg zur Kirche begeben und ich stellte fest,  der Gottesdienst  wird anders abgehalten, als im evangelischen und ich fühlte mich heute, dort besser aufgehoben. Entweder war es für mich eine unbewusste Erinnerung aus Kindertagen oder ich fühlte wirklich etwas mehr Strenge in diesem Gotteshaus. Wo in früheren evangelischen Gottesdiensten, die ich schon besuchte, man mitunter kaum etwas verstand, weil viele Kinder weinten oder anders sich beschäftigen wollten, war heute absolute Ruhe. Ich möchte mich keineswegs falsch verstanden wissen, Kinder sind Kinder, sie dürfen lachen und rennen und sprechen. Doch muss es wirklich alles auf einmal in einem Gottesdienst sein? Liegt es an den Eltern, auf ihre Kinder in einer liebevollen Art Einfluss zu nehmen, und ihnen nahezubringen, wie ein Gottesdienst besucht werden soll? Oder sollten die Eltern ihre kleinsten Kinder keineswegs mit in einen Gottesdienst bringen, erst wenn sie die nötige Reife haben, wirklich zu verstehen? Wohl ein schwieriges Unterfangen, hier einen richtigen Weg zu finden.

Heute sangen, beteten wir gemeinsam das Halleluja, Fürbitten, Vaterunser, Friedensgruß, standen auf, setzten uns, gingen auf die Knie. Auch wenn es vielleicht für manchen lustig klingt, ich fand es ein wenig anstrengend, wohl aber nur, weil mir der Ablauf einer solchen Messe keineswegs geläufig ist. Außer dem Vaterunser kann ich kein weiteres Gebet wirklich auswendig. Na doch, „Ich bin Klein, mein Herz ist rein, niemand soll drinnen wohnen nur Jesus allein.“ Das ist mein Überbleibsel aus der Christenlehre von vor  49 Jahren. Die, welche sich damit bestens auskennen, mögen mir es nachsehen, das ich mich etwas befangen fühle.

Auf jeden Fall gestaltet sich meiner Meinung nach der katholische Gottesdienst, abwechslungsreicher und intensiver. Mich berührte, dass die Menschen um mich herum, es wirklich sehr ernst nehmen, ich ja auch, und doch fühlte ich da noch etwas anderes bei ihnen. Vielleicht so eine Art „Alter Hase“ sein zu können, was das Singen und Beten in einer Gemeinschaft anbetrifft. Da traten Frauen und Männer ein, in meinem Alter auch, aber auch ältere und sogar auch viel jüngere, auch einige Kinder. Viele von ihnen gingen auf die Knie vor dem Altar. Ich fühle mich da unwohl, habe noch keine Ahnung warum. Jedoch bekreuzige ich mich immer, betrete ich Kirchen und auch wenn ich sie wieder verlasse. Und ich empfand, auch für das Betreten eines Gotteshauses, zu einer Messe, muss ich vorbereitet sein. Das hätte ich besser machen können.  Die anderen Menschen um mich herum, wussten einfach alles. Das verlief bei ihnen wie von allein. Sie standen auf, sie blieben stehen, sangen, sprachen nach, setzten sich, um wieder zu singen und aufzustehen, klappten die Kniebank herunter, klappten sie wieder hoch.  Ich jedoch tat es ihnen nur nach und das war es, was mich etwas störte. 

Man lernt eben nie aus und so glaube ich, die Baumzeichnung, war ein Wink für mein Gefühl. Vorbereitung ist eben alles, auch wenn es um eine katholische Messe geht.

Und noch etwas sprach mich an. Diese ehrliche Freundlichkeit, welche sich durch bezaubernde lächelnde Gesichter zeigte.  In einer evangelischen Kirche war ich auch schon zu Gottesdiensten, wenn auch sehr selten, jedoch zu Weihnachten und Neujahr sehr gern. Doch wahrscheinlich waren dann viele andere Menschen auch dort beim Gottesdienst, welche so wie ich, im Jahr über keinen, oder nur wenige besuchten. Heute mitten im Monat Februar, ein katholischer Gottesdienst, an einem Sonntag, wie es viele im Jahr gibt, gehen sicher nur die Menschen in die Messe, die wirklich etwas mit Gott am Hut haben. Die aus ihrem Glauben in der Öffentlichkeit keine Herzensgrube machen. Vielleicht war das der Unterschied, den ich fühlte. Vielleicht wäre mir dies an einem Tag wie heute auch in einem evangelischen Gottesdienst aufgefallen, keine Ahnung.  Für mich, mein Gefühl, meine Seele war es gut heute dort gewesen  zu sein und sicherlich werde ich es bald einmal wiederholen. 

 

 

„Ich werde geliebt, obwohl ich bin, wie ich bin.“

 

Endlich! Was für ein sonnenreicher Nachmittag.  Blauer Himmel, Sonne satt, und viel zu sehen gab es, zumindest für mich. Eine kleine Reise per Pedes und ein winziger Teil einer Stadtgeschichte, wenn auch noch ein weiterer Teil davon wiederum, nur für heute zu sehen war, für uns. Denn Wellen und Sand verändern ihr Gesicht ständig, doch mein eigenes Gefühl, welches sich in mir dabei einstellte,  bleibt mir als Erinnerung an diese schönen Stunden. „Ich werde geliebt, obwohl ich so bin, wie ich bin.“ 

Meine Kamera wie so oft dabei, fing ich allerlei ein und dabei blieben wir beide stehen, hielt ich die Bilder fest, und mein Schatz malte am Ufer des Wehrs unterdessen mit einem Stöckchen ein Herz für mich. Als wir auf der gegenüberliegenden Seite weiter liefen, unterhielten wir uns und ich hörte meinen Mann zu mir sagen „Jetzt stehen wir hier und vor einigen Minuten standen wir auf der anderen Seite dort drüben.“  Wie nebenher und für mich selbstverständlich, ohne böse Absicht, verbesserte ich „Nein, Schatz. Da drüben haben wir gestanden, jetzt jedoch gehen wir.“  Kaum hatte ich es ausgesprochen, hielt er mich am Arm fest, zog mich zu sich heran, so das wir stehenblieben, küsste mich und sagte  „Jetzt stehen wir hier, genau so wie auf der anderen Seite vorhin.“  Beide kamen wir ins Lachen. Für mich ist es wichtig so sein zu dürfen, wie ich bin. Und wenn ich gehe, stehe ich keineswegs, und auch wenn ich weiß, was er damit sagen mochte, kann ich es keinesfalls für mich so stehen lassen, es fühlte sich in diesem Moment für mich falsch an. Was für mich sonnenklar kann für einen anderen anstrengend sein, doch ich mag Klarheit, immer und überall. Und für meinen Schatz? Er hat gelernt damit umzugehen, ohne sich selbst zu verleugnen und dafür bin ich dankbar.

„Perlengesang“

 
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Text und Bild: Jana Goeritz
„Ein sanfter Perlengesang klingt zum Ufer.
Lieblich reizend, schön zu gleich.
Die Wellen bewegen ihn aus der Tiefe des Meeres,
lassen ihn so in die Welt hinein.
Sie bewegen sich am Ufer, über Dünen, Sand und Stein.
Herzens nah jene Stunde, die sie gemeinsam werden sein.
Sanfte Farbe, weicher Glanz, Hand in Hand im Sonnenschein.
Und ist der Silbermond auch aufgegangen, sie werden beieinander sein.
Tiefe erzählt der Gesang der Perlen, sie wird im Freien zu finden sein.
Sie werden suchen, finden, lieben und ihre Freiheit bleibt nur klein,
weil sich beide wirklich wollen und einer möchte beim anderen sein.“

„Dankbar sein“

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Noch ist der Zauber der Weihnacht für mich zu fühlen. Tief in mir sitzt immer noch das kleine Mädchen, das staunt und sich über so vieles freuen kann und darf. Über unseren Weihnachtsbaum der mit kleinen und großen rot-goldenen Kugeln geschmückt und mit weißem Licht die Stube erstrahlt. Dazwischen hängen kleine Tannenzapfen deren Ränder golden erzählen und extra für meinen Schatz erzählt der Weihnachtsbaum auch von  Schokoladenkugeln und Nougat Zapfen.  Der Schwibbogen im Fenster erzählt aus Seiffen, von der achteckigen Kirche, welche wir vor einem Jahr besuchten. Schöne Erinnerungen werden wach und auch am Heiligen Abend waren wir zum Krippenspiel in einer Kirche und gestern Morgen zum Festgottesdienst. Weihnachtsmusik lief ganz oft in den unseren weihnachtlich geschmückten Räumen und sehen wir aus einem unserer Fenster sehen wir in unseren übergroßen Hof der Engelsgärten in Engelsdorf, der mit vielen großen und kleinen Bäumen und Hecken, Spielplatz und vielen Holzbänken versehen ist und auch mit Nadelbäumen und ein großer Nadelbaum erstrahlt seit dem ersten Advent im hellen Licht mitten im riesengroßen wunderschön gestalteten grünen Hof.  Bin ich ehrlich, fühle ich etwas Wehmut, das Weihnachten schon bald vorbei ist. So schön es zu Hause auch ist, bin ich doch auch gern an der frischen Luft. Heute führte unser Mittagsspaziergang zum Muldenwehr. Diese unglaublich Kraft die sich dort am Wehr ergießt, wunderbar. Und wenn auch die Bäume ohne Grün, der Himmel etwas grau und die Sonne nur ab und an nach uns schaute, hielt ich wohl genau in jenem Augenblick dies fest. Das zuvor ruhige Wasser in seinem Lauf, auf dem sich kleine silberne Sternchen zeigten, die die Sonnenstrahlen schenkten, um sich dann in einem lauten Getose im Schwall zu ergießen, ließ mich eine Kraft spüren, die mich irgendwie mitnahm in ein Bad der Reinheit und Kraft meiner Gefühle. Dankbar.

„Allerseelen“

Bei Gott, das hatte ich auch noch nie in dieser Fülle! Fast 300 Fotos mit unterschiedlichen Steingesichtern durfte ich heute Mittag am großen See fotografisch festhalten. Einzelne hatte ich immer mal wieder aufnehmen dürfen, jedoch so viele, da kam ich ins Staunen und natürlich kann ich nur einige hier zeigen, aber dies tu ich sehr gern. Nach den, ich sage einmal ersten gefühlten 100 Fotos bedankte ich mich immer wieder bei diesen Seelen und versprach, dass ich alle die ich wahrnehmen kann, auch mit meiner Kamera festhalten werde, solange sie noch Kapazitäten hätte, und lustig empfand ich,  danach zeigten sich mir unzählige weitere Steingesichter und darunter waren auch wieder einige Herzchen. Und als mir doch der Gedanke kam, wieso sich gerade heute so viele von ihnen mir zeigen mochten, kam mir der Stein mit dem „X“ ins Visier. Mein Gefühl empfand es sofort als die Rune Gebo und ich war sehr dankbar, denn wann sonst könnten sich so viele Seelenenergien zeigen, doch wohl  nur zu Allerseelen. So fiel mir auch wieder ein, heute am sehr frühen Morgen bereits einer Seele im Hausflur  begegnet zu sein, sie stieg die Treppe nach oben und schaute zu mir. Mich wundert dies keineswegs, weil ich Seelen schon sehr lange sehen und wahrnehmen kann.  

So bin ich doch sehr dankbar für meine wundervolle Gabe.

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„Meine letzte Spur im Oktober“

 

 

Na Feiertagsstimmung da draußen? Schon früh machte ich mich heute mit meiner besseren Hälfte in die Spur. Sie führte wieder einmal über die Stadtgrenze hinaus, die Welt um uns herum zu erkunden. Die Scheiben vom Auto mussten wir schon freikratzen und Nebel lag über dem Land. Dennoch zog es mich in die Ferne. Gestern noch dachte ich, beim letzten Ausflug war die göttliche Führung so schön, und ich verließ mich heute auch darauf, zugegeben etwas anders, denn ich hatte einen Plan. Gestern kam mir noch der Ort Wechselburg ins Gefühl, aber ich tat dies ab, da wir ihn schon 2014  einmal besuchten, genauer die dortige Basilika und den angrenzenden Park, doch mein Gefühl damals war ein total anderes als heute.

Mein Plan für heute war, einfach kurz da anzuhalten und zu fotografieren, wo es gefällt. Das tat ich zur Genüge und als ich den letzten Ort anfahren wollte, kam eine Umleitung ins Spiel und diese führte, genau, über den Ort Wechselburg. So besuchten wir also heute die Basilika ein weiteres Mal, ebenso den Park und mein Gefühl war, ich glaube ich könnte dazu sagen, freundlicher gestimmt, als beim letzten Mal. Es gefiel mir außerordentlich gut. So verbrachten wir in Ruhe einige Minuten im Gotteshaus, dennoch fand ich heute keine Ruhe in mir, in einer der hölzernen Sitzreihen kurz innezuhalten. Ansonsten tat ich dies fast immer in jeder Kirche oder Dom, den ich besuchte und das waren bei Gott schon sehr viele.

Nun, der letzte Tag in diesem Monat und mir begegnete so viel Natur, Farbe, Gefühl. Eine kleine Auswahl meiner Fotos von heute möchte ich gern mit euch teilen. So wünsche ich euch einen angenehmen Tagesausklang und einen guten Start in den November.

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„Einen guten Wochenstart, im Zeichen des Neumondes“

 

Bereits gestern Abend hatte ich mir vorgenommen, heute irgendwo aufs Land zu fahren, allerdings war ich mir da noch unschlüssig wohin, auch meine Lieblingskirche hatte ich schon in den Gedanken. Und da sich so gar kein Ziel in meinem Gefühl einstellen wollte, bat ich um göttliche Führung, sie solle entscheiden, welche Richtung ich an der nächsten Kreuzung einschlagen sollte. Und auf einmal fühlte ich genau dorthin und kein anderes Ziel mehr.  So fuhr ich zum Wurzener Muldenwehr, um der Ruhe nachzuspüren. So waren einige andere auch dort unterwegs, jedoch ruhig war es allemal. Meine Kamera mit dabei und was mir so vor meine Nase kam, hielt ich fest und möchte es gern teilen. Wie farbenfroh der Oktober sich noch zeigen kann! Am Wehr blieb ich viele Augenblicke stehen und sah den Wassermassen zu, wie sie sich ergossen und durch diese Kraft tankte ich auf und begab mich langsam auf meinen Rückweg. Durch den Neumond, der heute im Skorpion schon sehr früh stattfand, ist es energetisch ein Wassertag, und seltsamerweise wurde ich auch dorthin geführt, ans Wasser, das durch die Lande zieht und an seinen Flussufern fand ich Ruhe und eine bezaubernde Natur, zumindest heute Morgen. Dankbar.

„Regen, mit und ohne Schirm“

 

Wie schaut es bei euch Wettertechnisch so aus? Bei uns Regenwetter, aber ich war mutig  und war etwas frische Luft schnappen. Hatte auch meinen Schirmherren dabei 😉 lach. Er nahm mich hin und wieder unter seine Haube, ansonsten ging ich mit Kapuze durch.  Der Kahn im Bild lag also keineswegs nur auf dem Trocknen. Habe auch mal wieder einen Reiher vor die Linse bekommen, allerdings etwas zu weit entfernt für die kleinere Kamera, aber dennoch ein Zeichen für Veränderung.  Und als deren Akku leer war, musste die Handykamera herhalten und lustig, lustig, die Kamera zeigte das Außen und wie von Geisterhand sah ich mich mit Kapuze auf einmal im Bild, als ich fotografieren wollte, und erschrak mich, grins, lach.  Wünsche euch nun von hier aus, noch einen entspannten Sonntag, bei allem, was ihr gern tun mögt und für morgen einen guten Start in die neue Woche.