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„Seelenfrieden“

ISBN. 978-37386-4884-3

Klappentext:
Wie kann man seinen Seelenfrieden finden? Der Weg dahin, führt über den Mut, sich seinen eigenen Gefühlen bewusst zu werden, danach zu handeln und zu leben. Der Inhalt dieses Buches, kann durchaus eine Hilfestellung sein, wenn man sich spirituell, auf den Weg zum eigenen Seelenfrieden begibt.
Marion Jana Goeritz lebt ihre Berufung als Reikilehrerin und Autorin in Leipzig aus
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                  Leseproben und weiteres zum Buch gern unter ..                    http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/19.html

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„Wenn es schmerzt Loslassen, damit etwas Gutes folgen darf“

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Vor vielen, vielen Jahren lebte ein kleiner Kater in einer Stadt, bei einer Russland-Deutschen Familie. Als er zu mir umzog, hatte er noch keinen Namen. Zu Hause setzte ich mich an den Computer und der kleine Kater saß neben meinem Stuhl und schaute zu mir hoch. So las ich ihm eine Liste von Namen vor und als ich bei „Iwan“ ankam, miaute er. Das nahm ich als Zeichen für ein „Ja“ und fortan hieß er Iwan. Er war so liebenswert und zuckersüß. So setzte er sich zum Beispiel beim Staubsaugen, auf den Staubsauger und fuhr auf ihm durch die Räume, die ich säuberte. Wir hatten beide unseren Spaß. Ich erinnere mich auch, einmal klingelte der Postbote an meiner Tür und als ich die Tür auftat, flüchtete Iwan nach draußen in den offen stehenden Fahrstuhl. Die Worte vom Postboten und auch die meinen, „Er solle lieber wieder in die Wohnung zurückkommen“  juckten den kleinen Kater überhaupt nicht und der Postbote, ein doch netter, sicherte mir zu, er bringe mir meinen Kater wieder zurück. So wartete ich also an der offenen Wohnungstür im Flur und hörte die Nachbarin im dritten Stock lachend sagen, „Heu, heute kommen sie ja zu zweit.“ Ich lachte. Zusammen mit dem Postboten kam mein Iwan mit dem Fahrstuhl wieder nach unten und Iwan in die Wohnung zurück.

Eines Tages lag Iwan nur noch herum. Es schien ihn so gar nichts mehr zu begeistern. Irgendetwas stimmte mit ihm nicht und ich brachte ihn zum Arzt. Dieser diagnostizierte bei ihm Lymphdrüsenkrebs, dabei war er gerade einmal anderthalb Jahre.

Ich musste Loslassen und das war unglaublich schwer für mich. Vierzehn Tage lang verkroch ich mich und hatte mit mir nichts anfangen lassen. Alle gut gemeinten Dinge tat ich ab, ich mochte Ruhe haben wollen, mich in meiner Trauer suhlen und weinen, weinen, weinen. Zu dieser Zeit hatten aber auch andere Katzen noch ihr zu Hause bei mir und irgendwann raffte ich mich dann auf, denn sie mochten auch ihre Streicheleinheiten haben wollen und auch sie vermissten den kleinen Iwan.  Irgendwie fühlte ich mich innerlich nach dieser Zeit wie zerrissen. Auf der einen Seite meine Trauer und auf der anderen Seite mochte ich mich selbst nach der Zeit so gar nicht wirklich leiden, auch weil ich alles andere in dieser Zeit als „Nichts“ abtat.

Die Botschaft der Engel lautete für mich „Loslassen.“ Es machte mich auch etwas ärgerlich, weil ich erstens keine Ahnung hatte, was ich loslassen sollte, Iwan war ja schon gar nicht mehr da. Dass mein Gefühl des Kummers damit gemeint war, fiel mir damals erst einmal gar nicht ein. Zum Zweiten fühlte ich Angst dies tun zu müssen, Angst alles einfach vergessen zu machen, aber ich wusste auch, etwas musste geschehen, so konnte es für mich wahrlich nicht weitergehen.

Ich beschäftige mich mit also dem Loslassen, bewusst war es damals das erste Mal. Dafür nahm ich mir Zeit und wollte auch allein sein und hatte mir auch ein paar Tage noch Zeit gelassen, um mein Ritual zu vollziehen. Meinen Mann bat ich mich allein im Raum zu lassen und zündete eine Kerze an und setzte mich aufrecht davor. Ich stellte mir eine große goldene Schale vor und in diese tat ich bildlich alle meine Gefühle. Meine Angst ihn zu vergessen, loszulassen, meinen Kummer, dass er schon so früh gehen musste, aber auch meine schönen Erinnerungen. Das Lustige und auch meine Dankbarkeit, das er mir so viel Freude bereitet hatte in der Zeit, in der er bei mir war. Ich bat darum, dass egal wo seine Seele auch sein möge, es ihr gut gehen soll und ich bat darum, das dies auch für mich so eintreten dürfte, dass auch ich mich wieder wohlfühlen darf und der Kummer weniger werde.

Ich erinnere mich genau, das Ritual endete gegen 17 Uhr und schon vor dem Beginn des Abendfilmes also kurz nach 20 Uhr  fühlte ich mich viel besser, das sagte ich auch meinem Mann.  Der große Schmerz, der viele Kummer war wie weg, aber eine Traurigkeit bleib vorerst. Mit der Zeit verging aber auch diese. Noch nie in meinem Leben hatte ich zuvor so einen unsagbaren Schmerz gefühlt, es  fühlte sich an, als war er wie nicht von dieser Welt gewesen und irgendetwas tat sich in meinem Gefühl danach.

So legte ich die Lenormandkarten und sah, das die Seele von Iwan gern wieder zurückwollte. Und dort begann für mich die Kommunikation mit seiner Seele. Täglich sprachen wir. Durch die Kartenlegung fand ich heraus, wo und wie ich die Seele wieder finden würde. Und das tat ich. Irgendwann brauchte ich zum Kommunizieren auch keine Karten mehr. Die geistige Welt bereitete mich in der Kommunikation darauf vor, das die Seele in einem anderen aussehenden Körper wiedergeboren werden würde. Also es gibt keinen zweiten Iwan im Außen, nur seine Seele in einem anderen Körper.

Und dann kam mein Georg!

Ich liebte die Seele über alles und tu es heute immer noch, nur anders.  Die Kommunikation mit der Seele habe ich auch im Buch „SeelenEngel“ niedergeschrieben. Mich zog es immer wieder zu ihm hin. Einige Male bevor er zu uns in sein neues zu Hause kam, besuchte ich ihn über viele Kilometer hinweg. Es war nicht nur ein Katzensprung, es war bedeutend weiter, aber ich freute mich jedes Mal, wie eine Schneekönigin. Wir kommunizierten in dieser Zeit, was das Zeug hielt, so auch über Georgs Ängste, wir könnten ihn nicht mehr finden, weil er umziehen würde. Anfänglich dachte ich in meinem Freudentaumel, er meinte den Umzug zu uns, weil wir eine andere Wohnung suchten zu dieser Zeit und ich beruhigte ihn, mit den Worten, dass ich ihn natürlich abholen würde, egal wo mein zu Hause auch wäre. Doch dann erfuhr ich von der Katzenzüchterin, dass sie umziehen würde, und wir Georg erst im neuen zu Hause wieder besuchen könnten. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. So lernte ich das Kommunizieren mit Seelen, aber auch das Visualisieren brachte mir Georg bei.

Eines Nachts wurde ich wach und empfing eine Vision, die Georg auf der Badematte zeigte. Ich dachte verschlafen, wie ich war nicht weiter darüber nach und schlief wieder ein. Am Morgen, als ich ins Bad kam, saß mein Georg doch im Bad und wartete schon auf mich. Es tat mir so leid und das teilte ich ihm ununterbrochen mit, doch er tat so, als ob ihm das egal wäre. Er kam einfach nicht mehr zu mir. Ich nahm also mit seiner Seele Kontakt auf und fragte, was los sei, es täte mir doch sehr leid. Das interessierte ihn wenig, er wollte, das ich ihm visualisiere, das er zu mir käme. Ich meinte, ich könnte das doch gar nicht und was ich da überhaupt machen müsse? Seine Seele half mir und so sendete ich ihm ein Bild, wie er zu mir aufs Sofa käme und prompt kam er auch. Das musste ich einige Male tun und ich hatte das Visualisieren gelernt. Georg zeigte mir auch einen Edelstein den Sugilith, er soll sehr starke Kräfte besitzen und auch Krankheiten über Generationen hinweg stillen, heilen, lindern, wie auch immer. Ich hatte damals ein Buch und lies die Seiten so fallen mit der Bitte an meinen Kater, mir den Stein rauszusuchen, welcher für mich wichtig sein könnte, als ob ich es schon geahnt hätte. Ich kaufte mir den Stein, jedoch welche Krankheit das sein sollte,  war mir unbekannt. Vier Jahre später erkrankte ich leider, auch eine Tante hatte dieses Leiden.

Georg zog auch Karten. Er war ein sehr spiritueller Kater.  2014 war Georg leider erkrankt,  erst sah alles ganz harmlos laut dem Tierarzt aus, doch es war dann doch schwerer als vom Tierarzt angenommen. Noch bevor mich der Tierarzt anrief, rief mich Georgs Seele über mein Gefühl an und verabschiedete sich bei mir. „Du warst immer gut zu mir, danke und ich möchte mich verabschieden.“ Ich sprach auch mit seiner Seele und meinte, er solle das Scherzen lassen, ich hole ihn doch wieder heim. Doch schon am späten Nachmittag desselben Tages wurde mir mitgeteilt, dass Georg eingeschlafen war. Tränen.

Es war wieder schwer loszulassen, doch ich wusste dieses Mal, es kam nach dem Schmerz Iwan gehen zu lassen etwas Großes und es würde wieder etwas folgen. Und dennoch, dass ich um meinen lieben Freund trauerte,  wusste ich, ich könnte mit seiner Seele kommunizieren, ich hatte es gelernt. Das war ein kleiner Trost, aber immerhin.

Beim Schreiben meines Buches „SeelenEngel“ zum  Beispiel saß seine Seele auf meiner Schulter und leistete mir Gesellschaft. Wenn ich darum bitte, kommt die Seele zu Besuch und dafür bin ich unendlich dankbar. Denn sie ist eine wunderbare Seele, die heute noch durch die weite Welt fliegt und mich erfreut.

Danke dir mein Freund, du bleibst unvergessen.

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„Wenn es ineinander greift“

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Wenn es ineinander greift, geht es dann immer vorwärts? Denke ich an das Innenleben zum Beispiel einer Uhr, ist das Uhrwerk funktionstüchtig, die Zeit an der Uhr läuft nach vorn. Doch ist etwas kaputt im Uhrwerk, kann es möglich sein, die Zeit wird an dieser Uhr verkehrt angezeigt oder ist die Uhr gänzlich kaputt, die Zeit bleibt an dieser Uhr stehen.

So ähnlich ist es für mich auch mit Gefühlen nachvollziehbar.  Ernähren wir uns gesund auch auf mentaler, geistiger Ebene, treffen für uns immer gute Entscheidungen, nach reiflicher Überlegung, vertrauen unserem Weg, lassen Gefühle zu, denken und handeln dementsprechend positiv, doch treffen wir auf eine Ansammlung von Menschen, kann es möglich sein, das wir es dort nie lange aushalten, weil sich einer oder einige von denen ungesund ernähren, und wir es an unserem Energielevel bemerken.

Wenn es ineinander greift, ist es mitunter schwerer sich „aufrecht“ zu halten, was den positiven Energielevel angeht. Gerade auch in Transformationszeiten, wenn wir von einer niederen zu einer höheren Schwingung wechseln.

Hast du das auch schon einmal so für dich erlebt?

Rede ich von mir, denke ich zum Beispiel an die damals, ich nenne es immer „weltliche Arbeit.“ Im Raum herrschte oft eine ungute Energie. Aber auch im privaten Bereich, musste ich es früher schon fühlen, da aber hatte ich eine Wahl. Ich nahm meine Jacke und ging. Die Alternative wäre gewesen, ich hätte noch mehr Energie verloren, dem wollte ich entgegenwirken. Nach meinem Weggang fühlte ich mich immens wohler. Wie ich mich damals fühlte und wie lange ich mich von einem niedrigen Energielevel erholen musste, das habe ich in meinem Buch „SeelenEngel“ beschrieben.

Natürlich können wir uns schützen mit positiver Energie, zum Beispiel mit Reiki-Energie. Nur, bedenken wir, unsere positive Energie wird aufgebraucht, suchen wir Orte oder Menschen auf, verbringen wir dort Zeit. Wir müssen uns also immer wieder mit neuer positiver Energie „auffüllen“, um dort verbleiben zu können. Und Reiki-Energie wird aber auch zur seelischen und spirituellen Weiterentwicklung der Seele führen, so das wir irgendwann fühlen, wann es gut ist, den Ort oder die Menschen, welche für uns ungut sind, zu verlassen.  Aber natürlich braucht es nie Reiki, um gute Gefühle zu hegen oder richtige Entscheidungen zu treffen, aber Reiki kann dabei unterstützend wirken. Und manche Entscheidung kommt eben erst auf den Tisch, wenn das nötige Rüstzeug vorhanden ist. Dafür sorgt schon die göttliche Führung, daran glaube ich, denn für mich fühlte ich es so. Erst als ich dafür gesorgt hatte, in einer sehr schwierigen Zeit auch energetisch mich wirklich gut versorgen zu können und ich ahnte damals keinesfalls, was auf mich zukommen würde, wählte ich einen neuen Weg.

Wenn es ineinander greift, geht es so lange vorwärts, solange wir uns unseren Gefühlen stellen und ihnen vertrauen. Als ich meine Gefühle geklärt hatte und fühlte, jetzt geht es aber für mich in eine andere Richtung, vertraute ich und stellte mir kaum eine Frage, kaum schreibe ich, weil es doch ab und an einen gesunden Zweifel gab, aber ich konnte schlecht die anderen verstehen, in ihrem Verhalten. Sicher erging es ihnen ebenso mit mir. Doch meine Entscheidung zu gehen, habe ich bis heute nie bereut. Ich folgte meinen eigenen Gefühlen, meiner Seele, glaubte an die göttliche Führung und fand hinaus, aus dem Weg, der mir keine Freude bereitete. Und ob man es mir glauben mag oder lässt, es war dennoch schwer, auch wenn es sich heute einfach niederschreiben lässt.

Oft sind Menschen, wenig in der Lage, ihre Probleme wirklich zu benennen und ihre Gefühle dementsprechend zu klären, es geschieht, dass sie ihre Gefühle auf andere projizieren. Und befindet sich der andere in einer Transformationsphase, braucht er Halt seinen eigenen Weg weiterzugehen, um keinesfalls wieder in alte unbrauchbare Muster zurückzufallen. Darum ist Vertrauen in sich selbst, in das eigene Gefühl wichtig, sehr wichtig.

Und wir sollten ja schon erkannt haben, dass Menschen, welche mal ungut unterwegs sind, weil irgendetwas mal anders lief als gewünscht, uns geht es sicher, dass eine oder andere Mal womöglich auch so oder es erging uns schon mal so, keine großen Energieräuber sind. Menschen, welche positive Gefühle hegen und sich stets gesund ernähren, werden sich in einer für sie unguten Situation Hilfe suchen oder sie annehmen. Ganz egal, sie werden etwas Angenehmes tun, damit sie wieder besser fühlen können, oft kommen sie schneller ins Vertrauen zurück, dass das Missgeschick für irgendetwas auch gut war. Sie lernen stets dazu und lernen schneller.

Wenn es ineinander greift, heißt einfach nur, es kann immer nur eine Richtung geben. Berg auf oder Berg ab, wir selbst entscheiden, wo unsere Richtung uns hinführen wird. Das aber heißt auch wiederum, wir müssen eine Entscheidung treffen. Meiden wir dies, wird wohl das Leben für uns entscheiden und wir müssen uns dann fügen, bis wir unsere Lektion gelernt haben.  Handeln wir dennoch anders, ist es unser Wille der eine andere Richtung vorgibt. Wie das enden kann, wissen wir, wir fühlen uns sehr unwohl in unserer Hau und kommen nie wirklich vorwärts für längere Zeit. 

Wenn es ineinander greift, ist für mich positiv zu sehen. So habe ich nach meinen Reiki- Einweihungen zur Reiki-Meisterin und Reiki-Lehrerin viel Schönes erleben dürfen. Meine Seele entwickelte sich rasant und da ich schon immer meinen Gefühlen folgte, folgte für mich eine spirituelle Weiterentwicklung, die ich nie mehr missen möchte.  So entstand nach  der zweiten Reikieinweihnung für mich die stabile Verbindung zu den Engelsenergien vor allem zu Maria, Mutter Gottes. Ihre Energie begleitete mich auch beim Schreiben, vor allem bei meinem fünften Buch „SeelenEngel.“ Ich begann auch mit Krafttieren und Seelen zu kommunizieren und die geistige Welt weihte mich in die spirituelle Arbeit „Die Seelenarbeit“ ein. Das und anderes bereitete und das tut es immer noch, mir unwahrscheinlich viel Freude.

Wenn es ineinander greift, dann geht es hoffentlich positiv nach vorn. In und mit Liebe.  Fühlen wir vertrauen wir dem Ruf unserer Seele und somit vertrauen wir unserer göttlichen Führung.

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„Liebe für die Seele“ Band 1

 

„Ozean gefüllt mit Tränen, doch nah an der Sonne ein Meer von Licht.
Tränen werden trocknen und Flüsse führen Wasser dorthin.“

Leise mit Bedacht durch die Räume, die Schwere, ich fühle sie nicht mehr.
Meine Seele, mit Liebe gefüllt.“

Eine weitere Leseprobe und mehr zum Buch gern unter .. http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/5.html

 

„Türen“

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Manche Türen stehen einfach offen, wir fühlen uns eingeladen einfach hindurch zu gehen, hinein in Etwas, das Neu, oder auch alltäglich sein kann. Andere Türen sind für uns verschlossen, wir hadern und fragen uns, warum dies so ist. Unser Wille, möchte unbedingt hindurchgehen, hineinsehen in das, was vor uns verborgen ist.

Verschließen wir uns vor unserem Gefühl, kann es uns keine Führung anbieten. Unser Ego sitzt in der ersten Reihe und zeigt uns Wege auf. Und wenn wir dann vor einer dieser Türen stehen, welche uns verschlossen bleiben, führte uns kein Gefühl, das  würde uns vielleicht raten, die Finger davonzulassen.

Die Frage, warum es uns schmerzt, das die Tür, die wir so gern öffnen würden, doch vor uns verschlossen bleibt, bleibt ungefragt.  Womöglich würde tief in unserer Seele, ein Teil berührt, welcher uns erinnern könnte und wir mögen uns aber bewusst oder auch unbewusst, ungern wieder erinnern.

Dabei wäre doch aber genau das richtig, oder?  Denn nur eine Aufarbeitung unserer Gefühle, kann Heilung bringen. Nur wenn wir uns an Situationen erinnern, welche uns einmal sehr schmerzten, sie womöglich im Gefühl noch einmal durchleben, uns also nur daran erinnern, können wir dem Leben wieder offen begegnen. Das heißt, wir sollten die Erinnerung zulassen, und wir werden unser Gefühl heilen können, aber auch jede verschlossene Tür akzeptieren, aus welchem Grund es auch sein mag, vielleicht weil die Zeit für uns noch eine andere ist, und wir erst andere Türen durchschreiten sollten. Womöglich werden wir es noch erfahren.

Lassen wir uns vom Gefühl führen. Es kommt aus der Seele und sie hat den Kontakt zur göttlichen Führung. Fühlen wir, fühlen wir auch, welche Tür wir durchschreiten können, ob sie nun schon für uns offen steht, oder wir die Klinke erst noch betätigen müssen.

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„Am Fenster“

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„Am Fenster“  der Text stammt aus der Feder von Hildegard Maria Rauchfuß und vertont wurde der Text in den 70ern Jahren durch die Gruppe City

„Einmal wissen dieses bleibt für immer
ist nicht Rausch der schon die Nacht verklagt
ist nicht Farbenschmelz noch Kerzenschimmer
von dem Grau des Morgen längst verjagt

Einmal fassen tief im Blute fühlen
dies ist mein und es ist nur durch Dich
nicht die Stirne mehr am Fenster kühlen
dran ein Nebel schwer vorüber strich

Einmal fassen tief im Blute fühlen
dies ist mein und es ist nur durch Dich
klagt ein Vogel ach auch mein Gefieder
näßt der Regen flieg ich durch die Welt“

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Für mich ist es das Lied aus meiner Vergangenheit und höre ich es heute, drehe ich immer noch laut. Es ist ein Gigant für mich, ein Stern am Musikhimmel, der immer bleiben wird.  Allein der Text, welcher mich unwahrscheinlich berührt und die Vertonung dessen, machen aus diesem Stück eine Einheit, wie ich sie bisher nie wieder wirklich bei einem andern Lied erlebt habe.

Und wenn ich darüber nachdenke, dass ich mit gerade mal 12 Jahren dieses Stück zum ersten Mal gehört und es mich seit dem nie wieder losgelassen, kann man sich vorstellen, wie sehr dieses Lied in meiner Seele klingt.

Damals war ich mit vielen anderen im Ferienlager in Storkow am See. Wir wohnten da in Bungalows. Für mich war es drei oder vier Jahre lang, der Urlaub schlechthin. Natürlich gab es da an manchem Abend auch Disco und wir waren verrückt danach. An einem Abend, ich erinnere mich, quatschten eine Freundin und ich bis sehr spät in die Nacht und wir naschten Englischdrops, einen nach dem anderen. Als unsere aufgebraucht,  machte ich das Mädel über mir, wir lagen in Doppelstockbetten, wach und fragte, ob wir auch deren Bonbons haben könnten. Als sie im Halbschlaf zusagte, haben wir diese auch noch genascht. Am nächsten Morgen hatte ich dann die Bescherung, ich hatte eine heftige Magenverstimmung und der Sani hatte kein Wissen darüber, bis ich ihm erzählte, wie es mich so erwischen konnte. Fakt allerdings war, ich musste ins Krankenzimmer umziehen und an die Disco war für mich nicht zu denken, aber ich hörte die Musik, so auch „Am Fenster.“ Und in den Pausen, es war ja Hochsommer, standen einige der anderen, an meinem Fenster um zu berichten, was da so abging. Damals für mich fast ein Weltuntergang.

Doch wenn so überlege, mit 12, hatte ich sicher noch keine Ahnung nur, von dem, was diese Worte an Bedeutung haben und doch berührte mich der Text in irgend einer Art und Weise.  Meine Seele hatte es mich fühlen lassen.

Heute geht es mir immer noch so. Höre ich ein Lied in einer Sprache, deren ich nicht mächtig bin, fühle ich dennoch, etwas berührt mich an dem Text. Schaue ich später nach, was es übersetzt heißt, kommt kein Staunen mehr, sondern ein „Ich fühlte es bereits.“

„Einmal Wissen dieses bleibt für immer. Einmal fassen tief im Blute fühlen,
dies ist mein und es ist nur durch Dich. Klagt ein Vogel, ach auch mein Gefieder näßt der Regen flieg ich durch die Welt.“

Was für eine Bedeutung allein diese Worte innehaben, für mich, in mir ein Gefühl des Herzschmerzes, das in diesem Moment, als ich es schreibe, sich einfach auflöst.

 

 

„Eine kleine Libelle“ aus dem Buch „Himmelblau und Sonnenreich“

       

Eine kleine Libelle

Eine kleine Libelle sitzt auf einem harten Stein und schaut auf das Wasser. Gern würde sie fliegen mit all den anderen,
welche um sie fröhlich tanzen. Sie müsste nur ihre Flügel breiten und sich erheben vom grauen Stein hinauf
in die Sommerluft. Doch so recht schafft sie es noch nicht. Obwohl sie voller Neugier so gern die Welt erkunden würde,
welche ihr sehr groß erscheint und ja, auch ein wenig Angst einflößt, bleibt sie jedoch noch auf dem grauen Stein
vorm Wasser. Gern schaut sie den anderen zu, doch noch lieber würde sie auch selbst fliegen und das Wasser, die Gräser, andere Insekten und die Lüfte erkunden, denn sie hat ja alles bei sich das sie braucht, um ihre Reise zu beginnen und zu einem wunderbaren Erlebnis werden zu lassen. Ihre Augen sind groß, ihr Flugapparat besonders und sie hat ihre Fühler, einen Mund und was kann schon geschehen, wenn sie die Angst besiegt und ins Vertrauen kommt. Viel! Denn ihre Reise wird beginnen! Eine Reise hinein ins bunte Leben und der graue Stein am Wasser wäre dann nur noch Erinnerung, vielleicht aber auch mal ein Stopp, wenn sie wieder hier her käme, um sich auf dem Stein, den die Sonne wärmt auszuruhen, um dann wieder in die Welt zu fliegen.

„Nun komm doch! Trau dich endlich!“ rufen ihre Artgenossen ihr zu und sehnsüchtig schaut sie auf ihre Flugkünste. Wie kleine bunte Propeller jagen sie über Wasser und über bunte Blumen.
„Wenn ich mich doch nur trauen würde.“ sagt sie zu sich und bewegt langsam einen ihrer Flügel. Dann den zweiten.
Danach breitet sie beide Flügel aus und sie fühlt sich besser. Sie erhebt sich in die Luft und auf einmal ist sie
mitten drin zwischen all den anderen bunten Propellern, welche sie noch vom Stein aus beobachtet hatte.
„Ich fliege! Ich fliege!“ ruft sie fröhlich den anderen zu und erfreut sich an ihrem Sein.
(aus dem Buch „Himmelblau und Sonnenreich“)

„Stille“

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Wenn ich auf der Suche bin, suche ich die Stille. Hier begegne ich niemandem, nur mir Selbst. Hinein gespürt in die unendliche Tiefe meiner Selbst, das machte mir in frühen Jahren das eine oder andere Mal Angst, fühle ich hier besser, welcher Weg an einer Wegkreuzung der Meine ist. Dieser Ort in mir ist warm, kühl, durchgeknallt, leise, laut, still, derb, zart, frech, liebevoll, verspielt, sauber, auch schmutzig und alles was ich mir noch so vorstellen kann. Und doch zieht es mich in Zeiten des Suchens dorthin. Genau dorthin. Warum gerade dorthin? Mitten in dieses Gefühlschaos, denn begebe ich mich dorthin, fühle ich ein Chaos, sonst bräuchte ich mehr leben um mich, anstatt Stille zu dieser Zeit. Den roten Faden wieder aufnehmen und dort kann ich mir Zeit nehmen diesen zu finden, mich hineinfühlen in jedes einzelne Gefühl, das in mir wohnt, ob ich wirklich gerade so bin, wie ich mich gebe. Ja, wie ich mich gebe.

Kennst du das auch? Ich tue etwas und meine „Hey das ist toll, prima, das gefällt mir!“  und just im nächsten Augenblick kommt mein Inneres nach oben, und erzählt etwas ganz anderes. „Das bin ich?“ Diese Frage hörte ich schon in mir aufsteigen. Und wie ein Funkenflug rauscht es aus mir heraus in so einem Moment. „Nein, ich würde ja so und so … .“ Bleibt dann die Frage, wessen Gefühl ist das, das in solchen unwahren Momenten zutage kommt? „Unwahre Momente“, weil sie ja anscheinend Gefühle zum Ausdruck bringen, welche mir fehlen und die ich doch zum Ausdruck bringe.

Ich sage es ja immer mal wieder „In meinem Bauch sitzt ein Mann.“  Warum gerade ein Mann? Ganz einfach, weil ich ja schon „Frau“ bin und ein Mann, das entspricht meinem Naturell.  Und „natürlich sein“ liebe ich. Ich liebe es, wenn Menschen sich zeigen wie sie sind. Wie sie wirklich sind. Wenn Männer, Männer an ihrer Hand halten, Frauen ihre Frau, und Männer ihre Frau, einfach, weil sie alle so fühlen.Wenn Menschen das Sagen, was sie denken, weil sie so fühlen, das ist wundervoll!

Nun ja zugegeben, es kann auch schmerzhaft, verletzend, nervend,  aber eben auch durchaus liebenswürdig sein, ehrlich, wahrhaftig. Ja, das bin ich! Der Mann in meinem Bauch ist still. Suche ich nach Stille begegne ich mir Selbst. Suche ich nach Stille, suche ich auch oft im außen einen Ort der Stille auf, sofern es möglich ist. Und habe ich die Stille gefunden im Außen und innen, dann fühle ich einen unsagbaren Frieden in mir. Stille eben, die glücklich fühlen lässt und die ich mir in den Alltag mir herüberrette, solang es mir möglich ist. Ansonsten mache ich mich eben wieder auf die Suche.  Dankbar.

 

„Neumond“

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Einen erholsamen Abend wünsche ich uns allen und ein schönes Wochenende. Nun schon das Letzte im September. Morgen ist Neumond. Alte, undienliche, unbrauchbare Muster dürfen wir Loslassen,  damit Neues in uns Einzug halten darf, das was wir wirklich brauchen. Das Leben wird es uns ermöglichen, wenn es für uns richtig ist.

Vor vielen, vielen Jahren habe ich einmal ein Ritual gemacht zu Neumond. Ich arbeitete noch als Einkäuferin und mein Chef hatte damals die Idee, dass ich mit einer Mitarbeiterin mir eine Stelle teilen sollte. Um Gottes willen, dachte ich. Angst. Ich las zu dieser Zeit ein Buch, in dem dieses Ritual beschrieben stand.  Ich solle meinen Wunsch an den Neumond richten und ihn bitten mir zu erfüllen. Und sollte mein Wunsch in Erfüllung gehen, werde ich es bis zum Monatsende erfahren. Dazu muss ich aber auch sagen, ich bat den Mond aus tiefster Seele, mit allem ehrlichen Gefühl, das in mir wohnte, das ich meine Stelle behalten dürfte. Einen Tag vor Monatsende sprach mein Chef mich an, ich solle alles vergessen, was er mir vorgeschlagen hatte, unsere beider Stellen bleiben wie sie waren. Puhhhhhh. Danke Neumond.

 

 

„Energieschale“

Wir wissen es! Energie folgt unserer Aufmerksamkeit. Missfällt uns etwas und das immer wieder, haben wir wohl zu oft unser Augenmerk darauf gerichtet, was wir gerade abschaffen möchten. Ja, natürlich einmal sollten wir auf jeden Fall darauf schauen, wie sonst könnten wir es verändern? Doch halten wir zu oft, zu viel daran fest was uns missfällt, denken wir ununterbrochen darüber nach, vielleicht fühlen wir es sogar ständig, was geschieht dann?  Genau! Es bleibt, es kommt dann sicher auch noch mehr dazu. Also ist es doch besser, das, was wir verändern, anzusehen, wie es gerade wirklich ist, und eine Lösung zu suchen. In Lösungen denken, das ist immer gut. Und finden wir mal gleich keine Lösung, dann vertagen wir es. Aber, wie behalten wir unseren positiven Energielevel bei, ohne zu vergessen, dass wir noch eine Lösung brauchen und wie entlasten wir unsere Gedanken daran? Denn ständig daran denken, nein das wäre falsch. Eine Notiz darüber, das wir eine Lösung suchen wäre hilfreich. Diese Notiz können wir in einem Heftchen,  im Kalender oder in den Notizblock des Smartphones einschreiben, „Lösung finden für …. .“ Und wenn uns etwas wirklich auf der Seele brennt, weil wir dafür eine Lösung finden möchten, dann notieren wir uns auch einen neuen Termin, und erst wenn dieser Tag, zu jener Stunde angerückt ist, dann denken wir erneut darüber nach. Genau in diesem Zeitfenster.  Wie lange wir uns Zeit nehmen mögen, liegt an uns selbst. Je nachdem wie groß oder klein die Veränderung sein sollte. Nutzen wir diese Möglichkeit immer wieder bei einer Lösungssuche, werden wir fühlen, es geht uns wohl besser damit. Und manchmal geschieht womöglich ein kleines Wunder, dann wenn wir verstehen, dass das was uns missfällt,  mit uns zu tun hat. Sind wir die, die sich dem „Problem“ anders nähern, gehen wir schon in eine kleine Veränderung und somit verändert sich es auch im Außen. Und auf einmal, ohne darüber groß nachzudenken, hat sich etwas schon wie von selbst erledigt, unsere Seele fühlt sich freier.