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„Im Kriebethal“

 

Hoch über der Zschopau, ein Nebenfluss der Mulde, genauer der Freiberger Mulde, thront die Ritterburg Kriebstein.  Hier im schönen Kriebethal, der Name allein klingt für mich schon nach einem Märchen, nach Zwergen und Prinzessinnen wurde wirklich 2009 das Märchen „Schneewittchen“  gedreht und die Burg diente als Filmkulisse.  Innen fand ich u.a. auch eine schöne Deckenmalerei vor.  Von der für mich schönsten und auch romantischsten Burg Sachsens ging es weiter durch den angrenzenden Wald zur  Talsperre Kriebstein.  Rauf auf das Schiff und abging die Fahrt über das Wasser, viel Natur, auch Fels und kleine Wochenend- oder Ferienhäuschen an den Ufern der Talsperre zeigten sich. Für mich ein schönes Fleckchen Erde mitten in Sachsen.

„Ein Hauch von Japan“

 

Der japanische Garten in Bad Langensalza lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Im schönen Thüringen findet sich ein Hauch japanischer Kultur, wenn auch in Miniaturausführung, immer hin. Durch einen kleinen Bambus Rain gingen wir in den Garten, der mit allerlei aufwartete. Wir wurden verschiedentlich über Wasser, das Seerosen zierte und die Heimat einiger Kois waren, geführt. Einmal über Steine, ein anderes Mal über Holzstege. Ein schön angelegtes Areal, das eine große Buddha-Statue zeigte, ein kleine geschwungene Brücke die über einen Teich führt, eine Steinlaterne und natürlich das Teehaus. Hier fanden auch Teezeremonien statt.

„Ein Traum aus Barock“

 

Wenn von außen auch unspektakulär, von innen ein Traum aus Barock. Kein Gold erwartete uns, dafür u.a. viele wunderschöne Stuckarbeiten. Die italienischen Stuckateure hatten seiner Zeit, also 1679 bis 1692 (habe ich beim Rundgang in der Kirche erfragt) ihre Arbeiten phänomenal gemacht. Für mich? Ein Traum! Und nicht nur das, sondern auch die Gemäldemalerei an der Decke unbeschreiblich schön. So erkundeten wir dieses Prunkstück bis unter die Decke auf zwei Emporen und nahmen zum Ende unseres Besuches in der ersten Reihe Platz zum Innehalten. Wo man diese schöne Kirche findet? Im thüringischen Eisenberg.

„Tangermünde“

 

Unweit vom Kloster Jerichow, das wir besuchten, liegt die Stadt Tangermünde. Sie wirkte auf mich sehr einladend und so liefen wir durch die gut erhaltende Stadtmauer in die Stadtmitte. Kleine Fachwerk-Häuschen, zu meist guterhalten oder restauriert fanden sich hier und beherbergten kleinere Cafés und Läden, die zum Verweilen einluden. Besonders gut gefiel mir das historische Rathaus der Stadt. Ich glaube, es ist der Blickfang, neben der Stadtmauer in Tangermünde. Am Rathaus findet sich auch das „Grete Minde“ Denkmal. Dieses Denkmal regte meinen Mann an, ein Buch über Grete Minde zu schreiben mit dem Titel „Im Feuersturm – Grete Minde.“ Bei unserem Stadtbummel kamen wir auch an der Kirche „St. Stephan“ vorbei. Hier hielten wir kurz inne, bevor wir wieder in Richtung Heimat fuhren. Tangermünde ein Städtchen mit schöner Bachsteinkunst. Mir gefiel es hier sehr gut.

„Ein König unter den Seen“

Der Königssee, ein Naturidyll vom Feinsten.  Kraft schenkende Natur. Im großen Foto sieht man „Die schlafende Hexe.“ Dieser Formation hatte meine volle Aufmerksamkeit und wir fuhren einige Tage später sie besuchen, denn ich mochte sie unbedingt aus der Nähe sehen.

 

 

Und hier kommt sie noch einmal nah. „Die schlafende Hexe.“ Hierzu gibt es verschiedene Sagen, diese ich auf … https://bgl.wiki/bgl/Schlafende_Hexe … gefunden habe.

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Hexe und das Christentum

Diese Sage handelt von einer Hexe, die hier vor über tausend Jahren lebte. Da sie Menschen und die Christen nicht mochte, zog sie sich in die Einsamkeit ins Gebirge zurück. Um den Einzug des Christentums in das Berchtesgadener Land zu verhindern, bot sie den Gläubigen, die über Hallthurm ins Land kamen, vergiftete Getränke an oder rollte vom Gebirge Felsen auf die Wanderer. So tat sie es auch, als der Gottesmann Martinus unterwegs ins Berchtesgadener Land war. Martinus hörte die auf ihn zu rollenden Steine und konnte beide Male ausweichen. Daraufhin hielt der Gottesmann der Hexe sein Kreuz entgegen, wodurch sie sofort in einem lauten Getöse zu Stein verwandelt wurde.

Hässliche Kräuterhexe

Eine weitere Sage spricht von einer hässlichen Kräuterhexe, die in einer komischen Umgebung hauste. Die Hexe wurde von anderen verachtet und dadurch sehr böse. Auf die Bemühung des Heiligen Martinus sie zu besänftigen, reagierte die Hexe mit einem Tötungsversuch. Zur Strafe verwandelte der Heilige die Hexe in Stein.

Fleißige Magd

Eine tüchtige alte Magd hatte nach dem Tod des alten Bauern oft Streit mit dem Erben, einem angeberischen Jungbauern, da dieser die alte Frau oft stark antrieb. Als er dies an einem heißen Tag wieder tat, legte sich die Magd zur Ruhe und entgegnete dem schimpfenden Bauern „Leck mich am Arsch, ich schlafe jetzt.“. Seitdem schläft sie dort.

 

 

„Es war der Eingang zur Wort-Gotteskapelle“

In dieser heiligen Halle fühlte ich eine sehr schöne Energie. Beeindruckend fand ich die Orgel, welche mit Engeln verziert hoch oben thronte. Aber auch die kleinen aufklappbaren Altäre. Es gab so viel zu entdecken. So gingen wir vorbei an der
Fürstengruft mit alten Särgen hinab in die Krypta. Entlang dem Kreuzgang kamen wir noch in die Michaeliskappelle und die Wort-Gotteskapelle, hier berührte mich das geschriebene Wort auf der Eingangstür.

„Am Anfang war das Wort  und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht. Und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hats nicht ergriffen.“

Weiter sahen wir noch den Merseburger Domschatz, das Kapitelhaus und den Kapitelhausgarten, hoch über der Saale (Fluss). Hier zog mich das Ausstellungsstück „Merseburger Zaubersprüche“ an und als wir zurück im Hauptschiff waren, hielten wir auf einer der  vielen Bänke inne und nach meinem Gebet hörte ich in mich hinein und konnte das Phänomen der Zaubersprüche so für mich lösen.

Nach unserem langen Dom Besuch, der mir persönlich sehr gut gefallen hat, besuchten wir auch noch das angrenzende große Schloss Merseburg.
Hier allerdings hielten wir uns nicht allzu lange auf. Meine Hoffnung das ich vielleicht noch einen Eindruck erhalten könnte, wie man dort einst lebte wurde nicht erfüllt.
Dafür warteten viele Ausstellungen mit großen und zahlreichen Schrifttafeln und fast genau so vielen Ausstellungsstücken auf. Es begann mit einer Ausstellung zum Krieg, führte uns zur Ausstellung zu Glasperlen aus den letzten Jahrhunderten und endete mit einer über Bischöfe, wer und wann gelebt hatte. Für mich empfand ich jedoch den Dom als sehenswert.

 

 

 

 

„Schau doch mal!“

Wieder einmal war es eine Reise, dessen Ziel wir nicht erreichten, dafür aber,  erstaunlich anderes. Auf der Autobahn unterwegs und ein großer Stau vor uns.
Ich schaute mir die Gegend so aus dem Auto an, Zeit genug war ja. Rechter Hand erblickte ich unweit eine höhere Erhebung. Es sah wunderschön aus, die gelbe Farbe des Rapses, blühenden Bäumchen am Hang, das erste Grün. „Schau doch mal!“ meinte ich, wollen wir vielleicht bei der nächsten Abfahrt runter und uns dort einmal umschauen? Denn auf dieser Erhebung konnte ich noch ein altes Gemäuer wahrnehmen, es zog mich in seinen Bann. Also ließen wir den Stau beiseite und fuhren zu dieser Erhebung, die sich Petersberg nennt. Dieser liegt 250 m ü NN und bot uns eine schöne Rundumsicht ins weitläufige Gelände.  Das Gestein, aus dem der Berg besteht, wird als Rhyolit bezeichnet.

Wer interessiert ist, auch an Heilwirkungen der Steine hier gern einige Anmerkungen dazu. Gefunden habe ich sie auf http://www.ruebe-zahl.de/ryolith.htm.

Psychische Wirkung
Der Rhyolith soll das vegetative mit dem bewussten Nervensystem verbinden. Dadurch soll uns bewusster werden, dass das wir nicht nur körperliche, sondern auch seelische Bedürfnisse haben und diese harmonisieren sollten.
Körperliche Wirkung
Wirkt gut auf alle Organe, die durch das vegetative Nervensystem gesteuert werden. Verdauung, Herzschlag, Drüsen, die Hormonbildung soll harmonisiert werden. Soll gut bei Entzündungen sein.

Wir parkten ab und gingen per Pedes durch die erblühende Natur den Berg hinauf. Oben angekommen war ich erstaunt. Nun sah ich ganz genau, was ich von der Autobahn aus, auf der Erhebung wahrgenommen hatte.
Es war die alte Stiftskirche St. Petrus bzw. was davon noch übrig war.  Eine  schmale Öffnung an der Seite der Kirche, an der die Tür fehlte, führte ins Innere.  Mich beeindruckten die alten Säulen in der Kirche und der aufgestellte Gedenk-Altar, an dem bereits Kerzen brannten und wir stellten noch zwei dazu. Wieder an der frischen Luft sahen wir noch die Überreste alter Mauern und ich machte mir so meine Gedanken und versuchte in mein Gefühl zu bekommen, wie es sich wohl anfühlen würde, immer hier oben zu leben und die schöne Landschaft rundherum genießen zu können. Da erblickte ich eine Nonne, denn heute ist dort ein Kloster. Mir kam es im Nachhinein so vor, als wollte mir etwas sagen, „Wenn du hier leben möchtest, dann nur als Nonne.“

Beim Hinunterlaufen zum Auto entdeckten wir noch einen Aussichtsturm auf dem Berg, eine Sommerrodelbahn und einen Tierpark. Am Fuße der Erhebung setzten wir uns in ein Freicafé und lauschten gemeinsam unseren Gefühlen und genossen unseren Kaffee bei wunderbarem Sonnenschein.

„Die Burg Rabenstein“

Darf ich vorstellen? Das ist die Burg Rabenstein. Sie ist die kleinste Burg Sachsens. Mir war, als hätte ich sie einfach so in meiner Handtasche (die ist etwas größer 😉 ) unterbringen können. Demzufolge gab es hier natürlich nicht allzu viel zu entdecken, und es war auch nur ein kurzer Besuch, dennoch hat die Burg mir irgendwie gefallen, so auf dem Felsen im Grün. Zwei Räume und ein winziges Dachgeschoss im Turm, dafür aber Treppen über Treppen.  An diesem Tag besuchten wir jedoch noch anderes und sie lag mit auf unserer vorgesehenen Route. Die Burg liegt in der Nähe von Chemnitz.

„An der Silberstraße“

 

Entlang der  Silberstraße im schönen Erzgebirge führte uns unser Weg nach Freiberg zum Dom St. Marien. Schön empfand ich dieses Gotteshaus. Vor allem die beiden Silbermannorgeln. So stieg ich einige Stufen nach oben und durfte so  die Orgel aus nächster Nähe bestaunen. Sehr berührt hat mich die wunderschöne und atemberaubende Begräbniskapelle im Dom.  Ebenso das berühmte goldene Tor, es empfand ich auch als sehr sehenswert. Was ich auch hier, wie bereits im Magdeburger Dom sah, waren die klugen und törichten Jungfrauen. Ich finde diesen Dom sehr sehenswert und er ist auf jeden Fall eine Reise wert, ist man schon einmal im Erzgebirge unterwegs.

„St. Mauritius und Katharina“

 

 

 

Auf der langen Straße der Romanik, dürfen wir so vieles entdecken. Darunter auch den ersten gotischen Dom,  der auf deutschen Boden erbaut wurde und das war bereits  anno 1209 und dabei handelt es sich um den Magdeburger Dom St. Mauritius und Katharina. Beeindruckt hat mich hier die Paradiesvorhalle, die die klugen, wie auch die törichten Jungfrauen zeigt. Instinktiv sah ich zuerst zu den klugen auf, blickte dann zu den törichten, doch meine Seele zog mich wieder zu den klugen. Mein Gefühl aber erzählte mir auch noch zum Herrscherpaar im Pavillon. Als ich näher herantrat entdeckte ich die Buchstaben B an der linken und J an der rechten Seite. Mich erinnerte das sofort an die Buchstaben auf der Tarotkarte „Die Hohepriesterin“ hier finden sich auch die Buchstaben von Boas und Jachin wieder, dies sind ja die beiden Namen der Säulen im Tempel Jerusalem. Und mein Gefühl stieß mich auch noch darauf, das es ja die Anfangsbuchstaben meines und des meines Seelengefährten sind und etwas fühlte sich so an, das die Gefühle stark und gefestigt sein müssen. Obwohl ich oft mit Tarot arbeite, habe ich es erst hier gespiegelt bekommen. Aber mitunter ist es ja so, steckt man selbst mittendrin, kann man es womöglich nicht vollständig wahrnehmen, das braucht Zeit und wohl manches Zeichen zweimal. Ja so viel dazu.

Was mir noch gefiel, war die schöne Deckenmalerei in der Kapelle, diese jedoch nicht begehbar war. Der Lettner wurde bei unserem Besuch gerade restauriert, dafür besichtigten wir noch den Kreuzgang und den Domgarten. Was mir auch auffiel, im Dom gab es zwei Orgeln zu sehen und weiterhin wäre noch zu erwähnen Otto der Große liegt hier zur Ruhe gebettet. Für mich ein interessanter und bedeutsamer Besuch.

„St.Cyriakus, ich weilte in dir“

 

 

Oft schon fahren wir in den Harz, er bietet eine wunderschöne Landschaft. Aber das ist längst nicht alles. Und so war es einmal wieder so weit. Wir begaben uns dorthin und wollten eigentlich nach Halberstadt, nach dem wir den Besuch auf der Roseburg beendet hatten, die übrigens auch eine Reise wert ist. Doch ein sehr langer Stau zuvor und später noch eine längere Umleitung, ließen uns davon absehen. In dem kleinen Café der Roseburg,  bekamen wir einen wunderbaren Tipp, was wir uns in dieser Gegend noch anschauen sollten. Hier machte man uns darauf aufmerksam, die Kirche St.Cyriakus in Gernrode doch einmal zu besuchen und so war es, das wir zehn Minuten zuvor noch nicht wussten, was wir gleich Großes entdecken dürften.

Ich war beeindruckt allein schon beim Ankommen von diesem riesen ottonischen Kirchenbauwerk. Als ich das Gotteshaus betrat, staunte ich leise. Diese Kirche wurde 961 das erste Mal erwähnt und ist heute noch ein Ort der Einkehr. Bewundert habe ich vieles darin. So fand ich das Chorhaus sehr sehenswert, ebenso die Gestaltung des Altares mit seiner unglaublich wunderschönen Wandmalerei, das heilige Grab, das wohl nördlich der Alpen die älteste Nachbildung des Grabes Christi in Jerusalem ist. Auch der Kreuzgang und die schöne Deckengestaltung, genau so wie die schöne Orgel dieser Kirche ließen mich ins Schwärmen geraten.

Diese Kirche ist auf jeden Fall eine Reise wert, ich finde sie wunderschön und bin dankbar für das freundliche darauf aufmerksam machen.

 

„Auf der Straße der Romanik gefunden“

 

 

Auf der Straße der Romanik fanden wir zu einem Welterbe der Menschheit, dem Naumburger Dom St. Peter und St. Paul, ein Gotteshaus aus dem Mittelalter mit zwei noch erhaltenen hochmittelalterlichen Lettner. Dies ist einzigartig auf unserer Welt.

Schon zweimal traten wir in diesen Dom ein, so wie es „Electra“ einst sang „Tritt ein in den Dom“ und haben uns beim ersten Besuch einer Domführung angeschlossen.

Wenn ich von mir spreche, kann ich nur sagen, ich empfinde ihn als ein Meisterwerk. Vieles sah ich hier, einiges fiel mir besonders auf und etwas berührte mich tief in meiner Seele, das war zum einen mein Gefühl in der Marienkirche. Hier empfand ich den Altar als sehr zurückhaltend. Oft war ich bisher der Versuchung erlegen, im Anschauen eines Altares Gott in mir zu finden, hier war es mir schier unmöglich. Etwas Angst fühlte ich in meiner Seele aufsteigen und ich betete das Vaterunser, danach fand ich wieder zu meiner inneren Balance zurück und lernte an diesem Ort, Gott ist für mich in keinem Altar zu finden, sei er wohl auch noch so schön anzuschauen, oder auch eher zurückhaltend aufgestellt, wie er es hier war, sondern er ist bei mir. Diese Erkenntnis, die ich an diesem Ort erlangte auf einem Holzstuhl innehaltend, werde ich sicher nie vergessen. Und zum Zweiten empfand ich und das fühlte sich für mich wie ein Wunder an, so begeistert von dem Domschatzgewölbe. Die alten Altäre hatten es mir angetan. So wunderschön gestaltet und ich habe meinen Gefühlen schon beim Auftun der schweren Tür und mit dem ersten Schritt in das Gewölbe freien Lauf gelassen, so überwältigt war ich. Wow.

Weiter sahen wir uns auch die Krypta des Naumburger Domes an, auch sie empfand ich als sehenswert, ebenso wie die Elisabeth Kapelle. Hier sprach wieder mein Gefühl besonders, denn die Kapelle aus dem Mittelalter zeigte Fenster in ihrem alten Gemäuer aus der Moderne, also Menschen wie du und ich.

Hier erinnerte ich mich an die Worte, welche ich oft schon in jüngeren Jahren aussprach, wenn etwas nicht so funktionierte wie ich es mir erhofft hatte. „Oh Gott.“ Oder „Oh Gott, bitte hilf mir.“ Damals begann ich für mich darüber nachzudenken, ob ich an Gott glaube und verneinte es irgendwie. „Irgendwie“ weil ich mir vorher nie wirklich Gedanken darüber gemacht hatte, ob ich gläubig wäre, auch wenn ich diese Worte gebraucht. Beim Innehalten darüber glaubte ich jedoch, ich müsste doch etwas mit Gott am Hut haben, denn wieso würde ich mich an ihn wenden? Ganz früher beim Riesenrad fahren, wenn es mir da Angst wurde, rief ich „Mutti Hilfe.“  Das hatte sich, ohne das ich es vorher bemerkt hatte, wohl schleichend verändert. Und, weil ich es einfach so aussprechen konnte, ohne vorher darüber nachgedacht zu haben, ob Gott mir helfen könnte, musste diese Energie wohl aus meiner Seele in mein Bewusstsein gelangt sein. So konnte es für mich nur richtig sein, dass ich an Gott glaube, denn hätte ich es nicht getan, wäre mir dieses Wort „Gott“ auch nie über die Lippen gekommen. Selbstliebe.

Doch zurück zum Dom. Er ist allemal, auch eine wiederholte Reise wert.

 
 

„St. Annenkirche in Annaberg“

 

Die „St.Annenkirche“  ist eine sehr schöne Kirche und ist man einmal im Erzgebirge in Annaberg zu Besuch, so glaube ich, darf man hier nicht vergessen hineinzuschauen.
Sehr angetan war mein Gefühl von zwei Altären. Einen Hauptaltar und ein weiterer gleich zu Anfang beim Eintritt in die Kirche. Beide fand ich wunderschön. Erbaut wurde diese Kirche von 1499 bis 1525 im Gotischen Stil.

 

„Die Schluchten des Thüringer Waldes“

Heute war einmal Wandertag. Mit dem Auto fuhren wir nach Eisenach und dort ging es per Pedes zur Landgrafenschlucht. Hier begann für uns der Rundwanderweg bis zur Drachenschlucht und wieder zurück zum Parkplatz. So gingen wir durch begrünte Felsenformationen, an einen kleinen Bachlauf entlang und mitunter über sehr schmale Wanderwege. Immer wieder umgestürzte Bäume, und vielleicht genau diese, ließen diese Schlucht idyllischer und auch irgendwie wild auf mich wirken. Nach einem Höhenunterschied von ca. 300 m führte uns der Rundwanderweg auf die „Weinstraße“ entlang bis zur „Hohen Sonne“, dazwischen hatten wir einen wunderschönen Ausblick über einen kleinen Teil der Thüringer Bergwelt. Bereits im Herbst 2018 besuchten wir die Drachenschlucht und genau diese haben wir heute noch einmal durchwandert, mit ihrer wunderschönen Klamm, die an ihrer schmalsten Stelle nur 68 cm breit ist.  Zwischen bemoosten Felsen und über einen Bachlauf,  der unterhalb des Weges dahin plätscherte. Insgesamt waren es 11 km Wanderwege mit einem kleinen Höhenunterschied, die wir erwandert haben. Sehr viel Grün, viel Fels, viel Bachlauf, einige kleinere Holz-Brücken mit und ohne Stufen, aber leider, wie ich finde, zu wenig Ausschilderung an den Abzweigungen der Wanderwege. Wir hatten uns am Vorabend eine Wanderkarte ausgedruckt. Ansonsten ein sehr schöner Wanderweg und viel gute Waldluft.

„Ich habs geahnt, oder Hamburg, für mich kommt es anders“

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Hamburg so schön 🙂 ! Bei meinem ersten Besuch war ich überwältigt von dieser Stadt, ich durfte alles sehen, was es zu sehen gab. Beim zweiten Mal fuhr ich mit meinem Mann. Schon ein paar Tage vorher beschlich mich so ein Gefühl, das wir nicht fahren sollten. Ich versuchte meinen Mann zu überreden die Fahrt zu verschieben aber,  er wollte unbedingt. Mein Gefühl war so heftig, nicht an diesem Tag zu fahren, doch er überredete mich und so fuhren wir mit einigen Leuten zusammen in der Nacht nach Hamburg.

Am sehr frühen Morgen angekommen, besuchten wir als Erstes den Fischmarkt, doch es kamen uns so viele Betrunkene entgegen,  da war ich schon bedient. Leider war nichts weiter offen so früh am Hafen, dafür schmerzten meine Fußsohlen, immer wenn ich laufen wollte, ging es nicht,  sie waren wie wund. Ich war nur froh, dass ich Hamburg in seiner Schönheit schon einmal gesehen hatte, aber es war natürlich langweilig, nur herumzusitzen. Zwar saß ich mal am Hafen, dann wieder in einer Barkasse, später im Bus,  aber ansonsten konnte ich mich an diesem Tag kaum bewegen, warum auch immer. Am Nachmittag, als wir alle zurückfahren wollten und ich wirklich das erste Mal froh war, von einer Reise wieder nach Hause zu kommen,  kehrten wir zuvor noch in ein Eiscafé ein.

Und das war der Ultimative Gau! Mein Mann ging für kleine Königstiger und ich sollte schon mal bestellen.  So bestellte ich zwei Kirscheisbecher. Die Bedienung fragte „Bitte, ich habe sie nicht verstanden?“ ich stutzte und wiederholte „Ich hätte bitte gern zwei Kirscheisbecher.“ Wieder schaute er mich an und sagte  „Es tut mir leid, ich verstehe sie nicht.“  ich dachte kurz,  das gibt es doch nicht, spreche ich  vielleicht chinesisch und so ließ ich meine Augen durch das Café wandern, denn  irgendwo musste doch die versteckte Kamera sein! Doch nichts, er fragte wieder „Was bekommen sie?“   Ich sagte   „Immer noch zwei Kirscheisbecher.“  Er wieder  „Nusseisbecher?“
Nun war es so weit, ich wusste mir keinen Rat mehr und dachte zwischendurch,  „Hey wie lange ist Mann eigentlich auf Toilette, dann hätte er das hier bestellen können und sich zum Eimer machen und am liebsten hätte ich dem Kellner gesagt „Hören sie mal junger Mann, ich bin seit gestern Nacht unterwegs, habe nicht geschlafen, meine Fußsohlen brennen wie Zunder und das alles nur, weil mein Göttergatte nicht auf mich hören wollte und wenn sie mir nicht augenblicklich zwei Kirscheisbecher bringen, ja dann weiß ich auch nicht.“ “ 🙂   Ich war immer hin- und hergerissen, sollte ich ausrasten 😦  oder losbrüllen vor Lachen 🙂 . Auf seinen „Nusseisbecher“, antwortete ich nun wieder, „Nein, Kiiiiiiiiiiiiirrrrscheisbecher“  dabei sah ich ihn eindringlich an und sprach langsam,  damit er zur Not von meinen Lippen ablesen konnte. Das „I“ sprach ich sehr lang, das „R“, ließ ich rollen,  ein Bayer hätte seine helle Freude gehabt und das „Sch“,  das brachte ich auch ordentlich heraus  und guck an,  er ging und brachte zwei Kirscheisbecher und eine rote Rose und dann noch eine riesen Überraschung, mein Mann kam endlich zurück. Waaaaaaahnsinn !!!!!!!!!!  🙂