Schlagwort-Archive: Vertrauen

„Zentrifuge“

Werbung zentrifuge

ISBN: 978-3-7412-4011-9

„Warum denke ich an Morgen?

Meine Hand wird sie gehalten, werde ich noch mit dir sein?
Warum denke ich an Morgen?
Mein Herz wird es noch fragen, meine Seele wird sie noch fühlen?
Warum denke ich an Morgen?
Meine Träume werden sie leben, meine Angst wird sie siegen?
Warum denke ich an Morgen?
Werden meine Gedanken sich verlieren, mein Wissen wollen steht es mir im Weg?
Warum denke ich an Morgen?
Ich spüre keine Ewigkeit.
Fühle die Weite in deiner Seele und glaube, würde ich mit dir gehen,
wäre ich vielleicht morgen schon allein.
Darum denke ich an Morgen.“

 

Weitere Leseproben und mehr zum Buch gern unter .. http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/46.html

„Zwischen den Stühlen“

theater-575816_640

Foto: Pixabay

 

Sicher hat diesen Satz schon jeder einmal gehört, oder gar selbst gesagt „Zwischen den Stühlen sitzen.“ 

Zwischen den Stühlen sitzen, ist ein Gefühl, bei dem wir keine Entscheidung herbeiführen möchten.
Womöglich verkaufen wir anderen gegenüber unser Gefühl als „Diplomatisch vorgehen“, „Niemanden verärgern, gar verletzen wollen“ und bemerken wohl selbst kaum, das wir es sind, welche sich dadurch selbst verletzen, aber auch gerade einen der anderen. Es gibt immer eine Entscheidung, welche uns mehr zugetan ist, als eine andere. Ist es nur das Gefühl der Angst, das uns dann etwas anderes vorgaukelt? Oder ist es sogar Kalkül? Der Gedanke, etwas verlieren zu können, woran man sich vielleicht bereits gewöhnt hat und es durch eine klare Entscheidung doch verloren geben zu müssen, könnte ja durchaus ein Grund sein,  zwischen den Stühlen zu sitzen, oder? Doch meines Gefühls und auch meiner Meinung nach würden wir dadurch unehrlich. Dies wiederum zieht ungute Energie ins Leben. Am Ende bleibt wohl oft die Person auf der Strecke, die zwischen den Stühlen sitzt, weil einer der anderen sich gegen sie entschieden hat. Ehrlich währt eben am längsten und so sollte es ja auch sein! 

http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/Manchmal.html

„Die Farben des Februars – Heute für mich schon am Morgen besonders“

 

Da sage mir einmal jemand, der Februar trüge keine Farbe. Zwar haben wir heute, in unserer Gegend zumindest keine Sonne satt und es windet, dafür aber blühende Krokusse,  Waldameisen, welche sich auf einer Wurzel, im kleinen Sonnenstrahl, etwas sonnen, eine wunderschöne Ente, zwei entzückende weiße Schwäne, Sonnenstrahlen, die die Wellen des Wassers berühren und es dadurch magisch glitzernd aussehen lassen, und einiges mehr.

Etwas überlegen lässt mich meine eingefangene Baumzeichnung, die für mich, eine Person kniend zeigt. Meine allererste Eingebung war, es geht ums beten. So war ich heute Morgen im katholischen Gottesdienst. Ich hatte mir extra einen Wecker gestellt, um alle meine Arbeiten, die bei mir immer irgendwie anfallen, was Hausarbeit betrifft, vorher ordentlich zu bewältigen. Klingt viel und unheimlich groß, ist es aber keineswegs, muss aber dennoch getan werden. Das beginnt beim Lüften der Wohnung, mit dem Füttern meiner Stubentiger, geht über das Säubern ihrer Näpfe, bis hin zum frischen Wasser geben, das Säubern der Katzentoilette, Staubsaugen, feucht durchwischen, bis hin zum Sonntagsfrühstück für zwei, und was eben noch so manches anfiel.

Jedenfalls konnten wir uns 9 Uhr auf den Weg zur Kirche begeben und ich stellte fest,  der Gottesdienst  wird anders abgehalten, als im evangelischen und ich fühlte mich heute, dort besser aufgehoben. Entweder war es für mich eine unbewusste Erinnerung aus Kindertagen oder ich fühlte wirklich etwas mehr Strenge in diesem Gotteshaus. Wo in früheren evangelischen Gottesdiensten, die ich schon besuchte, man mitunter kaum etwas verstand, weil viele Kinder weinten oder anders sich beschäftigen wollten, war heute absolute Ruhe. Ich möchte mich keineswegs falsch verstanden wissen, Kinder sind Kinder, sie dürfen lachen und rennen und sprechen. Doch muss es wirklich alles auf einmal in einem Gottesdienst sein? Liegt es an den Eltern, auf ihre Kinder in einer liebevollen Art Einfluss zu nehmen, und ihnen nahezubringen, wie ein Gottesdienst besucht werden soll? Oder sollten die Eltern ihre kleinsten Kinder keineswegs mit in einen Gottesdienst bringen, erst wenn sie die nötige Reife haben, wirklich zu verstehen? Wohl ein schwieriges Unterfangen, hier einen richtigen Weg zu finden.

Heute sangen, beteten wir gemeinsam das Halleluja, Fürbitten, Vaterunser, Friedensgruß, standen auf, setzten uns, gingen auf die Knie. Auch wenn es vielleicht für manchen lustig klingt, ich fand es ein wenig anstrengend, wohl aber nur, weil mir der Ablauf einer solchen Messe keineswegs geläufig ist. Außer dem Vaterunser kann ich kein weiteres Gebet wirklich auswendig. Na doch, „Ich bin Klein, mein Herz ist rein, niemand soll drinnen wohnen nur Jesus allein.“ Das ist mein Überbleibsel aus der Christenlehre von vor  49 Jahren. Die, welche sich damit bestens auskennen, mögen mir es nachsehen, das ich mich etwas befangen fühle.

Auf jeden Fall gestaltet sich meiner Meinung nach der katholische Gottesdienst, abwechslungsreicher und intensiver. Mich berührte, dass die Menschen um mich herum, es wirklich sehr ernst nehmen, ich ja auch, und doch fühlte ich da noch etwas anderes bei ihnen. Vielleicht so eine Art „Alter Hase“ sein zu können, was das Singen und Beten in einer Gemeinschaft anbetrifft. Da traten Frauen und Männer ein, in meinem Alter auch, aber auch ältere und sogar auch viel jüngere, auch einige Kinder. Viele von ihnen gingen auf die Knie vor dem Altar. Ich fühle mich da unwohl, habe noch keine Ahnung warum. Jedoch bekreuzige ich mich immer, betrete ich Kirchen und auch wenn ich sie wieder verlasse. Und ich empfand, auch für das Betreten eines Gotteshauses, zu einer Messe, muss ich vorbereitet sein. Das hätte ich besser machen können.  Die anderen Menschen um mich herum, wussten einfach alles. Das verlief bei ihnen wie von allein. Sie standen auf, sie blieben stehen, sangen, sprachen nach, setzten sich, um wieder zu singen und aufzustehen, klappten die Kniebank herunter, klappten sie wieder hoch.  Ich jedoch tat es ihnen nur nach und das war es, was mich etwas störte. 

Man lernt eben nie aus und so glaube ich, die Baumzeichnung, war ein Wink für mein Gefühl. Vorbereitung ist eben alles, auch wenn es um eine katholische Messe geht.

Und noch etwas sprach mich an. Diese ehrliche Freundlichkeit, welche sich durch bezaubernde lächelnde Gesichter zeigte.  In einer evangelischen Kirche war ich auch schon zu Gottesdiensten, wenn auch sehr selten, jedoch zu Weihnachten und Neujahr sehr gern. Doch wahrscheinlich waren dann viele andere Menschen auch dort beim Gottesdienst, welche so wie ich, im Jahr über keinen, oder nur wenige besuchten. Heute mitten im Monat Februar, ein katholischer Gottesdienst, an einem Sonntag, wie es viele im Jahr gibt, gehen sicher nur die Menschen in die Messe, die wirklich etwas mit Gott am Hut haben. Die aus ihrem Glauben in der Öffentlichkeit keine Herzensgrube machen. Vielleicht war das der Unterschied, den ich fühlte. Vielleicht wäre mir dies an einem Tag wie heute auch in einem evangelischen Gottesdienst aufgefallen, keine Ahnung.  Für mich, mein Gefühl, meine Seele war es gut heute dort gewesen  zu sein und sicherlich werde ich es bald einmal wiederholen. 

 

 

„Mut verspricht Lebendigkeit“

Mut verspricht lebendigkeit

 

„Farben dazwischen entstehen, wenn Entscheidungen fehlen, die zu einem gehören.
Dunklere Schattierungen funkeln, weil die helleren noch nicht gewählt.“

*

„Beende das Warten, es sind die Tage nicht wert.
Nichts im Leben kann geändert werden, wenn es nicht von innen nach außen geht,
und ein mancher will es eben nicht, den Frieden im inneren spüren.
Nimm deinen Sonnenschein und geh deinen Weg.“

 

Mehr zum Buch und weitere Leseproben gern unter ..  http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/49.html

„Emilia Sommerfeld“

Emilia Sommerfeld

Klappentext: 
Emilia ist Anfang vierzig und entfernt sich emotional von ihrem Mann. Sie lernt den jüngeren Emanuel kennen. Er nähert sich ihr, auf eine sehr erfrischende Art, doch Emilia traut dem Frieden nicht. Nach einigen Begegnungen mit ihm, kann Emilia mithilfe von Madame Bourness herausfinden, warum sie sich, so durch diesen Mann angezogen fühlt. Doch da ist noch etwas anderes, das Emilia fühlt. Sie geht dem nach und wird so zu Emanuels Wahrheit geführt. Ein Geheimnis ist gelüftet.

Eine Geschichte zweier Seelen die sich fanden, um Vergebung zu finden.
Eine Geschichte über Liebe, Schmerz, Vergebung und Freundschaft.

Inhalt:
Prolog

Irland in ihren Augen
Emilias Geburtstag
Emilias Gefühle
Das erste Date
Ein guter Tag
Im Land Unbekannt
Ein Geheimnis wird laut
Die erste Begegnung danach
Epilog


Kleine Anmerkung:
Diese Geschichte schrieb sie aus meinem Gefühl heraus. Denn immer, wenn ich meinte, ich sollte so oder so schreiben, fühlte ich einen Schmerz in meiner Magengrube. So wurde ich geführt, diese Geschichte, genau so zu schreiben, wie sie wohl gemeint ist.

Eine neue Erfahrung für mich!
Wer mich führte?
Vielleicht eine Seele, die Vergebung finden möchte?
Vielleicht ein Engel, der mich bewacht?
Dieses Buch schrieb ich sehr schnell, allerdings dauerte die Überarbeitung viel länger, als ich den Inhalt niedergeschrieben hatte.
Dazwischen, also bis ich dieses Buch wirklich fertig hatte, schrieb ich acht Bücher mit Gedichten. Ich fragte mich, Ablenkungsmanöver und von wem?
Später wurde ich schlauer.

Eine Leseprobe gern unter .. http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/40.html

„Energetisches Räuchern“

Schon einmal vorweg, ich liebe es. Das ist etwas für mich! Die Düfte der Kräuter, Hölzer, Harze, wenn sie sich im Raum verteilen, ist immer wieder ein Dufterlebnis, das meine Gefühle anspricht, meine Sinne. Es fühlt sich für mich an, wie ein Streicheln meiner Seelenhaut. So, als ob sie dadurch auch Säuberung erfahren würde.

Das Räuchern ist für mich ein fast alltägliches Ritual. Mein Gefühl unterscheidet dabei das Räuchern mit Räucher-Stäbchen, Räucher-Kerzen und das Räuchern mit Kräutern, Harzen oder, und Hölzern. Letzteres auf einem Sieb, auf Sand, oder auch in letzter Zeit mehr auf Alufolie. Das, hat keinen besonderen Grund, nur eben diesen, ich habe gerade keinen Sand, und den, den es zu kaufen gibt, da wo ich geschaut habe, ist kein grobkörniger, diesen aber bräuchte ich. Mit Alufolie jedoch, klappt das auch sehr gut, musste ich mich aber erst etwas daran gewöhnen. Früher hatte ich auch einmal mit Kohle geräuchert, jedoch stellte ich für mich fest, anders gefällt es mir viel besser.

Da ich Reiki praktiziere, säubere ich meine Wohnung immer zuerst mit spiritueller Energie, aber natürlich auch mich und meine Kätzchen, danach kommt das energetische Räuchern. Dazu kommt bei mir Weihrauch auf mein Stövchen. Dies tat ich auch schon während und nach einer Erkrankung. Auch Salbei benutzte ich gern dazu.  Jedoch mindestens einmal in der Woche reinige ich meine Räume sehr gründlich mit Reiki und danach auch noch einmal mit Weihrauch. Mein Gefühl mag Weihrauch gern aus einem Klosterladen. Warum auch immer, ich habe oft schon da eingekauft. Nach dem Räuchern lüfte ich durch, damit die neutralisierten Energien entweichen.

Die Räucher-Stäbchen und Kerzen benutze ich auch gern, allerdings mehr in der Advents- und Weihnachtszeit. Dort dürfen sie ihre guten Dienste verrichten und es schnuppert dann so schön, allerdings zieht mein Gefühl mich da auch nur zu Weihrauch hin. So glaube ich,  dies kommt aus der Tiefe meiner Seele, ich besuche ja auch gern Kirchen und Klöster. Vieles davon habe ich auch unter folgendem Link im  Buchkaleidoskop festgehalten  http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/2.html  „Bin mal in der Spur“ jedoch gibt es noch eine andere Seite dort „Mein spirituelles Lebensgefühl“ hier habe ich auch einiges versammelt u.a. auch zum energetischen Räuchern der Link dazu wäre http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/63.html hier könntet ihr bei Interesse auch etwas dazu lesen.

Das Räuchern wie ich es empfinde, ist ein ganz intuitiver Prozess. Selbst habe ich mich noch nie an anderen orientiert, bin nur meinem Gefühl gefolgt, und fühle mich wohl dabei. Das habe ich auch schon oft denen erzählt, die gern wissen mochten, wie ich das Räuchern zelebriere. Fast jeder von ihnen hatte mich dann wissen lassen, das sie es selbst wohl falsch machen würden, doch ich hoffe, ich konnte ihnen die falschen Gefühle nehmen. Denn ich glaube und das gilt für alles, was man so tut in seinem Leben, nur wenn man auf seine eigenen Gefühle achtet, kann die Seele sich wirklich wohlfühlen, und selbst fühlt man Harmonie. Es ist niemanden wohl geholfen, es einem anderen nachzutun, dabei aber fühlen zu müssen, dass es einem widerstrebt.

Das energetische Räuchern kann man auch zur Segnung oder zum Weihen, zum Beispiel für einen Talisman vollziehen. Das aber setzt, so empfinde ich es zumindest, auch voraus dem eigenen Gefühl folge zu leisten.

Wen wundert es wohl, wenn wir ein Ritual von jemanden anderen übernehmen würden, und der gewünschte Erfolg bliebe dennoch aus? Es hat doch immer mit Gefühl zu tun. Damit möchte ich nur sagen, liest man das eine oder andere, auch hier in meinen Zeilen, sollte man auf sein eigenes Gefühl achten. Gefällt es, kann man es natürlich auch so tun, ist es anders, probiert man eben selbst aus, was einem nützt und guttut.

Folge ich meinem eigenen Gefühl, kann es immer nur richtig für mich sein!

Und wie schon erwähnt, gilt das für alles im Leben. Aber, ich glaube in diesem Zusammenhang auch, ich sollte einfach mich selbst hinterfragen, warum ich etwas ablehne. Gerade im Leben ist es manchmal auch die Angst vor Veränderung!

Ja, es ist jetzt, gleich wieder so groß geworden, ich weiß, aber ich finde so ein Räucherwerk könnte doch der Anfang sein, sich seiner eigenen Gefühle bewusst zu werden. Es beginnt immer im Kleinen, jede Veränderung, wer da noch Nachholbedarf hätte? Ich schreibe bewusst „hätte“ und mit Fragezeichen.

Denn wie könnten wir uns denn richtig entfalten im Leben, wenn wir es nur anderen nach tun?

(Foto/Text: Jana Goeritz)

http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/78.html

 

 

 

 

 

 

 

 

„Es hat sich etwas verändert“

 

 

Bildlich habe ich diese beiden Motive erwählt, weil ich finde, die Entwicklung von einer verpuppten Raupe, also einem leblosen Kokon zu einem Schmetterling, kann und macht auch eine Veränderung, für mich zumindest mehr als sichtbar. Beide habe ich einmal im Botanischen Garten vor die Linse bekommen. Für die, welche sich mit Schmetterlingen besonders gut auskennen, ich habe keine Ahnung, ob der Schmetterling aus dem oben abgebildeten Kokon stammt und so interessant das womöglich auch sein kann und sicherlich auch ist, für mein Thema heute, eher als Hintergrund gedacht.

Ja, es hat sich etwas verändert!

Habe ich früher öfter gemeint, „Darüber werde ich einmal nachdenken.“ ist meine Ansicht heute einmal mehr „Ich werde einmal in mich hineinfühlen.“ Und ja, ich bin durchaus überrascht, was ich da so mitunter fühlen darf. Das alles hat auch mit meiner Selbstliebe zu tun und es ist doch etwas schwerer als früher gedacht, zugeben zu müssen, dass Selbstliebe, die ich schon früher lebte, wohl eine etwas andere wahr. Unvollständig?  Wahrscheinlich stand dies mit meiner Ausdrucksweise im Zusammenhang. So arbeitete ich an mir und habe beim Schreiben das Wort „nicht“ keineswegs mehr angewandt. Beim Sprechen ist es für mich etwas schwieriger, muss ich zugeben, aber das lerne ich auch noch. Was ich jedoch dadurch bemerkte, ich fühlte mich doch wohler, weil das kleine Wort „nicht“ doch eine größere Auswirkung wohl auf mich ausübte, auf mein Gefühl. Denn irgendwie trägt es eine Negativität in sich und so ist es für mich kaum verwunderlich, das nach einer gewissen Zeit des Weglassens dieses Wortes, mein Gefühl sich, ja ich kann sagen wohler fühlte als zuvor. Und lese ich etwas irgendwo und lese diese Verneinung, fällt mir schneller eine positivere Ausdrucksweise ein, als es früher der Fall war. Denn das braucht Übung. Für mich ist dies ein positiver Schritt nach vorn, wohin sonst.

Auf meine Gefühle achtete ich schon als Kind. Später natürlich auch, jedoch sprach ich oft nur vom Nachdenken, oder ich denke einmal darüber nach. Aber, es ist eben, auch eine Form der Selbstliebe fühle ich, wenn sich hier etwas tun durfte in meiner eigenen Ausdrucksweise, und noch mehr, auch dies zugeben zu können.

Und ich bin immer auch wieder überrascht, wie das Schreiben mich besser meine Gedanken und Gefühle erfahren lässt. Die Gedanken kommen mir durch das Schreiben noch schneller in den Sinn und ich kann so noch besser reflektieren. Was jetzt gerade in meinem Kopf und in meinen Gefühlen abgeht, glaubt niemand, ich könnte einfach darauf losschreiben, aber es sollte doch wenigstens ein kleines Maß an Orientierung haben, was ich von mir gebe. So dachte ich doch eben und fühlte zugleich, dass ich früher Selbstliebe gelebt, aber ich drückte mich anders, meinetwegen auch falsch aus. Fühlte ich in mich, sprach ich aber meistens nur übers Nachdenken, fast nie über mein Gefühl, obwohl ich meine Entscheidungen auch und sogar sehr oft nur über mein Gefühl fällte. Das allerdings steht sicherlich im Zusammenhang mit meiner Familie, weil dort so gut wie nie, über Gefühle gesprochen wurde. Da war ich die vom Mars, grins.

Und es veränderte sich noch etwas. Wo ich in früherer Zeit immer für mich selbst darauf pochte, eine passende Antwort im Hier und Jetzt zu bekommen, lernte ich mit der Zeit, es anzunehmen, gestaltete es sich anders für mich. Ja und ich gebe gern zu, es bleibt in so einem Moment keine andere Option offen, wenn ich Harmonie fühlen möchte. Unterstützt hat mich dabei auch das Loslassen. „Auch“, schreibe ich, weil ich oft auch analysierte, meditierte und schließlich harmonisierte mit meinem Gefühl, zu lernen, etwas erst später erkennen zu können. Und so kam wirklich, aber nach und nach natürlich, eines zum anderen.

So glaube ich jedoch, dass ich zu früherer Zeit unter Menschen weilte, von denen ich lernen sollte und ich lernte es eben anders zu tun, als sie. Und so glaube ich auch, anfänglich konnte ich nur dort lernen, wo ich beheimatet war. Jedoch tat ich dies eben anders,  ich fühlte für mich, sollten Partner, Situationen, Entscheidungen wie auch immer anders ausschauen, als es mir vorgelebt wurde und welche neben mir stattfanden. Das hat mich allerdings auch zu einem etwas einsameren Menschen in einer fünfköpfigen Familie werden lassen, der unverstanden von anderen seinen eigenen Weg in dieser Familie ging. Und ja, es war kein einfacher Weg und doch fühle ich heute etwas wie Dankbarkeit. Jedoch kam diese keineswegs einfach über oder in mich! Im Gegenteil,  das war und manchmal ist es auch noch, ein Lernprozess, und wer weiß wann er einmal wirklich enden wird. Wahrscheinlich erst, wenn ich gänzlich losgelassen habe. „Ist noch ein Lernprozess“ schreibe ich, weil es eben manchmal immer noch vorkommt, dass ich ähnlichen Charakteren wieder begegne und ich mich daran erinnern muss, was alles schon so stattgefunden hatte. Sicher eine Art Überprüfung meines Gelernten.

Dankbar jedoch deshalb, das ich die Kraft, den Mut besaß, andere Entscheidungen für mich zu treffen, wenn sie auch keiner der anderen nachvollziehen konnte. Meine Ansicht, nur mein Gefühl, muss meinen Weg absegnen und kein anderes sonst, half mir dabei und natürlich das Vertrauen in mich selbst, in meine eigenen Gefühle. Das Ignorieren meines Weges, meiner Gefühle in meiner Ursprungsfamilie, damit lernte ich viele Jahre zu leben, bis ich meine Selbstliebe entdeckte und mich frei machte von all den unguten Gefühlen und Energien. Und es gelang immer mehr, immer besser, aber das war keineswegs alles, dadurch darf ich mich viel wohler fühlen. Für mich ist es wichtig gute Gefühle innezuhaben, die geprägt durch Ehrlichkeit, Selbstliebe und Liebe, mein Leben bestimmen. Eine Herausforderung? Ich glaube ab und an schon noch, aber ich lerne sie nur im besten Sinn anzunehmen. Denn ich erkannte, wer wirklich ehrlich durch sein Leben gehen möchte, stößt auf viele Menschen, die es anders tun und es ist manchmal schwer damit umzugehen. Aber auch das sehe ich als Prüfung meines Weges.

 

http://buchkaleidoskop.reikipraxis-goeritz.de/78.html